ich habe mich schon mal quer durch das forum gelesen und schon viele infos finden können; dennoch möchte ich was los werden:
ich bin 26, grad mit dem Studium (Psychologie) fertig und schreib an meiner Dissertation. Eine kleine Anstellung an der Uni ist auch schon drin und bin eigentlich total zuversichtlich...
Nun bekam ich die Diagnose "Keratokonus" (zunächst mal "nur" am linken Auge und das noch nicht soweit fortgschritten, aber langfristig, so mein Arzt, sei das Partnerauge meist mitbetroffen).
Mittlerweile bin ich bei einem Kontaktlinseninstitut, was sich auf KK spezialisiert hat und mir werden die ersten Linsen angepasst. Bisher kam ich mit einer Brille wirklich gut zurecht. Meine Sehfähigkeit ist ja auch noch total gut (links 80%, rechts 100%). Der Optiker meint, in meinem Falle sei am linken Auge eine wesentliche Verbesserung der Sehleistung durch Linsen möglich...aber ich könne mich ruhig auch schon mal über Therapien usw. informieren (er nannte mir das cross linking, worüber ich hier schon total viel lesen konnte)
Was kommt da jetzt alles auf mich zu? Ich bin total verunsichert. Prognosen kann man nicht wirklich erstellen und alles scheint so unsicher! Meine Freundin sagt, ich solle zuversichtlich sein: Ich werd nicht sterben und auch nicht blind; ich würd höchstens im ALter Ihre Falten nicht mehr ganz so genau sehen Dann lachen wir...mir ist aber manchmal dann gar nicht mehr zum lachen zumute und ich fühl mich richtig depromäßig. Ich werd bald 27, war immer gesund...und plötzlich habe ich da was an den Augen
Außerdem habe ich schon länger so eine leichtes Ziehen/leichter Druck am betroffenen Auge. Das ist mal stärker, mal schwächer, mal ganz weg. Wenn ich dran denk, stört es mich...ansonsten nicht! Mein Arzt sagt, das Auge müsse sich eben mehr anstrengen...
Meine mutter war jahrelang "blind" auf einem auge (sie war noch ein kind, als kk ausbrach und damals gab es noch kein entsprechendes know how; linsen vertrug sie angeblich nicht) dann vor ca 15 Jahren mit über 40 kam die transplantation und heute mit brille hat sie keine wesentlichen probleme...sie sagt, sie kennt kein anderes "sehen" und sie kam immer gut zurecht) Wenn ich an sie denke, hab ich auch weniger Angst, weil sie wirklich alles machen konnte und kann und ich sie nie als stark beeinträchtigt kennen lernen musste.
Was bedeutet das jetzt alles für mich? Meinen Beruf (ich muss viel lesen)? Sportliche Aktivitäten (ich spiel gern Fussball, fahre Kajak und geh gern ins Fitnesstudio und Sauna)? Partnerschaft? Auto fahren? usw. usw? ich wäre um eine paar aufmunternde worte von erfahrenen Menschen total dankbar..
liebe grüße
Armin