Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: viewtopic.php?t=6501

Florian: lamelläre KP 16.02.2007 CH-Olten - Auge 1

floeru
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KC-Experience: Kerratokonus beidseitig. Diagnose ca. 1998 mit 15 Jahren. Kontaktlinsen seit 2000.

16.02.2007 lamelläre Keratoplastik am rechten Auge in Olten/CH
06.05.2014 lamelläre Keratoplasitk (DALK) am rechten Auge in Fribourg/CH

Florian: lamelläre KP 16.02.2007 CH-Olten - Auge 1

Post by floeru »

Hallo zusammen

Letzten Freitag hatte ich den Termin für meine Keratoplastik an der Klinik Pallas in Olten, Schweiz. Operiert wurde ich von Prof. Matthias Böhnke, der hauptsächlich im Hamburg tätig ist und nur einmal im Monat für die OPs in die Schweiz kommt.

Hier nun also mein Tagebuch :-)

Um 11:00 Uhr bin ich pünktlich in der Klinik eingetroffen und wurde umgehend in mein Zimmer begleitet. Dort wartete bereits ein älterer Herr auf seine OP. Trotz seinem hohen Alter von 86 Jahren wollte er auf seinem linken Auge die dritte Keratoplastik vornehmen, was ich bei seiner ausgezeichneten körperlichen und geistigen Verfassung allerdings gut verstehen konnte. Die Schwester erklärte uns beiden den Ablauf der OP und bestätigte meinen Termin für die Operation um 13:00 Uhr. Kurz danach erfolgte noch der obligate Besuch des Anästhesisten.

Etwa um halb Eins bereitete ich mit für die OP vor und ich habe das lustige Nachthemd angezogen. Es war dann allerdings bald klar, dass es Verspätung geben würde und ich war froh, dass ein Gesprächspartner im Zimmer war zum Diskutieren. Nach einiger Zeit wurde dann der dritte Patient direkt aus der OP ins Zimmer geschoben und wir konnten ihm beim Aufwachen aus der Narkose zuschauen. Dabei bekam ich zum ersten Mal ein etwas komisches Gefühl aber die Nervosität verschwand gleich wieder.

Anscheinend wurde mir dann noch ein anderer Patient vorgezogen und ich musste mich weiter gedulden. Als es dann soweit war und ich mich schon fast auf das Operationsbett gelegt hatte, bekam die Schwester ein Telefon und ich wurde wieder zurück in mein Zimmer geführt. Offensichtlich wurde wurde für eine andere Keratoplastik ein Gerät gebraucht, dass für meine OP zuerst wieder aufbereitet und sterilisiert werden musste. Also war zuerst der alte Herr aus meinem Zimmer an der Reihe.

Zum Glück hatte ich meine Nerven trotz dem langen Warten völlig im Griff und ich nahm die ganze Sache ziemlich gelassen. Im Zimmer konnte ich mich dann mit der Mutter des dritten, 19 jährigen, Patienten unterhalten. Bei ihm ist der Keratokonus erst vor einem Jahr aufgetreten und jetzt war er schon reif für eine KP. Das fand ich schon ziemlich krass! In 12 Monaten von 100 auf Null...

Kurz nach vier Uhr war ich dann allerdings wirklich an der Reihe! Endlich! Im Operations-Saal konnte ich mich noch einmal kurz mit dem Professor unterhalten und ich versuchte noch möglichst viele Eindrücke aus dem OP festzuhalten. Nach kurzem Small-Talk mit dem Anästhesisten über den milden Winter bin ich schnell und friedlich in die Vollnarkose eingeschlafen. Davor muss man sich wirklich nicht fürchten! :-)

Die Operation hat dann ungefähr eine Stunde gedauert und war wohl etwas komplizierter als eine normale perforierende Keratoplastik wie der Professor später gesagt hat. Es wurde ein völlig neues Gerät für die lamelläre Keratoplastik eingesetzt. Leider weiss ich noch nicht genau, was für ein Gerät sie da benutzt haben aber das werde ich noch in Erfahrung bringen.

Gleich nach dem Aufwachen hatte ich noch Scherzen im Auge aber nach einer weiteren Stunde Schlaf war alles ok. Weil meine Krankenkasse aus unerklärlichen Gründen nicht bereit war, einen stationären Aufenthalt in der Klinik zu bezahlen, musste ich für die Nacht mit meiner Mutter in das anliegende Hotel umsiedeln. Eine Heimfahrt nach einer Vollnarkose und einer solchen Operation wäre wohl keine gute Idee gewesen!

