So, jetzt endlich mein Bericht. Ist zwar schon wieder 2 Wochen her, ich hab mich aber noch nicht getraut, länger am Compi zu sitzen...
Kurz die Vorgeschichte: Ich habe KC seit meiner Jugend (entdeckt mit 12 oder so), mit einem besseren (links) und einem schlechteren Auge. Das linke konnte ich immer akzeptabel mit Linse ausgleichen, das rechte zunächt auch, bis die HH so verbeult war, daß keine Linse mehr gehalten hat und ich sie alle paar Wochen verloren habe. Das hab ich dann aufgegeben und bin mit quasi einem Auge ausgekommen. Ich habe mich auch nicht mehr drum gekümmert und hatte 15 Jahre dieselbe Linse...bis ich dann doch mal wieder um Augenarzt bin und der gemeint hat, er würde ernsthaft die KPL rechts vorschlagen, einfach um einem schlechter werdenden guten (linken) Auge vorzubeugen. Er hat mich auch in Erlangen angemeldet; die hatten mich als Jugendlicher schon behandelt und ist außerdem eh die nächte Adresse für mich (Nürnberg). Interessant vielleicht für andere: ich war 15 Jahre nicht mehr dagewesen, und die schmeißen alle nicht benutzten Akten nach zehn Jahren weg...
Egal, hab mich dann für KPL angemeldet und nach 1 1/2 Jahren meinen Termin 9.3. bekommen (habs eine Woche vorher erfahren). Die lange Zeit wohl deshalb, weil ich kein so dringender Fall war. Ich bin 38.
Am Tag der Einlieferung ist man ganz gut beschäftigt mit einer Untersuchung nach der anderen, auf daß die Warterei nicht zu nervig werde...die OP selbst lief offensichtlich gut, operiert hat mich OA Cursiefen. Ich hab die Narkose gut vertragen, nichts mitbekommen und bin am Abend (OP war um 2 Uhr) schon wieder aufgestanden, keine Übelkeit, nix.
Die folgenden Tage waren anstrengender, weil es mir zunächst schlechter anstatt besser ging: Schmerzen im Auge, dewegen schlecht geschlafen, und das wurde eigentlich nicht besser, solange ich im KH war. Auf der anderen Seite war aus Operateursperspektive wohl alles ok, der Prof klopfte dem OA auf die Schulter etc.., nur mit meinen subjektiven Empfindungen paßte das nicht ganz zusammen. Aber man sagte mir, alles sei im Rahmen und riet mit zu Geduld.
Am 19.3. (Tag 10 nach OP) wurde ich dann rausgelassen, obwohl ich noch nicht den Eindruck hatte, daß die Beschwerden wirklich besser waren, aber auch mein Haus-AA bestätigte daß alles ok sei, und nach 2 Tagen zuhause (in denen ich auch deutlich besser schlafen konnte) wurde es auch wirklich besser und ich kam ohne Schmerzmittel aus.
Das war auch eher nervig in der Klinik: ich mußte um Schmerzmittel quasi betteln, O-Ton Nachtschwester "zieht's nur im Auge oder tut's wirklich weh?", und das mehrmals. Ich dachte, das Zeitalter der Beißriemen ist vorbei??
Jedenfalls, inzwischen hab ich kaum mehr Beschwerden, außer daß ich kein helles Licht vertrage. Ich schiebe das auf das Atropin, was ich morgens und abends tropfe. Weiß jemand, warum man das permanent nehmen soll? Ich dachte, die brauchen das nur für die Untersuchung, damit die Pupillen weit sind; hat das sonst noch eine Wirkung?
Ansonsten sieht die Welt durchs operierte Auge noch milchig aus und ich sehe nicht viel damit; da ich es aber 25 Jahre quasi gar nicht benutzt habe, weiß ich auch nicht, was ich erwarten kann.
Seit gestern traue ich mich wieder, die KL in meinem anderen Auge zu tragen, wodurch ich auch mal wieder a weng was am Rechner tun kann. Bin mal gespannt, wie und wie schnell es weitergeht.
Eine Frage noch: Hatte von Euch jemand mit dem (potentiellen) Problem "frische KPL und Heuschnupfen" zu kämpfen? Im Moment verhindert wohl laut AA das Kortison (Inflanefran) was ich tropfe jeglichen Heuschnupfen, aber danach? schließlich hieß es ja man soll bei Augenreizung sofort nachsehen lassen wegen Abstoßung, aber da müßte ich ja April/Mai fast jeden Tag an dem's nicht regnet zur Untersuchung oder alternativ keinen Fuß vor die Tür tun...
so, wurde nun doch etwas länger
lg
Alex.