Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: viewtopic.php?t=6501

Lombardi oder Kontaklinsen?

Der individuelle "Weg" bis zur Diagnose - was ist Keratokonus, habe ich überhaupt Keratokonus, was kann Man/Frau tun?.
AndreasM
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Joined: 2007-05-13, 23:04
KC-Experience: Bei mir wurde der Keratokonus am Do. den 10.05.2007 im Alter von 36 Jahren diagnostiziert.

Ich wurde am 8.10.2007 in Dortmund auf dem rechten Auge vernetzt.
Experience with eyeglasses / lenses: Im März 2008 wurden mit testweise Kontaktlinsen angefertigt, mit denen ich jedoch massive Probleme - und keine Sehverbesserung gegenüber der Brille hatte.
Meine Fielmann-Brille habe ich jedoch ausgemustert, nachdem mir dort klar gemacht wurde mehr sei nicht herauszuholen mit Brille.

Meine neue Brille von Amon&Sebold in Aschaffenburg hat mir jedoch gezeigt, daß nicht nur 70%, sondern auch 100% Sehstärke bei mir möglich sind - und damit bin ich nun glücklich
Operationen: Ich wurde am 8.10.2007 in Dortmund auf dem rechten Auge vernetzt.
Mögliche Ursachen: starker emotionaler Stress hat nach meiner Einschätzung meinen Keratokonus ausbrechen lassen bzw. gefördert.

Lombardi oder Kontaklinsen?

Post by AndreasM »

Ich bin aktuell wieder mal recht genervt, daß ich mit Brille nicht besser sehe.
Ich habe mich daher heute mal beim Optiker untersuchen lassen, in der Hoffnung nun - fast 5 Monate nach der Vernetzung meines rechten Auges - eine bessere Brille erhalten zu können als ich diejenige, die ich aktuell trage.

Obwohl ich den Eindruck hatte, daß er sich wirklich Mühe gegeben hat, ist dabei nur das aus meiner Sicht deprimierende Ergebnis "eine neue Brille bringt auch nicht mehr als die 70% die ich heute auch mit Brille erreicht habe. :(

Im Rückblick fällt mir dazu ein, daß mein Augenarzt schon vor 1 Jahr zu diesem Ergebnis kam (damals wurden 80% Sehstärke mit Brille gemessen).
Im Joho in Dortmund hingegen habe ich bei der Voruntersuchung zur Vernetzung letzten Sommer 100% mit deren Korrekturmöglichkeiten erreicht - was mich erst recht zur Vernetzung motiviert hatte, nach dem Motto "den Zustand vernetzen, dann eine neue Brille und wieder 100% sehen!!
Tja, das hat so nicht funktioniert. Warum auch immer. :shock:

Da ich mich aber (noch) nicht mit dem Seheindruck der mir bleibt zufrieden geben mag (es frustriert mich einfach als ehemaliges "Adlerauge"), denke ich über meine Alternativen nach.

Dr. Lombardi hat mich und meine frisch erstellte Topographie ja in Leipzig beraten und mir eine reelle Chance vorausgesagt nach einer OP bei ihm ggf. sogar ohne Sehhilfen besser als jetzt mit Brille sehen zu können. Wenn ich mir sicher sein könnte ein solches Ergebnis zu erreichen, würde ich wohl nicht allzu lange überlegen. Nachdem ich aber zumindest subjektiv heute - wie gesagt 4 1/2 Monate nach der Vernetzung - schlechter sehe als vor der Vernetzung, mag ich mir meine Stimmung nicht vorstellen wenn ich nach einer Lombardi-OP nicht zumindest mit Brille wieder 100% sehen könnte.

Alternativ überlege ich, ob ich mich, wenngleich ich wegen der Handhabung und dem Pflegeaufwand nicht gerade scharf darauf bin, statt dessen doch mal einem guten Kontaktlinsenanpasser anvertrauen sollte :::gruebel

Wer kann sich in meine Lage hineinversetzten und mir ggf. mit eigenen Erfahrungswerten bei der Entscheidung ein wenig helfen?
Tim_OS_78
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Joined: 2003-06-03, 21:48
KC-Experience: Ich denke ich hatte die typische KC-Karriere mit vielen Ärzten und Optikern, die keine Ahnung hatten. Es dauerte 6 Monate bis der KC diagnostiziert war. Danach brauchte es noch einige Zeit bis ich einen fähigen Optiker vor der Haustür in Osnabrück gefunden hatte.
Stand Oktober 2008 bin ich zufrieden auch die beiden Operationen gemacht zu haben, denn seitdem brauche ich nicht mehr alle 3 Monate neue Linsen. Die Augen sind seitdem einigermaßen stabil. Also auch wenn das primäre Ziel der OPs eine Sehverbesserung zu erreichen, nicht erreicht wurde, so war es doch ein Erfolg.
Keratoconus since: Ich habe den KC etwa mit 20 Jahren bekommen, das war 1998. Das ging sehr rapide bergab. Und innerhalb von kürzester Zeit war eine zufriedenstellende Sehstärke nur noch mit Kontaktlinsen zu erreichen.
Experience with eyeglasses / lenses: Ich trage täglich mehr als 10 Stunden die Kontaktlinsen und das ist auch mein Mittel der Wahl, da das schlechte linke Auge mit Brille nicht zu korrigieren ist und bei einem Visus von 0% bleibt.
Operationen: Februar 2005 ARK in Rom auf beiden Augen.
Juli 2005 Vernetzung auf dem linken Auge.
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Re: Lombardi oder Kontaklinsen?

Post by Tim_OS_78 »

Hallo Andreas,

meine persönlichen Erfahrungen sind besser bei den Kontaktlinsen. Die ARK hat mich nicht wirklich vorangebracht, das vorab.
Und wenn ich an deiner Stelle wäre würde ich erstmal eine LInsenanpassung machen. Erfahrungsgemäß ist das erstens leichter
nach einer Vernetzung und zweitens wenn Du das ein paar Wochen getestet hast, dann kannst Du immer noch sagen das funktioniert
nicht und läßt es bleiben. Im Gegensatz zur ARK, denn die kannst Du nicht rückgängig machen und die ist sicher gefährlicher als
mal ein paar Tage oder Wochen Linsen zu tragen.

Viele Grüße
Tim
andyH.
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KC-Experience: kommt noch
Keratoconus since: ungefähr mit 16
Operationen: volles Programm:

linkes Auge: Tranplantation, wegen zu hoher Krümmung, danach noch gelasert. Trotzdem nur ca.60% mit starker Brille

rechts: zirkuläre Keratotomie mit Titanringring- hat überhaupt nicht funktioniert,
danach 2mal Operation in Rom bei Dr. Lombardi: ARK. Dann mit Brille ca.80%, aber Schmerzen im Auge und ständig schwankender Visus und Kopfschmerz
Sept. 09 Transplantation in Homburg.
Begeiterscheinungen: häufig Kopfschmerzen
Mögliche Ursachen: wenn ich das mal wüsste
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Re: Lombardi oder Kontaklinsen?