Am nächsten Morgen war dann die Wirkung der Narkose weg und das Auge hat geschmerzt. Der Professor und der andere Doc waren beim Kontrolltermin mit ihrer Arbeit sehr zufrieden und wir haben uns dann noch ein wenig über Cross-Linking (auch in Olten wird wohl bald Cross-Linking angeboten, siehe auch den Thread von Markus über Vernetzen in Hamburg).

Samstag und Sonntag nach der OP bin ich dann fast nur in Bett gelegen. In diesen zwei Tagen musste ich noch Schmerzmittel nehmen und das hat ganz gut gewirkt. Seit Montag sind die Schmerzen aber weg, allerdings ist das Auge nach wie vor geschwollen und ich kann es kaum öffnen.

Gestern hatte ich den zweiten Kontrolltermin und es sieht immer noch alles ok aus. Leider ist der nachbehandelnde Arzt nicht so kommunikativ wie Prfoessor Böhnke und ich musste ihm alle Informationen einzeln aus der Nase ziehen. ;-) Ich hätte gerne noch mehr über den Heilungsverlauf erfahren aber er wollte/konnte mir nicht genau Auskunft geben. Vielleicht ist er ja dann am Freitag gesprächiger.

Die Sicht auf dem operierten Auge ist natürlich noch Null resp. alles grau. Es wird sicher noch eine Weile dauern, bis die Wirtshornhaut mit dem Transplantat zusammenwächst aber dann wird der Visus sicher bald besser. Die Fäden können bei einer LKP früher gezogen werden als bei einer PKP, vielleicht schon nach 6 Monaten.

Mein Fazit bis jetzt: Eine Keratoplastik ist wirklich keine einfach Operation und sollte wirklich erst als letzte Möglichkeit in Betracht gezogen werden. Die Zeit nach der OP ist nicht einfach und es braucht sehr viel Geduld.
An Apple a day keeps the doctor away.
Markus
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KC-Experience: Ich hab alles mal ausprobiert... Man will ja mitreden können... Transplantation, Laserung, Vernetzung...
...als nächstes kommt dann logischerweise die Kunstlinsen-Implantation... ;)
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Post by Markus »

Hi Florian!

Schön, dass es doch scheinbar soweit gut läuft! Und nun wars ja doch ne Vollnarkose bei dir! Tja, andere Länder, andere Sitten, oder so... :-)

Ich finde auch gut, dass es eine Lamelläre KP gemacht hat. Ich glaube, das würde ich beim nächsten mal auch anregen. Hat bestimmt viele Vorteile, das eigene Endothel bestehen zu lassen.

Der Prof hat mir auch von dem neuen Gerät für die lamellären KPs erzählt am Dienstag. Scheint ein besonderes Gerät zu sein, damit der Schnitt leichter gemacht werden kann und präziser ist. So ganz hab ich es aber auch nicht verstanden.

Auf jeden Fall weiter viel Glück und gute Besserung!

