ich gebe zu, dass das für mich auch der ziemlich grösste
horrorgedanke ist: job aufgeben, den ich über alles liebe.
ich arbeite auch ausschliesslich mit den augen (schreiben
und lesen gehören zu meinem broterwerb als redakteurin
und lektorin). bis jetzt hatte ich glück und ich konnte mich
mit linsen und zusätzlicher lesebrille gut einrichten (wobei
ich diese - entgegen der ärztlichen voraussage - nicht
einmal immer zur hilfe nehmen muss!).
doch wenn ich mir sabines schicksal vor augen halte,
fürchte ich mich vor einem eingriff und bin sehr froh, dass
er durch total gute linsenanpassung in die zukunft ver-
schoben werden konnte. ich hoffe, diese zukunft ist noch
weit weg ... der herbst wird es zeigen. wenn ich nämlich -
so wie es schon einmal war - die harten linsen nicht ver-
tragen werde, werde ich wohl oder übel eine keratoplastik
über mich ergehen lassen.
also: mach dir grundsätzlich noch keinen kopf darüber. in
den allermeisten fällen lässt sich mit kk und einigen ein-
schränkungen gut leben. es kommt auch etwas auf dich
selbst an, wie du damit umgehst. es fällt nicht immer leicht,
alle beeinträchtigungen anzunehmen, aber im endeffekt
gelingt es einem mit etwas flexibilität ganz gut, zumindest
solange man noch mit den üblichen hilfsmittel zu gange kommt.
ich habe keine ahnung, wie schornsteinfeger arbeiten: trägst
du eine schutzbrille? wenn ja: dann hast du wohl nichts zu
befürchten. eine gute schutzbrille wird dir sicherlich helfen,
so wenig staubpartikel wie möglich unter deine linsen zu
kriegen. viel glück
guida