Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: viewtopic.php?t=6501

Lamelläre Keratoplastik - DMEK - Uniklinik Homburg Saar - April ´24

Mart54
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KC-Experience: Karrierebeginn 1973 - KPL 1991 re, 1997 li, 2022 li, 2024 li - Transplantatreaktion re 1994 - Korrektur-OPs mit Raffnähten 1993, 2013, 2014 - KK war in der ganzen Zeit nie stabil.
Keratoconus since: Diagnose mit 19
Experience with eyeglasses / lenses: erste KL 1973, nur rechts, war kaum auszuhalten.
1975 KL für beide Augen, Optiker Optenkamp Heilbronn, klasse Betreuung, Tragezeit 3 - 4 h/Tag, 1978 KL angepasst in der Uni Tübingen, hochgasdurchlässig, Tragzeit jetzt 10 bis 12 h/Tag, Wochenenden KL-frei.
1991 KPL re, danach nur noch KL li, re Korr. mit Brille. 1997 KPL li, danach nur noch Brille, zeitweise ein Auge nicht voll korrigiert wegen zu unterschiedlicher Glasstärken. 2013 neuer Versuch mit KL. KL fielen ständig aus den Augen. 2017 OP Grauer Star, jetzt nur noch Brille, aber schlechter Visus. Sklerallinsen seit April 2025 - Tragezeit ca 6 Stunden am Tag
Operationen: KPL 1991 re, 1997 li, 2022 li, DMEK 2024 li -
Korrektur-OPs mit Raffnähten 1993, 2013, 2014 -
Grauer Star re und li 2017
Begeiterscheinungen: Transplantatektasie li u. re
Map-Dot-Fingerprint Dystrophie + Salzmannknoten li
Trockene Augen, hohe Lichtempfindlichkeit, Schatten an Buchstaben, Strahlenkränze um Lichtquellen, Nachtblindheit

Depression, Überlastung

Verschlechterung durch Stress
Mögliche Ursachen: Jeder möchte doch erben, ich hab! Meine Oma hatte auch KK.
Ich über mich: verheiratet, 2 Töchter, 4 Enkel
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Lamelläre Keratoplastik - DMEK - Uniklinik Homburg Saar - April ´24

Post by Mart54 »

Hallo zusammen,

hier ist der versprochene Bericht zu meiner OP.

Vorgeschichte
Juni 2022: Re-Transplantation - Verlauf positiv
Juni´23: 1. Fadenzug
September ´23: Ödem im Epithel; Behandler: Notarzt und Hausaugenarzt; Ödem klingt nach wenigen Tagen ab.
Dezember ´23: 2. Fadenzug
Februar ´24: Erneutes Hornhautödem; Behandler 2 x Notarzt, Uniklinik Homburg, Hausaugenarzt; Behandlung: Omni Sorb und Inflanefran; Zustand HH: HH trübt sich ein.
März ´24: Termin Homburg; Info: Re-Transplantation notwendig, nicht perforierend sonder DMEK; Aufnahme in Transplantationsliste; vor der OP Behandlung mit Anti-Virus-Pillen und Augensalbe (5 x tgl. ACICLO 400 und Virgan 1,5mg/g.
April ´24: Hornhaut trübt sich heftig ein.
Anruf für den OP-Termin kommt!!!

In der Klinik
Am Tag vor der OP:
Untersuchungen, Arztgespräche, OP-Aufklärung, Antivirusinfusionen, Augentropfen.
Info: OP wird in Retrobulbäranästhesie ausgeführt (Betäubungsspritze hinters Auge)

Am OP-Tag
Frühstück und Mittagessen sind noch möglich.
Start des Prozederes ab ca. 13:30 - Umziehen, Liegendtransport in OP-Bereich, OP-Vorbereitung, Beruhigungsspritze, Lokalanästhesie.
Retrobulbäranästhesie: Zunächst Tropfanästesie, danach die Spritze hinters Auge. Es ist wie beim Zahnarzt; der Einstich tut ein wenig weh, dann spürt man das Medikamentdepot hinter dem Auge - als Druck, ohne Schmerz!

