Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: viewtopic.php?t=6501

KP am 02.07.2013 in Freiburg

JohannesTRUJILLO
Beiträge: < 10 - Forenrechte eingeschränkt
Posts: 6
Joined: 2013-06-29, 15:14
KC-Experience: Tag zusammen,

Bei mir wurde der Keratokonus 2006 festgestellt.
Von da an konnte ich meine Sehschärfe mit harten Kontaklinsen wieder ausgleichen.
Leider konnte ich diese nur sehr schwer vertragen.
Letztlich schaffte ich es aber sogar 2008 in den Polizeidienst einzutreten.
Leider waren die Kontaktlinsen eines Tages nicht mehr ausreichend, so dass ich Mit Sehhilfe nur zu einer Stärke von unter 30 % kam.
Von da an, suchte ich die verschiedensten Kontaklinsenspezialisten auf und versuchte mit neuen Linsen meine Sehschärfe zu steigern. Leider ohne Erfolg.
So entschied ich mich 2012 für eine Hornhauttransplantation und wurde Anfang 2013 auf die Liste für Spendehornhäute gesetzt.
Nun nach 4 Monatigem warten, ist es nun soweit und ich werde aller Vorraussicht nach am 2.07.2013 in Freiburg operiert.

Lieben Gruß Johannes

KP am 02.07.2013 in Freiburg

Post by JohannesTRUJILLO »

So, endlich ist es auch bei mir soweit :)

Am Montag muss ich zur Vorbesprechung in die Klinik und am nächsten Tag, wenn alles planmäßig läuft, soll die OP starten.

Nun meine erste Frage, was muss ich alles an persöhnlichen Utensilien (Klamotten uws.) mitbringen und werden ärtzliche Unterlagen benötigt (abgesehen vom Einweisungsschein).

Was natürlich auch klasse wäre, wenn jemand schon Erfahrungen an der Augenklinik in Freiburg gemacht hat.


Schon mal Vielen dank für eure Antworten
Gruß Johannes
Daggi
-
Posts: 12
Joined: 2009-11-24, 13:59
KC-Experience: Hallo,
ich suche Erfahrungsberichte und viele Information zur Hornhauttransplantation.

Re: KP am 02.07.2013 in Freiburg

Post by Daggi »

Hallo Johannes,

viel Glück für deine Operation.

Liebe Grüße
Daggi
JohannesTRUJILLO
Beiträge: < 10 - Forenrechte eingeschränkt
Posts: 6
Joined: 2013-06-29, 15:14
KC-Experience: Tag zusammen,

Bei mir wurde der Keratokonus 2006 festgestellt.
Von da an konnte ich meine Sehschärfe mit harten Kontaklinsen wieder ausgleichen.
Leider konnte ich diese nur sehr schwer vertragen.
Letztlich schaffte ich es aber sogar 2008 in den Polizeidienst einzutreten.
Leider waren die Kontaktlinsen eines Tages nicht mehr ausreichend, so dass ich Mit Sehhilfe nur zu einer Stärke von unter 30 % kam.
Von da an, suchte ich die verschiedensten Kontaklinsenspezialisten auf und versuchte mit neuen Linsen meine Sehschärfe zu steigern. Leider ohne Erfolg.
So entschied ich mich 2012 für eine Hornhauttransplantation und wurde Anfang 2013 auf die Liste für Spendehornhäute gesetzt.
Nun nach 4 Monatigem warten, ist es nun soweit und ich werde aller Vorraussicht nach am 2.07.2013 in Freiburg operiert.

Lieben Gruß Johannes

Re: KP am 02.07.2013 in Freiburg

Post by JohannesTRUJILLO »

Hallo zusammen,

Meine OP ist nun fast eine Woche her und meinen ersten Augenarzt Termin habe ich nun auch hinter mir.
Dass nehme ich zum Anlass, mal etwas von den letzten Tagen zu berichten :wink:

Meine Krankheitsgeschichte:
Ich bin Johannes und 23 jahre alt. 2006 wurde an beiden Augen KK diagnostiziert. Am linken Auge gering am rechten schon weiter fortgeschritten.
Damals konnte meine Sehstärke noch problemlos durch formstabile Linsen ausgeglichen werden und ich schaffte es damit sogar 2008 in den Polizeidienst.
Leider verschlechterte sich mein rechtes Auge zunehmend und ich erreichte mit Linse im besten Fall nur noch einen Visus von max 30%.
Nach vielen vielen Versuchen, doch noch Linsen zu finden, die ausreichend waren, entschied ich mich für eine Transplantation am rechten Auge.
Ich stellte mich im März 2013 in der Uni Klinik Freiburg vor, und wurde auch sofort auf die Transplantatsliste der Hornhautbank gesetzt.
Ende Juni kam dann endlich der ersehnte Anruf aus der Klinik. So wurde ich dann am 02.07.2013 am rechten Auge operiert.

