Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: https://forum.keratokonus.de/viewtopic.php?t=6501

Markus: Mein Besuch bei Dr.Opel, Hamburg (16.03.2005)

Markus
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KC-Experience: Ich hab alles mal ausprobiert... Man will ja mitreden können... Transplantation, Laserung, Vernetzung...
...als nächstes kommt dann logischerweise die Kunstlinsen-Implantation... ;)
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Markus: Mein Besuch bei Dr.Opel, Hamburg (16.03.2005)

Post by Markus »

Jetzt komme ich endlich mal dazu, ein bisschen von meinem Besuch bei einem anderen Augenarzt zu berichten. Es war wirklich skurril. Und es wird leider ganz schön lang…

Eigentlich war ich ziemlich beunruhigt, als ich am morgen ein komisches Gefühl auf dem transplantierten Auge hatte. Es war irgendwie gereizt. Und wenn ich mit dem Finger das Auge abtastete, konnte ich einen Gnubbel durch das Lid hindurch auf der Bindehaut fühlen. Auch im Spiegel konnte ich eine kleine Beule neben der Iris sehen.
Das machte mir Sorgen und so wollte ich das Auge lieber meinem Professor zeigen. Da hab ich Mittwoch Nachmittag allerdings niemanden erreicht und so hab ich bei Dr.Opel angerufen, da ich den ohnehin irgendwann mal aufsuchen wollte. Ich hatte schon interessante Sachen über ihn im Internet gefunden und es gibt ja auch eine Empfehlung in unserer Adressenliste. Allerdings bisher anonym und ohne Erläuterungen.

Tatsächlich durfte ich gleich vorbeikommen, wenn ich mich beeilen würde, sagte man mir am Telefon, als ich von meiner Beunruhigung erzählte. Ich bin also gleich zum Winterhuder Markt gefahren, in dessen Nähe seine Gemeinschaftspraxis mit einer weiteren Augenärztin (Frau Dr. Heimke-Reker) liegt. Es war etwa 16:15 Uhr. An der Anmeldung sagte man mir, es würde aber länger dauern, bis ich drankommen würde. So war es dann auch.

Die Praxis ist alles andere als eine Hochglanzprunkpraxis. Sie ist relativ eng und dunkel und hat dadurch ihren ganz eigenen Charme. Genau wie auf einer großen Segelyacht. Und genauso ist sie auch eingerichtet. Die Wände sind mit Holz verkleidet, in jeder Tür gibt es ein rundes Bullauge mit dickem Metallrahmen und überall findet man maritime Gegenstände wie Positionslampen, Kompasse und einige alte Steuerräder. Wirklich urig.

Nach der angekündigten Stunde in dem mit reichlich Kindern bevölkerten Wartezimmer wurde ich aufgerufen zu einer Voruntersuchung. Die fand in einem kleinen Raum statt, und der große Schreibtisch, auf dem viele Geräte und andere Dinge standen, die man in so einer Praxis braucht, war nichts anderes als eine uralte riesige Werkbank aus wurmzerfressenem Holz. Echt witzig.
Hier wurde ich dann von einer Assistentin befragt und Daten wurden aufgenommen. Die automatische Vermessung des transplantierten Auges klappte nicht und ich sollte mich vor Raum Nummer 3 setzen. Dr. Opel würde mich dann aufrufen.

Ich weiß nicht, wo die ganzen Leute herkamen, die dann noch vor mir aufgerufen wurden, aber ich hatte so wenigstens reichlich Zeit, mit einigen zufriedenen Patienten zu reden. So erfuhr ich zum Beispiel, dass der Doktor einige Zeit in Bangladesch war, um dort Bedürftige zu operieren, weil der Sinn eines Medizinstudiums nicht nur der sein könne, alten Damen ihre Augentropfen zu verschreiben. Und ich erfuhr, dass er für seine Augenfotografien tatsächlich schon internationale Preise bekommen haben soll.

Gegen 18:00 Uhr oder so holte mich Dr.Opel dann doch irgendwann rein, bot mir den Behandlungsstuhl an und schrieb noch vor einer Begrüßung erstmal wortlos die Erkenntnisse der vorherigen Untersuchung in seinen Computer. Das dauerte eine ganze Weile. Er scheint alles genau aufzuschreiben.
Dann sagte er plötzlich, nachdem er meine Daten auf dem Schirm hatte, ich wäre genau richtig bei ihm, da er gerade aus Ljubiliana in Tschechien zurück sei, wo er einen Vortrag über die Möglichkeiten der Behandlung des Keratokonus und seinen Schwierigkeiten gehalten habe. Vor allem über die Anpassung von Kontaktlinsen.
Und er sagte mir, dass er ein Verfahren entwickelt habe, bei dem er mit dem Laser die Peripherie von Keratokonus-Augen behandelt, um wieder bessere Visuswerte und eine bessere Kontaktlinsenverträglichkeit zu erreichen.

„Egal, was Sie aktuell zu mir bringt, heute wird unser Gespräch länger dauern! Ich hab einiges vor.“
Meine Meinung dazu war da offensichtlich nicht gefragt, es würde länger dauern! Als ich anbot, ich könne auch jederzeit wiederkommen, sagte er: „Nein, Jetzt sind Sie gerade hier!“ ;-) Er sprach viel in Rätseln aber er war sehr spannend. Er sprach immer sehr begeistert von dem was er noch alles mit mir vorhabe, aber ich konnte mir noch nicht gleich etwas darunter vorstellen. Es blieb spannend.

