Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: viewtopic.php?t=6501

Allgemeine Fragen zur TLKP / Lamelläre Keratoplastik

Schwenn
-
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KC-Experience: Leider auf beiden Augen betroffen. Rechts ist der Keratokonus fortgeschrittener.
Keratoconus since: seit über 10 Jahren
Experience with eyeglasses / lenses: Kontaktlinsen vertrage ich leider nicht
Operationen: Am 01.03.2010 TLKP rechts

Allgemeine Fragen zur TLKP / Lamelläre Keratoplastik

Post by Schwenn »

Hallo zusammen!

Vielleicht erst einmal ein kurzer Einblick in meine Krankengeschichte:

Ich blicke jetzt schon länger auf die Diagnose Keratokonus zurück. Die Diagnose wurde bereits vor über 6 Jahren gestellt. Im ersten Schritt wurde versucht mir harte Keratokonus Kontaktlinsen anzupassen (vor 6 Jahren), der Versuch schlug nach etwa einem halben Jahr des Ausprobierens leider fehl. Ich vertrage die Kontaktlinsen nicht. Nach einer Tragezeit von ca. zwei Stunden sind beide Augen stark gerötet, teilweise war ein brennen zu spüren, so dass ich wieder auf meine "alte" Brille umgestiegen bin.

Jetzt kürzlich habe ich auf Anraten meines Augenarztes einen zweiten Versuch unternommen, mir formstabile Keratokunos Kontaktlinsen anpassen zu lassen. Diesmal hatte ich mit den Kontaktlinsen, insbesondere in dunklen Umgebungen, Schleier im Sichtfeld und habe teilweise doppelt gesehen. Außerdem waren die Augen auch nach einer kurzen Tragedauer wieder stark gerötet und schmerzten. Auch dieser Versuch wurde wieder wegen der Unverträglichkeit abgebrochen.

Mit Brille habe ich auf dem rechten Auge nur noch einen Visus von 10-20 % (je nach Tagesform). Allein mit dem rechten Auge kann ich z.B. die Schrift auf einem Monitor nicht mehr erkennen.

Mein Augenarzt hat mir nahegelegt für die Behandlung ein Cross Linking durchzuführen. Ich stehe dieser Behandlung jedoch sehr skeptisch gegenüber, denn die Vernetzung soll sehr schmerzhaft sein und darüber hinaus soll sich der Visus nicht verbessern. Ich persönlich habe nichts davon, dass mein Keratokonus auf dem rechten Augen stabilisert werden könnte, da die Sehleistung für mich aktuell schon nicht mehr sinnvoll ausreicht. Wenn ich darüber hinaus das linke Auge behandeln lassen würde, bin ich zumindest für eine gewisse Zeit quasi erblindet. Bei komplikationen wäre dies dann auch dauerhaft und ich somit berufsunfähig. Dieses Risiko ist mir hier viel zu hoch. Nach meinen Informationen kann auch nicht bestätigt werden, dass das Cross Linking den Keratokonus tatsächlich aufhalten kann. In einigen Patientenberichten wurde auch hier im Forum bereits nach wenigen Jahren ein Fortschreiten des Keratokonuses erwähnt.

Um einem Fortschreiten der Erkrankung auf dem linken Auge schon einmal vorzubeugen schaue ich mich derzeit nach (operativen) Lösungen für das schlechtere rechte Auge um. Ich habe derzeit die Angst ansonsten praktisch durch zwei schlechte Augen zu erblinden. Hierbei bin ich bei meiner Recherche auf die Behandlungsmethode bzw. Operation TLKP gestoßen und interessiere mich für diesen Eingriff (zunächst für das schlechtere rechte Auge). Insbesondere die erhöhte Verträglichkeit bzgl. des Spenderorgans und die Aussicht auf eine dauerhafte Korrektur des Keratokuns finde ich äußerst interessant.

Ich beschäftige mich also schon seit einiger Zeit mit den Operationsmöglichkeiten bei der Diagnose Keratokonus und stöber auch hier im Forum durch die verschiedenen Beitrage. Teilweise konnte ich gute Hinweise finden, jedoch bleiben doch einige Fragen offen:
  • 1. Wie lange erfolgt die Nachversorgung bei einem normalen Operationsverlauf durch Ihre Augenklinik und ab wann kann mein Augenarzt die Nachbehandlung übernehmen?
  • 2. Wie lange ist bei einem üblichen Verlauf der stationäre Aufenthalt in der Klinik nach dem Eingriff?
  • 3. Ist der Eingriff schmerzhaft und welche Zeitdauer ist für die Schmerzen üblich?
  • 4. Wielange bin ich auf Augentropfen angewiesen (Tage oder Wochen...)?
Da ich auch sehr viel beruflich unterwegs bin, auf mein Auto angewiesen bin, und darüber hinaus viel am Bildschirm arbeite auch noch ein paar weitere Fragen, die für mich auch sehr wichtig sind:
  • 5. Wie häufig muss ich die Augentropfen tagsüber nehmen, könnte störend beim Kunden sein...?
  • 6. Wie lange erfolgt üblicherweise eine Krankschreibung nach dem Eingriff für eine Bürotätigkeit am Bildschirm?
  • 7. Wie lange kann ich aufgrund der OP nicht mehr Auto fahren?
Ich hoffe, dass ich noch einige Ergänzungen zu den bereits guten und ausführlichen vorhandenen OP-Berichten als Antwort bekomme. Ich freue mich über jede Erfahrung hinsichtlich der TLKP bzw. Anregung zur Behandlung des Keratokonus!

