Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: https://forum.keratokonus.de/viewtopic.php?t=6501

Transplantation 5.11.10, Uni-Klinik Homburg

Fubar81
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Transplantation 5.11.10, Uni-Klinik Homburg

Post by Fubar81 »

Hallo :-)

schon länger bin ich angemeldet hier im Forum, seit ich die Diagnose Keratokonus rechts (sehr stark) und links (im Anfang) vor ca. 1 1/2 Jahren bekam. Jetzt heute kann ich wieder melden- mit transplantierter Spenderhornhaut rechts. Seit Juni 2009 stand ich auf der Warteliste für eine Spenderhornhaut in der Uniklinik Homburg.
Ich habe ehrlich gesagt garnicht mehr richtig damit gerechnet, in absehbarer Zeit etwas von der Hornhaut-Datenbank zu hören. Aber dann vor ziemlich genau 2 Wochen: gerade bin ich beruflich in einer Umorientierung, kam vom Probearbeiten nachhause, guter Hoffnung in den nächsten Wochen die neue Stelle anzutreten. Besuchte meine Eltern: erster Kommentar: Hattest du dein Handy nicht an?? Die Hornhaut-Datenbank hat angerufen... ein passendes Organ sei da, morgen früh direkt anrufen. Das saß dann erst mal... klar weiß man theoretisch, dass es von heute auf morgen immer soweit sein kann, aber wenn es dann auf einmal wirklich soweit ist. Ich war zumindest erst mal etwas überrumpelt davon. Nach kurzem Hin- und Herüberlegen war aber schnell klar, dass ich die Transplantation nicht absage, auch wenn das für den neuen Job wahrscheinlich jetzt erst mal Warten oder eventuell Absage heißt.