Als er mir das erste Mal in die Augen sah, wollte ich grad etwas dazu erläutern, als er mich unterbricht und mir stattdessen erzählt, was er auch alleine sehen kann: Ein schön eingewachsenes, völlig klares Transplantat mit kleinen Einschränkungen im unteren Bereich, auf die er später zurückkommen will. Dann auf der linken Seite eine spezielle Keratokonuslinse, die aber „Luft zieht“ und die unangenehm im Auge sein müsse, weil sie zu flach angepasst ist. Ich konnte das nur bejahen, da ich dort gerade meine Ersatzlinse trage, weil ich mir noch keine neue für meine verlorene machen lassen kann.

Zwischendurch wollte ich ihn kurz auf das aufmerksam machen, was der eigentliche Grund meines Besuches war, aber das schien ihn nicht so sehr zu interessieren, weil er nach dem Blick in meine Augen nichts schlimmes gefunden hatte. Ich erzählte von der Beule und er stellte es erstmal hintenan.
Ich schloss daraus, dass es dann ja wohl nicht so schlimm sein könne und er stimmte mir nickend zu. ;-)

Dann kam die Visusmessung, bei der ich rechts das Gerät an den Anschlag der eingebauten Gläser bei 8,5 Diop. Hornhautverkrümmung brachte und ca. 60% Schärfe erreichte. Links kam ich auf knapp 100% mit Linse.

Danach schickte er mich wieder ins Wartezimmer, in dem ja noch ein paar Patienten mit Terminen warteten. Ich bin übrigens in meiner Meinung bestärkt worden, dass man bei den besseren Ärzten einfach viel Zeit mitbringen muss. Ich glaube jeder Patient war später dran und länger da als geplant. Aber kaum jemand war genervt in der Praxis.

Da saß ich also wieder vor der Behandlungstür und lernte den Patienten kennen, mit dem ich mir an diesem Abend abwechselnd das Behandlungszimmer teilen sollte.
Es war inzwischen weit nach 19:00 Uhr und sämtliche Angestellten der Praxis waren schon vorbeigekommen, um sich in den Feierabend zu verabschieden.

Schon vor der Tür hab ich die Bilder herausgesucht, die ich ihm dann gleich auf meinem PDA zeigen wollte, weil ich von ihm wusste, dass er ein engagierter Augenfotograf ist. Wieder reingeholt zeigte ich ihm meine eigenen Augenbilder auf dem kleinen Computer und er fand sie gut. Erst Recht für Amateuraufnahmen. Auch von dem Gerät war er begeistert.

Interessant ist auch, dass Dr. Opel verschiedene Schulungsfilme gedreht hat. Unter anderem auch einen über die Anpassung von Linsen bei Keratokonus. Den werd ich mir bei Gelegenheit mal ausleihen, glaub ich. Überhaupt fand ich sehr sympathisch, dass er mir sagte, viele Ärzte würden viel zu schnell transplantieren, ehe alle Möglichkeiten von Kontaktlinsen ausgereizt sind. Man könne noch so viel machen, wenn man sich nur etwas Mühe mit der Anpassung gibt und so die Operation oft noch um fünf bis zehn Jahre hinauszögern. Die Transplantation ist nämlich seiner Meinung wirklich kein Garant für gute Sicht. Zu oft kommt es vor, dass die neue Hornhaut die Spannungen der originalen Hornhaut wieder übernimmt und so einen Astigmatismus hervorbringt. Genau wie bei mir passiert…

Jetzt begann der für mich spannende Teil der Untersuchungen, die ich ja eigentlich alle nicht bräuchte. ;-) Es ging ihm wohl vor allem darum, neue Bilder von neuen Augen zu machen. Ich hatte ihm erzählt, dass ich als Bildtechniker und Kameramann arbeite und daher erklärte er mir genauer, wie seine Apparaturen funktionieren. Er hat eine seiner Spaltlampen mit einer Videokamera ausgerüstet, und zwar mit einer speziellen Technik, die eine enorme Vergrößerung ermöglicht, die man normalerweise nicht erreicht, wenn man durch die Spaltlampe guckt. Das ganze kann er auf einem DV-Videorekorder aufzeichnen und so archivieren und später auch wieder vorführen.
Er startet die Aufnahme und kommentiert alles mit Hilfe eines angeschlossenen Mikrofons. Mit der enormen Vergrößerung und den verschiedensten Lichtquellen und Beleuchtungswinkeln kann man perfekte Aufnahmen der Hornhaut machen. Er ist immer wieder begeistert von der guten Erkennbarkeit der Aufnahmen in dieser Vergrößerung.

Schon während der ersten Aufnahmen bemerke ich wie er (sinngemäß) sagt: „Dies ist noch ohne geweitete Pupillen. Mal sehen, was wir noch alles erkennen können, wenn wir den Patienten mit geweiteten Pupillen malträtieren“ Das macht mich zwar etwas stutzig, aber nicht weniger neugierig, auf das was noch alles kommen könnte.

Zwischendurch informierte er seine Frau, dass es wieder mal später werden würde. Außerdem verschwand er manchmal kurz um einige Happen zu essen, was ich sehr amüsant fand. Er schien solche spät-abendlichen Untersuchungen nicht zum ersten Mal zu machen.

Es folgten zwei Topografien von jedem Auge, die er mit einem modernen Topographen machte, wie ich ihn schon von Prof. Böhnke kannte. Nur dass bei diesem Gerät nicht mit roten sondern mit grünen Lichtringen gearbeitet wurde. Zusammen sahen wir uns die Aufnahmen an und er zeigte mir die Abnormalitäten, und erläuterte mir sogar, wie er die mit einigen Laser-Fräsungen verbessern könnte. Bei meinem transplantierten Auge ist wohl das Problem, dass die Hornhaut etwas zu flach ist, was er als einen Tisch bezeichnete. Zudem liegt dieser Tisch zu weit unten.
Von Geld oder Gebühren für die speziellen Aufnahmen war übrigens überhaupt nicht die Rede. Er freute sich irgendwie richtig, mich zu Gast zu haben und alle Geräte benutzen zu können, so schien es mir.