Liebe Grüße,
Sven
Günter
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KC-Experience: - Ende 1978 Diagnose KC , mit 14 jahren
- Ende 1990 endgültiger zusammenbruch des rechten Auges, ca. 5% Sehfähigkeit
- April 1991 KP (Keratoplastik, Hornhauttransplantation) rechtes Auge in Heidelberg
- 1993 endgültiger Zusammenbruch des linken Auges, tragen von Linsen nicht mehr möglich, ca. 5% Sehfähigkeit (Visus)
- 1993 fast zur gleichen Zeit, rechtes Transplantiertes Auge wieder einsatzfähig, mit Linse ca. 80%
- Dezember 1995 KP linkes Auge in Jena
- 1997 linkes Transplantiertes Auge wieder einsatzfähig, mit Linse ca. 80%
- 2000 habe einen neuen Optiker, und klasse Linsen jetzt auf beiden Augen ca. 120%
- 2012 Abstoßungsreaktion auf dem linken Auge
- 2013 hohe Belastung für das rechte Auge, das Auge wird instabil. Rekeratokonus mit steigender Instabilität beider Augen
- 2015 März 2015 erneute KP links
- rechtes Auge wird mit Medikamenten einigermaßen stabil gehalten
- 2017 Mai, das linke Auge ist soweit stabil, das ich wieder eine
Kontaktlinse auf dem Auge tragen kann damit erreiche ich einen Visus
von ca. 1,0 (100%). Somit kann ich wieder auf beiden Augen vernünftig
sehen.
Keratoconus since: Ab dem Alter von 14 Jahren.
Experience with eyeglasses / lenses: Mit meinen harten Kontaktlinsen komme ich im großen Ganzen gut klar.

Ich trage sehr gut angepasste quartantenspezifische Kontaktlinsen, von FALCO. Mit diesen erreiche ich einen Visus von ca. 1,0 (100%) auf beiden Augen.

Die Tragezeit der Kontaktlinsen beträgt ca. 10 Stunden pro Tag.
Ohne Kontaktlinsen habe ich links einen Visus von ca. 0.05 (5%) und rechts < 0.05(5%).

Mit einer iScription Brille komme habe ich links ca. 0,3 (30%) und rechts 0,3 (30%).
Dir Brille hat die Werte:
R Spr. -2,75 Cyl -8,50 Achse 175
L Spr. +4,50 Cyl -3,75 Achse 131
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Re: Diverse Fragen zur TLKP - Welche Erfahrungen habt ihr?

Post by Günter »

Hallo Sven,
Schwenn wrote:1. Wie lange erfolgt die Nachversorgung bei einem normalen Operationsverlauf durch Ihre Augenklinik und ab wann kann mein Augenarzt die Nachbehandlung übernehmen?
Das hängt von der Klinik und deinem Augenarzt ab. Wann die Klinik die Behandlung abgeben möchte und ein Augenarzt es sich zutraut die zu übernehmen. Aus meiner Erfahrung würde ich sagen bleib solange bei der Klinik wie möglich.
Schwenn wrote:2. Wie lange ist bei einem üblichen Verlauf der stationäre Aufenthalt in der Klinik nach dem Eingriff?
Das ist ebenfalls sehr individuell. Das geht von Ambulant bis zu 2 Wochen. Frag bei der Klinik nach die das machen soll.
Schwenn wrote:3. Ist der Eingriff schmerzhaft und welche Zeitdauer ist für die Schmerzen üblich?
Der Eingriff ist Schmerzhaft. Wie lange die Schmerzen dauern ist auch sehr individuell.
Bei meiner 1. TP hatte ich ca. 1 Woche Schmerzen und war nach 14 Tagen wieder an der UNI.
Bei meiner 2 TP hatte ich 8 Wochen Schmerzen und war 10 Wochen Krank geschrieben.
Schwenn wrote:5. Wie häufig muss ich die Augentropfen tagsüber nehmen, könnte störend beim Kunden sein...?
Schwenn wrote:4. Wielange bin ich auf Augentropfen angewiesen (Tage oder Wochen...)?
Je nach Heilungsverlauf von so ca. 4 Wochen bis mehrere Jahre und von 1 mal Täglich bis ca. Stündlich oder nach bedarf.
Ob das störend beim Kunden ist musst Du entscheiden.
Schwenn wrote:6. Wie lange erfolgt üblicherweise eine Krankschreibung nach dem Eingriff für eine Bürotätigkeit am Bildschirm?
Auch das ist sehr Individuell, du kannst Glück habe und bist nach 2 Wochen wieder Arbeitsfähig. Aber Du solltest dir genügend Zeit lassen damit sich das Auto erholen kann.
Schwenn wrote:7. Wie lange kann ich aufgrund der OP nicht mehr Auto fahren?
Das ist auch sehr individuell, das kommt darauf an wie sich dein Sehfähigkeit entwickelt.


