ich bin 22 Jahre alt und bei mir wurde vor zwei Monaten die Krankheit Keratokonus diagnostiziert.
Mit 16 Jahren hatte ich meine erste Brille bekommen und musste seit dem jedes Jahr beim Optiker neue Gläser machen lassen, weil sich meine Sehstärke immer mehr verschlechtert hat. Das kam mir schon komisch vor. Ich bin kurzsichtig und habe eine Hornhautverkrümmung. Vor drei Monaten war ich dann wieder beim Optiker und dort meinten sie zu mir, dass ich zum Augenarzt muss, weil irgendetwas mit meinen Augen nicht stimmt und es ihnen komisch vorkommt, dass sich meine Augen in einem so kurzen Zeitraum wieder extrem verschlechtert haben.
Beim Augenarzt wurde dann ein Scan von meiner Hornhaut gemacht und ich wurde etwas überrumpelt mit der Krankheit Keratokonus. Die Augenärztin meinte zu mir, dass ich formstabile Kontaktlinsen brauche und schickte mich zu einem speziellen Kontaktlinsenstudio. Zudem hab ich eine Überweisung bekommen für die Uniklinik in Freiburg, dort habe ich in ein paar Monaten einen Termin.
Ich habe jetzt seit zwei Wochen meine formstabilen Kontaktlinsen. Davor habe ich schon Testlinsen getragen, um mich an die harten Linsen zu gewöhnen. Ich hatte die Hoffnung, dass ich mit den angepassten Linsen wieder scharf sehen kann und keine Einschränkungen mehr im Alltag habe.
Allerdings läuft es mit den Linsen nicht so, wie ich es mir erhofft habe. Ich weiß nicht ganz, wie ich es erklären soll. Ich sehe zwar sehr ,,scharf‘‘ in die Weite und auch ins nahe, aber es spiegelt sich immer alles oder es flackert so komisch seitlich bei den Kontaktlinsen. Vor allem wenn ich aus dem Fenster schaue oder bei Lichtern. Generell schränken mich die Kontaktlinsen dadurch sehr im Alltag und vor allem auf der Arbeit ein. Ich denke immer, dass ich die Kontaktlinse im Auge sehe. In der Arbeit am Bildschirm ist es ganz schlimm. Ich kann alles gut lesen, aber es spiegelt sich alles ganz komisch. Dadurch wird mir die Arbeit am Bildschirm sehr erschwert. Wenn ich eine Sonnenbrille aufhabe oder mein Kopf ein bisschen nach unten beuge und nur oben durch die Kontaktlinse schaue sehe ich die Spiegelung überhaupt nicht. Wenn ich meine Augen zukneife sehe ich die Spiegelung auch nicht. Als ich meine Anpasserin darauf angesprochen habe meinte sie, dass es normal sei, weil durch die Hornhautverkrümmung die Kontaktlinse unten dicker ist und meinte, dass sich meine Augen noch daran gewöhnen müssen. Sie meinte, dass die Kontaktlinsen sehr gut sitzen.
Ich habe allerdings das Gefühl, dass es sich nicht ändern wird, da ich die Kontaktlinsen seit fast drei Wochen den ganzen Tag in meinen Augen habe und es sich noch nicht verbessert hat.
Zudem sehe ich nach ein paar Stunden vernebelt durch die Kontaktlinse. Meine Anpasserin meinte, dass ich eine ölige Tränenflüssigkeit habe und hat mir einen speziellen Reiniger hierfür gegeben.
Im Moment bin ich sehr unglücklich über die Situation. Jeder Tag ist für mich eine Qual vor allem in der Arbeit. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich so mein restliches Leben sehen muss. An manchen Tagen habe ich die Kontaktlinsen auch schon auf der Arbeit rausgemacht und habe wieder meine Brille angezogen. Mit der Brille sehe ich zwar unscharf, aber wenigstens sehe ich damit diese Spiegelungen nicht.
Vielleicht kann mir jemand mit mehr Erfahrungen weiterhelfen und mich aufklären, ob es normal ist, dass man mit den Kontaktlinsen so sieht.
Ich würde mich über Antworten und Tipps freuen.
Liebe Grüße
Sarah