Im OP-Saal: Abdeckender Augen, Spülen und Desinfektion des zu operierenden Auges. Während der OP wird wenig gesprochen, eingespieltes Team, jedes Teammitglied weiß, was wann notwendig ist.
Ich weiß, was gemacht wird (hab ja nachgelesen): Durch die Iris wird eine Öffnung gelaser; diese wird benötigt, um den Gasdruck regulieren zu können.
Zur HH-Rückseite wird ein „Arbeitstunnel“ erzeugt.
Die Descementmembran mit den geschädigten Endothelzellen wird entfernt in der Größe des vorgesehenen Transplantats (bei mir 7,5 mm).
Das Transplantat wird in einer Kapsel ins Auge eingebracht, durch Gasdruck entfaltet und an die Stelle der entfernten Schicht angelegt. Die Descementmembran ist ca 5 Mikrometer dick.
Das Transplantat wird mit einer Gasblase ans Hornhautgewebe angepresst.
Dann kommt eine Verbandskontaktlinse aufs operierte Auge.
Die OP hat ca. 30 Minuten gedauert. Mitbekommen bzw. gespürt habe ich davon wenig.

Zurück im Vorbereitungsraum: Umstieg zurück ins Bett. Rückenlage, das Kopfkissen kommt unter die Kniekehlen, ein zusammengerolltes Gästehandtuch unter den Nacken.

Es geht zurück ins Zimmer. Die überstreckte Rückenlage muss für 3 Stunden eingehalten werden. Dadurch soll sich die Gasblase hinter dem Transplantat konzentrieren. Danach darf zum Essen, Umziehen, Toilettengang, Untersuchungen kurz aufgestanden werden, ansonsten gilt Rückenlage bis zum Morgen. Am Abend und in der Nacht werden Auge und Augendruck mehrmals überprüft.

Bei der Visite am nächsten Morgen ist alles ok. Rückenlage gilt weiter, 20 minütiger Lagewechsel auf die Seite des nichtoperiertenAuges ist jetzt erlaubt. Durch die Lageänderungen verändert sich die Lage der Gasblase und damit der Anpressdruck aufs Transplantat. Die Nacht vergeht wieder in strenger Rückenlage.

An Tag 3 nach der OP sieht alles gut aus und ich darf nach Hause. Dort soll ich noch eine Woche lang möglichst viel liegen, vorwiegend überstreckt auf dem Rücken, minutenweise aber auch in Seitenlage, jetzt sind beide Seiten erlaubt.

Augenschutz: Am Tag Schutzbrille tragen, nachts Augenklappe (beides habe ich in der Klinik bekommen),
Belastung: Keine schweren Lasten heben, kein Kampfsport

Medikamente
  • Floxal AT 5xtgl, 14 Tage,
  • Inflanefran forte 5xtgl, alle 8 Wochen 1 Tropfen weniger
  • Omnisorb AT 5xtgl
  • Hylo Vision HD plus 5xtgl
  • Virgan 5xtgl
Zwischen dem Einbringen der einzelnen Medikamente müssen 15 Minuten Wartezeit eingehalten werden.
  • Urbason Start 80 mg über 8 Tage ausschleichen
  • Pantoprazol 40 mg 1xtgl, solange Urbason eingenommen wird.
  • Aciclo 400 5xtgl
Überwachung
  • in 2 Wochen in der Klinik,
  • in 6 Wochen in der Klinik,
  • dazwischen Kontrolle beim Hausaugenarzt.
  • Sicht bei Entlassung:
Handbewegung (gasbedingt) - zum Glück nur linkes Auge!!!!
Als mögliche Komplikationen wurden genannt: Transplantatreaktion, Druckabfall der Gasblase, Entzündung, Glaukomanfall, Vireninfektion ...
Vorteil des Eingriffs in meinem Fall: Kleinstmöglicher Eingriff um das Problem zu beseitigen, schonende OP, wenn alles klappt Durchblick in 6 Wochen.

Meine Beurteilung
Anästhesie leicht schmerzhaft (Legen der Venenkatheder war wesentlich schlimmer), OP war schmerzfrei, nach der OP sehr leichte Schmerzen (wesentlich weniger als nach perforierender KPL), Rückenlage unangenehm, aber es war auszuhalten. Tropfen macht Spaß!