Die Lasermethode entwickelt er wohl schon seit einigen Jahren und hat wohl auch schon gute Ergebnisse erreicht. Ich sagte ihm schon, dass ich ja erstmal etwas vorsichtig bin und neue verfahren etwas septisch betrachte, aber er meinte, das er jedes Vorgehen ja auch begründen könne. Er erklärte mir das Prinzip so, dass im äußeren Bereich der Hornhaut, also dem flacheren Bereich, mit gezielten Laserabtragungen die Spannung aus der Hornhaut genommen wird und sich so etwas steiler stellt. Dafür wird der zentrale Bereich dann flacher und führt zu besseren Möglichkeiten zur Linsenanpassung oder sogar zu einem brillenkorrigierbaren Visus. Er sprach dabei nicht von perfekter Sicht, sondern von Verträglichkeit von Linsen bei Leuten, die vorher keine Linsen mehr vertragen haben.

Das hat mich doch sehr an Lomardis Methode erinnert und ich fragte ihn, ob er den denn kenne. Er antwortete mit Ja und erzählte mir auch gleich, dass Lombardis Methode auf dem Verfahren von Fyodorov, basiert. So richtig wollte er aber nicht darauf eingehen, weil er meint, dass dieses Verfahren mit einem Laser präziser umgesetzt werden könne, als mit einer Keratotomie. Das Prinzip scheint auf jeden fall sehr ähnlich zu sein, wenn er auch nicht so perfekte Ergebnisse anstrebt, wie Lombardi.
Wie genau er die Methode von Lombardi wirklich kennt, kann ich nach dem ersten Besuch noch nicht sagen, aber er war später begeistert, als ich ihm von Lombardis geplantem Besuch in Deutschland erzählte.

Ohne große Erklärungen verabreichte er mir dann Tropfen zur Weitung der Pupillen und bat mich wieder vor der Tür Platz zu nehmen. Der andere Patient kam wieder an die Reihe. Bei ihm wurde etwas ähnliches gemacht, glaube ich, denn auch er bekam eine Pupillenweitung. Vor der Tür musste ich schon etwas in mich hineingrinsen, weil der Arztbesuch eine so komische Entwicklung nahm. Immerhin war ich nun schon dreieinhalb Stunden in dieser Praxis und außer uns dreien waren ja auch alle längst nach Hause gegangen. Selbst die zweite Ärztin der Praxis hatte sich schon länger verabschiedet.
Er kam noch mal kurz vorbei, bevor er kurz in der Küche verschwand, die wohl eher eine Kombüse war, und verabreichte mir auf dem Rückweg mit einem Stück Brot im Mund noch ein paar mehr Pupillenweitungstropfen.

Er erklärte mir als ich wieder dran war, er würde einen Rote-Augen-Effekt provozieren, wie man ihn von Fotoblitzen her kennt. Durch die geweitete Pupille kann er mehr Licht von der Netzhaut reflektieren lassen. Und das reflektierte Licht würde er dann nutzen, um noch bessere Aufnahmen der Strukturen in der Hornhaut zu machen. Er hat offensichtlich schon ziemlich viel probiert und experimentiert, um die optimale Beleuchtung von Augen zu erreichen.
Dann kam der unangenehmste Teil der Untersuchungen. Mit grellem Licht in den verschiedensten Farben, das er mir direkt durch die weit offene Pupille jagte. Alter Schwede. Kein wirklicher Spass. Und dabei führte er gleichzeitig die Kamera, um sie scharf zu stellen, dirigierte mich und meine Augen durch Kommandos, wo ich wann hinsehen sollte und kommentierte auch gleichzeitig noch das aufgezeichnete Bild auf dem Video. Ein schönes Kommando war zum Beispiel: „Und jetzt bewegen Sie das Auge bitte unendlich langsam nach rechts.“ Das probiert mal ;-)

Nach der Tortur beim ersten Auge folgt die Tortur beim zweiten Auge und nach einer kleinen Kreislaufpause für mich und einer kleinen Suppenpause für ihn haben wir uns die Videos dann zusammen angesehen. Ich konnte zwar erst nicht all zu viel sehen, weil noch alles in den prächtigsten Farben schillerte, aber nach einiger Zeit und manuellem Scharfstellen meines Auges mit dem Finger ging es dann doch.

Und es war wirklich beeindruckend. Ich hatte ja schön öfter Videoaufnahmen gesehen, weil auch bei meinem Anpasser und meinem Arzt eine Videoaufnahme möglich ist, aber nicht in dieser Qualität und Vergrößerung.
Er zeigte mir genau, an welchen Stellen das Transplantat sauber eingewachsen ist und an welchen Stellen sehr viel Unruhe in der Narbe herrscht, was auch für den Astigmatismus verantwortlich sein kann. Vor allem ein Bereich stach hervor, was ich dann aber durch die nachträgliche Narbenentfernungs-OP erklären konnte. Das erklärte einiges.
Sehr beeindruckend war auch, dass er mir genau die Bereiche in meinem Keratokonusauge zeigte, in denen die Struktur der Collagenfasern der Hornhaut gestört ist und es so zu Unregelmäßigkeiten kommt, die eventuell die Vorwölbung nach sich ziehen. Er zeigte mir in Großaufnahme die geschwächte Hornhaut, die sich in einer faserigen Struktur äußert, die nun durch die spezielle Beleuchtung sichtbar wurde. Man könne die kranken Hornhautbereiche so sichtbar machen. Bei einer gesunden Collagenstruktur würde man keinerlei Struktur erkennen können.
Dann zeigte er mir noch einen seitlichen Blick in mein Hornhautepithel, die äußerste Hornhautschicht, die sich über den halben Bildschirm erstreckte. Wirklich spannend, vor allem für einen Mediengestalter und Technikfan wie mich.