MARKUS
Babs Johnson
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KC-Experience: Bisherige Krankengeschichte:
Habe seit dem 16.Lj. Keratokonus auf beiden Augen gleicher Stärke, mit laufender Verschlechterung. Ich trug über 10 Jahre lang Kontaktlinsen, lange Phasen ohne Beschwerden, dann wieder phasenweise starke Beschwerden.... Visus mit Linsen war bei 80%. Als 2006 die Beschwerden wieder lästig wurden, entschied ich mich, in Hoffnung auf gutes Sehen ohne KL, für die Op auf einem Auge. Ein Arzt riet mir die lamelläre Keratoplastik, welche aber mißglückte und zur einer perforierenden wurde. Mit dem Ergebnis bin ich leider garnicht zufrieden, denn der Astigmatismus ist stärker als vorher und kann nicht mit Brille korrigiert werden und mit Kontaktlinse nicht so gut wie vorher. Eine Laseroperation 2010 sollte eine Verbesserung der Sehleistung bringen, Ergebnis warte ich derzeit noch ab. Insgesamt fühle ich mich leider von Ärzten bisher nicht gut beraten. Ich bin leider erst nach der Keratoplastik darauf gekommen dass mein Keratokunus sehr gut mit Brille korrigier bar ist (rechtes Auge) bzw. korrigierbar gewesen wäre (linkes Auge).
Keratoconus since: Erste Sehprobleme mit 16 Jahren (1995). Diagnose KK bald darauf, aber erst bei einem 2. Augenarzt.
Experience with eyeglasses / lenses: Nach den ersten Sehproblemen wurde mir eine Brille verordnet, das Sehen verschlechterte sich aber schnell. Ein anderer Arzt diagnostizerte KK und verordnete Kontaktlinsen (~1997). Seitdem trug ich immer Kontaktlinsen, die im Laufe der Jahre sehr oft bearbeitet und erneuert werden mußten. Mit Brille habe ich es nie mehr versucht, ich war davon überzeugt dass es nichts bringt! Erst 2008 wurde ich von einem Forumsmitglied hier ermutigt es mit iScription Gläsern zu probieren und siehe da- plötzlich habe ich mit Brille einen Visus von 120% und erfahre erst dann dass mein Keratokonus sehr gut mit Brille korrigierbar ist (rechtes Auge) bzw. korrigierbar gewesen wäre (linkes Auge) ....
Operationen: Im September 2006 mißglückte eine lamelläre Keratoplastik auf dem linken Auge und es wurde während der Op auf eine perforierende Keratoplastik umdisponiert. Nahtentfernung nach 18 Monaten. Mein Visus war 3 Jahre nach der Op auf 60% im Sehtest, welcher meiner meinung nach aber sehr realitätsfremd ist! Denn ich habe eine starke Verzerrung, Doppelbilder und stärkere sog. Starbursts und Halos als vor der Op, konkret einen höheren Astigmatsmus als vorher! Dieser sollte durch eine Laser-Op Anfang 2010 verbessert werden. Ergebnis steht noch aus.
Begeiterscheinungen: Mein rechtes Auge tränt sehr viel. Diagnostiziert wurde ein Verschluß des oberen Tränenkanals, dies wurde als Ursache für das Tränen von ärztlicher Seite aber ausgeschlossen, was mir gänzlich unverständlich ist.
Mögliche Ursachen: keine Ahnung. Schicksal.

Post by Babs Johnson »

ev. das ALTK-System der Firma Moria? Dieses gerät hat aus nicht ganz geklärten Gründen bei meiner lamellären KP versagt....

viel Glück im Verlauf auf jeden Fall auch von mir!
Frank B
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Post by Frank B »

Hallo,

im Artikel "Update: Hornhauttransplantation"
nennt Prof. Seitz den Grund für die Intubationsnarkose (Vollnarkose):
http://www.thieme-connect.com/ejournals ... 006-946965

Im Artikel "Aktueller Stand der mechanischen Hornhautchirurgie.."
kann man nachlesen, daß selbst ein Standardverfahren wie die Hornhauttransplantation variantenreich ausgeführt wird und daher die Ergebnisse nur schwer vergleichbar sind.
http://www.thieme-connect.com/ejournals ... 006-926813

Viele Grüße, Frank
Frank B
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Post by Frank B »

Sorry,

meine Antwort passt hier nicht hin.
Schließlich handelt es sich hier um eine lamelläre Keratoplastik.

Anderseits, der Operateur sieht sich wohl manchmal in der Situation,
daß er die lamelläre zur vollständigen Keratoplastik wandeln muß.