Post by andyH. »

Und sei dir darüber bewusst das es Luxusprobleme sind die du da hast :?
Ich denke wenn Lombardi sagt das bei dir eine OP etwas bringen würde dann könnte man es riskieren. Falls die Vernetzung bei dir bewirkt das der KC sehr lange still steht und du 70% mit Brille siehst, ist das aber eine Situation die sich viele andere hier nur wünschen könnten!
5ven
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KC-Experience: Der Keratoconus wurde bei mir (offiziell) mit 17 entdeckt (1998). Mit 15 hatte ich -glaub ich- eine Brille bekommen. Mit ungefähr 17 dann harte Kontaktlinsen.
2001 verschlechterte sich meine Sicht dann innerhalb eines halben Jahres von 40% auf unter 15% auf dem rechten Auge. 2002 perforierende KP (nur rechts) bei Prof. Neuhann. Nach fast zwei Jahren konnt ich dann mit Brille wieder 100% sehen. zur Zeit: Rechts 90% mit Brille. Links mit Brille 60%, mit harten Kontaktlinsen wären 100% möglich, aber leider vertrage ich die trotz supertollen neuen Linsen trotz 3 Monaten Versuchszeit max. 2h und das geht beruflich nicht.
Begeiterscheinungen: Allergien

Re: Lombardi oder Kontaklinsen?

Post by 5ven »

Hallo Andreas,

korriegier mich wenn ich falsch liege (habe mich mit der vernetzung noch nicht ausreichend auseinandergesetzt), aber soll diee Vernetzung nicht NUR den aktuellen Zusatnd einfrieren. Die beiden Augenprofs, mit denen ich mich darüber unterhalten habe, haben mir dies zumindest SO gesagt.

Ich persönlich würde mich mit 70% Sicht nicht unters Messer legen. Eine OP beeinhaltet immer Risiken und wenns ganz dumm läuft siehst Du hinterher schlechter.
Niemand (seriöses) wird Dir den Ausgang einer OP garantieren können. Das geht nicht.

Ich würde an Deiner Stelle an sehr guten Kontaktlinsenanpasser aufsuchen, der viel Erfahrung mit Keratoconus hat und nochmal Linsen versuchen.
Du musst sie ja nicht ständig tragen, falls Du sie nicht so gut verträgst.

Und dann kann ich mich nur noch meinen "Vorrednern anschließen:
70% ist verdammt gut. Es gibt viele, die sehr geren so gut sehen würde. Adlerauge ist nicht mehr (vielleicht zu hart). Ich spreche aus Erfahrung. Du sollts froh sein, daß Du noch so gut siehst. Du solltest versuchen mit den 70% zufrieden zu sein, andernfalls machst Du dich kaputt. Das ist anfangs schwer zu akzeptieren, aber viele sehen weniger und sind trotzdem sehr glücklich damit.

Ich wünsch DIr alles Gute,
viele Grüße,
sven
AndreasM
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KC-Experience: Bei mir wurde der Keratokonus am Do. den 10.05.2007 im Alter von 36 Jahren diagnostiziert.

Ich wurde am 8.10.2007 in Dortmund auf dem rechten Auge vernetzt.
Experience with eyeglasses / lenses: Im März 2008 wurden mit testweise Kontaktlinsen angefertigt, mit denen ich jedoch massive Probleme - und keine Sehverbesserung gegenüber der Brille hatte.
Meine Fielmann-Brille habe ich jedoch ausgemustert, nachdem mir dort klar gemacht wurde mehr sei nicht herauszuholen mit Brille.

Meine neue Brille von Amon&Sebold in Aschaffenburg hat mir jedoch gezeigt, daß nicht nur 70%, sondern auch 100% Sehstärke bei mir möglich sind - und damit bin ich nun glücklich
Operationen: Ich wurde am 8.10.2007 in Dortmund auf dem rechten Auge vernetzt.
Mögliche Ursachen: starker emotionaler Stress hat nach meiner Einschätzung meinen Keratokonus ausbrechen lassen bzw. gefördert.

Re: Lombardi oder Kontaklinsen?

Post by AndreasM »

Danke schon mal für die bisherigen Reaktionen.

Mir ist durchaus klar, dass sich viele hier mit 70% Brillensicht glücklich schätzen würden.
Wenn man wie ich jedoch 36 Jahre sehr gut ganz ohne Brille ausgekommen ist und eine sehr konkrete Vorstellung vom guten Sehen hat, dann sind gut 2 Jahre später 70% aber eben doch eine deutliche Einschränkung, da das Sehen durchaus auch etwas subjektives vom Empfinden her ist. Und deshalb möchte ich meine Möglichkeiten ausloten hier auf irgendeine Art wieder Besserung zu erreichen.

Auch ein wichtiger Grund dabei: Mir passieren auf der Arbeit neuerdings am PC Verwechslungsfehler, da unsere Server teilweise sehr ähnliche Namen haben und sich teilweise nur durch 1 Buchstaben im Namen unterscheiden. :::user
Wenn ich mich nicht voll konzentriere, klicke ich schnell mal auf MNxxxx statt auf WNxxxx - und das kann in meiner Position als Systemadministrator fatale Folgen haben.

Warum ich mir nun die Frage Kontaktlinsen oder Lombardi stelle, hat ebenfalls mehrere Gründe

So sehe ich in einer Kontaktlinsenanpassung eine einfachere, zunächst billigere Lösung.
Mir ist ebenfalls klar, daß die Mini-ASRK sicher ein größeres OP-Risiko beinhaltet als eine Vernetzung. :::go

Für Lombardi hingegen sprechen bisher aus meiner Sicht folgende Gründe:
- Kontaktlinsen sind Fremdkörper und sie sind Pflege aufwändig, die Brille setze ich einfach auf und ab
- In meinem Stadium fürchte ich, dass Kontaktlinsen von den Kosten her reines Privatvergnügen bleiben und durch die Pflege, eventuelles Verlieren und zumindest alle paar Jahre mal wieder neue Linsen letztlich doch die teurere Lösung sein könnten
- Prof. Lombardi hat mir in Leipzig auch erklärt, dass die meisten zu lange warten bis sie zu ihm kommen und er viel mehr bewirken kann in einem frühen Stadium, weshalb es für mich sinnvoll sei nicht mehr zu lange zu warten, denn derzeit sähe er bei mir eine gute Chance nach der OP ggf. ganz auf eine Brille verzichten zu können.