Die Uni-Augenklinik Homburg ist eine klasse Klinik mit tollem, immer freundlichem und hilfsbereitem Team in allen Bereichen.

Ich hoffe, ich habe mich an das wesentliche erinnert. Ich werde weiter berichten.

Liebe Grüße
Martin
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Mart54
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Re: Lamelläre Keratoplastik - DMEK - Uniklinik Homburg Saar - April ´24

Post by Mart54 »

Hallo zusammen,

ich hatte heute meinen ersten Kontrolltermin beim Hausaugenarzt. Alles sieht gut aus: Augendruck bei 10 (das ist wichtig wg. Endothelschicht), Gasblase drückt Transplantat gut an, Sitz des Transplantats wie aus dem Bilderbuch.

Objektive Refraktion war nicht messbar.

Lesetest war aber möglich: 6F (größte Anzeige) ging, zwar nur im Auswahlverfahren aus einem Mehrfachbilderrudel, aber ich konnte lesen, es war nicht mehr alles nur noch grau!!!

Auf der Busfahrt in die Praxis hatte ich schon bemerkt, dass sich der Nebel etwas gelichtet hat, Farben werden wieder unterscheidbar, sind kräftiger, die Umrisse von Gegenständen erscheinen deutlicher.

Es geht aufwärts! Ein tolles Gefühl!!!

Nächste AA Kontrolle am Dienstag nächster Woche. Am Mittwoch geht es dann schon wieder nach Homburg. Ihr seht, auch die Versorgung klappt!

Liebe Grüße
Martin
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Anette
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Re: Lamelläre Keratoplastik - DMEK - Uniklinik Homburg Saar - April ´24

Post by Anette »

Hallo Martin,

das freut mich wdirklich für dich! Ich kann dein Gefühl nachvollziehen...vom Sehen einer bloßen Handbewegung, dann die Finger, bis hin zu Zahlen und Buchstaben. Wunderbar und ein Glücksgefühl!!!
Ich drücke dir weiterhin die Daumen, dass sich die Sicht von Tag zu Tag zunehmend aufhellt und alles gut wird.
Aber irgendwie ist die DMEK nicht vergleichbar mit einer perforierenden Keratoplastik, sowohl was die OP selbst betrifft , als auch die Einheilungszeit.?

Alles Gute und

Liebe Grüße
Anette
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Mart54
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Re: Lamelläre Keratoplastik - DMEK - Uniklinik Homburg Saar - April ´24

Post by Mart54 »

Hallo Anette,

als mir die DMEK vorgeschlagen wurde, sagte man mir, dass, wenn alles gut ginge, eine Brillenanpassung bereits nach 6 bis 8 Wochen möglich sei. Bei einer perforierenden KPL geht das frühestens 3 Monate nach dem 2. Fadenzug; nach dieser Zeit hat sich das Transplantat „entspannt“.

Nach einer perforierenden KPL müssen die Fäden über einen längeren Zeitraum alleine das Transplantat halten, der folgende Einheilungsprozess ist langwierig, deshalb ist der 2. Fadenzug in der Regel erst nach eineinhalb Jahren möglich. Bei den lamellären KPLs ist das tragende Gewebe stabil bzw. fest eingeheilt, das Transplantat wird durch dieses gestützt und gehalten, ist sozusagen fest gegründet.

Natürlich ist eine Teil-KPL nicht in jedem Fall möglich. Ich denke, dass in meinem Fall Prof. Seitz bei meinem Abendtermin entschieden hat, ob eine Voll- oder Teil-KPL gemacht wird. Zum einen hatte die Endothel-Schicht einen Defekt, deshalb entstand das Ödem, aber auch die Oberfläche hat ja Macken - Map dot fingerprint Dystrophie und Saklzmannknoten.

Persönlich lieber ist mir natürlich die DMEK! Ich bin jetzt 70 Jahre alt und glaube nicht, dass ich nochmals den Nerv für eine perforierende KPL hätte.