Anhand deiner Fragen kann ich mir vorstellen, was Du von einer TP erwartest.
Meine Antworten dürften etwas ernüchternd gewesen sein und ich gehe noch weiter.

Bei ca. 80% (eine Schätzung, genaue Zahlen gibt es nicht) aller Transplantierten sind nach dem Heilungsprozess harte Kontaktlinsen notwendig um über einen Visus von 0.6 zu kommen.

Es kann bis zu 2 Jahre dauern bis ein operiertes Auge wieder einsatzfähig ist. Das ist nicht ungewöhnlich. Der Heilungsprozess ist erst nach ca. 2 Jahren abgeschlossen, und oft lassen sich erst dann vernünftig Kontaktlinsen Anpassen.

Das muss alles nicht so sein, aber das oben beschriebene entspricht noch durchaus einem normalen Heilungsverlauf nach einer TP - und wenn man sich auf eine TP einlässt (wenn man noch die Wahl hat dazu) muss man damit rechnen das es so verlaufen kann.
Gruß Günter
Schwenn
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Re: Diverse Fragen zur TLKP - Welche Erfahrungen habt ihr?

Post by Schwenn »

Hallo Günter,

vielen Dank für Deine Antworten, obwohl Du mir nun doch wieder etwas den Mut genommen hast.

Auf die Anpassung von harten Kontaktlinsen kann ich verzichten, dass muss ich nicht noch einmal ausprobieren. Ich denke auch nicht, dass die TLKP etwas an der Verträglichkeit der Kontaktlinsen ändert.

Gibt es denn Erfahrungen über den Erfolg einer TLKP mit anschließender Korrektur mit einer Brille? Ich bin bisher davon ausgegangen, dass ich mit Brille den Visus wieder auf 0,6 bis 0,7 steigern kann, und dass die Wahrscheinlichkeit hierzu auch relativ hoch ist, da die Komplikationen einer normalen PKP stark reduziert werden.

Auch war meine Info, dass eine TLKP wesentlich besser verheilt und die Fäden bereits nach 6 Monaten entfernt werden können (im Gegensatz zu einer PKP erst nach ca. 12 Monaten).

Gibt es evtl. noch weitere Erfahrungen?

Gruß,
Sven
wmmw
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KC-Experience: Diagnose 1988 - beide Augen - dann KK-Linsen - immer wieder mit Problemen - dann > erste Transplantation 01/1990 links, zweite Transplantation rechts 01/1991, Danach einige Versuche mit Kontaktlinsen - leider fehlgeschlagen - danach Brille - Visus immer so um die 60 - 80 % - links und rechts. (zwischendurch auch mal nur an die 40% - siehe Bericht)
Seit etwa 2002 erhebliche Verschlechterung des rechten Auges - Diagnose > transplantierte Hornhaut hat sich "bei 9 Uhr" gelöst > abgehoben > Ursache ??? > am wahrscheinlichsten lt. Augenarzt eine körperliche Überanstrengeng. Dies hatte zur Folge, dass im Jänner 2007 eine re.Transplantation rechts gemacht wurde.
Alle drei Transplantationen sind eigentlich "super verlaufen".
Visus jetzt 02/2008 mit Brille bei 80% bivokal (60% links, 80% rechts)
Update: 03.2012 mit Brille re. 100% li. 60%
0382021 Visus links 35%, rechts 100% mit Gleitsichtbrille
04/2021 Abstoßung Hornhaut links - Update 11.2024 - Abstoßung Hornhaut war eine Fehldiagnose - war eine Herpesinfektion - alles wider OK - Viseus RA 100%, LA 40%
Keratoconus since: KK seit dem 22. Lebensjahr (Diagnose). mit 20 beim Bundesheer war noch alles OK. Danach "schleichende Verschlechterung". KK wurde von meinem Doc aber sofort erkannt. Lag wohl auch daran, dass in diesen zwei Jahren der Schub extrem gewesen sein muss. Obscan etc. war damals "noch nicht bekannt" - war schon mit der Spaltlampe zu erkennen.
Experience with eyeglasses / lenses: KL unmöglich - immer Riesenprobleme. Mit Brille immer so um die 60 bis 80% - zwischenzeitlich natürlich auch weit weniger, immer wieder Änderung spez. von Astigmatismus und Achse. Brille im Durchschnitt alle 18 Monate neu.
Operationen: 1990 Keratoplastik links, 1991 Keratoplastik rechts, 2007 Rekeratoplastik rechts.NEU - 10.2015 - meine linke Hornhaut ist wieder in Bewegung geraten (Kegelbildung)
Mögliche Ursachen: Keine Ahnung warum. Das wahrscheinliste ist das "Augenreiben" im Kindesalter. War total lustig sich die Augen zu reiben und danach die visuellen Effekte zu genießen.
Ich über mich: verheiratet, 2 Kinder
Berufserfahrung Behandlung Keraokonus: immer wieder leichte probleme da ich ca. 6 Stunden/Tag vor dem Bildschirm verbringe - hab es aber immer noch mit Hilfe meines Optikers geschafft, dass ich "normal" arbeiten kann.
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Re: Diverse Fragen zur TLKP - Welche Erfahrungen habt ihr?