Daher kämpfe ich nach wie vor mit mir und komme nicht so recht zu einem überzeugten Entschluss. :::gruebel

Gruß,

Andreas
loiu
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Re: Lombardi oder Kontaklinsen?

Post by loiu »

Ich brauchte vor 3 Jahren auch keine Brille,jetzt habe ich Kontaktlinsen. Natürlich sind sie Fremdkörper, wie Schuhe, Krawatten, oder ein Schrittmacher. Das Diamantmesser, das Lombardi für seine Schnitte nutzt, ist wie ich finde auch recht Körperfremd.
Mal am Rande: Wo ist Lombardi Porfessor? In welcher Uni?
Er kommt mir etwas wie ein Gebrauchtwagenverkäufer vor. Die Art, wie er von seinen Getreuen hier hochgelobt wird, ist mir auch suspekt. Sonst würde ich es vielleicht auch versuchen.
5ven
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KC-Experience: Der Keratoconus wurde bei mir (offiziell) mit 17 entdeckt (1998). Mit 15 hatte ich -glaub ich- eine Brille bekommen. Mit ungefähr 17 dann harte Kontaktlinsen.
2001 verschlechterte sich meine Sicht dann innerhalb eines halben Jahres von 40% auf unter 15% auf dem rechten Auge. 2002 perforierende KP (nur rechts) bei Prof. Neuhann. Nach fast zwei Jahren konnt ich dann mit Brille wieder 100% sehen. zur Zeit: Rechts 90% mit Brille. Links mit Brille 60%, mit harten Kontaktlinsen wären 100% möglich, aber leider vertrage ich die trotz supertollen neuen Linsen trotz 3 Monaten Versuchszeit max. 2h und das geht beruflich nicht.
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Re: Lombardi oder Kontaklinsen?

Post by 5ven »

@ Andreas:

Wenn du Glück hast zahlt Deine Krankenkasse die Kontaktlinsen oder zumindest einen Teil. Also wäre ein Versuch u.U. kein finanzieller Verlust.

Die Verwechslungsgefahr kenne ich auch sher gut. Falls es geht nenn die Server anders.
Solltest Du Deine Brille weiter tragen, bräuchtest Du unter Umständen auch alle paar Jahre eine neue, wie bei den KL.
Da ich sponatn davon ausgehe, daß Du 36 bist, könntest Du auch Glück haben, daß der Keratoconus nicht mehr fortschreitet (was er im "Alter" öfters macht).
Es kann gut sein, daß Du nach der OP trotzdem eine Brille oder KL brauchst.
Das Problem ist Du riskierts ein gute Sicht. Ich vermute Du wirst mit sehr guten harten KL auf 100% kommen, falls Du sie verträgst. Die LInsen sind schnell gemacht, wenns nach einem Versuch von einem halben Jahr nicht wird, kanns Du immer noch zu Lombardi gehen oder vernetzen, oder was auch immer.
Frag bei der Kranken kasse nach, lass Dir ein Attest aussührlichen Bericht von Deinem Arzt geben, daß Du Linsen unbedingt brauchst, dann zahlen die das (oft).
Probier die Lisnen aus.

@ loui
lombradi hat laut seiner Biografie auf der hompage nicht hablitiert auch nicht promoviert und eigentlich schreibt amn sowas in seinen Lebenslauf! Auf den italenieschen Seiten nennt er sich auch Dott. Lombardi. Prof. Lombardi steht nur auf den englischen und Deutschen Seiten. Vermute, daß is ein Übersetzungsfehler. (mit seiner mickrigen Publikationsliste kann man übrigens auch nicht international anerkannt habilitiert haben).
Er lehrt auch laut eigenen Angaben an keiner Uni -> wieder kein Prof.
Dies muss alles nicht heißen, daß er ein schlechter Arzt ist, ABER es ist bestärkt wie immer meinen "merkwürdigen" -ums mal nett auszudrücken- Eindruck, den ich von ihm habe.
loiu
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Re: Lombardi oder Kontaklinsen?

Post by loiu »

Also, Andreas: die AOK Berlin hat 100% meiner bis dato 3 Paaren Linsen übernommen. Habe nur 10 euro bezahlen müssen. Keratokonus ist da ein Zauberwort. Sprich mit Deinem Augenarzt
5ven wrote: bestärkt wie immer meinen "merkwürdigen" -ums mal nett auszudrücken- Eindruck, den ich von ihm habe.
Gebrauchtwagenverkäufer? Hausierer? So was?
AndreasM
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Meine neue Brille von Amon&Sebold in Aschaffenburg hat mir jedoch gezeigt, daß nicht nur 70%, sondern auch 100% Sehstärke bei mir möglich sind - und damit bin ich nun glücklich
Operationen: Ich wurde am 8.10.2007 in Dortmund auf dem rechten Auge vernetzt.
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Re: Lombardi oder Kontaklinsen?

Post by AndreasM »

Nunja, ich werde mich wohl doch zuerst mal mit Kontaklinsen beschäftigen.
In unserem Adressverzeichnis stehen ja gute Anpasser in Aschaffenburg bzw. Frankfurt drin.

Mit den Kosten bin ich allerdings gespannt, da ich ja "erst" Status 2 habe.

Sollte ich zuvor nochmal zum Augenarzt um mir die "verordnen" zu lassen, oder kann ich direkt erst mal zum Kontaktlinsenanpasser um zu klären ob das bei mir überhaupt etwas wird?

--
Gruß und Danke für alle Kommentare,

Andreas
5ven
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Re: Lombardi oder Kontaklinsen?

Post by 5ven »

@ Andreas:
eigentlich egal. Aber da sich Dein Arzt übergangen fühlen könnte. Erklär Ihm, was Du vorhast: Lass Dir ein Rezept geben, geh zu einem GUTEN Kontaktlinsenanpasser. Probiers aus, lass Dir eine Prognose stellen, etc. Frag bei der Krankenkasse (Keratoconus wirkt bei der Bewilligung oft Wunder)nach und lass Dir dann ggf. von Dienem Arzt ein Attest ausstellen, daß das notwendig war. Bei einigen KL-Anpassern kannst Du sogar die Linsen zurückgeben, falls das nicht klappt, obwohl ich niemad kenne, der das Mal probiert hat, aber von meinem wurde mir das versichert.