Aber in der Not frisst der Teufel ja Fliegen! Als die Sache mit dem Ödem losging war ich noch ganz schön cool. Mit meiner Coolness war es dann ganz schnell vorbei, als die Hornhaut richtig trübe wurde.

Liebe Grüße
Martin
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Re: Lamelläre Keratoplastik - DMEK - Uniklinik Homburg Saar - April ´24

Post by Mart54 »

Kleinen Helfer entdeckt!

Hallo zusammen,
wenn einer eine Reise tut, dann kann er ´was erzählen. Das trifft natürlich auch zu, wenn man aus dem Krankenhaus nach Hause kommt und seinen Lieben berichtet von Rückenlage, kleinen Pannen, Langeweilestrategien und wie dann doch alles glücklich über die Bühne gegangen ist.

„Du hättest halt die richtige Brille haben sollen.“ meinte mein Schwiegersohn, „So eine, wie im Film „Das beste kommt zum Schluss“ oder Originaltitel „Bucket List“ mit Jack Nicholson und Morgan Freeman. Im Film liegt Nicholson als Krebspatient auf dem Rücken und starrt an die Decke. Im Fernsehen gibt´s ein Baseballspiel, das er gerne sehen würde, aber leider steht der Fernseher am Fußende des Bettes. Die Lösung: Eine Prismabrille, die den Blickwinkel um 90 Grad dreht.
Schon am anderen Tag brachte mir der Postbote ein Päckle. Drin war eine 90 Grad drehende Prismabrille - eine Bucket-Brille.

Ich hab sie gleich ausprobiert und bin begeistert!!! (Soll ja immer noch einige Zeit am Tag überstreckt liegen) Und noch ein kleiner Nebeneffekt: Ich seh mit dem Ding auch noch schärfer! Kosten: ca. 15 €.

Also: Wenn DMEK, Bucket Brille einpacken! :::thumb

Liebe Grüße
Martin
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Re: Lamelläre Keratoplastik - DMEK - Uniklinik Homburg Saar - April ´24

Post by Mart54 »

Hallo zusammen,

meine linke Hornhaut ist nicht mehr getrübt!

Die neue Endothelschicht funktioniert!

Beim Kontrolltermin am Dienstag war mein Hausaugenarzt mit dem Zustand des Auges nach der OP zufrieden.

Am Mittwoch, beim Kontrolltermin an der Uni-Klinik in Homburg, wurden die Verbandskontaktlinse und die Fäden, mit denen die „Arbeitstunnel“ zur Hornhautrückseite vernäht waren, entfernt.

Das neue Transplantat liegt über die gesamte Fläche gut an. Die Sehschärfe ist besser geworden - beim Sehtest im Untersuchungszimmer konnte ich immerhin die größte Anzeige der Sehtesttafel lesen. Das ist doch schon ein ganz guter Fortschritt! Die Sehschärfe müsste in den nächsten Tagen und Wochen besser werden. Ich werde das genau beobachten!!! :)

Die Aciclovir-Tabletten und die Virgan-Augentropfen wurden abgesetzt. Mit Floxal muss ich noch eine Woche lang tropfen. Mit den Omnisorb Augentropfen kann ich „experimentieren“ und sie, wenn ich das Gefühl habe, sie nicht mehr zu brauchen, weglassen. Inflanefran und Hylogel laufen weiter nach Plan.

Meine nächsten Kontrolltermine sind: In 2 Wochen beim Hausaugenarzt und in 4 Wochen in Homburg.

Soviel für jetzt. Liebe Grüße
Martin
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Mart54
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Re: Lamelläre Keratoplastik - DMEK - Uniklinik Homburg Saar - April ´24

Post by Mart54 »

Hallo zusammen,

vor einigen Tagen war ich zur Kontrolle, zuerst bei meinem Augenarzt und einige Tage danach an der Uniklinik.

Ein kleiner Lichtblick nach dem Besuch des Hausaugenarztes: Beide Transplantate sind klar und auf dem linken Auge, also dem mit den 3 Transplantaten, Visus 0,3, so gut also, wie lange nicht mehr.