Zur OP:
Ich musste schon einen Tag vorher in der Klinik "einchecken", da noch einige Untersuchungen am Auge vorgenommen werden mussten.
Da ich unter Vollnarkose operiert werden sollte, musste ich auch noch zum Narkosearzt um den Ablauf zu besprechen.

Die Nacht vor der OP war überraschend gut und seltsamerweise hielt es sich mit der Aufregung auch in grenzen.
Um 10 Uhr morgens war es dann soweit. Ich wurde mit meinem Bett in den OP Bereich gebracht und kurz darauf auch schon in Narkose versetzt.
Da meine Hornhaut sehr verkrümmt und "kegelförmig" war, wollte man bei mir in einer perforierte Keratoplastik operieren.
Nach einer gefühlten Ewigkeit wachte ich um 13 Uhr mit einem Verband um das Auge und einem stechenden Schmerz im Auge auf.
Nachdem ich wieder auf mein Zimmer gebracht wurde, bekam ich einige Tabletten u. a. auch Schmerztabletten, was das ganze schon etwas erträglicher machte.

Gegen Abend bekam ich den Verband ab und eine "Bepanthen" Salbe ins Auge geschmiert. Komischer Weise keine Tropfen sondern bis zum Entlassen aus der Klinik nur Salbe...
Die OP verlief ohne Komplikationen.
Der restliche Krankenhausaufenthalt beinhaltete dann nur noch eine tägliche Visite beim Stationsarzt.
Der Schmerz und das Fremdkörpergefühl im Auge ließ nun von Tag zu Tag nach. Einzig die Lichtempfindlichkeit am operierten Auge habe ich eine Woche nach der OP immer noch.

Am 05.07. wurde ich dann entlassen. Ab diesem tag bekam ich dann auch Tropfen (Floxal EDO) welche ich nun 5 mal am Tag tropfen sollte.
Da sich das Epithel am operierten Auge noch nicht vollständig geschlossen hat, bekam ich eine Verbandslinse, die ich nun aufbehalten muss, bis sich das Epithel geschlossen hat.

Am 08.07. nun mein erster Augenarztbesuch.
Laut Arzt läuft die Heilung bis jetzt optimal. Eine Visuskontrolle wurde bis jetzt noch nicht durchgefürt. (nach der Entlassung im KH 0,05 % :::wink2 ....) naja mal abwarten.
Etwas besser sehe ich bloßem Auge aber schon.


Werde vom weiteren Verlauf berichten :wink:

Hoffe ich kann euch damit helfen.
Bei Fragen einfach drauf los

Gruß Johannes
Tanja1
Beiträge: < 10 - Forenrechte eingeschränkt
Posts: 5
Joined: 2013-05-07, 16:05
KC-Experience: Keratokonus hat sich in den letzten zwei jahren stark verschlimmert. Sehkraft am betroffenen Auge ist nur mehr bei 6%. Cross linking steht in einer Woche an....

Re: KP am 02.07.2013 in Freiburg

Post by Tanja1 »

Hallo Johannes,

ich bin sehr froh deinen Beitrag zu lesen.. und noch erfreuter war ich als ich gelesen habe, dass du ebenfalls Polizeibeamter bist.. Ich bin bei der Polizei in Österreich..

Ich hatte mitte Mai ein Crosslinking, welches leider erfolglos blieb... ich sehe immer noch gleich schlecht wie vorher und es wird immer schlimmer..

Mein Frage an dich ist, ob du selbst enscheiden konntest, ob eine Transplantation gemacht wird, oder ob die Ärzte die Entscheidung getroffen haben.. ich glaube nämlich, dass sich mein Arzt nicht drüber traut und lieber noch mal ein Crosslinking machen würde, obwohl das eh nicht geholfen hat..

Ich bin ziemlich verzweifelt, da ich auch um meinen Beruf Angst habe!!!