Als er mir die Collagenfasern erklärte, erzählte er auch von der Methode der Vernetzung, bei der mit UV-Licht die Strukturen gestärkt werden. Ich sagte ihm, dass ich mich etwas damit auskenne und auch dass ich weiß, dass das vor allem in Dresden bei Prof. Kohlhaas entwickelt wird. Er entgegnete, dass er Prof. Kohlhaas persönlich gut kenne und dass er dem auch demnächst seine Laser-Methode vorstellen will. (Wenn ich ihn richtig verstandne habe) Die Augenaufnahmen von Dr. Opel scheint Prof. Kohlhaas auch schon zu kennen.

Er hat dann noch mit einem Handspiegel den Augenhintergrund untersucht, als ich ihm erzählte, dass bei mir zum ersten Mal die Pupillen geweitet wurden. Das fand er sehr peinlich für alle anderen meiner Augenärzte. Ich konnte nicht widersprechen.
Was er dabei am faszinierendsten fand, konnte er auch nicht verbergen und freute sich deutlich, als er mit einfachem Handlampenspiegel in mein Auge sah und die Strukturen wieder erkannte, die er vorher als Topografiebild am Computer gesehen hatte. Er sah den „Tisch“ meiner Hornhaut und fand es ganz faszinierend.

Weil ich ihn als so interessierten und engagierten Arzt mit Ahnung von Keratokonus und Linsenanpassung kennengelernt habe, hab ich ihn auch auf unser Treffen angesprochen, worauf er sofort anbot, dort auch einen Vortrag halten zu können, wenn wir das wollen und wenn er Zeit hat. Es war ihm auch egal, dass das Treffen nicht in Hamburg, sondern in Stuttgart stattfinden soll, nur der Termin hat ihm Sorgen gemacht, weil zur gleichen Zeit ein großer europäischer Kongress von Augenchirurgen in Lissabon stattfinden könnte. Und eine Terminüberscheidung sollten wir unter allen Umständen vermeiden. Viele mögliche interessante Referenten würden sonst nicht kommen können.
Dass Lombardi wahrscheinlich auch kommen wollte, hat er mit großem Interesse aufgenommen und meinte, er müsse die Leute auch immer persönlich kennenlernen, um sie richtig einordnen zu können. Ich hatte das Gefühl, er war wirklich interessiert.

Um viertel nach neun gab mir der Doktor auf dem Flur noch seine Karte und sagte, er hoffe, wir sehen uns bald wieder. Und er rief mir noch hinterher, dass die Beule, wegen der ich eigentlich gekommen war, nur eine Bagatelle war, aber dass er ihr dankbar war, dass er mich dadurch kennen gelernt hat. Na wenn das nicht nett war.

Alles in allem war das ein wirklich spannender Abend für mich und als ich draußen war und kurz darauf im Zug nach Kiel saß, musste ich den Abend gleich in Stichworten aufschreiben, damit ich nicht alles vergesse! ;-)

Ich hoffe, ihr seid nicht eingepennt!
MARKUS
Markus
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KC-Experience: Ich hab alles mal ausprobiert... Man will ja mitreden können... Transplantation, Laserung, Vernetzung...
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Re: Markus: Mein Besuch bei Dr.Opel

Post by Markus »

Alter, wieviel hab ich denn da geschrieben! Das liest doch kein Schwein durch. Tschuldigung! ;-)

VG MARKUS
Tim_OS_78
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KC-Experience: Ich denke ich hatte die typische KC-Karriere mit vielen Ärzten und Optikern, die keine Ahnung hatten. Es dauerte 6 Monate bis der KC diagnostiziert war. Danach brauchte es noch einige Zeit bis ich einen fähigen Optiker vor der Haustür in Osnabrück gefunden hatte.
Stand Oktober 2008 bin ich zufrieden auch die beiden Operationen gemacht zu haben, denn seitdem brauche ich nicht mehr alle 3 Monate neue Linsen. Die Augen sind seitdem einigermaßen stabil. Also auch wenn das primäre Ziel der OPs eine Sehverbesserung zu erreichen, nicht erreicht wurde, so war es doch ein Erfolg.
Keratoconus since: Ich habe den KC etwa mit 20 Jahren bekommen, das war 1998. Das ging sehr rapide bergab. Und innerhalb von kürzester Zeit war eine zufriedenstellende Sehstärke nur noch mit Kontaktlinsen zu erreichen.
Experience with eyeglasses / lenses: Ich trage täglich mehr als 10 Stunden die Kontaktlinsen und das ist auch mein Mittel der Wahl, da das schlechte linke Auge mit Brille nicht zu korrigieren ist und bei einem Visus von 0% bleibt.
Operationen: Februar 2005 ARK in Rom auf beiden Augen.
Juli 2005 Vernetzung auf dem linken Auge.
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Re: Markus: Mein Besuch bei Dr.Opel

Post by Tim_OS_78 »

Hallo Markus,

ein "Schwein" hat es schon gelesen!
Wirklich anscheinend ein interessanter Tag (Abend). Interessant ist sicherlich diese Lasermethode. Ich würde darüber wirklich gerne mehr erfahren. Ansonsten hat der Doc ja anscheinend erstmal nicht viel neues erzählt, es hört sich aber schon sehr interessant an wie er es deutlich machen kann, was bei einem Keratokonus passiert.