Post by wmmw »

Hallo Sven

um nicht Alles nochmal schreiben zu müssen > siehe > viewtopic.php?f=114&t=2191

lg Walter
ich liebe das Leben - auch mit KERATOKONUS !!!
Günter
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Kontaktlinse auf dem Auge tragen kann damit erreiche ich einen Visus
von ca. 1,0 (100%). Somit kann ich wieder auf beiden Augen vernünftig
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Ich trage sehr gut angepasste quartantenspezifische Kontaktlinsen, von FALCO. Mit diesen erreiche ich einen Visus von ca. 1,0 (100%) auf beiden Augen.

Die Tragezeit der Kontaktlinsen beträgt ca. 10 Stunden pro Tag.
Ohne Kontaktlinsen habe ich links einen Visus von ca. 0.05 (5%) und rechts < 0.05(5%).

Mit einer iScription Brille komme habe ich links ca. 0,3 (30%) und rechts 0,3 (30%).
Dir Brille hat die Werte:
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Re: Diverse Fragen zur TLKP - Welche Erfahrungen habt ihr?

Post by Günter »

Hallo Sven,

wieso den Mut genommen?
Entschuldige wenn ich so pragmatisch bin.
Aber wenn Du für die Entscheidung zur Transplantation noch Mut brauchst ist es noch zu früh für dich.

Bei mir stellte sich die Frage nicht, ich hatte die Wahl mit dem betroffenen Auge nichts mehr zu sehen (Visus < 0.05) oder Transplantation mit der Chance danach wieder einigermaßen vernünftig zu sehen. Dazu habe ich keinen Mut mehr gebraucht es war eher pure Verzweiflung und Hoffnung auf Besserung. Klar es bleibt bei jeder Operation das mulmige Gefühl im Bauch.......

Eine Transplantation ist immer schwer und sollte die letzte Möglichkeit sein, wenn vorher alles abgeklärt ist.
Ein TP aus der Laune heraus ich mag nicht mehr und es muss besser werden funktioniert hier leider selten.

Und nun setzte ich noch eins drauf, bei einer TLKP sind die Ergebnisse beim Visus normalerweise schlechter als bei eine reinen TP, weil die TLKP um einiges komplizierter durchzuführen ist als eine TP. Aber eine TLKP hält länger und ist besser verträglich für das Auge.
So, und das darf man dann abwägen - und die Ärzte helfen einem dabei nicht wirklich.
Gruß Günter
Schwenn
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TLKP, aber wo?

Post by Schwenn »

Hallo zusammen,

ich habe jetzt mit mehreren Augenärzten meinen leider fortgeschrittenen Keratokonus besprochen und es besteht Einstimmig die Meinung, dass eine Keratoplastik an meinem rechten Auge erforderlich ist Visus zwischen 0,1 und 0,2 (Astigmatismus von 9,75 Dptr.).

Ich habe mich mit den OP-Methoden ein wenig vertraut gemacht und halte eine TLKP am sinnvollsten, da die eigene Endothelschicht erhalten bleiben kann und die Chance besteht, dass das Transplantat ein Leben lang hält. Die immer wieder diskutierten schlechteren Ergebnisse einer TLKP gegenüber einer PKP hier im Forum halte ich nicht für wahrscheinlich. Hierzu gibt es ja für einen Zeitraum von 5 Jahren mittlerweile auch nachhaltige klinische Studien. Viele Augenkliniken weisen ja auch bereits darauf hin, dass eine TLKP einer PKP vorzuziehen ist.

Meine erste Vorbesprechung und Voruntersuchung bzgl. der OP habe ich jetzt nächste Woche, hoffentlich ist eine TLKP überhaupt möglich.

Hinsichtlich der Durchführung bin ich mir allerdings nicht ganz so sicher, welche Klinik ich auswählen soll. Mein Augenarzt empfiehlt mir nach München zu gehen. Hier im Forum lese ich mehr von der Augenklinik aus Bochum. Auch in Homburg/Saar gibt es anscheinend auch noch eine Klinik, welche die TLKP durchführt.

Welche Klinik ist für diese Methode nun zu empfehlen? Einige OP-Berichte sind ja im Forum, aber leider doch sehr wenige. Die Berichte habe ich mir alle durchgelesen und tendiere momentan für die Durchführung an der Augenklinik in Bochum.

Schön ist, dass mein Augenarzt mir die Entscheidung freigestellt hat und auch in jedem Fall die Nachversorgung durchführen kann und wird.

Ich würde mich freuen, wenn ich hier aus dem Forum noch einige Eindrücke und Meinungen zu den Augenkliniken bekommen könnte.

Schöne Grüße,
Sven
5ven
-
Posts: 85
Joined: 2005-04-14, 11:21
KC-Experience: Der Keratoconus wurde bei mir (offiziell) mit 17 entdeckt (1998). Mit 15 hatte ich -glaub ich- eine Brille bekommen. Mit ungefähr 17 dann harte Kontaktlinsen.
2001 verschlechterte sich meine Sicht dann innerhalb eines halben Jahres von 40% auf unter 15% auf dem rechten Auge. 2002 perforierende KP (nur rechts) bei Prof. Neuhann. Nach fast zwei Jahren konnt ich dann mit Brille wieder 100% sehen. zur Zeit: Rechts 90% mit Brille. Links mit Brille 60%, mit harten Kontaktlinsen wären 100% möglich, aber leider vertrage ich die trotz supertollen neuen Linsen trotz 3 Monaten Versuchszeit max. 2h und das geht beruflich nicht.
Begeiterscheinungen: Allergien

Re: TLKP, aber wo?