@ loui:
nee, nicht ganz. Eigentlich fällt mir kein Begriff ein um Ihn zu beschreiben. Sowas wie "Scharlatan mit Erfolg, der totalen Mist labert, aber es trotzdem hilft" oder so
AndreasM
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Meine neue Brille von Amon&Sebold in Aschaffenburg hat mir jedoch gezeigt, daß nicht nur 70%, sondern auch 100% Sehstärke bei mir möglich sind - und damit bin ich nun glücklich
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Re: Lombardi oder Kontaklinsen?

Post by AndreasM »

Da ich erst ein paar Tage vor meinem Sinneswandel beim Augenarzt war und sogar ne neue Topo machen ließ, werde ich dort zunächst nur mal anrufen bezüglich meiner Überlegungen.

Zu den Lombardi-Kommentaren muß ich allerdings sagen: Was er uns in Leipzig erklärt hat und wie er es begründet hat finde ich ziemlich einleuchtend.
Und für mich gibt es nur eine Erklärung warum seine Methode nicht verbreitet ist: Ohne lange Erfahrung kann dabei wohl zuviel schief gehen..

--
Gruß,

A.M. .. sehnsüchtig auf Ostern wartend weil der Streß zur Zeit wieder mal Überhand nimmt und ich mich nach meinem Urlaub sehne..
5ven
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Re: Lombardi oder Kontaklinsen?

Post by 5ven »

Ja, das kann er gut (Dinge einleuchtend erklären), aber seine "Theorien" sind halt "schmu"!!
Seine Methode ist nicht verbreitet, weil Sie praktisch nicht erlernbar ist, da man sehr viel Erfahrung braucht. Möchte nicht wissen, wieviele Fehlschläge es Anfangs gab...
Trotzdem hatte er mal jemanden angelernt, mit dem hat er sich dann aber verkracht. (Hörensagen)
Und wirklich reproduzierbar und einheitlich ist seine Methode nicht. Es existiert auch keine neutrale Bewertung seiner Ergebnisse. Daher traut sich da (zu Recht) auch kein anderer ran!! Das ist schade, weil seine Methode scheint doch öfters zu klappen. Also etwas mehr Transparenz und Vernunft seinerseits wäre schon wünschenswert. Aber ich denke, daß ist Taktik: sollte es nur einem in Deutschland gelingen die Methode zu etablieren, wäre das große Geschäft vorbei! Praxen sind auch nur kleine Unternehmen!


Drück Dir die Daumen, daß das mit den KL klappt.

Grüße,
sven
Norbert S.
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Re: Lombardi oder Kontaklinsen?

Post by Norbert S. »

Hallo.

Ich verstehe Euch nicht. Warum gibt es immer wieder Leute, die meinen auf Lombardi einschlagen zu müssen? Das ging ja sogar so weit, dass ein Italiener wohl einen Privatdetektiv angesetzt hat (oder er hat selbst "recherchiert") und sogar in Lombardi's Hobbies etc. gewühlt wurde.
Die Ergebnisse waren auf italienischen Internetseiten nachzulesen. Widerlich!

Ist das der klassische Neid-Faktor, der bei manchen bis zum Hass auswuchert?

Ihr müsst doch nicht hin! Lasst es doch einfach bleiben!!!

Es kann nur der Neid sein. Da wurden welche komplett geheilt und sehen wieder spitzenmäßig. Das ist gemein!
Ach und dann packen wir gleich noch die Patienten mit rein, die das Schweineglück hatten. Die versuchen wir etwas lächerlich zu machen, die "Lombardi-Jünger".
Und den Lombardi den machen wir so richtig lächerlich. Seine Vorträge, seine "unwissenschaftlichen" Publikationen ...
Erst mal nach dem suchen, was gegen ihn spricht. Seine Leistungen, die er erbracht hat, interessieren erst einmal nicht.
Ist schön einen Grund dafür zu haben, sich nicht weiter mit Lombardi's Optionen beschäftigen zu müssen. Kann ich erst einmal in der Komfort-Zone bleiben.

Sich die Zeit zu nehmen und mal näher das zu recherchieren, was er geleistet hat, mit Patienten von ihm zu sprechen, mal OPs von ihm anzusehen (gibt es auf Videos) macht doch keiner. Leute vom Schlag wie Hari lassen sich an den Fingern abzählen. Er hat Lombardi mehrere Tage in der Praxis "beobachtet", mit etlichen (auch vielen italienischen) Patienten gesprochen, sich alle Details erklären lassen (vorher hat er sich tief ins Thema Ophtalmologie "einstudiert"). Diese Details von Lombardi hat er immer wieder mit "wissenschaftlich anerkannten" Ärzten abgeglichen, bis sie nichts mehr einwenden konnten und dann in Richtung Langzeitwirkung umschwenkten.
Erst nachdem er dann aus diesem allen ganz sicher war, hat er sich bei Lombardi operieren lassen und das mit großem Erfolg. Er stimmt übrigens nach wie vor bei einigen Punkten nicht mit Lombardi überein bzw. einige Sachen findet er gar nicht so gut (z.B. Prof.-Thema, alternative Medizin, spirituelle Themen, KC-Erreger...). Aber das ist doch total nebensächlich für seine Gesundheit.

Festzustellen, dass sich in Italien nur jemand Prof. nennen darf, der noch aktiv einen Lehrstuhl hat, ist einfacher und das auszuschlachten als sich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen.
Hat man ja eigentlich auch nicht nötig. Ich bin krank, mir muss verdammt nochmal geholfen werden. Das ist die Pflicht der Gesellschaft. Schließlich zahle ich ja auch einen haufen Krankenkassenbeiträge und Steuern. Dass dann noch so ein Vogel wie Lombardi einen Batzen Geld dafür nimmt, schlägt dann dem Fass den Boden aus.

Nochmals: Lasst es! Bleibt bei Euren Wissenschaftlern und lasst Leuten, die anders ticken als Ihr, die Option Lombardi.

Was ich noch verstehen kann, ist der Standpunkt von Augenärzten, die verhindern wollten, dass Lombardi Unheil anrichtet. Die sind sich sicher, dass er viele Augen kaputt macht. Meiner Versicherung, dass ich sehr viele Patienten persönlich kenne und sicher weiß, dass die Erfolgsquote sehr hoch ist (schätze mal > 80%), nahm mir einfach keiner ab. Die glauben das nicht und malen weiter Ihr Bild von verstümmelten Augen, aufklaffenden Schnitten etc. etc.
Wie gesagt, deren Beweggründe gegen Lombardi kann ich irgendwo besser nachvollziehen als Euer Rumgehacke.

Norbert
loiu
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Re: Lombardi oder Kontaklinsen?