Das Wort interessant hat es mir wohl nach dem Bericht angetan...

Tim
andreas
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Joined: 2003-05-17, 01:21
KC-Experience: Im Studium und im Beruf war es immer sehr anstrengend, mit den Kollegen mitzuhalten - trotz sehr großer Bildschirme und immer "vorne sitzen" bei Präsentationen. Feierabend war wirklich Feierabend; da war keine Kraft mehr für After-Work-Parties oder Work-Out im Fitnessstudio. Langes lesen oder schreiben von Texten war trotz aller Hilfsmittel anstrengend; oder lange Besprechungen mit Präsentationen.

Seitdem ich Rentner bin, kann ich mir meine Zeit / Pausen sehr viel großzügiger einteilen; trotz der regelmäßigen Struktur, die ich meinem Rentnerleben gegeben habe.
Keratoconus since: Die erste richtige Diagnose kam so 1978 - erst irregulärer Astigmatismus, dann Keratokonus. Bis zur richtigen Diagnose habe ich ca. 10 Augenärzte und 3-4 Jahre gebraucht. Seit ca. 2006 stabil in rechts Stufe II-III: links I-II; kaum Veränderungen bei Scanns in 4-6-Jahres-Abständen
Experience with eyeglasses / lenses: Ich komme gut mit verschiedenen Brillen zurecht (Hell&Fern; NormalesTageslicht/Nah; Dunkel/Fern; Dunkel/Nah; reichen fast immer. Früher habe ich gelegentlich Tageslinsen getragen, dass brauche ich nun nicht mehr.
Operationen: Keine OP´s
Begeiterscheinungen: trockene Augen; trockene Haut; Augen-jucken
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Re: Markus: Mein Besuch bei Dr.Opel

Post by andreas »

Hallo Markus,

sehr interessant - das muss ich bestimmt zwei Mal lesen.

Gruß, Andreas
Günter
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Posts: 1071
Joined: 2003-06-03, 15:12
KC-Experience: - Ende 1978 Diagnose KC , mit 14 jahren
- Ende 1990 endgültiger zusammenbruch des rechten Auges, ca. 5% Sehfähigkeit
- April 1991 KP (Keratoplastik, Hornhauttransplantation) rechtes Auge in Heidelberg
- 1993 endgültiger Zusammenbruch des linken Auges, tragen von Linsen nicht mehr möglich, ca. 5% Sehfähigkeit (Visus)
- 1993 fast zur gleichen Zeit, rechtes Transplantiertes Auge wieder einsatzfähig, mit Linse ca. 80%
- Dezember 1995 KP linkes Auge in Jena
- 1997 linkes Transplantiertes Auge wieder einsatzfähig, mit Linse ca. 80%
- 2000 habe einen neuen Optiker, und klasse Linsen jetzt auf beiden Augen ca. 120%
- 2012 Abstoßungsreaktion auf dem linken Auge
- 2013 hohe Belastung für das rechte Auge, das Auge wird instabil. Rekeratokonus mit steigender Instabilität beider Augen
- 2015 März 2015 erneute KP links
- rechtes Auge wird mit Medikamenten einigermaßen stabil gehalten
- 2017 Mai, das linke Auge ist soweit stabil, das ich wieder eine
Kontaktlinse auf dem Auge tragen kann damit erreiche ich einen Visus
von ca. 1,0 (100%). Somit kann ich wieder auf beiden Augen vernünftig
sehen.
Keratoconus since: Ab dem Alter von 14 Jahren.
Experience with eyeglasses / lenses: Mit meinen harten Kontaktlinsen komme ich im großen Ganzen gut klar.

Ich trage sehr gut angepasste quartantenspezifische Kontaktlinsen, von FALCO. Mit diesen erreiche ich einen Visus von ca. 1,0 (100%) auf beiden Augen.

Die Tragezeit der Kontaktlinsen beträgt ca. 10 Stunden pro Tag.
Ohne Kontaktlinsen habe ich links einen Visus von ca. 0.05 (5%) und rechts < 0.05(5%).

Mit einer iScription Brille komme habe ich links ca. 0,3 (30%) und rechts 0,3 (30%).
Dir Brille hat die Werte:
R Spr. -2,75 Cyl -8,50 Achse 175
L Spr. +4,50 Cyl -3,75 Achse 131
Operationen: Auf beiden Augen eine Keratoplastik (Hornhauttransplantation)
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Re: Markus: Mein Besuch bei Dr.Opel

Post by Günter »

Hallo,

der Besuch war wohl wirklich etwas skurril, aber deswegen war dein Bericht nicht weniger interessant.
Das hat mich wirklich neugierig gemacht auf diesen Arzt, es wäre wirklich toll, wenn er auf unserem Treffen dabei sein könnte!

Den Bericht fand ich nicht zu lange, sondern genau richtig, wenn er kürzer gewesen wäre, wäre das besondere daran nicht so gut rübergekommen.
Gruß Günter
Markus
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Re: Markus: Mein Besuch bei Dr.Opel

Post by Markus »

Hallo nochmal!

Gerade hat mich Dr. Opel angerufen, um mir den genauen termin für den Kongress zu sagen. Und es ist, wie ich ja auch schon herausgefunden hatte, genau unser geplantes Wochenende.