Post by 5ven »

Hallo Sven,

München wäre Neuhann, oder?
Gute Empfehlung Deines Arztes.

Seitz soll auch noch sehr gut sein, kenn ich leider nicht persönlich.
Krummeich gibts auch viel positives.
Freiburg (Reinhard) hat auch einen guten Ruf. Ist aber im Forum nicht so präsent, glaub ich.
Wichtig ist der Arzt nicht die Klinik! Ich würde mir selber ein Bild (von Arzt/Operateur und Klinik) machen und hinfahren, kostet zwar Zeit aber die Entscheidung ist ja doch sehr wichtig.

Viele Grüße,
Sven
sterny74
-
Posts: 19
Joined: 2009-12-16, 19:55
KC-Experience: Keratokonus-Patient mit ca. -6 Dioptrin je Auge

Lamellierende keratoplastik / TKLP

Post by sterny74 »

hallo,
so wie`s aussieht, komme aufgrund der zu dünnen hornhaut bei mir nur eine tief lamellierende keratoplastik in Frage, der AA meinte, dazu wird ein Stück hornhaut auf die vorhandene Hornhaut auf"geplfanzt".
Hat hier jemand Erfahrung ? Wird dies unter lokaler Narkose gemacht oder gibts dazu auch die Möglichkeit der vollnarkose ?
Ich hab panische Angst davor und würd mit sicherheit zusammenklappen, allein beim Gedanken daran wird mir schon schlecht.
Würde also eine Vollnarkose deutlich vorziehen, sogar zt. selber zahlen, wenn das geht.

PS. wie sind hier die Erfolgsaussichten. Je eine Chance, ohne Brille zu leben ?

Deichkind
sabine s.
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Joined: 2005-05-30, 11:25
KC-Experience: 4x transplantiert, 3x an einem auge, immunsuppression wegen ständiger transplantatabstoßungen, glaukom bereits mehrmals operiert, beginnender katarakt an beiden augen. visus mit brille um die 35%. Kontaklinsenunverträglichkeit .
augen-op´s insges. 13x. bin bei prof. th. neuhann in behandlung.
5. transpl. steht in den starlöchern.??? mehr oder weniger. das 5. transplantat war bereits am anfang märz 08 gefunden worden. 2 h später, anruf vom Prof. er könne es nicht nehmen. jetzt muß ich also weiter warten.
nävus auf der netzhaut inoperabel, tumor in der orbita nähe des sehnerves.
visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird.
Experience with eyeglasses / lenses: Sehr schnell wurden mir harte KC-Linsen angepaßt, die sich aber andauernd veränderten, so, daß der Anpasser gar nciht mehr nachgekommen ist.
Operationen: 1999 wurde die erste Keratoplastik gemacht. s.o. bei und von Prof. Thomas Neuhann. Alle anderen Keratoplastiken (mit wachsendem Vergnügen, ebenfalls vom Prof. Neuhann der sich absolut rührend um mich kümmert. Div. Trabekulektomien, Div. Cortisonspülungen....................alles zwar Operationen, aber immer irgendwie im Vorbeigehen.
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Re: lamellierende keratoplastik?

Post by sabine s. »

hallo
zu lamellären oder auch lamellierenden keratoplastik wirst du hier einiges finden, mußt nur im feld "suche" ganz oben rechts diesen begriff eingeben.
zur narkose kann ich dir nur empfehlen, es mit lokalanästhesie zu machen, das ist GARANTIERT schmerzlos..........eine vollnarkose kommt "mit kanonen auf spatzen schießen" gleich.
vollnarkose ist für den organismus sehr belastend, es KANN zu zwischenfällen kommen und dieses risiko ist bei lokalanästhesie ja nicht gegeben.
du kannst vorher dennoch auf wunsch ein beruhigungsmittel bekommen, da bist dann eh vollkommen entspannt und alles ist dir wurschd.außerdem hast du dann gelegenheit mit dem operateur zu plaudern und ihm fragen zu stellen ect. pp.
hinterher bist fit während du nach vollnarkose noch ne zeitlang vor dich hin dümpelst (mir wirds z.b. nach vollnarkose......ich hatte schon 14 hüft-op's.......grundsätzlich fürchterlich übel und das ist nicht schön).
ansonsten ist jede op am/im auge nicht so schlimm, wie man sich das immer so vorstellt.

grüßle
sabine
Seikilos
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KC-Experience: Ich habe seit ich 14 bin auf dem rechten Auge einen Keratokonus und vor ca. 1 Monat wurde auch links ein KK festgestellt.

Re: TLKP, aber wo?

Post by Seikilos »

Hi!
Ich habe in münchen ein crosslinking machen lassen und war letztes jahr da zur vorbereitung auf KP.
Hat alles einen guten eindruck gemacht. Transplantiert worden bin ich zwar noch nich aber die Beratung war sehr gut.

