Vielleicht erst einmal ein kurzer Einblick in meine Krankengeschichte:
Ich blicke jetzt schon länger auf die Diagnose Keratokonus zurück. Die Diagnose wurde bereits vor über 6 Jahren gestellt. Im ersten Schritt wurde versucht mir harte Keratokonus Kontaktlinsen anzupassen (vor 6 Jahren), der Versuch schlug nach etwa einem halben Jahr des Ausprobierens leider fehl. Ich vertrage die Kontaktlinsen nicht. Nach einer Tragezeit von ca. zwei Stunden sind beide Augen stark gerötet, teilweise war ein brennen zu spüren, so dass ich wieder auf meine "alte" Brille umgestiegen bin.
Jetzt kürzlich habe ich auf Anraten meines Augenarztes einen zweiten Versuch unternommen, mir formstabile Keratokunos Kontaktlinsen anpassen zu lassen. Diesmal hatte ich mit den Kontaktlinsen, insbesondere in dunklen Umgebungen, Schleier im Sichtfeld und habe teilweise doppelt gesehen. Außerdem waren die Augen auch nach einer kurzen Tragedauer wieder stark gerötet und schmerzten. Auch dieser Versuch wurde wieder wegen der Unverträglichkeit abgebrochen.
Mit Brille habe ich auf dem rechten Auge nur noch einen Visus von 10-20 % (je nach Tagesform). Allein mit dem rechten Auge kann ich z.B. die Schrift auf einem Monitor nicht mehr erkennen.
Mein Augenarzt hat mir nahegelegt für die Behandlung ein Cross Linking durchzuführen. Ich stehe dieser Behandlung jedoch sehr skeptisch gegenüber, denn die Vernetzung soll sehr schmerzhaft sein und darüber hinaus soll sich der Visus nicht verbessern. Ich persönlich habe nichts davon, dass mein Keratokonus auf dem rechten Augen stabilisert werden könnte, da die Sehleistung für mich aktuell schon nicht mehr sinnvoll ausreicht. Wenn ich darüber hinaus das linke Auge behandeln lassen würde, bin ich zumindest für eine gewisse Zeit quasi erblindet. Bei komplikationen wäre dies dann auch dauerhaft und ich somit berufsunfähig. Dieses Risiko ist mir hier viel zu hoch. Nach meinen Informationen kann auch nicht bestätigt werden, dass das Cross Linking den Keratokonus tatsächlich aufhalten kann. In einigen Patientenberichten wurde auch hier im Forum bereits nach wenigen Jahren ein Fortschreiten des Keratokonuses erwähnt.
Um einem Fortschreiten der Erkrankung auf dem linken Auge schon einmal vorzubeugen schaue ich mich derzeit nach (operativen) Lösungen für das schlechtere rechte Auge um. Ich habe derzeit die Angst ansonsten praktisch durch zwei schlechte Augen zu erblinden. Hierbei bin ich bei meiner Recherche auf die Behandlungsmethode bzw. Operation TLKP gestoßen und interessiere mich für diesen Eingriff (zunächst für das schlechtere rechte Auge). Insbesondere die erhöhte Verträglichkeit bzgl. des Spenderorgans und die Aussicht auf eine dauerhafte Korrektur des Keratokuns finde ich äußerst interessant.
Ich beschäftige mich also schon seit einiger Zeit mit den Operationsmöglichkeiten bei der Diagnose Keratokonus und stöber auch hier im Forum durch die verschiedenen Beitrage. Teilweise konnte ich gute Hinweise finden, jedoch bleiben doch einige Fragen offen:
- 1. Wie lange erfolgt die Nachversorgung bei einem normalen Operationsverlauf durch Ihre Augenklinik und ab wann kann mein Augenarzt die Nachbehandlung übernehmen?
- 2. Wie lange ist bei einem üblichen Verlauf der stationäre Aufenthalt in der Klinik nach dem Eingriff?
- 3. Ist der Eingriff schmerzhaft und welche Zeitdauer ist für die Schmerzen üblich?
- 4. Wielange bin ich auf Augentropfen angewiesen (Tage oder Wochen...)?
- 5. Wie häufig muss ich die Augentropfen tagsüber nehmen, könnte störend beim Kunden sein...?
- 6. Wie lange erfolgt üblicherweise eine Krankschreibung nach dem Eingriff für eine Bürotätigkeit am Bildschirm?
- 7. Wie lange kann ich aufgrund der OP nicht mehr Auto fahren?
Liebe Grüße,
Sven