Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: viewtopic.php?t=6501

OP Bericht Uni Klinik Köln - Februar 2013

steinie22
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KC-Experience: Ich leide selber unter einem KC und möchte mich hier nach Behandlungsmöglichkeiten umsehen.

OP Bericht Uni Klinik Köln - Februar 2013

Post by steinie22 »

Hallo zusammen,

Auch ich möchte heute hier mal einen Bericht veröffentlichen.

Zur Vorgeschichte:
Der Keratokonus wurde bei mir mit 18 Jahren festgestellt.
Da ich damals aber Brille und Linsen doof fand habe ich nichts getan und den keratokonus arbeiten lassen....

Die Quittung kam dann letztes Jahr wo ich mich mit 35 Jahren mal wieder zum AA gezwungen habe.
Dort dann die Ernüchterung: linkes Auge eine Vernarbung auf der Hornhaut und kK sehr weit fortgeschritten. Bin dann mit einer Überweisung zur Uni klinik Köln raus gegangen. Dann im September erster Termin in der hornhautsprechstunde der Uni klinik.

Alles sehr gut organisiert dort. Zig Untersuchungen wurden gemacht bis ich nach ca 1 Stunde dann zu den Ärzten kam.
Die haben sich das Auge dann nochmal angeschaut und die notwendige Hornhauttransplantation bestätigt. Es scheint für die zum Tagesgeschäft zu gehören. Das Formular zur Aufnahme auf die Warteliste hatten sie griffbereit liegen.
Man plante die DALK (Teil kp)
Es wurde mir gesagt, dass ich innerhalb von ca 3 Monaten einen Anruf bekommen würde und dann zeitnah erscheinen müsste zur op. (Die Uni klinik verfügt über eine eigene Hornhautbank)

Nun war es also beschlossen. Ich werde operiert. In den nächsten Wochen stellten sich dann immer weitere Fragen, die ich dann im November in einer gesammelten Mail an die Uni klinik gesandt habe. 3 Tage später klingelte mein Telefon. Und dann die Überraschung: man würde gerne einen Termin mit mir vereinbaren zur op. Also nicht direkt kommen.

Im Gespräch wurde dann ein op Termin für den 15.02.2013 vereinbart. ( nach Karneval) Aufnahme dann einen Tag vorher. Kh Aufenthalt ca 1 Woche.
Natürlich wurden auch alle meine Fragen beantwortet.
Dann bekam ich die Auskunft, dass ich vom Professor dr. Claus Cursiefen operiert werden würde. (Leiter der klinik)
Erst danach habe ich geäußert das ich eine Zusatzversicherung für Chefarzt und Zweibettzimmer habe)

Auch hier Super nette Mitarbeiter am Telefon!!

Insgesamt habe ich also nach erstmaliger Vorstellung nur 5 Monate auf den Termin gewartet.

Ich habe mich dann über den Professor informiert und war hier sehr beruhigt. Er scheint auf dem Gebiet schon eine Größe zu sein. Hat viel entwickelt, geforscht etc. Und war wohl mit einer derjenigen, die die Tkp entwickelt hat.

Dann Aufnahme am 14.02.
alles gut organisiert. Es wurden nochmal viele Untersuchungen gemacht, Gespräche mit Narkose Arzt und alles was dazu gehört. Dann Nachmittags auch das Gespräch mit dem Professor.
Menschlich ein absolut toller Kerl!! Recht Jung und total entspannt. Und fachlich machte er einen genialen Eindruck auf mich. Kann ich also bis hierhin nur empfehlen.
Dann auch die Info das die op unter Vollnarkose stattfinden würde.(ich war beruhigt) auch er bestätigte nochmal das nur die Tkp geplant sei, er sich aber ggfs während der op Umentscheiden kann.
Danach wurde ich dann noch gelasert. Irgendein "Loch" damit Flüssigkeit besser abläuft. Scheint dort wohl normal zu sein, mein Zimmernachbar hat das auch bekommen.

Am nächsten morgen war es dann soweit. Gegen halb acht bekam ich ne beruhigungtablette und hatte das Hemdchen an. Danach die Fahrt in den op wo ich noch recht lange gewartet habe. Gefühlt 45 Minuten. Aber auch hier waren alle Ärzte und Schwestern locker und entspannt.