Viele Grüße, Frank
wmmw
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KC-Experience: Diagnose 1988 - beide Augen - dann KK-Linsen - immer wieder mit Problemen - dann > erste Transplantation 01/1990 links, zweite Transplantation rechts 01/1991, Danach einige Versuche mit Kontaktlinsen - leider fehlgeschlagen - danach Brille - Visus immer so um die 60 - 80 % - links und rechts. (zwischendurch auch mal nur an die 40% - siehe Bericht)
Seit etwa 2002 erhebliche Verschlechterung des rechten Auges - Diagnose > transplantierte Hornhaut hat sich "bei 9 Uhr" gelöst > abgehoben > Ursache ??? > am wahrscheinlichsten lt. Augenarzt eine körperliche Überanstrengeng. Dies hatte zur Folge, dass im Jänner 2007 eine re.Transplantation rechts gemacht wurde.
Alle drei Transplantationen sind eigentlich "super verlaufen".
Visus jetzt 02/2008 mit Brille bei 80% bivokal (60% links, 80% rechts)
Update: 03.2012 mit Brille re. 100% li. 60%
0382021 Visus links 35%, rechts 100% mit Gleitsichtbrille
04/2021 Abstoßung Hornhaut links - Update 11.2024 - Abstoßung Hornhaut war eine Fehldiagnose - war eine Herpesinfektion - alles wider OK - Viseus RA 100%, LA 40%
Keratoconus since: KK seit dem 22. Lebensjahr (Diagnose). mit 20 beim Bundesheer war noch alles OK. Danach "schleichende Verschlechterung". KK wurde von meinem Doc aber sofort erkannt. Lag wohl auch daran, dass in diesen zwei Jahren der Schub extrem gewesen sein muss. Obscan etc. war damals "noch nicht bekannt" - war schon mit der Spaltlampe zu erkennen.
Experience with eyeglasses / lenses: KL unmöglich - immer Riesenprobleme. Mit Brille immer so um die 60 bis 80% - zwischenzeitlich natürlich auch weit weniger, immer wieder Änderung spez. von Astigmatismus und Achse. Brille im Durchschnitt alle 18 Monate neu.
Operationen: 1990 Keratoplastik links, 1991 Keratoplastik rechts, 2007 Rekeratoplastik rechts.NEU - 10.2015 - meine linke Hornhaut ist wieder in Bewegung geraten (Kegelbildung)
Mögliche Ursachen: Keine Ahnung warum. Das wahrscheinliste ist das "Augenreiben" im Kindesalter. War total lustig sich die Augen zu reiben und danach die visuellen Effekte zu genießen.
Ich über mich: verheiratet, 2 Kinder
Berufserfahrung Behandlung Keraokonus: immer wieder leichte probleme da ich ca. 6 Stunden/Tag vor dem Bildschirm verbringe - hab es aber immer noch mit Hilfe meines Optikers geschafft, dass ich "normal" arbeiten kann.
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Post by wmmw »

Hallo Florian

Geduld sollte des "Keratokonuspofers" bester Freund sein - so wie es aussieht ist ja alles relativ gut gelaufen - alles Gute weiterhin

lg walter
floeru
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Post by floeru »

Hallo zusammen!

Heute war wieder Kontrolltermin und es sieht alles ok aus! Die Epitelschicht ist bereits vollständig zusammengewachsen, allerdings müssen sich die Zellen nun noch neu organisieren (wie nach Cross-Linking). Die Spendehornhaut wurde auch gut adaptiert und zwischen der neuen und der alten Hornhaut ist bereits kein Spalt mehr erkennbar. Die Heilung scheint also planmässig zu verlaufen. Der Doc war sehr zufrieden und ich bis es natürlich auch! :-)

Zudem habe ich noch einige interessante Facts zu der Operation in Erfahrung gebracht. Vor der OP habe ich mich ziemlich eingehend mit dem Unterschied zwischen perforierender und lamellärer Keratoplastik auseinander gesetzt (siehe dazu mein Blog). Damals bin ich davon ausgegangen, dass eine LKP eigentlich nur ein gutes Resultat erzielt, wenn die oberen Schichten der Wirtshornhaut mit dem Laser abgetragen werden. Mein Doc hat mir heute erklärt, warum dem nicht so ist.

In meinem Fall wäre eine OP mit dem Laser bereits daran gescheitert, dass die Hornhaut zu stark vernarbt war. Der Fematosekundenlaser kann Narbengewebe gar nicht durchdringen. Zweitens musste ja eine möglichst ebene Fläche für die neue Hornhaut geschaffen werden. Hier stellte sich das Problem, dass meine Hornhaut völlig verschiedene Dicken aufwies. Der Laser kann jedoch das Gewebe nicht individuell nach Dicke abtragen, die "Berge und Täler" auf meiner Hornhaut hätten also auch noch nach dem Lasern bestanden. Deshalb wurde sowohl die Wirtshornhaut wie auch die Spendehornhaut mit einem Gerät der Firma SIS präpariert. Dieses Gerät (ich vermute Amadeus II) kann eine ebene Fläche schneiden, unabhängig davon, wie die Oberfläche der Hornhaut beschaffen ist.

Fand das ganze natürlich sehr interessant und aufschlussreich! Jetzt bin ich wirklich überzeugt, dass eine LKP die richtige Entscheidung war auch wenn der Visus vielleicht dennoch schlechter sein wird als nach einer PKP. We'll see ;-)
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phlo
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KC-Experience: Rechtes Auge nach zirkulärer Keratotomie bei Visus 1.0 hoffentlich weiterhin stabil.

Linkes Auge 1 Jahr nach TLKP mit Brille bei Visus 1.0 (Fäden noch im Auge)
Keratoconus since: Diagnose mit 23. Dann sehr schnell den Ernst der Lage erkannt und gehandelt.
1,2 Jahre vorher schon Probleme auf dem zuerst betroffenen Auge.
Operationen: Rechtes Auge nach zirkulärer Keratotomie bei Visus 1.0 hoffentlich weiterhin stabil.