Lg Tanja
JohannesTRUJILLO
Beiträge: < 10 - Forenrechte eingeschränkt
Posts: 6
Joined: 2013-06-29, 15:14
KC-Experience: Tag zusammen,

Bei mir wurde der Keratokonus 2006 festgestellt.
Von da an konnte ich meine Sehschärfe mit harten Kontaklinsen wieder ausgleichen.
Leider konnte ich diese nur sehr schwer vertragen.
Letztlich schaffte ich es aber sogar 2008 in den Polizeidienst einzutreten.
Leider waren die Kontaktlinsen eines Tages nicht mehr ausreichend, so dass ich Mit Sehhilfe nur zu einer Stärke von unter 30 % kam.
Von da an, suchte ich die verschiedensten Kontaklinsenspezialisten auf und versuchte mit neuen Linsen meine Sehschärfe zu steigern. Leider ohne Erfolg.
So entschied ich mich 2012 für eine Hornhauttransplantation und wurde Anfang 2013 auf die Liste für Spendehornhäute gesetzt.
Nun nach 4 Monatigem warten, ist es nun soweit und ich werde aller Vorraussicht nach am 2.07.2013 in Freiburg operiert.

Lieben Gruß Johannes

Re: KP am 02.07.2013 in Freiburg

Post by JohannesTRUJILLO »

Hallo Tanja,

schön, dass es hier auch Gleichgesinnte giebt :wink:

Meinst du, ob die Entscheidung durch die Polizeiärzte, bzw durch den Polizeiärztlichen Dienst getroffen wurde?
= Nicht im direkten Sinne.

Nachdem ich 2011 den Sehtest für den Führerschein der Dienstfahrzeuge nicht bestanden habe, musste ich meinem Polizeiarzt von der Krankheit berichten. Kurze Zeit später musste ich eine allg Prüfung meiner Diensttauglichkeit ablegen, da nun Zweifel bestanden. Dort natürlch durch den Sehtest gefallen...

Hab dann den Arzt von meinen bisherigen Mühen, meine Sehleistung zu verbessern, berichtet und ihn über eine mögliche OP aufgeklärt. Auch das ich dazu bereit sei. Aber immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass ich ohnehin keine andere Möglichkeit habe, als mich der OP zu unterziehen, oder den Job zu verlieren.

Da aber bei all den Gesprächen nie ein klares Ja oder Nein bzg der OP kam, hab ich es einfach für mich selbst entschieden.

Als dann der Anruf kam, es sei ein Transplantat da, habe ich es einfach ohne gemacht. Habe mir lediglich einen Überweisungsschein für das Krankenhaus gegeb lassen und bin los...

Naja, aber selbst wenn ich wieder wieder die erforderliche Sehleistung erreiche, wurde mir schon gesagt, dass auch die Möglichkeit bestehe, mich zu kündigen, da immer ein gewisses Risiko bestehe und das aus versicherungstechnischen Gründen problematisch werden könnte :?

Aber noch gebe ich mich natürlich nicht geschlagen, hoffe jetzt erstmal dass die Heilung weiter gut vorran läuft und ich mit Brille oder Linsen wieder einigermaßen sehen kann...

So würde ich dir das auch empfehlen. Mach einfach dein eigenes Ding. Wenn du dich für eine OP entschieden hast und es wirklich keine anderen Mittel mehr gibt, lass dich auf die Liste setzen und mache es einfach :wink:

Groß rein reden kann dir da glaub eh keiner...

Gruß Johannes
sabine s.
-
Posts: 2364
Joined: 2005-05-30, 11:25
KC-Experience: 4x transplantiert, 3x an einem auge, immunsuppression wegen ständiger transplantatabstoßungen, glaukom bereits mehrmals operiert, beginnender katarakt an beiden augen. visus mit brille um die 35%. Kontaklinsenunverträglichkeit .
augen-op´s insges. 13x. bin bei prof. th. neuhann in behandlung.
5. transpl. steht in den starlöchern.??? mehr oder weniger. das 5. transplantat war bereits am anfang märz 08 gefunden worden. 2 h später, anruf vom Prof. er könne es nicht nehmen. jetzt muß ich also weiter warten.
nävus auf der netzhaut inoperabel, tumor in der orbita nähe des sehnerves.
visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird.
Experience with eyeglasses / lenses: Sehr schnell wurden mir harte KC-Linsen angepaßt, die sich aber andauernd veränderten, so, daß der Anpasser gar nciht mehr nachgekommen ist.
Operationen: 1999 wurde die erste Keratoplastik gemacht. s.o. bei und von Prof. Thomas Neuhann. Alle anderen Keratoplastiken (mit wachsendem Vergnügen, ebenfalls vom Prof. Neuhann der sich absolut rührend um mich kümmert. Div. Trabekulektomien, Div. Cortisonspülungen....................alles zwar Operationen, aber immer irgendwie im Vorbeigehen.
Been thanked: 2 times