Außerdem hat er mir von zwei Personen erzählt, die er gerade wieder gesprochen bzw. gesehen hat, und bei denen er "den Bauch des Keratokonus" mit dem Laser angehoben hat und die nun wieder deutlich länger ihre Linsen tragen können. Wohl, weil die Linsen nicht mehr so kompliziert und dick sein müssen.

Ich habe ihn auch gebeten, seine Patienten doch zu uns in unser Forum zu schicken. das wollte er gerne tun.

Viele Grüße,
MARKUS
Tim_OS_78
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Stand Oktober 2008 bin ich zufrieden auch die beiden Operationen gemacht zu haben, denn seitdem brauche ich nicht mehr alle 3 Monate neue Linsen. Die Augen sind seitdem einigermaßen stabil. Also auch wenn das primäre Ziel der OPs eine Sehverbesserung zu erreichen, nicht erreicht wurde, so war es doch ein Erfolg.
Keratoconus since: Ich habe den KC etwa mit 20 Jahren bekommen, das war 1998. Das ging sehr rapide bergab. Und innerhalb von kürzester Zeit war eine zufriedenstellende Sehstärke nur noch mit Kontaktlinsen zu erreichen.
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Operationen: Februar 2005 ARK in Rom auf beiden Augen.
Juli 2005 Vernetzung auf dem linken Auge.
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Re: Markus: Mein Besuch bei Dr.Opel

Post by Tim_OS_78 »

Dr. Opel arbeitet also auch Sonntags...

Na, dann bin ich ja mal gespannt ob sich diese beiden hierhin verirren!
Norbert S.
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Re: Markus: Mein Besuch bei Dr.Opel

Post by Norbert S. »

Hallo,

anbei ein Link zu einem Bericht zu Dr. Opel:

http://www.abendblatt.de/daten/2003/02/06/121078.html

Dr. Opel kann einen wirklich faszinieren!

Ist der Bericht wirklich von heute (Datum im Bericht)?
Markus, schreibst Du unter einem Pseudonym für das "Hamburger Abendblatt"?

Viele Grüße
Norbert
Markus
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Re: Markus: Mein Besuch bei Dr.Opel

Post by Markus »

Ja, eigentlich heiße ich Angela. ;-)

Nee, der Artikel ist vom 3. Februar 2003.
Und er war einer der Gründe, warum ich Dr.Opel unbedingt mal kennen lernen wollte.

MARKUS
AnneGoldi
-
Posts: 102
Joined: 2004-06-13, 19:10
KC-Experience: Ich habe KC seit ca. 1996, diagnostiziert aber erst 2003. Ich habe von meinem Augenarzt Kontaktlinsen verschrieben bekommen, doch wirklich Glücklich war ich nicht. Ich hatte dauernd Kopfschmerzen und immer tränende Augen. Habe die 'Dinger' auch nicht alleine ins Auge bekommen und mein Durchhaltevermögen war nicht wirklich gut. Nach knapp zwei Monaten habe ich die Linsen ins Eck geschmissen und mich wieder auf die Brille verlassen. 2004 sollte ich dann am linken Auge Transplantiert werden doch nach dem ich hier im Forum die Berichte über Prof. Lombardi gelesen habe bin ich nach Rom geflogen und habe mich im Juli 2004 das erste mal mit der Mini ARK Operieren lassen. Die zweite OP folgte dann im Februar 2005 und die Dritte war im Juli 2005 geplant wurde aber nicht durchgeführt. Meine Sicht mit Brille war vor der OP bei ca. 40% und nun nach den OP´ s liegt sie bei ca bei 90%. Die Werte sind im großen und ganzen stabil. Sie hängen aber wie bei allen sehr stark von den Lichtverhältnissen sowie von meinem eigenen Zustand ab. Ich bin froh diesen Schritt gemacht zu haben. Für mich war es absolut die richtige Entscheidung.
Ob es damit was zu tun hat weiß ich nicht, aber seit ca. 1994 ist bei mir der Heuschnupfen losgegangen. Jedes Jahr ein bisschen schlimmer. Zum teil so schlimm, das ich keine Luft mehr bekommen habe. Doch es gibt auch Sommer dazwischen die wieder besser waren.
Seit einem Jahr nehme ich nun JuicePlus und muß sagen das mein Heuschnupen stark zurück gegangen ist, und das obwohl wir einen Sommer haben mit extrem starken Pollenflug.

Re: Markus: Mein Besuch bei Dr.Opel

Post by AnneGoldi »

Also ich muß sagen Markus, das dein Bericht wahrlich interessant ist. ICh hoffe das wir es schaffen im September alles noch so umzuschaufeln das wir diesen Mann dazu bekommen. Dies könnte ein tolles treffen Werden.
Warte nicht auf das große Wunder,
weil du dann die kleinen verpasst.
kpt

Re: Markus: Mein Besuch bei Dr.Opel

Post by kpt »

Hallo Markus,
echt super dein Bericht und auf keinen Fall zu lang.
Hast du die Bilder, kann man die mal sehen ?