Dann kamen mehrere Narkose Ärzte und Schwestern nacheinander und haben sich nett unterhalten mit mir und mich beruhigt. Irgendwann kam dann der Ober-Narkose Arzt und hat mich schlafen geschickt. Nichts schlummern oder so. Ich war von jetzt auf gleich weg und bin erst später dann wieder aufgewacht nachdem alles vorbei war. Dann würde ich auch direkt wieder auf mein Zimmer gefahren wo mein Frau schon wartete.

Ich hatte keinerlei Schmerzen und auf dem Auge nen Verband mit einer Augenklappe drauf. Ich dürfte quasi direkt was essen trinken etc. Nur auf dem Rücken sollte ich liegen. Den Tag über passierte dann nicht mehr viel.

Am nächsten morgen dann Verband ab und ab da dann stündliches Tropfen durch die Schwestern! Dann auch Visite beim Professor. Die op sei gut verlaufen, allerdings hat er sich während der op dann doch für die komplette Transplantation entschieden, da er auch auf der unteren Schicht eine weitere kleine Vernarbung festgestellt hat. Mit dem Ergebnis sei er aber sehr zufrieden.
Die op war Freitags und samstags und ab Montag gab es dann Visite beim Professor. Er war sehr zufrieden mit dem Verlauf so dass ich mittwochs entlassen werden konnte.

Ich musste ab da dann regelmäßig Tropfen tropfen.
Anfangs noch drucksenkende Tropfen, Kortison und vislube.

Was ich noch im Krankenhaus festgestellt habe, ist eine enorme Reizung am Auge und Lichtempfindlichkeit.
Bin dann in der gleichen Woche der Entlassung noch zu meinem AA der aber auch zufrieden war.
In der Woche drauf bin ich wieder zum AA. Hier war er nicht so zufrieden, da die Rötung im Auge seiner Meinung nach zugenommen hat. Er hat mir dann wieder drucksenkende Tabletten und Kortison Tabletten verordnet zu den Tropfen.
In der Woche drauf am 1.3. hatte ich dann auch den ersten Kontrolltermin beim Professor.
Auch er war mit der Reizung nicht so richtig zufrieden meinte aber, dass es auch Veranlagung sein kann. Das Transplantat sei absolut klar, die Fäden würden sitzen und eine Abstoßung wäre in kleinster weise festzustellen.
Er hat die medikamention dann wieder geändert.
Seitdem nehme ich jeden Tag eine Tablette Antibiotikum und 5 x täglich Kortison Tropfen und vislube gerne auch häufiger.
Das Kortison soll ich nun monatlich um einen Tropfen reduzieren. Das Antibiotikum insgesamt 6 Wochen lang nehmen.

Mittlerweile ist auch die Reizung stark zurückgegangen und das Auge nicht mehr so rot. Scheint also zu helfen. Das meinte auch der Professor bei einem weiteren Kontrolltermin bei ihm. Mein AA vor Ort war auch zufrieden und will mich erst Anfang April wieder sehen.

Was mich jedoch beunruhigt ist die enorme Lichtempfindlichkeit. Bei sonnigem Wetter ist es draußen auch mit Sonnenbrille kaum zu ertragen. Das Regenwetter heute ist da echt angenehm
Insgesamt werde ich die 6 Wochen Arbeitsunfähigkeit voll kriegen und soll dann aber wieder arbeiten gehen, ich hoffe das sich das mit der Lichtempfindlichkeit in der nächsten Woche noch was bessert.

Habt ihr hier vielleicht tips für mich?? (Außer Sonnenbrille :-) die Trag ich draußen immer)

Wie entwickelt sich die Sehkraft?
Auch noch bescheiden. Als ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde konnte ich auf 1,5 Metern sehen ob der Arzt winkt. Finger konnte ich nicht zählen. (Stand 20.2.)
Am 1.3. konnte ich dann locker Finger zählen und auch die ersten beiden Reihen zahlen von der Wand vorlesen. Das war ein gutes Gefühl, wenngleich auch das Auge noch viel zeit braucht, was mir der Arzt aber auch schon berichtete. Das Auge fühlt sich aber auch immer noch sehr feucht an, und wie gesagt die Lichtempfindlichkeit..... :-(

Was ich sehr angenehm empfinde ist die Tatsache, dass ich bis jetzt zu keinem Zeitpunkt Schmerzen empfunden habe!!! Der Piekser vom Zugang legen war das unangenehmste!!!