Ernüchterung dann beim Besuch der Uniklinik: Objektive Refraktionsmessung nicht möglich. Lesen vom Untersuchungsstuhl aus ging ebenfalls nicht. Ich sah sich heftig überlagernde Mehrfachbilder und konnte selbst bei der größten Anzeige keine Details unterscheiden. Ärztin und Oberarzt waren verwirrt.

„Ihr Sehen müsste besser sein. Die letzte OP hat die Oberfläche der Hornhaut nicht beeinflusst. Netzhaut und Sehnerv sind ok. Warten wir ab, wie sich das Ganze entwickelt. Wir sehen uns in einem halben Jahr wieder. Brillenanpassung in ca. 6 Wochen möglich, wenn HH stabil ist. Medikation weiter nach Plan.“

Jetzt war auch ich verwirrt. Fragen fielen mir auf die Schnelle keine ein. Ins Grübeln kam ich dann im Bus zum Bahnhof: Die sind mit ihrer Kunst am Ende - die halten dich für einen kleinen Simulator, nehmen dich nicht ernst, der ganze Aufwand war für die Katz ... Meine Stimmung ging zusehends in den Keller. Dann die Rettung! Aus dem Busfenster entdeckte ich einen netten Biergarten. Raus aus dem Bus und rein in den BG. Nach einem Braten mit Knödeln und einem großen Krug Bier ging es mir wieder bedeutend besser.

Jetzt heißt es also wieder Abwarten und Teetrinken! Bezüglich des Wartens habe ich wohl keine Wahl, beim Getränk sieht das Gott sei Dank anders aus, und ob ich mich für Tee entscheide, ist doch eher unwahrscheinlich!

Wenn es etwas Neues gibt, lass ich es euch das wissen.

Liebe Grüße
Martin
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Anette
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Re: Lamelläre Keratoplastik - DMEK - Uniklinik Homburg Saar - April ´24

Post by Anette »

Hallo Martin,

erstmal Danke, dass du uns hier immer wieder geduldig auf dem Laufenden hältst. Mit deinem spontanen Biergartenbesuch mit all seinen Annehmlichkeiten hattest du völlig recht, eine gute Möglichkeit, die Unberechenbarkeiten der Augen und die dazugehörige teilweise Hilflosigkeit der Ärzte zu verkraften.
Weiter abwarten, abwarten abwarten, Geduld haben, sie wissen auch nicht, woran es liegt, denn eigentlich ist soweit alles ok, das sind die Worte die ich auch immer wieder zu hören bekomme. Also heißt es, weiter tropfen und warten bis das Transplantat stabil eingewachsen ist.

Dein Visus von 0,3 ist doch erstmal gar nicht so schlecht und eine Brille lässt sich ohne Weiteres anpassen? Das wäre doch schon mal ein kleiner Erfolg, oder?
Ich drücke dir die Daumen, dass sich der Visus weiter verbessert, denn er war ja wohl vor der 2. Keratoplastik schon besser, wird halt wieder alles dauern....

Alles Gute und gute Besserung!

Liebe Grüße

Anette
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Mart54
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Trockene Augen, hohe Lichtempfindlichkeit, Schatten an Buchstaben, Strahlenkränze um Lichtquellen, Nachtblindheit

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Verschlechterung durch Stress
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Re: Lamelläre Keratoplastik - DMEK - Uniklinik Homburg Saar - April ´24

Post by Mart54 »

Hallo Anette,
vielen Dank für Dein Lob und für die Aufmunterung.
Ja, der Biergarten hat mir damals echt gut getan - leider nur vorübergehend. Eine Wiederholung gab´s bis jetzt nicht; man soll solche Sachen ja nicht übertreiben.
Ich denke, ich sollte diese Sehtests einfach abhaken! Ich hatte ja auch schon Chaossehtests bei meinem Hausaugenarzt und die darauffolgenden Tests waren dann wieder ok.
Der Grund des Klinikbesuchs war ja auch nicht meine reduzierte Sehschärfe. Kontrolliert werden sollte eigentlich die Funktion der transplantierten Endothelschicht und die funktioniert doch prima! Vor der DMEK war meine linke Hornhaut so eingetrübt, dass ich nur noch Handbewegungen erkennen konnte. Jetzt seh ich die Dinge zwar noch unscharf, aber immerhin wieder klar und auch wieder farbig. Was ohne die OP gewesen wäre, möchte ich mir garnicht vorstellen.
In 2 Wochen habe ich den nächsten Termin bei meinem Hausaugenarzt. Bin gespannt, was der zu der Sache sagt und vor allem darauf, was im Bericht der Klinik steht. Den habe ich diesmal leider nicht bekommen.
Jetzt warte ich weiter ab und überleg mir, ob ich Tee oder etwas anderes trinken soll. Man soll sich ja auf die wesentlichen Dinge konzentrieren! :)
Liebe Grüße
Martin
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panamajack203
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Re: Lamelläre Keratoplastik - DMEK - Uniklinik Homburg Saar - April ´24