Freitags direkt früh rief ich dann in der Augenklink in Homburg zurück, und wurde mit allen noch notwendigen Infos versorgt, was noch zu besorgen ist usw. Donnerstags darauf war die stationäre Aufnahme in der Klinik einschließlich der notwendigen Voruntersuchungen, Anästesie-Gespräch usw. Die Operation fand direkt bei Prof. Dr. Seitz, dem Chefarzt statt, der mich abschließend auch nochmal untersuchte. Irritierend fand ich an diesem Tag nur, dass ich gefühlte 20.000 mal gefragt wurde, welches Auge denn operiert wird, einschließlich Chefarzt selbst. Ich dacht mir dann manchmal schon... steht das nicht in den Unterlagen drin? Müsst ihr das nicht wissen? EIn bisschen verunsichernd wars schon. Aber ganz pragmatisch bekam man dann auch per Edding einen Punkt über das Auge an die Stirn gemacht, so sollte das dann eigentlich klar sein :-)
Das pflegerische Personal dort auf der Station, wo ich aufgenommen wurde, ist wirklich sehr sehr freundlich und super, und es half wenigstens ein bisschen, sich von dem Untersuchungsmarathon der letzten Tage zu erholen. Mit Tropfen, Blut abholen, Tabeletten usw. gings dann in die Nacht. Die Uhrzeit der OP wurd mir mit ca. 11 Uhr morgens angegeben.
Die Nacht vor der OP, Donnerstag auf Freitag, war dann aber schon trotz Beruhigungsmittel sehr unruhig, hab kaum geschlafen gekriegt. Und ich hab mir schon Gedanken gemacht: wer war wohl der Hornhaut-Spender, was ist ihm passiert ect. Zumindest mir fiel es dann schwer, solche Gedanken auszuschalten. Halbwegs wach und mit Kopfweh fing dann morgens das vermeintlich lange Warten an... aber schon kurz vor 9 hieß es dann überraschend: fertig machen, OP Hemd an usw., die "Egal-Tablette", und kurz nach 9 wurd ich dann in den OP-Bereich gebracht. Auch das OP-Team ist dort wirklich super. Noch kurz lag ich im Anästhesie-Bereich, und dank guter Anästesisten bald danach im Tiefschlaf :-)
Als nächstes weiß ich dann nur, wie sie mich wieder in mein Zimmer auf Station gelegt haben..."Jetzt schlafen Sie sich erst mal aus..", muss so gegen 11 gewesen sein. Dann eben das übliche langsam Wachwerden, leichter Husten durch dieses Beatmungszeugs... wie eben nach jeder Vollnarkose. Von meinem rechten Auge hab ich da eigentlich noch nicht viel gemerkt. Es fühlte sich sehr warm an, hat getränt, aber eigentlich keine Schmerzen. Verbunden war es mit so einem Augenschutz mit Löchern drin, also kein Vollverband. Ich konnt also "durchblinzeln", und das ging schon ganz gut und war vergleichsweise mit dem Vorzustand schon ganz vielversprechend. Der Resttag der OP war dann eben mit kurzen Ausnahmen Bettzeit, Blutproben, Tropfen usw. So viel weiß ich eben von diesem Tag nicht mehr.
Die erste Nacht nach der OP war unruhig. Weniger physisch als psyschisch. Schmerzen oder Beschwerden hatte ich keine, außer eben Tränen, Hitzegefühl im Auge ect. Aber ich hatte in der Nacht einen Traum von dem ich eben instinktiv weiß, dass ich den Trauergottesdienst von "meinem" Spender geträumt hab. Und ich bin dann auch kurz wach geworden und hab gemerkt, dass ich mit dem Finger an meiner Augenklappe war. Glücklicherweise saß sie gut und fest, aber das lief eben alles ziemlich unterbewusst.
Die folgenden 5 Tage bis zu meiner Entlassung mittwochs liefen relativ gleich ab. Eben ein strenger Zeitplan mit 5 mal täglich Tropfen (Nach dem Aufstehen, 9, 12, 15, 18), Blutnehmen, Tabletten nehmen zur Immunsystembehandlung, tägiche Visite usw. Nach wie vor hatte ich keine Beschwerden im Auge außer o.g., was normal ist. LInks hatte ich die ersten Tage auch noch keine Linse an, und im direkten Vergleich "beide ohne" war ich sehr positiv überrascht, was sich im Sehbild rechts im Vergleich zu vorher getan hat.
Montags hatte Prof. Dr. Seitz persönlich Visite und sagte schon, es sei alles gut gelaufen und würde sehr gut aussehen, ich könne dienstags oder mittwochs nachhause. Dienstags hieß es dann durch einen anderen, glaub Assistenzarzt in der Visite: Donnerstag oder Freitag. Mittwoch hieß es dann: ich kann nachhause. Also wurde ich entlassen mit Unterlagen für Hausarzt und Augenarzt, Medikamentplan und Startdosen für die ersten Tage. Gestern war ich das erste Mal beim Augenarzt, sieht wohl alles noch gut aus. Jetzt heißt es halt 6 Wochen Ausruhen, Schonen, Medikamente, jede Woche einmal zum Augenarzt und nach 6 Wochen nochmal zur Augenklinik in die ambulante Nachuntersuchung.

Die Uni-Klinik Homburg/ Augenklinik Prof. Dr. Seitz kann ich bis jetzt bedenkenlos empfehlen!! Es ist wohl durch die angeschlossene Lions-Hornhaut-Datenbank
im Südwest-Deutschland eine der besten Adressen und das merkt man schon. Klar muss man hier und da etwas Geduld mitbringen; in der Ambulanz ist immer viel los. Aber damit muss man rechnen, wenn man sich in so einer Sache an ein solches Zentrum wendet. Pfleger, Ärzte & co. sind alles sehr nett.

Soviel mal von mir... ich hoffe ich kann vlt. dem einen oder anderen damit weiter helfen, der vor einer Transplantation steht, bin auch gerne für Fragen zu haben.
Grüße,
Andreas