Post by loiu »

Lieber Norbert,
es ist Dein Enthusiasmus, der Deine Aussagen suspekt macht. Die klingen manchmal, Du wirst mir verzeihen, ein wenig religiös.
Meinerseits habe ich nur die Gründe geschildert, die mich daran hindern, Lombardi zu besuchen. Glaub mir, ans Geld liegt es nicht. Ich wäre bereit, mein ganzes Geld auszugeben für eine Heilung mit Garantien. Ich bin auch dafür, dass jeder mit seinen Augen und seinem Geld macht, was ihm am besten schmeckt. Lombardis Skalpell macht mir aber zu viel Angst. Das kannst Du mir lassen, oder nicht?
Es gibt im Forum mehrere Bespiele von nicht gelungenen ARK OPs. Oder nicht?
Schöne Grüsse jedenfalls.
sabine s.
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Posts: 2364
Joined: 2005-05-30, 11:25
KC-Experience: 4x transplantiert, 3x an einem auge, immunsuppression wegen ständiger transplantatabstoßungen, glaukom bereits mehrmals operiert, beginnender katarakt an beiden augen. visus mit brille um die 35%. Kontaklinsenunverträglichkeit .
augen-op´s insges. 13x. bin bei prof. th. neuhann in behandlung.
5. transpl. steht in den starlöchern.??? mehr oder weniger. das 5. transplantat war bereits am anfang märz 08 gefunden worden. 2 h später, anruf vom Prof. er könne es nicht nehmen. jetzt muß ich also weiter warten.
nävus auf der netzhaut inoperabel, tumor in der orbita nähe des sehnerves.
visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird.
Experience with eyeglasses / lenses: Sehr schnell wurden mir harte KC-Linsen angepaßt, die sich aber andauernd veränderten, so, daß der Anpasser gar nciht mehr nachgekommen ist.
Operationen: 1999 wurde die erste Keratoplastik gemacht. s.o. bei und von Prof. Thomas Neuhann. Alle anderen Keratoplastiken (mit wachsendem Vergnügen, ebenfalls vom Prof. Neuhann der sich absolut rührend um mich kümmert. Div. Trabekulektomien, Div. Cortisonspülungen....................alles zwar Operationen, aber immer irgendwie im Vorbeigehen.
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Re: Lombardi oder Kontaklinsen?

Post by sabine s. »

hallo loiu

eine heilung mit Garantie wirst du niemals und nirgendwo auf der welt finden!!!!!
DAS verspricht noch nicht mal der Lombardi.

grüßle
sabine
Günter
Administrator/in
Posts: 1070
Joined: 2003-06-03, 15:12
KC-Experience: - Ende 1978 Diagnose KC , mit 14 jahren
- Ende 1990 endgültiger zusammenbruch des rechten Auges, ca. 5% Sehfähigkeit
- April 1991 KP (Keratoplastik, Hornhauttransplantation) rechtes Auge in Heidelberg
- 1993 endgültiger Zusammenbruch des linken Auges, tragen von Linsen nicht mehr möglich, ca. 5% Sehfähigkeit (Visus)
- 1993 fast zur gleichen Zeit, rechtes Transplantiertes Auge wieder einsatzfähig, mit Linse ca. 80%
- Dezember 1995 KP linkes Auge in Jena
- 1997 linkes Transplantiertes Auge wieder einsatzfähig, mit Linse ca. 80%
- 2000 habe einen neuen Optiker, und klasse Linsen jetzt auf beiden Augen ca. 120%
- 2012 Abstoßungsreaktion auf dem linken Auge
- 2013 hohe Belastung für das rechte Auge, das Auge wird instabil. Rekeratokonus mit steigender Instabilität beider Augen
- 2015 März 2015 erneute KP links
- rechtes Auge wird mit Medikamenten einigermaßen stabil gehalten
- 2017 Mai, das linke Auge ist soweit stabil, das ich wieder eine
Kontaktlinse auf dem Auge tragen kann damit erreiche ich einen Visus
von ca. 1,0 (100%). Somit kann ich wieder auf beiden Augen vernünftig
sehen.
Keratoconus since: Ab dem Alter von 14 Jahren.
Experience with eyeglasses / lenses: Mit meinen harten Kontaktlinsen komme ich im großen Ganzen gut klar.

Ich trage sehr gut angepasste quartantenspezifische Kontaktlinsen, von FALCO. Mit diesen erreiche ich einen Visus von ca. 1,0 (100%) auf beiden Augen.

Die Tragezeit der Kontaktlinsen beträgt ca. 10 Stunden pro Tag.
Ohne Kontaktlinsen habe ich links einen Visus von ca. 0.05 (5%) und rechts < 0.05(5%).

Mit einer iScription Brille komme habe ich links ca. 0,3 (30%) und rechts 0,3 (30%).
Dir Brille hat die Werte:
R Spr. -2,75 Cyl -8,50 Achse 175
L Spr. +4,50 Cyl -3,75 Achse 131
Operationen: Auf beiden Augen eine Keratoplastik (Hornhauttransplantation)
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Re: Lombardi oder Kontaklinsen?

Post by Günter »

Hallo,

eigentlich wollte ich in diese Diskussion nicht eingreifen – aber ich kann es doch nicht lassen.

Die Leistungen die Lombardi an vielen KC-Betroffenen vollbracht hat sind für mich unbestritten. (Einige Betroffene davon habe ich persönlich kennengelernt.)

Als KC-Betroffener mit Keratoplastiken auf beiden Augen, bei dem Lombardi eigentlich nichts mehr ausrichten kann, habe ich eine etwas andere Sicht, als die direkt betroffenen.

Wenn die ARK von Lombardi bei mir noch Sinn machen würde, wäre ich sicher schon bei Lombardi gewesen um mir das anzusehen.

Aus meiner Sicht heraus, hätte ich gerne ein Methode mit der sich ein KC stabilisieren oder sogar heilen lässt.
Die mini ARK von Lombardi wäre möglicherweise eine solche Methode.

Aber was mich an Lombardi stört sind so einige Fragen:

Warum praktiziert nur Lombardi, diese Methode? (Die Begründung, dass für die Methode viel Erfahrung erforderlich ist akzeptiere ich nicht, denn es gib viele gute Chirurgen die diese Methode sicherlich erfolgreich praktizieren könnten)
Warum versucht Lombardi nicht wirklich seine Methode in der Fachwelt zu verbreiten?
(Und sie damit, möglicherweise, allen KC-Betroffenen zugänglich zu machen)
Warum lehnen fast alle Ärzte diese Methode ab, seltsamerweise auch viele die seine Methode kennen?
Worin besteht der Konflikt zwischen Lombardi, seiner Methode und der Fachwelt?
(Das es hier ein Konflikt gibt, sieht man daran wie vehement die Fachwelt seine Methode ablehnt!)