Re: KP am 02.07.2013 in Freiburg

Post by sabine s. »

hallo johannes, hallo tanja

die indikation für eine transplantation wird in aller regel vom operateur gestellt. und dies sollte keine leichtfertige entscheidung sein im sinne von "ich geh dann mal los und lass mich transplantieren, mal sehen was dabei rauskommt."
eine transplantation ist IMMER die letzte aller möglichkeiten und man kann auch nicht unbegrenzt oft transplantieren, wenns mal nicht klappt.
ein künstliches hüftgelenk wird ja auch so spät wie möglich eingesetzt, weil dies auch nicht unbegrenzt oft wiederholt werden kann.
es handelt sich immerhin um ein spenderorgan, und diese sind selten und sollten deshalb auch mit bedacht angefordert werden.
ganz abgesehen davon ist eine transplantation absolut keine garantie dafür, daß man danach BESSER sehen kann. es wird transplantiert, wenn NICHTs anderes mehr möglich ist, keine vernetzung, keine linsenanpassung, wenn die hornhaut kaputt ist , wenn das andere auge ebenfalls schlecht ist. der sinn einer transplantation ist, eine kaputte oder beinahe kaputte hornhaut zu ersetzen. das birgt natürlich die möglichkeit einer besseren linsenversorgung oder gar einer brille oder beidem.
auf keinen fall darf man sich mit der erwartung transplantieren lassen, danach merklich besser zu sehen.
in meinem fall z.b haben sämtliche transplantationen keine visusverbesserung gebracht und irgendwann konnten auch keine linsen mehr angepasst werden.
eine keratoplastik ist also die letzte chance, die hornhaut zu erhalten und somit dem auge die möglichkeit zu erhalten mithilfe von linsen einigermaßen gut zu sehen. das kkönnen u.U. aber auch mal nur 20% sein, oder mit korrektur 30%.
ich schreibe das, damit ihr nicht mit einer falschen erwartungshaltung in die transplantation geht.bzw. ihr nicht allzusehr enttäuscht seid, wenns doch nicht so toll ist das ergebnis.
grüßle
sabine
Tanja1
Beiträge: < 10 - Forenrechte eingeschränkt
Posts: 5
Joined: 2013-05-07, 16:05
KC-Experience: Keratokonus hat sich in den letzten zwei jahren stark verschlimmert. Sehkraft am betroffenen Auge ist nur mehr bei 6%. Cross linking steht in einer Woche an....

Re: KP am 02.07.2013 in Freiburg

Post by Tanja1 »

Hallo Zusammen,

danke für die Rückmeldungen... Ich bin hin und her gerissen.

Habe am Montag wieder einen Termin bei meinem Arzt bezüglich der Transplantation. Dachte eigentlich schon, dass ich auf eine Besserung hoffen kann... mein Beruf und mein Existenz stehen auf den Spiel. Ich muss auf beiden Augen sehen können, sonst werde ich über kurz oder lang meinen Beruf verlieren :(

Macht mir schon sehr große sorgen...

Aber danke für eure Antworten. werd mal sehen was mein Doc am Montag sagt...

Schönen Abend noch

Lg Tanja
sabine s.
-
Posts: 2364
Joined: 2005-05-30, 11:25
KC-Experience: 4x transplantiert, 3x an einem auge, immunsuppression wegen ständiger transplantatabstoßungen, glaukom bereits mehrmals operiert, beginnender katarakt an beiden augen. visus mit brille um die 35%. Kontaklinsenunverträglichkeit .
augen-op´s insges. 13x. bin bei prof. th. neuhann in behandlung.
5. transpl. steht in den starlöchern.??? mehr oder weniger. das 5. transplantat war bereits am anfang märz 08 gefunden worden. 2 h später, anruf vom Prof. er könne es nicht nehmen. jetzt muß ich also weiter warten.
nävus auf der netzhaut inoperabel, tumor in der orbita nähe des sehnerves.
visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird.
Experience with eyeglasses / lenses: Sehr schnell wurden mir harte KC-Linsen angepaßt, die sich aber andauernd veränderten, so, daß der Anpasser gar nciht mehr nachgekommen ist.
Operationen: 1999 wurde die erste Keratoplastik gemacht. s.o. bei und von Prof. Thomas Neuhann. Alle anderen Keratoplastiken (mit wachsendem Vergnügen, ebenfalls vom Prof. Neuhann der sich absolut rührend um mich kümmert. Div. Trabekulektomien, Div. Cortisonspülungen....................alles zwar Operationen, aber immer irgendwie im Vorbeigehen.
Been thanked: 2 times