KP
Dom
-
Posts: 673
Joined: 2005-01-19, 12:33
KC-Experience: Der tägliche Kampf um das beste Sehen ist anstrengend, aber lohnt sich; vor allem wenn Augenarzt und Optiker Hand in Hand arbeiten und man selbst bereit ist, auch mal als Testperson herzuhalten. Ich habe meine Krankheit akzeptiert und gehe daher recht unkompliziert mit meiner "Sehbehinderung" um. Das hilft mir, den psychischen Druck abzubauen und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren: das schöne Leben!
Keratoconus since: Irregulärer Astigmatismus und Keratokonus diagnostiziert beidseitig seit 07/1998, vorher als "einfache" Kurzsichtigkeit behandelt (Brille, seit 1985).
Eine kleine Historie meines Keratokonus (absteigend mit kurze Werte-Übersicht):
2013: CCL an der Augenklinik BelleVue, Kiel. Ergebnis noch offen.
2012: hingegen aller ärzlicher Meinung (UKE Augemnklinik, generelle Lehrmeinung):ab Ende 30 bewegt sich am KK nichts mehr, kräftiger Schub links mit Hornhautausdünnung auf die kritische Grenze von 400µ, subjektiver visus links (sc) 0,05
2008-2012: ruhige und tatsächlich progressionslose Zeit, visus stabil zwischen 0,8 bis 1,1 mit beiden Augen (cc)
2008: Visus mit Linsen linkes Auge zwischen 1,1 (morgens) und 0,8 (abends), rechtes Auge 1,3 (morgens) und 0,9 (abends) bei durchschnittlicher Tragezeit von 14 Std.
2007: Excimer-Laser-OP mit dem Femtosekunden-Laser linkes Auge
2006: starker Verlust der Sehkraft links auf -6,50
2005: Werte vom Doc und Optiker links: sphär. +1,25, Zyl. -2,50, Achse 98°, rechts: sphär. +0,00, Zyl. -2,50, Achse 72° visus r/l sc unter 0,25 cc annähernd 1,0 (morgens, abends 0,6 ++ 2004 Werte vom Doc und Optiker
links: sphär. +0,50, Zyl. -0,75, Achse 60°, rechts: sphär. +0,00, Zyl. -0,75, Achse 130° visus r/l sc unter 0,3 cc annähernd 1,2
2001: Werte Uniklinik Kiel (14/05/01) visus rechts sc = 0,8 cc = 0,63, visus links sc = 0,4 cc = 0,8, tensio 16mm HG, Befund: eindeutiger Keratokonus beidseitig.
Experience with eyeglasses / lenses: Korrektur beidseitig durch Kontaktlinsen, formstabil, gasdurchlässig, seit 1998.
Benutzte Benetzungsflüssigkeit: Oculotect fluid sine; Urteil: brauchbar, etwas "klebrig" und Hylo-Comod ohne Konservierungsmittel. Benutzte Reinigungs-/Aufbewahrungsflüssigkeit:
Lenscare Desinfektions- und Aufbewahrungslösung für harte, gasdurchlässige Kontaktlinsen, Lenscare Hartlinsenreiniger für harte, gasdurchlässige Kontaktlinsen, AMO Total Care Proteinentfernungstabletten (1x wöchentlich).
Operationen: 2007 Excimer-Laser-OP mit dem Femtosekunden-Laser linkes Auge, Dr Opel, Hamburg. Durch die OP-Methode ist die Hornhaut "geliftet"/gestrafft worden und wieder in eine Kuppelform überführt worden
2013 CCL linkes Auge, da die Hornhaut an der magischen 400µ-Grenze schrammt, Dr Holland, Augenklinik BelleVue, Kiel
Begeiterscheinungen: dauerhafte halos und ghosts selbst mit Kontaktlinsen (dann aber deutlich weniger), Mehrfachbilder und Verwischungen machen das tägliche Arbeiten am PC anstrengend. Ständig dunkle Ränder unter den Augen. Kalte und trockene Luft tut meinen Augen merkwürdigerweise am besten. Große Probleme bei klimatisierten Räumen und Fussbodenheizung. Helles Licht, starke Sonneneinstrahlung sind ebenfalls unangenehm.
Mögliche Ursachen: ... wenn ich das wüßte, könnte ich an den Ursachen arbeiten und müßte nicht mit Ärzten und Optikern an den Symptomen herumlaborieren.

Re: Markus: Mein Besuch bei Dr.Opel

Post by Dom »

Holla, die Waldfee! Da ist hier ja eine ganze Schweineherde vertreten *gg* Der gute Dr Opel steht bei mir ganz oben auf der Liste, wenn ich im Juni mal wieder einen Kontrollbesuch für meine Glotzpocken machen werde! Einfach hemmungslos faszinierend!!

CU Dom
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------ Der mit dem Knick in der Linse -----
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Bounty

Re: Markus: Mein Besuch bei Dr.Opel

Post by Bounty »

Hm,ich war 1996 bei Dr O.
Anfangs total aus dem Häuschen,Filme gedreht etc

Als ich mich gegen lasern entschieden habe,
mochte er auch nicht mehr besonders lange
mit mir reden...

Aber lang ist`s her...

bounty
Oliver

Re: Markus: Mein Besuch bei Dr.Opel

Post by Oliver »

Hi Markus

und vielen Dank für Deine Mühe. War spannend und faszinierend zu lesen.
Ich denke ich werde meinen Standortvorteil als Hamburger demnächst auch mal nutzen und Dr Opel einen Besuch abstatten. Spätestens wenn ich Linse Nr 6 zum testen habe.
Der einzige Punkt, der mich zum Nachdenken bringt, ist an unseren kaputten HH auch noch zu Lasern, selbst wenn es in den Randbereichen ist. Dann bin ich doch recht skeptisch, ob das a la long so gut ist.
Aber ich lass mich im Zweifelsfall auch gerne vom Gegenteil überzeugen.

So long,
Oliver
Markus
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KC-Experience: Ich hab alles mal ausprobiert... Man will ja mitreden können... Transplantation, Laserung, Vernetzung...
...als nächstes kommt dann logischerweise die Kunstlinsen-Implantation... ;)
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Re: Markus: Mein Besuch bei Dr.Opel

Post by Markus »

Hallo Olli!