Habe auch gelesen das du ein crosslinking nicht willst.
Meine erfahrungen sind super 2-3 tage juckt das auge aber extreme schmerzen hatte ich nich!
Am tag der op mit viel schmerzmittel, danach immer weniger. Nach drei tagen gar keine mehr!
apfelschorle666
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KC-Experience: Noch keine wirklichen Erfahrungen, habe gerade erst die Diagnose erhalten...

TKLP schon durchführen oder abwarten?

Post by apfelschorle666 »

Hallo an alle,


bei mir würde diesen Mittwoch ein beidäugiger Keratokonus diagnostiziert, war daraufhin sofort beim Optiker, der mir Kontaklinsen eingesetzt hat. Visus links 0,6 rechts noch 0,8. Mit den Linsen habe ich links 1,0 und rechts 1,2 erreicht.

Ich hatte auch direkt einen Termin bei Dr.Krumeich in Bochum. Bei ihm kam raus, dass ich mich beim rechten Auge schon in Stadium 3 befinde, die Hornhautdicke liegt jedoch überall über 500um. Auf dem rechten Auge ist es Stadium 2, dicke auf noch ausreichend.

Jetzt kam die Frage wie man weiterverfahren sollte. Herr Dr.Krumeich hat rechts aufjedenfall eine cirkuläre Keratotomie vorgesehen. Werde ich auch machen lassen, denke ich.
Links ist jetzt jedenfalls die große Frage was zu tun ist. Er meinte man könnte ne CK versuchen, erfolg nicht garantiert oder eine tiefen lamelläre Keratoplastik durchführen. Ich würde mich für letzteres entscheiden.

Nun habe ich aber wieder totale Bedenken, weil ich ja mit Kontaktlinsen rechts noch 100% schaffe. Würde ich eine TLKP durchführen lassen, könnte man erwarten das ich mit KL wieder auf 100% kommen kann? Oder ist das utopisch?

Irgendwie empfinde ich die TKLP noch als zu großen Eingriff. Würde am liebsten eine OP durchführen lassen, wie CK oder Crosslinking.

Für Dortmund habe ich allerdings erst einen Termin am 14.6 gekriegt! Viel zu spät...

Ich weiß einfach nicht weiter, daher wollte ich mal rumfragen was ihr mir empfehlen könntet...
sabine s.
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augen-op´s insges. 13x. bin bei prof. th. neuhann in behandlung.
5. transpl. steht in den starlöchern.??? mehr oder weniger. das 5. transplantat war bereits am anfang märz 08 gefunden worden. 2 h später, anruf vom Prof. er könne es nicht nehmen. jetzt muß ich also weiter warten.
nävus auf der netzhaut inoperabel, tumor in der orbita nähe des sehnerves.
visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird.
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Re: TKLP schon durchführen oder abwarten?

Post by sabine s. »

hallo,

also, ein termin 14.6. is nicht zu spät. soooo schnell verändert sich da nichts, und 6 wochen wartezeit ist leider üblich.
wenn du noch mit linsen so gut siehst, würde ich erst mal nichts machen lassen, denn KEIN eingriff im auge, an der hornhaut ist immer noch das beste, so lange man anderweitig noch gut sieht.
mehr als eine vernetzung würde ich mir in deinem stadium nich antun, denn jeder hornhauteingriff birgt ein risiko.
lamelläre kp kannst immer noch machen lassen, wenns mit linsen nicht mehr geht. evtl. käme noch eine vernetzung in frage........so, meine meinung.
grüßle
sabine
apfelschorle666
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KC-Experience: Noch keine wirklichen Erfahrungen, habe gerade erst die Diagnose erhalten...

Re: TKLP schon durchführen oder abwarten?

Post by apfelschorle666 »

Vernetzung wäre dann crosslinking?
Würde crosslinking denn links noch funktionieren? Meine Hornhautdicke scheint noch sehr gut zu sein. über 500um...

Herr Dr.Krumeich meinte das für das linke Auge (Stadium 3) vllt sogar noch CK funktionieren könnte, weil halt die Dicke noch ordentlich ist. Aber einen Erfolg könnte er nicht garantieren.

Ich habe mir jetzt schon mehrere Sachen über die cirkuläre Kerakotomie im Forum durchgelesen, aber irgendwie gibts da nicht so viel wirkliche endgültige Ergebnisse.

Herr Dr. Krumeich sagte das das Verfahren durch ihn bei 300 Patienten angewendet wurde. 90% hätten den Konus stabilisieren können und 50% sogar den Visus verbessern.

Ich würde dann dazu tendieren, die beiden Augen mit dem CK Verfahren zu behandeln. Versuchen kann man es ja.
Oder vllt das Crosslinking Verfahren, da weiß ich halt nicht, ob es noch geht...

Das schlimme empfinde ich im moment die Angst davor das es so rapide schlechter werden könnte. Wenn es so bleibt wie es jetzt ist, wäre in Ordnung. Ich kann ohne Hilfe annehmbar gucken, lesen wird halt schwer. und mit kontaktlinsen is es ja wie in einer anderen Welt.