Auf diese Fragen habe ich bisher keinerlei vernünftige Antworten bekommen!
Solange ich auf diese Fragen keine Antworten bekomme, bleibt (trotz der Leistungen die Lombardi an einigen KC-Betroffenen vollbracht hat) Lombardi und seine Methode für mich suspekt
Gruß Günter
5ven
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2001 verschlechterte sich meine Sicht dann innerhalb eines halben Jahres von 40% auf unter 15% auf dem rechten Auge. 2002 perforierende KP (nur rechts) bei Prof. Neuhann. Nach fast zwei Jahren konnt ich dann mit Brille wieder 100% sehen. zur Zeit: Rechts 90% mit Brille. Links mit Brille 60%, mit harten Kontaktlinsen wären 100% möglich, aber leider vertrage ich die trotz supertollen neuen Linsen trotz 3 Monaten Versuchszeit max. 2h und das geht beruflich nicht.
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Re: Lombardi oder Kontaklinsen?

Post by 5ven »

Lieber Norbert,

was ich nicht verstehen kann ist, warum man Lombardi nicht kritisieren darf ohne gleich angegriffen zu werden?!?! ich finde es erschrecken, daß man weder mit Ihm noch mit Patienten, die von Ihm behandelt wurden vernünftig darüber diskutieren kann.
Es gibt zahlreiche Punkte an Lombardi, die sehr "merkwürdig" sind und jedesmal wenn man diese anspricht, wird man angegangen. Die möglichen Fragen werden nie aufgeklärt. Und dann wunderst Du dich, daß er vielen Suspekt vorkommt?!?!?

Zu Deinen eigenen Argumenten: Neid?!?! Hass?!?! Nein, wirklich nicht, ich bin sehr erfolgreich operiert wurden und ich gönne jedem eine verbesserte Sicht oder eine gute Behandlung seines Keratoconus, egal von wem er behandlet wird. "Komplett geheilt" möchte ich übrigens bezweifeln...

Jemand kritisieren ist nicht lächerlich machen. Kritik gehört dazu. Niemand ist unfehlbar.
Seine operativen Leistungen kann ich nicht beurteilen. Habe ich aber auch nie in Farge gestellt.
Und jetzt mal Ernshaft, soll sich jeder persönlich OPs bei Lombardi anschauen?!?
udn wie Du selbst sagt, dieser Hari zweifelt auch seine Theorien an!

Und das sind Fakten:
- keiner weiß, wo uind wie er habilitiert hat/ist - und er verrät es nicht!
- diesen ominösen Ergger will er seit Jahren veröffentlichen: hat er nicht!
- er hat fast nichts publiziert!
- seine Daten/ Erfolge sind nie wirklich überprüft wurden
- da er seine Datenerfolge nicht veröffentlicht
- seine Bioressonanzmethode ist schwer umstritten!

Ich verstehe nicht, warum er nicht aufklärt!!! Wieso bringt er niemand seine Methode bei? Wieso beweist er nicht, daß er Recht hat!
Er stellt immer nur Behauptungen auf, die er nicht belegt. Wieso? Meiner Meinung nach, kann er sie nicht belegen, sonst würde er es!!!
Da es kaum/keine Daten über Ihn gibt haben damit viele Ärzte ein Problem.
Und seine Verschwörungstheorie mit der Kontaklinsenindustrie ist ja wohl völlig daneben, als wenn das jemand juckt, wenn ein Arzt in Italien Ihnen pro Jahr max. 50 Patienten wegnimmt!

Mit seinem ganzen Verhalten schadet Lombardi mehr als er nuzt, könnte er beweisen, daß seine Methode funktioniert, würden die Krankenkassen sie anerkennen -> Kosten sind gedeckt -> mehr Patienten, da auch mehr Vertrauen -> er könnte weitere Ärzte anlernen, damit seine (erfolgreiche?) Methode nicht mit Ihm aussirbt -> mehr Heilung ABER er tuts nicht und die ARSCHKARTE haben WIR

und das lieber Norbert ist meine Motivation - du denkst er hilft uns- wenn er uns wirklich helfen will, würde er dafür Sorgen, daß seine Methode öfters angwendet und mehr Menschen helfen würde. Ein guter Arzt würde das tun. Dies sollte die Motivation eines Arztes ein.

Da er sich mit all diesen Unklarheiten dubiosen Dingen umgibt macht er sich für die Fachwelt unmöglich!! Und spielt sich noch mit Verschwörungsthoerien auf. WARUM?

Ich hätte mal gern vernünftige Antworten!

Viele Grüße,
sven
Norbert S.
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Re: Lombardi oder Kontaklinsen?

Post by Norbert S. »

Hallo loiu,

wie ich schon woanders im Forum geäußert habe, kenne ich Patienten, die echt ziemlich Pech hatten bei der Behandlung bei Lombardi (ich möchte nochmals betonen, dass das die Minderheit ist). Ich kenne allerdings keinen, der einen schlechteren Zustand als vorher hatte oder bei dem die Augen vermurkst wurden.
Weiterhin haben viele, die nicht zufrieden sind, die Behandlung nicht komplett durchgezogen. Lombardi verspricht keine Wunderheilung. Es ist nicht davon auszugehen, dass immer alles beim ersten mal klappt.

Deine Angst und Bedenken lasse ich Dir ja. Auch Deine Entscheidung gegen Lombardi kann ich vollstens akzeptieren. Was ich nicht mag ist, dass man dann aus "Alibigründen" (um seine Entscheidung zu untermauern) nach Negativem oder gar schmutziger Wäsche sucht.

Übrigens dachte ich weniger ans Thema Geld. Viel schwerer wiegt bei den meisten das mit der Komfortzone bzw. den Mut aufzubringen etwas außerhalb des "Normalen" zu tun. Ich muss allerdings zugeben, dass bei mir die Entscheidung vielleicht etwas einfacher war. Ich hatte keine brauchbare Alternative und die Transplantation wäre mir nach einer ARK immer noch geblieben. Weniger einfach war allerdings, dass es noch wenig deutsche Patienten zu dieser Zeit gab.

Hallo Sven,

man darf Lombardi von mir aus kritisieren. Das ist vollkommen legitim! Mir stinkt das mit der schmutzigen Wäsche. Wieso kann man mit zufriedenen Patienten von ihm nicht vernünftig diskutieren? Ich kann viele Bedenken absolut nachvollziehen. Mir gefällt es nur nicht, dass jemand, der sich nicht wirklich mit dem Thema beschäftigt hat, nur an m.E. unwichtigen Negativ-Punkten von Lombardi festbeißt.
Warum sind z.B. seine Theorien Schmu? Wie ich schon sagte habe ich Diskussionen mit Ärzten mitbekommen, die bei Detaildiskussionen dann umschwenkten, nachdem ihre ursprünglichen Kritikpunkte widerlegt waren.