Post by panamajack203 »

Hallo Martin,

finde es interessant und spannend deine Berichte zu lesen und bin dankbar dass du deine Erfahrungen teilst.
  • Meine Fragen, rein aus Interesse:
  • Welchen Visus kannst du derzeit mit Sehhilfe, Brille nehme ich an, erreichen?
    (Anette hatte das glaube ich auch interessiert)
  • Wie empfindest du die Sehqualität, für mich fast wichtiger als die reinen Werte?
  • Deine Erfahrungen mit der Uniklinik Homburg waren durchweg positiv?
    Da ich mittlerweile im Saarland wohne und im Dezember dort einen Termin habe zur Routine-Untersuchung, interessiere ich mich dafür. (Habe selbst nur Gutes gehört)
Weiterhin alles Gute und Grüße

Florian
Mart54
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KC-Experience: Karrierebeginn 1973 - KPL 1991 re, 1997 li, 2022 li, 2024 li - Transplantatreaktion re 1994 - Korrektur-OPs mit Raffnähten 1993, 2013, 2014 - KK war in der ganzen Zeit nie stabil.
Keratoconus since: Diagnose mit 19
Experience with eyeglasses / lenses: erste KL 1973, nur rechts, war kaum auszuhalten.
1975 KL für beide Augen, Optiker Optenkamp Heilbronn, klasse Betreuung, Tragezeit 3 - 4 h/Tag, 1978 KL angepasst in der Uni Tübingen, hochgasdurchlässig, Tragzeit jetzt 10 bis 12 h/Tag, Wochenenden KL-frei.
1991 KPL re, danach nur noch KL li, re Korr. mit Brille. 1997 KPL li, danach nur noch Brille, zeitweise ein Auge nicht voll korrigiert wegen zu unterschiedlicher Glasstärken. 2013 neuer Versuch mit KL. KL fielen ständig aus den Augen. 2017 OP Grauer Star, jetzt nur noch Brille, aber schlechter Visus. Sklerallinsen seit April 2025 - Tragezeit ca 6 Stunden am Tag
Operationen: KPL 1991 re, 1997 li, 2022 li, DMEK 2024 li -
Korrektur-OPs mit Raffnähten 1993, 2013, 2014 -
Grauer Star re und li 2017
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Re: Lamelläre Keratoplastik - DMEK - Uniklinik Homburg Saar - April ´24

Post by Mart54 »

Hallo Florian,

vielen Dank für Deinen Beitrag.

Ja, zur Korrektur meiner Sehschärfe benutze ich nur Brillen - eine für den Fern- und eine für den Nahbereich.

Die letzte Brillenanpassung war nach dem ersten Fadenzug nach der Transplantation 2022, also vor etwa einem Jahr im Sommer ´23. Zu einer Brillenanpassung nach dem 2. Fadenzug ist es leider nicht mehr gekommen, weil während der Wartezeit zwischen Fadenzug und geplanter Anpassung die Probleme mit der Hornhauttrübung anfingen.

Mein korrigierter Visus liegt derzeit rechts bei 40%. Links hatte ich bei der objektiven Refraktionsmessung bei meinem Hausaugenarzt 2 Wochen vor meinem Besuch in Homburg 0,3 (Jubel), und dann gabs in Homburg den Nackenschlag: objektive Messung nicht möglich und Sehtest vom Untersuchungsstuhl aus mit Vorsteckgläserbrille ein einziges Chaos mit ratloser Verwirrung bei den Ärzten und bei mir.