Linkes Auge 1 Jahr nach TLKP mit Brille bei Visus 1.0 (Fäden noch im Auge)

Post by phlo »

hallo florian,

auch ich heisse florian und auch ich habe eine TLKP hinter mir (August 2006, Bochum).
Das mit dem maximalen Visus von 0.6 kann ich nicht ganz glauben.

Ich bin bei Dr. Krumeich in Behandlung und wie man auf seiner seite Keratokonus Center sehen kann, hat er keine signifikanten Unterschiede zwischen der PKP und der TLKP feststellen können, was den Visus angeht.

Ich bin mit meinem transplantierten Auge momentan bei einem Visus von 0.6 - 0.7 mit den Werten Cyl. -2.5 Sph -0.25.

Eine Gewisse Schärfe im Nahbereich hat sich gerade im letzten Monat erst entwickelt.

Ich bin momentan relativ zuversichtlich was das Endergbeniss angeht.

Zumal Dr. Krumeich meint das man auf dem transplantierten Auge auch noch weitere Korrekturen, zB was den Cyl-Wert angeht, machen könnte.
Entweder durch "Incisions" ("Entlastungs"einschnitte) oder aber auch durch Lasern (bin mir unsicher ob er eine LASIK oder PRK oder was auch immer meinte).

Ich wünsche dir alles Gute !

Florian
Hold on and be strong,

Florian
floeru
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Post by floeru »

phlo wrote:hallo florian,

auch ich heisse florian und auch ich habe eine TLKP hinter mir (August 2006, Bochum).
Das mit dem maximalen Visus von 0.6 kann ich nicht ganz glauben.

Ich bin bei Dr. Krumeich in Behandlung und wie man auf seiner seite Keratokonus Center sehen kann, hat er keine signifikanten Unterschiede zwischen der PKP und der TLKP feststellen können, was den Visus angeht.

Ich bin mit meinem transplantierten Auge momentan bei einem Visus von 0.6 - 0.7 mit den Werten Cyl. -2.5 Sph -0.25.
Hallo Florian

Danke für den Link - die Seite von Dr. Krumeich kannte ich noch gar nicht!

Mit einem Visus von 0.6 wäre ich natürlich super zufrieden! Wenn es besser wird, werde ich mich natürlich nicht beklagen. ;-) Erreichst du deinen Visus mit Linse oder Brille?

Wie hat sich denn bei dir die Sehschärfe nach der OP entwickelt? Ab wann hast du überhaupt wieder etwas gesehen und ab wann wurde der Visus signifikant besser?


@ Markus
Habe den Doc noch gar nicht gefragt, warum sie immer mit Vollnarkose operieren. Gibt vielleicht mehr Geld von der Krankenkasse, wer weiss?! ;-) Rückblickend bin ich sogar froh, dass es keine lokale Anästhesie wurde.

Der Professor hat die OP übrigens auf Video aufgenommen, ich musste ihn gar nicht danach fragen. Allerdings hat er das Band mit nach Hamburg genommen und ich weiss nicht, ob und wann ich ihn wiedersehe. Hast du ev. eine E-Mail Adresse von ihm? Ich würde ihn gerne danach fragen.

Weisst du vielleicht, ob sich der Prof mit Keratomie, Intacts und Ähnlichem auskennt? Mein linkes Auge braucht wohl ein wenig mehr als nur Cross-Linking. Der Visus ist massiv eingebrochen obschon die Hornhaut noch in Ordnung ist (ca. 400 Microns). Würde mich wunder nehmen, was er dazu meint.
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phlo
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Linkes Auge 1 Jahr nach TLKP mit Brille bei Visus 1.0 (Fäden noch im Auge)

Post by phlo »

den visus erreiche ich mit einer brille.

überhaupt was gesehen mh. also direkt nach der op hab ich schon einen unterschied festgestellt. war eben ein "normales" bild und nicht wie beim konus alles so extrem verzehrt in alle möglichen richtungen. natürlich war in der anfangsphase alles noch sehr verschwommen und "neblig".

also am anfang ging es wirklich sehr schleppend voran aber nach vlt. 3 - 4 Monaten habe ich schon so 0.5 - 0.6 gehabt.

hoffe es tut sich noch was.

also normal den ganzen tag am rechner arbeiten, wenn ich nur das linke auge zur verfügung häte, könnte ich denke ich momentan noch nicht.
Hold on and be strong,