Aber jeder sagt was anderes und auch im endeffekt nichts konkretes. Ich will jetzt nicht die falsche Entscheidung treffen und dann mein ganzes Leben mit der konsequenz leben müssen, das sie falsch war.
sabine s.
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KC-Experience: 4x transplantiert, 3x an einem auge, immunsuppression wegen ständiger transplantatabstoßungen, glaukom bereits mehrmals operiert, beginnender katarakt an beiden augen. visus mit brille um die 35%. Kontaklinsenunverträglichkeit .
augen-op´s insges. 13x. bin bei prof. th. neuhann in behandlung.
5. transpl. steht in den starlöchern.??? mehr oder weniger. das 5. transplantat war bereits am anfang märz 08 gefunden worden. 2 h später, anruf vom Prof. er könne es nicht nehmen. jetzt muß ich also weiter warten.
nävus auf der netzhaut inoperabel, tumor in der orbita nähe des sehnerves.
visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird.
Experience with eyeglasses / lenses: Sehr schnell wurden mir harte KC-Linsen angepaßt, die sich aber andauernd veränderten, so, daß der Anpasser gar nciht mehr nachgekommen ist.
Operationen: 1999 wurde die erste Keratoplastik gemacht. s.o. bei und von Prof. Thomas Neuhann. Alle anderen Keratoplastiken (mit wachsendem Vergnügen, ebenfalls vom Prof. Neuhann der sich absolut rührend um mich kümmert. Div. Trabekulektomien, Div. Cortisonspülungen....................alles zwar Operationen, aber immer irgendwie im Vorbeigehen.
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Re: TKLP schon durchführen oder abwarten?

Post by sabine s. »

hallo,
wenn ich richtig gelesen habe, hast du links ohne linse einen visus von 0.6 ?!
das ist eh sehr viel. (zum vergleich: ich habe auf meinem besseren auge MIT brille, linse geht und darf ich nicht, einen visus von 40% maximal, wenn ich gut drauf bin)
bei einem crosslink, wird das stadium quasi "eingefroren". d.h. der kc schreitet nicht voran, also bleibt der visus da, wo er ist, bzw. kann sich sogar manchmal auch noch verbessern. (siehe unsere unfrage im forum über "crosslinking".
deine hornhaut ist dick genug, warum sollte dann eine vernetzung nicht möglich sein??

grüßle
sabine
apfelschorle666
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Re: TKLP schon durchführen oder abwarten?

Post by apfelschorle666 »

Hi,


danke für deine schnelle Hilfe und Antworten! Das Forum ist sehr gut um sich ein wenig einzulesen und gedanken zu machen!

Ich weiß halt erst seit letzter Woche sicher das es ein Keratokonus ist. Stadium 3 hat mich natürlich erstmal umgehaun. Der Astigmatismus ist halt links schon sehr stark. Die Hornhautdicke allerdings noch sehr gut!

Richtig mit dem linken schaffe ich maximal 0,6. War am Mittwoch bei nem Kontaktlinsenspezialisten, der hat mich mit Linse auf 100% gebracht. Der absolute Hammer!

Ich werde die TKLP dann erstmal wieder absagen, und Crosslinking oder CK versuchen. Laut Herrn Dr. Krumeich kann man das ja noch probieren.
dalton
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TLKP, Praxis Prof. Neuhann

Post by dalton »

Hallo zusammen,

gehöre seit einigen Wochen auch zu den KK-Patienten und möchte mich auf diesem Weg schon mal für dieses Forum bedanken, da viele meiner anfänglichen Fragen beantwortet werden konnten.

Nun zu meinen noch z.T. ungeklärten Fragen:

1) Meine linkes Auge befindet sich leider schon in einem recht fortgeschrittenen Stadium (auch wenn ich korrigiert gerade noch "ausreichend" sehe), d.h. alles andere als eine KP kommt als Therapieoption zukünftig eher nicht in Frage. Aufgrund der vielfach genannten Vorteile, würde ich mich wahrscheinlich für eine TLKP entscheiden. Nachdem ich sehr viel gelesen habe, ist mir aber nach wie vor unklar, ob man für eine TLKP die Operation nicht zu lange hinauszögern sollte (Stichwort: Endothelzellen), oder ob eine TLKP auch in einem äußerst fortgeschrittenen Stadium durchgeführt werden kann.

2) Da ich aus dem Raum München komme, habe ich mir nun einen Termin in der Praxis von Prof. Neuhann besorgt (leider erst Anfang Juli). Meine Frage ist (v.a. an die, die dort operiert worden sind) ob die KP immer Prof. Neuhann operiert, oder ob sich seine Patienten auf Privatpatienten und Selbstzahler beschränken. Falls letzteres würde mich auch interessieren, ob jemand KP-Erfahrungen mit anderen Operateuren aus der Praxis Prof. Neuhann hat, da der gute Ruf von Prof. Neuhann evtl. nur abfärbt und man dann als Kassenpatient woanders besser aufgehoben wäre.

Ich freue mich auf eure Antworten.