Ich bin da auch eher vorsichtig bei der Lasermethode, gebau wie bei der Lombardi-Methode. Wobei beide Methoden verwandt zu sein scheinen...

Ich denke aber dass es für spätere Stadien mit Linsenunverträglichkeit vielleicht eine Chance sein könnte.

VG MARKUS
Dom
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KC-Experience: Der tägliche Kampf um das beste Sehen ist anstrengend, aber lohnt sich; vor allem wenn Augenarzt und Optiker Hand in Hand arbeiten und man selbst bereit ist, auch mal als Testperson herzuhalten. Ich habe meine Krankheit akzeptiert und gehe daher recht unkompliziert mit meiner "Sehbehinderung" um. Das hilft mir, den psychischen Druck abzubauen und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren: das schöne Leben!
Keratoconus since: Irregulärer Astigmatismus und Keratokonus diagnostiziert beidseitig seit 07/1998, vorher als "einfache" Kurzsichtigkeit behandelt (Brille, seit 1985).
Eine kleine Historie meines Keratokonus (absteigend mit kurze Werte-Übersicht):
2013: CCL an der Augenklinik BelleVue, Kiel. Ergebnis noch offen.
2012: hingegen aller ärzlicher Meinung (UKE Augemnklinik, generelle Lehrmeinung):ab Ende 30 bewegt sich am KK nichts mehr, kräftiger Schub links mit Hornhautausdünnung auf die kritische Grenze von 400µ, subjektiver visus links (sc) 0,05
2008-2012: ruhige und tatsächlich progressionslose Zeit, visus stabil zwischen 0,8 bis 1,1 mit beiden Augen (cc)
2008: Visus mit Linsen linkes Auge zwischen 1,1 (morgens) und 0,8 (abends), rechtes Auge 1,3 (morgens) und 0,9 (abends) bei durchschnittlicher Tragezeit von 14 Std.
2007: Excimer-Laser-OP mit dem Femtosekunden-Laser linkes Auge
2006: starker Verlust der Sehkraft links auf -6,50
2005: Werte vom Doc und Optiker links: sphär. +1,25, Zyl. -2,50, Achse 98°, rechts: sphär. +0,00, Zyl. -2,50, Achse 72° visus r/l sc unter 0,25 cc annähernd 1,0 (morgens, abends 0,6 ++ 2004 Werte vom Doc und Optiker
links: sphär. +0,50, Zyl. -0,75, Achse 60°, rechts: sphär. +0,00, Zyl. -0,75, Achse 130° visus r/l sc unter 0,3 cc annähernd 1,2
2001: Werte Uniklinik Kiel (14/05/01) visus rechts sc = 0,8 cc = 0,63, visus links sc = 0,4 cc = 0,8, tensio 16mm HG, Befund: eindeutiger Keratokonus beidseitig.
Experience with eyeglasses / lenses: Korrektur beidseitig durch Kontaktlinsen, formstabil, gasdurchlässig, seit 1998.
Benutzte Benetzungsflüssigkeit: Oculotect fluid sine; Urteil: brauchbar, etwas "klebrig" und Hylo-Comod ohne Konservierungsmittel. Benutzte Reinigungs-/Aufbewahrungsflüssigkeit:
Lenscare Desinfektions- und Aufbewahrungslösung für harte, gasdurchlässige Kontaktlinsen, Lenscare Hartlinsenreiniger für harte, gasdurchlässige Kontaktlinsen, AMO Total Care Proteinentfernungstabletten (1x wöchentlich).
Operationen: 2007 Excimer-Laser-OP mit dem Femtosekunden-Laser linkes Auge, Dr Opel, Hamburg. Durch die OP-Methode ist die Hornhaut "geliftet"/gestrafft worden und wieder in eine Kuppelform überführt worden
2013 CCL linkes Auge, da die Hornhaut an der magischen 400µ-Grenze schrammt, Dr Holland, Augenklinik BelleVue, Kiel
Begeiterscheinungen: dauerhafte halos und ghosts selbst mit Kontaktlinsen (dann aber deutlich weniger), Mehrfachbilder und Verwischungen machen das tägliche Arbeiten am PC anstrengend. Ständig dunkle Ränder unter den Augen. Kalte und trockene Luft tut meinen Augen merkwürdigerweise am besten. Große Probleme bei klimatisierten Räumen und Fussbodenheizung. Helles Licht, starke Sonneneinstrahlung sind ebenfalls unangenehm.
Mögliche Ursachen: ... wenn ich das wüßte, könnte ich an den Ursachen arbeiten und müßte nicht mit Ärzten und Optikern an den Symptomen herumlaborieren.

Re: Markus: Mein Besuch bei Dr.Opel

Post by Dom »

'löle,

am 07/11/05 war ich auch bei Herrn Opel, skuril, skuril. Man kommt sich vor wie auf einem Schiff, aber nicht unbedingt wie in einer Praxis *gg* Nachdem ich dachte, der Guteste schaut sich meine Augen nur mal kurz an, wurde ich eines Besseren belehrt: 1 Std war ich bei ihm drin und habe schon 3 weitere Termine im Sack. Er nimmt sich für jedes Auge Zeit. Das war ich von meinem alten Augenarzt gar nicht mehr gewohnt. Ich bin echt gespant, was dabei herumkommt.
Halte euch auf dem Laufenden.

CU Dom
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Frank B
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Post by Frank B »

Hallo Markus,

ist ein phantastischer Bericht!

Nach dem u.a. Dom nun auch nochmal seine Empfehlung ausgesprochen hat,

habe ich Dr. Opel endlich in die Adreßliste eingetragen.

Viele Grüße, Frank