Florian
wmmw
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Experience with eyeglasses / lenses: KL unmöglich - immer Riesenprobleme. Mit Brille immer so um die 60 bis 80% - zwischenzeitlich natürlich auch weit weniger, immer wieder Änderung spez. von Astigmatismus und Achse. Brille im Durchschnitt alle 18 Monate neu.
Operationen: 1990 Keratoplastik links, 1991 Keratoplastik rechts, 2007 Rekeratoplastik rechts.NEU - 10.2015 - meine linke Hornhaut ist wieder in Bewegung geraten (Kegelbildung)
Mögliche Ursachen: Keine Ahnung warum. Das wahrscheinliste ist das "Augenreiben" im Kindesalter. War total lustig sich die Augen zu reiben und danach die visuellen Effekte zu genießen.
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Post by wmmw »

Hallo Floeru

Meine 3. HHT liegt nun 7 Wochen zurück - Visus bei meiner letzten Kontrolle vor einer Woche ca. 45% - was mir übers Wochenende sehr positiv aufgefallen ist, ist dass ich mit meinem re. Auge (HHT 01/2007) ohne Brille um einiges besser sehe als mit meinen li. Auge (HHT 01/1990) - das stimmt mich seht positiv - bin schon gespannt wie es bei der nächsten Kontrolle aussieht (12.03.2007)
liebe Grüße und alles Gute
Walter
floeru
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Post by floeru »

Endlich habe ich ein paar schöne Bilder von meinem operiertan Auge! :-) Mein Optiker hat beste Arbeit geleistet!

Dieses Bild ist leider nicht sehr scharf, dafür ist die ganze Naht sichtbar. Die beiden Knoten sind oben rechts.
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Unten rechts kann man den Übergang von der alten zur neuen Hornhaut sehen. Auf den anderen Bildern ist dies nicht zu erkennen. Der graue Streifen in der Mitte ist laut meinem Optiker ein Ödem, der Wasserhaushalt der Hornhaut ist also noch nicht ganz in Ordnung.
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Die beiden Knoten schauen nicht aus der Hornhaut heraus! Sie müssen also in oder sogar unter der Hornhaut sein.
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Ein weiteres schönes Bild.
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Lamelläre Keratoplastik im Querschnitt: Wenn man genau hinschaut, kann man die Grenze der neue und der alte Hornhaut erkennen (feiner, weisser Strich in der Mitte).
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Dieses Bild ist im Dezember 2006, also vor der Operation, entstanden. Es ist unschwer zu erkennen, wie unglaublich dünn die Hornhaut zentral noch war! Kein Vergleich zum Bild oben.
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Ebenfalls ein Bild von letztem Dezember. In der Mitte sind die zwei Dellen in der Hornhaut undeutlich sichtbar. Laut dem Professer war die Hornhaut an diesen Stellen nur noch "hundert und irgendetwas" dick (restliche Hornhaut ca. 0.28 mm)
Image

Weitere Bilder in besser Auflösung gibt es hier: ..::klick::.. Oder direkt zur Slideshow.

Neben den Bildern haben wir noch eine Messung mit dem Keratographen gemacht. Es gibt nach wie vor eine Hornhautverkrümmung, allerdings eine regelmässige. Meine Hoffnung, die Linse durch eine Brille zu ersetzten, ist also noch intakt. Allerdings sind auch erst drei Wochen seit der OP vergangen.
An Apple a day keeps the doctor away.
Frank B
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Post by Frank B »

Hallo Florian,

gewaltig gut!!!
Deine Webwork, - von der wir alle sofort profitieren.
Du in Bern, ich in Düsseldorf,
- aber 620 km Distanz spielen keine Rolle.
Bin durch Deine Fotos auf´s Beste informiert.
Ganz herzlichen Dank für Deine Arbeit!