Re: KP am 02.07.2013 in Freiburg

Post by sabine s. »

hallo tanja,

du schreibst, im mai wurde ein crosslinking gemacht und im juni war noch keine verbesserung. das dauert! wochen nach einer vernetzung schaut man dann, wie der visus mit brille, oder mit linse verbessert werden kann. wurde das bei dir gemacht?
man geht nicht mit einem "schlecht"sehenden auge zu einer vernetzung und kann dann viel besser sehen.
bei einer vernetzung wird der zustand der hornhaut eingefroren, bedeutet, gehärtet, so daß der konus sich nicht mehr weiterentwickelt und eine linsenanpassung bzw. brillenkorrektur (falls vorher vorhanden), leichter und effektiver möglich ist.
wenn du vor der vernetzung kontaktlinsen gebraucht hast, wirst du diese mich höchster wahrscheinlichkeit auch nach der vernetzung brauchen, nur eben andere, andere stärke, andere krümmung, andere radien. dies gilt auch für brille.
du wirst also nach einer vernetzung nicht auf sehhilfen verzichten können, wenn du davor schon welche gehabt hast.
dies KANN natürlich möglich sein, dann ists umso besser, aber das sind seltene ausnahmen.
dieses gilt erst recht auch für eine transplantation.
du darfst nicht davon ausgehen, daß dein visus nach einer keratoplastik so gut sein wird, daß du ohne sehhilfen durch kommst. auch dies ist möglich, aber sehr unwahrscheinlich und dauert mindestens 1 bis 2 jahre. so lange nämlich, bis der letzte faden gezogen worden ist,

grüßle sabine
s_inne_d9818
Beiträge: < 10 - Forenrechte eingeschränkt
Posts: 3
Joined: 2021-02-01, 09:04
KC-Experience: z.B.: Erste Diagnose 1995, bei Augenarzt Dr. Frankenstein / Klinik Frankenstein's castle
z.B.: Erste Vernetzung: links, 2000, Hamburg, Klinik am Stadtrand
z.B.: Erste Transplantation: rechts, 2010, München, Klinik in der Mitte
Has thanked: 1 time

Re: KP am 02.07.2013 in Freiburg

Post by s_inne_d9818 »

JohannesTRUJILLO wrote: 2013-07-16, 17:08 Hallo Tanja,

schön, dass es hier auch Gleichgesinnte giebt :wink:

Meinst du, ob die Entscheidung durch die Polizeiärzte, bzw durch den Polizeiärztlichen Dienst getroffen wurde?
= Nicht im direkten Sinne.

Nachdem ich 2011 den Sehtest für den Führerschein der Dienstfahrzeuge nicht bestanden habe, musste ich meinem Polizeiarzt von der Krankheit berichten. Kurze Zeit später musste ich eine allg Prüfung meiner Diensttauglichkeit ablegen, da nun Zweifel bestanden. Dort natürlch durch den Sehtest gefallen...

Hab dann den Arzt von meinen bisherigen Mühen, meine Sehleistung zu verbessern, berichtet und ihn über eine mögliche OP aufgeklärt. Auch das ich dazu bereit sei. Aber immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass ich ohnehin keine andere Möglichkeit habe, als mich der OP zu unterziehen, oder den Job zu verlieren.

Da aber bei all den Gesprächen nie ein klares Ja oder Nein bzg der OP kam, hab ich es einfach für mich selbst entschieden.

Als dann der Anruf kam, es sei ein Transplantat da, habe ich es einfach ohne gemacht. Habe mir lediglich einen Überweisungsschein für das Krankenhaus gegeb lassen und bin los...

Naja, aber selbst wenn ich wieder wieder die erforderliche Sehleistung erreiche, wurde mir schon gesagt, dass auch die Möglichkeit bestehe, mich zu kündigen, da immer ein gewisses Risiko bestehe und das aus versicherungstechnischen Gründen problematisch werden könnte :?

Aber noch gebe ich mich natürlich nicht geschlagen, hoffe jetzt erstmal dass die Heilung weiter gut vorran läuft und ich mit Brille oder Linsen wieder einigermaßen sehen kann...

So würde ich dir das auch empfehlen. Mach einfach dein eigenes Ding. Wenn du dich für eine OP entschieden hast und es wirklich keine anderen Mittel mehr gibt, lass dich auf die Liste setzen und mache es einfach :wink:

Groß rein reden kann dir da glaub eh keiner...

Gruß Johannes
Hey Johannes,
Mich würde interessieren ob du noch in Polizeidienst bist und vor der Offenbarung der Krankheit schon BAL warst ….lg :))