Gruß
Stefan
sabine s.
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5. transpl. steht in den starlöchern.??? mehr oder weniger. das 5. transplantat war bereits am anfang märz 08 gefunden worden. 2 h später, anruf vom Prof. er könne es nicht nehmen. jetzt muß ich also weiter warten.
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visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird.
Experience with eyeglasses / lenses: Sehr schnell wurden mir harte KC-Linsen angepaßt, die sich aber andauernd veränderten, so, daß der Anpasser gar nciht mehr nachgekommen ist.
Operationen: 1999 wurde die erste Keratoplastik gemacht. s.o. bei und von Prof. Thomas Neuhann. Alle anderen Keratoplastiken (mit wachsendem Vergnügen, ebenfalls vom Prof. Neuhann der sich absolut rührend um mich kümmert. Div. Trabekulektomien, Div. Cortisonspülungen....................alles zwar Operationen, aber immer irgendwie im Vorbeigehen.
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Re: TLKP, Praxis Prof. Neuhann

Post by sabine s. »

hallo,

ich bin seit 1998 beim prof. neuhann. 4x transplantiert, kassenpatientin.....er hat mich immer selbst operiert. wie es bei lamellären kp ist weiß ich nicht. die ärzte , die bei ihm operieren sind "erste sahne" würd ich mal sagen. ob er alleine alle op's machen kann, das wage ich zu bezweifeln. du kannst ihn aber darauf ansprechen wer jetzt operiert, es wird dir auf jeden fall vorher gesagt.
ich bin 13x operiert worden und ich kenne die praxis und die ärzte recht gut.........du bist da gut aufgehoben, egal, wer operiert.

grüßle
sabine
sterny74
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Lamellierende Keratoplastik - was sehe ich ?

Post by sterny74 »

hallo ihr,
nachdem ich mit meinen Kontaktlinsen nicht zurechtkomme, wird es wohl auf eine lamlellierende Keratoplastik hinauslaufen.
Frage: Wie lange falle ich aus, bzw. wie ist der Verlauf nach der op ?
Was mich am meisten bewegt: ich kann mir eine OP am Auge nicht vorstellen, bzw. habe Angst davor.
Wie wird denn - voraussichtlich - das sehen sein, wenn der Verband weggkommt und ich das erste mal sehen kann ? sehe ich verschwommen ? ist mein Blickfeld eingeengt ? sehe ich Übergänge an den "nähten" ? Hilfe hilfe

robin
sabine s.
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5. transpl. steht in den starlöchern.??? mehr oder weniger. das 5. transplantat war bereits am anfang märz 08 gefunden worden. 2 h später, anruf vom Prof. er könne es nicht nehmen. jetzt muß ich also weiter warten.
nävus auf der netzhaut inoperabel, tumor in der orbita nähe des sehnerves.
visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird.
Experience with eyeglasses / lenses: Sehr schnell wurden mir harte KC-Linsen angepaßt, die sich aber andauernd veränderten, so, daß der Anpasser gar nciht mehr nachgekommen ist.
Operationen: 1999 wurde die erste Keratoplastik gemacht. s.o. bei und von Prof. Thomas Neuhann. Alle anderen Keratoplastiken (mit wachsendem Vergnügen, ebenfalls vom Prof. Neuhann der sich absolut rührend um mich kümmert. Div. Trabekulektomien, Div. Cortisonspülungen....................alles zwar Operationen, aber immer irgendwie im Vorbeigehen.
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Re: Lamellierende Keratoplastik - was sehe ich ?

Post by sabine s. »

hallo robin,
wenn du genau diesen begriff in die suchfunktion (oben rechts neben der lupe) eingibst, erhältst du auskunft über die eher seltene methode der lammelären keratoplastik.
du wirst die ersten paar tage sicher so gut wie kaum was sehen . der verband kommt in der regel nach 1-2 tagen weg. schmerzen werden in der regel weder sehr stark noch lange andauern. "übergänge" sieht man, wenn überhaupt, nur sehr kurzfristig.
wie lang du krank geschrieben wirst, hängt vom arzt und auch von deinem job ab. autofahren geht, sofern du mit deinem anderen auge genug sehen kannst.
alles in allem ist es kein wirklich schlimmer eingriff. brauchst keine angst davor zu haben.
ich drück dir die daumen und wünsche alles gute!!!! wo wirst das machen lassen???
grüßle
sabine
sterny74
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Re: Allgemeine Fragen zur TLKP / Lamelläre Keratoplastik

Post by sterny74 »

hi Sabine,

danke für die Info. Habs mit der Suchfunktion probiert, aber da gibts ja mittlerweile tausende Einträge und auch viele komplett unterschiedlich.
Wirklich schwer, da was passendes für einem selber zu finden.
Nun, mein Augenarzt meinte, ich solls weiter mit CL versuchen, aber ich krieg die Dinger nicht rien, vollkommen unmöglich. Dann bin ich bei Dr. Krumeich in Bochum gewesen, er wollte mich ne Epikeratophakie machen lassen. Haber aber von vielen Stellen (auch mein Augenarzt) gehört, daß dieses Verfahren wohl recht wenig Aussicht auf Erfolg hat und zudem selbst gezahlt werden muß.
Nun, jetzt wurde ich nochmals nach Freiburg überwiesen (war ich im März schonmal), mal sehen, was sie jetzt sagen.
Da meine Hornhaut stellenweise aber recht dünn ist (z.t. 322 ) kommt ein Crosslinking nicht in Frage.
Naja, mal sehen, was Freiburg sagt...

Robin