Was bleibt denn ungeklärt und wo wird man "angegangen"? Die Sache mit dem Prof.? Er ist "aktuell" kein Prof.! In Italien schmücken sich viele "Ex-Profs" mit dem Titel. Wenn einer einen solchen Titel hat und dann seinen Lehrstuhl aufgibt, darf er in Italien diesen Titel nicht mehr tragen. Die wenigsten machen das. Frag doch mal Italiener danach. Da kennst Du bestimmt welche. Mir wurde dies von einigen Bekannten bestätigt.

Zu dem komplett geheilt: Wieso sollte sich denn zumindest der positive Zustand nicht mit einer nachträglichen Vernetzung "festhalten" lassen?

Das mit dem Hass stimmt schon. Z.B. von einem Italiener gingen wirklich böse Angriffe aus. Zum Glück bleibt so etwas bei uns aus. Wobei dieser Typ auch versucht hat, einige Forumsmitglieder von uns für seine Sache gegen Lombardi zu gewinnen.

Jeder der sich wirklich dafür interessiert hat, hat bisher den Kontakt zu Lombardi bekommen. Hari zweifelt nur einige Theorien an. Zu den wesentlichen Themen steht er äußerst positiv. Das ist genau der Punkt. Selbst wenn einer glaubt, dass die Erde flach ist aber ein gigantisch guter und erfolgreicher Operateur ist, dann ist mir das doch wurscht.

Zu Deinen Fakten: Ich will das im Moment nicht wirklich wieder im Einzelnen diskutieren (findet sich viel davon schon im Forum).
Grundsätzlich ist aber doch keiner dieser "Fakten" wirklich relevant für mich (wie schon oben erwähnt; das ist doch genau der Punkt).
Veröffentlicht hat er übrigens schon einiges. Es wurde nur meist nie in der Fachwelt angenommen und ist oft nur schwer zu finden. Inwieweit er dafür selbst verantwortlich ist, ist ein anderes Thema.

Die weiteren Punkte wurden auch schon besprochen. Es stimmt auf jeden Fall nicht, dass er sein Wissen geheim hält. Seine Tür steht für andere Ärzte offen. Einige haben ihn auch schon besucht und bei OPs zugesehen.
Zu den Daten. Warum interessiert sich z.B. keiner über die Veröffentlichung mit dem Ergebnis von - ich glaube es waren so ca. 80 Augen? Ärzte, die sich für die näheren Patientendaten interessieren, können diese bei ihm einsehen.

Gruß
Norbert
5ven
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KC-Experience: Der Keratoconus wurde bei mir (offiziell) mit 17 entdeckt (1998). Mit 15 hatte ich -glaub ich- eine Brille bekommen. Mit ungefähr 17 dann harte Kontaktlinsen.
2001 verschlechterte sich meine Sicht dann innerhalb eines halben Jahres von 40% auf unter 15% auf dem rechten Auge. 2002 perforierende KP (nur rechts) bei Prof. Neuhann. Nach fast zwei Jahren konnt ich dann mit Brille wieder 100% sehen. zur Zeit: Rechts 90% mit Brille. Links mit Brille 60%, mit harten Kontaktlinsen wären 100% möglich, aber leider vertrage ich die trotz supertollen neuen Linsen trotz 3 Monaten Versuchszeit max. 2h und das geht beruflich nicht.
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Re: Lombardi oder Kontaklinsen?

Post by 5ven »

Lieber Norbert,
erst Mal Danke für Deine ausführliche Antwort.

theoretisch hast Du damit Recht, daß wenn jemand gut operiiert es egal ist, an was er glaubt oder nicht und ob erpubliziert oder seinen Titel korrekt führt.

Aber: Praktisch ist es eben nicht egal. Für Ihn schon, für uns nicht. Die Argumente, daß jeder die Ergebnisse bei Ihm in der Praxis einsehen kann sind unpraktikabel. Genauso ist es mit Ergebnissen, die irgendwo veröffentlicht sind und nicht in anerkannten Fachzeitschriften.
Ich wiederhole micht jetzt, aber das Problem ist, daß seine Mini-ARK doch gewisse (aber schwierig) nachvollziehbare Erfolge aufweist. Sein Wissen und eine mögliche Weiterentwicklung seine Methode oder erfolgreiche Kombination mit anderen Anwendungen wird durch sein Verhalten behindert (die Daten/Ergebnisse nicht zu veröffentlichen verhindert, sowie merkwürdige Auftritte (Treffen 2005) und Theorien unmöglich gemacht.
Dazu zählt er der Titel, den er nicht führen dürfte (übrigens gilt in Deutschland eine noch strengere rechtliche Lage). Hatte er übrigens mal einen Lehrtsuhl inne? und wo hat er habilitiert/promoviert. Wieso fehlt so etwas wichtiges in siener Biografie?

Mir sind persönlich Geschichten von Lombardi erzählt worden und ich habe hier auch einige gelesen, wo ich dachte, also sowas geht gar nicht. Und das Argument "er ist halt Italiener zählt nicht" (hab ich schon oft als Entschuldigung gehört). Es gibt auch "normale" Italiener, die korrekt Arbeiten. Ich kenne genug.

Die Theorie von seinem Erreger ist völlig hahenbüchern, das hat keine Hand und keine Fuss. Bei diesem Thema ist er leider der, der Detailfragen nicht erklären kann/will.
Beim Thema Detailfragen kommen wir auch zu Lombardis Grundproblem er wiederlegt andere mit wissenschaftlichen Methoden und oft auch mit viel Halbwissen und Geschcihten, er selber verweigert sicht dieser öffentlichen & wissenschaftlichen Diskussion völlig, indem er zwar die Daten anbietet, aber man muss sie sich holen kommen und dieses Hase-Igel-Spiel spielen halt nun mal fast alle Ärzte nicht mit.

Ich habe auch keine Lust darüber zu Diskutieren, wann und ob Lombardi ausspioniert und was weiß ich wurde und wer von wem angegriffen wurde etc.

Mein Punkt ist: Warum macht er sich selber "wissenschaftlich" (und so herum ist es und nicht anders) so unmöglich? Klar könne wir trotzdem alle zu Ihm rennen und vertrauen, daß es klappt.
Aber, wäre nicht eine Weiterentwicklung seiner Methoden toll, die Anerkennung und Kostenübernahme durch Kranken oder auch mehr Operateure mit dieser Methode in Deutschland toll?!?!

Viele Grüße,
sven
arnie
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Re: Lombardi oder Kontaklinsen?