Viele Grüße, Frank
wmmw
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KC-Experience: Diagnose 1988 - beide Augen - dann KK-Linsen - immer wieder mit Problemen - dann > erste Transplantation 01/1990 links, zweite Transplantation rechts 01/1991, Danach einige Versuche mit Kontaktlinsen - leider fehlgeschlagen - danach Brille - Visus immer so um die 60 - 80 % - links und rechts. (zwischendurch auch mal nur an die 40% - siehe Bericht)
Seit etwa 2002 erhebliche Verschlechterung des rechten Auges - Diagnose > transplantierte Hornhaut hat sich "bei 9 Uhr" gelöst > abgehoben > Ursache ??? > am wahrscheinlichsten lt. Augenarzt eine körperliche Überanstrengeng. Dies hatte zur Folge, dass im Jänner 2007 eine re.Transplantation rechts gemacht wurde.
Alle drei Transplantationen sind eigentlich "super verlaufen".
Visus jetzt 02/2008 mit Brille bei 80% bivokal (60% links, 80% rechts)
Update: 03.2012 mit Brille re. 100% li. 60%
0382021 Visus links 35%, rechts 100% mit Gleitsichtbrille
04/2021 Abstoßung Hornhaut links - Update 11.2024 - Abstoßung Hornhaut war eine Fehldiagnose - war eine Herpesinfektion - alles wider OK - Viseus RA 100%, LA 40%
Keratoconus since: KK seit dem 22. Lebensjahr (Diagnose). mit 20 beim Bundesheer war noch alles OK. Danach "schleichende Verschlechterung". KK wurde von meinem Doc aber sofort erkannt. Lag wohl auch daran, dass in diesen zwei Jahren der Schub extrem gewesen sein muss. Obscan etc. war damals "noch nicht bekannt" - war schon mit der Spaltlampe zu erkennen.
Experience with eyeglasses / lenses: KL unmöglich - immer Riesenprobleme. Mit Brille immer so um die 60 bis 80% - zwischenzeitlich natürlich auch weit weniger, immer wieder Änderung spez. von Astigmatismus und Achse. Brille im Durchschnitt alle 18 Monate neu.
Operationen: 1990 Keratoplastik links, 1991 Keratoplastik rechts, 2007 Rekeratoplastik rechts.NEU - 10.2015 - meine linke Hornhaut ist wieder in Bewegung geraten (Kegelbildung)
Mögliche Ursachen: Keine Ahnung warum. Das wahrscheinliste ist das "Augenreiben" im Kindesalter. War total lustig sich die Augen zu reiben und danach die visuellen Effekte zu genießen.
Ich über mich: verheiratet, 2 Kinder
Berufserfahrung Behandlung Keraokonus: immer wieder leichte probleme da ich ca. 6 Stunden/Tag vor dem Bildschirm verbringe - hab es aber immer noch mit Hilfe meines Optikers geschafft, dass ich "normal" arbeiten kann.
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Post by wmmw »

Hallo floeru

spitzen Fotos - Danke für die Info - alles GUTE weiterhin

lg walter
floeru
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KC-Experience: Kerratokonus beidseitig. Diagnose ca. 1998 mit 15 Jahren. Kontaktlinsen seit 2000.

16.02.2007 lamelläre Keratoplastik am rechten Auge in Olten/CH
06.05.2014 lamelläre Keratoplasitk (DALK) am rechten Auge in Fribourg/CH

Post by floeru »

Hallo zusammen

Seit der Operation sind jetzt genau 33 Tage vergangen. Leider sehe ich nach wie vor 0% und bis jetzt konnte ich keinen grossen Fortschritt feststellen. Im Gegenteil, subjektiv habe ich das Gefühl, dass die Sicht in den letzten Tagen wieder etwas schlechter wurde (auf tiefem Niveau).

Auch mein anderes Auge ist leider gerade nicht in Hochform (milde ausgedrückt). Es scheint auch immer schlechter zu werden. Ich kann kaum mehr richtig lesen!

Eigentlich bin ich ja davon ausgegangen, dass es nach der Operation die Talsohle erreicht sei und es danach langsam aufwärts gehen wird. Weil das bis jetzt nicht der Fall ist, bin ich doch gerade ziemlich frustriert! :cry:

Ich weiss, seit der OP ist erst ein Monat vergangen aber weil überhaupt keine Besserung spürbar ist, schwindet auch der Optimismus. Hinzu kommen natürlich auch noch die Folgeerscheinungen, wie stark verminderte Leistungsfähigkeit auf der Arbeit oder an der Uni. Mein Ehrgeiz hat immer wie mehr Mühe damit... :(

