Ich habe mir grad noch ein paar alte Threads durchgesehen und so viele Parallelen zu meiner aktuellen Situation gefunden, besonders was Probleme durch trockene Augen angeht. Halos, Doppelbilder (wobei "doppelt" manchmal nicht mehr ausreicht), Müdigkeit, Entzündungen usw.
Im Moment ist es wieder extrem und am liebsten würde ich die Dinger "gegen die Wand klatschen". In den letzten paar Jahren bin ich zur Überzeugung gekommen, dass besonders trockene Augen für eine Vielzahl von Problemen verantwortlich ist, einzelne Faktoren wie Astigmatismus, zu wenig Schlaf oder Tränendrüsendisfunktion haben einzeln gar nicht so viel Gewicht und je nach Tagesform ist es mal besser und mal schlechter. Aber all diese ganzen Kleinigkeiten zusammen bilden ein Zustand, der einfach nur unglaublich nervtötend und ätzend ist - wie ein Mückenstich auf dem Rücken, der unerträglich juckt, aber an den man nicht ganz dran kommt.
Inzwischen arbeite ich in Teilzeit mit zig Bildschirmpausen, benutze jeden Tag eine Kombi aus Wärmetherapie, massenweise Tränenersatzmittel und diversen Salben und spezieller Feuchtigkeitspflege und trotzdem nervt es ohne Ende. Manchmal habe ich super geschlafen (eigentlich) und bin ausgeruht und fit und trotzdem sind meine Augen an manchen Tagen so gereizt und trocken und fühlen sich geschwollen an (von aussen sieht man gar nichts), sehen ist so anstrengend und nach kurzer Zeit bin ich geradezu total erledigt und kann die Augen kaum noch offenhalten.
Je nach Tagesform oder Zufall, keine Ahnung, habe ich das Gefühl, der Keratokonus sowie die Hornhautoberfläche verändern sich gravierend.
Morgens kann alles in Ordnung sein, gegen mittag bis nachmittag sind meine Augen am Ende und ich spüre deutlichen Widerstand bei Lidschluss, weil die Wölbung der Hornhaut spürbar stärker ist als am vormittag. An einem anderen Tag arbeite ich den ganzen Tag völlig entspannt von morgens bis abends und bin immer noch entspannt. Und am nächsten Tag hab ich auf einmal eine Bindehautentzündung.
Das große Problem, was ich zur Zeit habe ist, beim Augenarzt geschieht immer nur eine Momentaufnahme. Selbst wenn ich nachmittags nach der Arbeit einen Termin habe, entspannen sich die Augen auf dem Weg dahin anscheind wieder soweit, dass die ganzen oben beschriebenen Probleme nicht feststellbar sind. Die Hornhautoberfläche ist lt. mehreren Augenärzten stabil und klar, rechts leichte Hornhautvernarbungen. Aber grade diese sind offensichtlich ein großes Problem, wenn die Augen je nach Tageszeit wieder besonders gereizt sind.
Das Ding ist einfach, die Augen fühlen sich nicht gut an, nie, gar nicht. Aber inzwischen die operativen Möglichkeiten diversen Ärzten nach auch so ziemlich erschöpft, bzw. das Risiko einer erneuten Op vs. Erfolg ist zu riskant, was ich auch nachvollziehen kann.
Im Moment teste ich wieder mal hier und da eine andere Salbe oder Tränenersatzmittel, aber irgendwie bringts das auch alles nicht.
Das einfachste wäre denke ich ein komplett neues Sehorgan, aber dank "moralischer" Bedenken (sprich potenzieller Mißbrauch durch Geldgier) wird das mit der Klonforschung wohl noch ne Weile dauern.
Ja und ich weiß, es gibts Schlimmeres; ein Arbeitskollege hat nur ein Auge und verliert verm. grad das andere, aber ich bin nicht mein Arbeitskollege. Weiß einfach nicht, was ich im Moment noch versuchen soll, es ist ein Zustand, den ich hinnehme, weil ich hoffe, dass es besser wird, aber das passiert nicht, stattdessen werden die Probleme immer mehr.