Auch das selber tropfen klappt erstaunlich gut. Hiervor hatte ich auch was Bammel, den aber unbegründet :-) Kopf nach hinten und rein mit dem Tropfen :-)

Nun ja.... Jetzt heißt es wohl abwarten was die zeit so bringt. In ca 3 Monaten meint der Professor könnte man vielleicht über die erste Brille nachdenken. Mal schauen. Die Kisten für die Gläser übernimmt mit etwas Glück meine Kasse....

So, ich hoffe, einigen Betroffenen mit diesem Bericht weiterhelfen zu können und Berichte gerne weiter.

Ich freue mich auf Tipps zum Umgang mit der Lichtempfindlichkeit.

Herzlichen Gruß

Tobias


PS: wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. Bericht flott auf ipad verfasst :-))
sabine s.
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KC-Experience: 4x transplantiert, 3x an einem auge, immunsuppression wegen ständiger transplantatabstoßungen, glaukom bereits mehrmals operiert, beginnender katarakt an beiden augen. visus mit brille um die 35%. Kontaklinsenunverträglichkeit .
augen-op´s insges. 13x. bin bei prof. th. neuhann in behandlung.
5. transpl. steht in den starlöchern.??? mehr oder weniger. das 5. transplantat war bereits am anfang märz 08 gefunden worden. 2 h später, anruf vom Prof. er könne es nicht nehmen. jetzt muß ich also weiter warten.
nävus auf der netzhaut inoperabel, tumor in der orbita nähe des sehnerves.
visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird.
Experience with eyeglasses / lenses: Sehr schnell wurden mir harte KC-Linsen angepaßt, die sich aber andauernd veränderten, so, daß der Anpasser gar nciht mehr nachgekommen ist.
Operationen: 1999 wurde die erste Keratoplastik gemacht. s.o. bei und von Prof. Thomas Neuhann. Alle anderen Keratoplastiken (mit wachsendem Vergnügen, ebenfalls vom Prof. Neuhann der sich absolut rührend um mich kümmert. Div. Trabekulektomien, Div. Cortisonspülungen....................alles zwar Operationen, aber immer irgendwie im Vorbeigehen.
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Re: OP Bericht Uni Klinik Köln - Februar 2013

Post by sabine s. »

hallo,

danke. klingt ja ganz gut soweit und ich denke, du bist schon auf dem weg zur guten heilung.
das mit der lichtempfindlichkeit wird im prinzip so bleiben, aber daran wirst du dioch gewöhnen.
ich brauche auch jahre nach transplantation selbst in hellen innenräumen eine sonnenebrille, bzw. verdunkelte gläser.
ansonsten brauchst ebehn geduld, bis sich der visus wieder einstellt daurts oft bis nach dem letzten fadenzug.
berichte doch weiter, wie sichs entwickelt.
grüßle
sabine
steinie22
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Re: OP Bericht Uni Klinik Köln - Februar 2013

Post by steinie22 »

Hallo mal wieder,

gut 9 Monate nach der OP wollte ich mich nochmal zu WOrt melden.

nach wie vor sind die Ärzte mit der geleisteten Arbeit vom Prfoessor sehr zufrieden.

Das Auge entwickelt sich kontinuierlich weiter.

Mittlerweile bekommt das Auge nur noch einen Tropfen Kortison (Inflanefran frote) am Tag und dann Tränenflüssigkeit nach Bedarf. Dieser Bedarf wird auch immer geringer.

Das Beste: Die enorme Lichtempfingdlichkeit ist deutlich zurückgegangen mit den Monaten. Sonnenbrille trage ich nun wirklich nur noch bei sonnigen Tageslicht. (habe zwar immer eine dabei..... )

Kontrolluntersuchungen beim Arzt finden momentan im Abstand von 2-3 Monaten statt.