Vorhin habe ich mit meiner Fernbrille einen Autoschilder-Lesetest gemacht: Mit dem rechten Auge konnte ich ein Nummernschild auf ca. 15 Meter gut ablesen. Mit dem linken Auge ging das erst aus einer Distanz von 2 Meter und ohne Brille musste ich bis auf ca. 50 cm ran. Zum Glück habe ich zwei Augen!!!

Am Montag habe ich einen Augenarzttermin und bin schon gespannt, was dann gehen wird. Wahrscheinlich kann ich mir danach eine neue Brille anpassen lassen.

Problematisch ist bei mir neben dem Unscharfsehen auch, dass ich auf einem Auge kurz- und auf dem anderen Auge weitsichtig bin mit einer Korrekturwertdifferenz von ca. 7 dpt. Ich habe deshalb Gleichgewichtsprobleme und benutze zum Gehen Walkingstöcke.

Vermutlich könnte ich mit Kontaktlinsen besser sehen als mit Brille und evtl. könnten damit auch die Probleme, die durch die Stärkendifferenz der Gläser entstehen ausgeglichen werden, ich habe aber aufgrund meiner Kontaktlinsenerfahrungen aus der Vergangenheit einen echten Horror vor den Dingern.

Glücklich bin ich mit meiner derzeitigen Situation nicht. Ich fühle mich durch mein schlechtes Sehen im täglichen Leben sehr eingeschränkt. In vielen Dingen, vor allem im handwerklichen Bereich, brauche ich Unterstützung und auch das Erledigen schriftlicher Dinge fällt mir schwer und ich brauche dazu viel Zeit und Kraft. Ich suche nach Lösungen für mich, habe aber oft das Gefühl, dass ich mich im Kreis drehe. Eine große Hilfe ist für mich meine Vorlesesoftware. Ich denke, dass mich die über die Zeit, in der mein Sehvermögen bei 10% lag, gerettet hat. Leider ist das Bücherlesen damit sehr umständlich, Bücher im Flachbettscanner funktioniert nicht so gut. Ich habe jetzt mit einem Buchscanner experimentiert. Leider war das Ergebnis bescheiden.

Die Uni-Augenklinik Homburg sehe ich nur positiv! Dass ich schlecht sehe, liegt ja nicht an der Klinik, sondern an meinen Augen und bei denen handelt es sich um echte Problemfälle. Aus meiner Sicht ist die Klinik klasse und ich kann sie jedem KK-Patienten nur empfehlen.

Liebe Grüße
Martin
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1975 KL für beide Augen, Optiker Optenkamp Heilbronn, klasse Betreuung, Tragezeit 3 - 4 h/Tag, 1978 KL angepasst in der Uni Tübingen, hochgasdurchlässig, Tragzeit jetzt 10 bis 12 h/Tag, Wochenenden KL-frei.
1991 KPL re, danach nur noch KL li, re Korr. mit Brille. 1997 KPL li, danach nur noch Brille, zeitweise ein Auge nicht voll korrigiert wegen zu unterschiedlicher Glasstärken. 2013 neuer Versuch mit KL. KL fielen ständig aus den Augen. 2017 OP Grauer Star, jetzt nur noch Brille, aber schlechter Visus. Sklerallinsen seit April 2025 - Tragezeit ca 6 Stunden am Tag
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Grauer Star re und li 2017
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Re: Lamelläre Keratoplastik - DMEK - Uniklinik Homburg Saar - April ´24

Post by Mart54 »

Hallo zusammen,
der heutige Augenarzttermin war für mich ok:
Die Transplantate auf beiden Augen sind klar.
Objektive Refraktionsmessung war auf beiden Augen möglich.
Visus bei dieser Untersuchung: rechts etwas besser als 0,3, links etwas schlechter als 0,3.
Brillenanpassung z. Z. nicht sinnvoll, da Veränderung rechts minimal ist und sich links die Hornhaut noch laufend verändert.
Nächster AA-Termin in 4 Wochen.
Ich trag´s mit Fassung!
Liebe Grüße
Martin
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