Post by arnie »

Nur eine kurze Anmerkung meinerseits:

Wir dürfen nicht vergessen, dass viele erst nach Rom zu Lombardi fahren, wenn alles andere nichts mehr hilft, d.h. schlechter Visus trotz Linsen, Vernetzung verspricht keine Visusverbesserung mehr.
In diesen Fällen ist die Hornhaut oft schon sehr dünn. Man hat dann im wörtlichen Sinne nichts mehr zu verlieren und Lombardi ist die letzte Hoffnung vor der Transplantation.

Auch diesen Patienten möchte Professor Lombardi helfen, um eine Transplantation noch vermeiden zu können, auch wenn er es manchmal vielleicht hätte lassen sollen. ;-)
Hierbei verlaufen nicht alle Operationen so, dass ein zufriedenstellender Visus erreicht wird. Daher auch die schlechten Erfahrungen.

Super Ergebnisse sind zu erzielen, wenn frühzeitig operiert wird. Verständlicherweise machen das nur die wenigsten. Mein Rat ist deshalb: nach Rom fahren und sich alles anschauen und beraten lassen! Wegfahren und wiederkommen geht immer! Billige Flüge und Hotels gibt es vor allem von November bis März (auch die beste Zeit für eine OP, weil weniger hell). Deshalb kommt mein Tipp vielleicht etwas spät. Allerdings sind die Reiskosten letztendlich nur ein Bruchteil der OP-Kosten, wenn man sich dafür entscheidet.

Wer auf die eine (anteilige) Kostenerstattung hofft, muss die Krankenkasse vorher kontaktieren! Auch hier hilft wieder ein Kennenlernbesuch, denn Lombardi hat schon einige Bescheinigungen für Patienten auf Deutsch erstellt, die der KV vorher zur Verfügung gestellt werden können.

Gruß an alle!
Arne
Martian
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Joined: 2008-01-10, 09:01
KC-Experience: Lange Geschichte...
Keratoconus since: Diagnosealter 37, ein halbes Jahr bis zur "offiziellen" Diagnose,
Erkrankungsalter sehr wahrscheinlich so mit ca. 18, weil damals die Blendempfindlichkeit tagsüber zugenommen und die Detailzeichnung im Schatten bei Gegenlicht z.B. abgenommen hat
Experience with eyeglasses / lenses: Kontaktlinsenunverträglichkeit, vor der OP tägliche starke Kopfschmerzen mit Brille
Operationen: Mini-ARK + Vernetzung auf beiden Augen im Juni 2008
Visus ohne / mit Brille vorher: 0,05 / 0,5
Visus ohne / mit Brille nachher: 0,2 - 0,3 / 0,8 - 1,0
Erklärung für den vergleichsweise "schlechten" Visuswert ohne Brille nach der ARK:
Da ich zusätzlich zum KK noch kurzsichtig war, habe ich mit Dr. Lombardi eine Unterkorrektur vereinbart, weil bei mir die Presbyopie (Altersweitsichtigkeit) so weit nun auch nicht mehr entfernt ist und ich nicht jetzt bereits durch die OP in eine Weitsichtigkeit rutschen wollte.
Begeiterscheinungen: Allergien
Mögliche Ursachen: Definitiv Stress... in Verbindung mit genetischen und umweltbedingten Ursachen
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Re: Lombardi oder Kontaklinsen?

Post by Martian »

Was genau ist denn „Wissenschaftlichkeit“? Ist es die Veröffentlichung, Wiederveröffentlichung und Wiederveröffentlichung von Studienergebnissen in renommierten Publikationskanälen? Wer legt fest, welche diese sind? Wird etwas richtiger oder besser, nur weil dieselbe Information an unterschiedlichen Stellen verfügbar ist?

Was ich sagen möchte ist, dass Skepsis und gesunder Menschenverstand bei Informationssammlung und der Anwendung auf den "eigenen Fall" unerlässlich sind, um zu einem Ergebnis zu kommen, mit dem man auch langfristig leben kann; und dieses Ergebnis ist so individuell wie wir selbst. Wissenschaftliche Studien und ihre Veröffentlichung sind zweifelsohne sehr wichtig, sie suggerieren allerdings eine Reproduzierbarkeit des angewendeten Prozesses und seiner Ergebnisse, die schlichtweg aufgrund der Komplexität des untersuchten Bereichs unmöglich ist. Musiker z.B. dürften gar nicht so schnell spielen können wie sie spielen, wenn man als alleinigen bestimmenden Faktor die Nervenleitgeschwindigkeit zugrunde legt. Gott sei Dank ist hier allgemeiner Konsens, dass dort wohl noch ein paar andere Faktoren unberücksichtigt bleiben; nur weiß kein Mensch so genau, welche diese sein können und wie sie vor allem interagieren.

Ein weiteres Beispiel für unbestimmbare Komplexität eines Vorgangs ist die Dresdener Crosslinking-Studie, könnt ihr aufgrund der Ergenisse mit Sicherheit sagen, was ein Crosslinking bei euch bringen würde? Welche Auswirkung hat z.B. die Art der Kontaktlinsenanpassung, eher "flach" oder "steil", nach einem Crosslinking auf den Erfolg der Behandlung? Die Philosophie des jeweiligen Kontaktlinsenanpassers wäre ein messbarer Faktor, der verständlicherweise in der Studie keine Berücksichtigung findet und doch sehr wahrscheinlich den Behandlungserfolg mitbestimmt. Die psychische Verfassung des Behandelten vor, während und nach einem Crosslinking lässt sich nicht quantifizieren, hat jedoch definitiv wiederum Einfluss auf die Ergebnisse. Wer kann letztendlich all die Faktoren bestimmen, die sich auf einen Behandlungserfolg auswirken und sie in ihrer Interaktion nachvollziehbar erfassen und abbilden?

Alle Studien der Welt entbinden mich nicht von der Verantwortung, mir selbst ein Bild zu machen, und dabei verlasse ich die von dir, Norbert, glaube ich gemeinte Komfortzone. Deshalb fahre ich auch nach Rom, um Dr. Lombardi und seine Methode vor Ort kennenzulernen. Mir, die ich auch vor der Entscheidung "Harte Kontaktlinsen oder was sonst?" stehe, erscheint am plausibelsten, ALLE Möglichkeiten auszuloten, bevor ich mich wofür oder wogegen auch immer entscheide. Das letzte, was ich generell im Leben will, ist, in der Zukunft zu sagen zu müssen "Ach, hätte ich doch bloß damals ...".

All das, was ich geschrieben habe, gibt selbstverständlich meine Sicht der Dinge wieder, ich habe keine andere :wink: ...

Viel Energie & gute Sicht,
Britta