Anfang Mitte März 2014 möchte Prof. Cursiefen den ersten der zwei Fäden ambulant ziehen.
Hier bin ich sehr gespannt wie das funktioniert. Ja, ich mache mir hier ein wenig Gedanken, aber es wird schon.

Auch die Sehkraft entwickelt sich positiv. Genaue zahlen kann ich aktuell nicht liefern.
Beim letzten Termin beim Prof. hat mir dieser Kontaktlinsen angeboten, aber auch gesagt, dass ich noch warten kann, sofern ich so zurecht komme. Auch würden sich die Kontaktlinsen regelmäßig ändern müssen.

Eine Brille würde tatsächlich momentan keine verbesserung bringen können.

Ich habe mich dann erstmal gegen die Linsen entschieden, und werde mich damit wieder beschäftigen, wenn der oder die Fäden gezogen sind.

nach wie vor bin ich froh, die OP durchgezogen zu haben und würde es jjedem empfehlen.

Ich halte Euch gerne weiter auf dem Laufenden.
steinie22
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Re: OP Bericht Uni Klinik Köln - Februar 2013

Post by steinie22 »

So,

na gut 19 Monaten nach der OP melde ich mich mal wieder zu Wort.

Nach wie vor bin ich in regelmäßiger ärztlicher Behandlung bzw. Kontrolle durch die Augenärzte.
Hierzu zählen zum einen Kontrollen durch den "Haus Augenarzt" vor Ort, wie aber auch durch Dr. Cursiefen.

In der zwischenzeit hatte meine Ärztin eine kleine Stufe am Transplantat, bzw. eine "Schwellung" festgestellt und mich hiermit direkt an Prof. Cursiefen verwiesen. Dieser hat entsprechend gehandelt.
Im Oktober wurden alle Fäden im Auge gezogen, und an der Stufe nochmal 3 Fäden nachgelegt.

Das Fäden ziehen erfolgt im OP unter lokaler Betäubung, schon ein spannendes Gefühl.

Er ist mit dem Verlauf aber insgesamt sehr zufrieden.

Gestern war ich wieder zur Kontrolle bei ihm und er ist wieder sehr zufrieden gewesen.

Insgesamt hat sich die Sehkraft schon verbessert, wenngleich auch nach dem Fadnezug und dem neuen Faden wieder etwas verschlechtert. Das wird sich aber, laut Aussage vom Professor wieder regulieren, wenn die 3 neuen Fäden Ende Januar gezogen werden. Durch diese Fäden hat er eine stärkere Verkrümmung "provoziert", weil die Fäden aber auch nur zur Korrektur der Stufe dienen.
Wen die Fäden raus sind, "biegt" sich das wieder alles zurück.

Auch habe ich dann jetzt Mitte Februar den Termin bei der Kontaktlinsenanpassung. Heisst, wenn alles so klappt wie geplant, bekomme ich fast auf den Tag genau, 2 Jahre nach der OP Kontaktlinsen angepasst. Ich hoffe, dass dann wieder etwas Ruhe einkehrt :-)

nach wie vor tropfe ich noch täglich Kortisontropfen.

Erfreulich ist, dass die Lichtempfindlichkeit nachgelassen hat, und ich mittlerweile oft ganz ohne Sonnenbrille aus dem Haus gehe.
Das ist natürlich nicht bei Sonnenschein der Fall, hier ist die Brille nach wie vor angesagt, bzw. notwendig.

Insgesamt bin ich mit dem Verlauf und speziell der Behandlung und Betreuung durch Prof. Cursiefen mehr als zufrieden.

Ihn kann ich nur empfehlen. Er ist jederzeit erreichbar und nimmt sich Zeit. Sogar Mail-Anfragen werden zeitnah beantwortet.

Also: Alle Daumen hoch!!
marco130588
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KC-Experience: Perf Kpl li.

Re: OP Bericht Uni Klinik Köln - Februar 2013

Post by marco130588 »

Hallo Tobias, wie ist denn der aktuelle Stand? Wie hat sich der Visus entwickelt? Freue mich von dir zu hören.