Jetzt pisst es mich wirklich gerade ziemlich an! Arggg... Das muss im Frust einfach einmal gesagt sein! ;-)
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sabine s.
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KC-Experience: 4x transplantiert, 3x an einem auge, immunsuppression wegen ständiger transplantatabstoßungen, glaukom bereits mehrmals operiert, beginnender katarakt an beiden augen. visus mit brille um die 35%. Kontaklinsenunverträglichkeit .
augen-op´s insges. 13x. bin bei prof. th. neuhann in behandlung.
5. transpl. steht in den starlöchern.??? mehr oder weniger. das 5. transplantat war bereits am anfang märz 08 gefunden worden. 2 h später, anruf vom Prof. er könne es nicht nehmen. jetzt muß ich also weiter warten.
nävus auf der netzhaut inoperabel, tumor in der orbita nähe des sehnerves.
visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird.
Experience with eyeglasses / lenses: Sehr schnell wurden mir harte KC-Linsen angepaßt, die sich aber andauernd veränderten, so, daß der Anpasser gar nciht mehr nachgekommen ist.
Operationen: 1999 wurde die erste Keratoplastik gemacht. s.o. bei und von Prof. Thomas Neuhann. Alle anderen Keratoplastiken (mit wachsendem Vergnügen, ebenfalls vom Prof. Neuhann der sich absolut rührend um mich kümmert. Div. Trabekulektomien, Div. Cortisonspülungen....................alles zwar Operationen, aber immer irgendwie im Vorbeigehen.
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Post by sabine s. »

hi floeru !!!!!!!halt durch !!! ist noch so kurz nach der op., und ich geh mal davon aus, daß eine perforierende letztendlich nicht weniger invasiv ist als ein perfirierend KP, deshalb ist zu diesem zeitpunkt noch zu früh jegliche prognose.
daß es dich anpisst kann ich bestens nachvollziehen!!!!!!!!! laß deine frust ruhig raus! muß sein, und dazu sind wir da!!!!!!
setz dich nicht allzusehr selbst unter druck, das ist für's auge auch cniht gut. versuche es etwas zu schonen und schmier fleißig corneregel oder regepithel oder wie das zeug bei euch heißt.
kannst mir auch wieder scjreiben, wenn dir nach jammern ist.!!!! dann jammere ich schon nciht allein ;-).
grüßle
sabine
phlo
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KC-Experience: Rechtes Auge nach zirkulärer Keratotomie bei Visus 1.0 hoffentlich weiterhin stabil.

Linkes Auge 1 Jahr nach TLKP mit Brille bei Visus 1.0 (Fäden noch im Auge)
Keratoconus since: Diagnose mit 23. Dann sehr schnell den Ernst der Lage erkannt und gehandelt.
1,2 Jahre vorher schon Probleme auf dem zuerst betroffenen Auge.
Operationen: Rechtes Auge nach zirkulärer Keratotomie bei Visus 1.0 hoffentlich weiterhin stabil.

Linkes Auge 1 Jahr nach TLKP mit Brille bei Visus 1.0 (Fäden noch im Auge)

Post by phlo »

hi,

in den nächsten monaten wird sich definitiv was ändern !
die ersten monate war es bei mir auch sehr schlecht (lamelläre keratoplastik). halt den kopf hoch !!!!

bei mir heisst das augen-gel übrigens actihaemyl.

wünsche dir alles gute.
Hold on and be strong,

Florian
Günter
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KC-Experience: - Ende 1978 Diagnose KC , mit 14 jahren
- Ende 1990 endgültiger zusammenbruch des rechten Auges, ca. 5% Sehfähigkeit
- April 1991 KP (Keratoplastik, Hornhauttransplantation) rechtes Auge in Heidelberg
- 1993 endgültiger Zusammenbruch des linken Auges, tragen von Linsen nicht mehr möglich, ca. 5% Sehfähigkeit (Visus)
- 1993 fast zur gleichen Zeit, rechtes Transplantiertes Auge wieder einsatzfähig, mit Linse ca. 80%
- Dezember 1995 KP linkes Auge in Jena
- 1997 linkes Transplantiertes Auge wieder einsatzfähig, mit Linse ca. 80%
- 2000 habe einen neuen Optiker, und klasse Linsen jetzt auf beiden Augen ca. 120%
- 2012 Abstoßungsreaktion auf dem linken Auge
- 2013 hohe Belastung für das rechte Auge, das Auge wird instabil. Rekeratokonus mit steigender Instabilität beider Augen
- 2015 März 2015 erneute KP links
- rechtes Auge wird mit Medikamenten einigermaßen stabil gehalten
- 2017 Mai, das linke Auge ist soweit stabil, das ich wieder eine
Kontaktlinse auf dem Auge tragen kann damit erreiche ich einen Visus
von ca. 1,0 (100%). Somit kann ich wieder auf beiden Augen vernünftig
sehen.
Keratoconus since: Ab dem Alter von 14 Jahren.
Experience with eyeglasses / lenses: Mit meinen harten Kontaktlinsen komme ich im großen Ganzen gut klar.

Ich trage sehr gut angepasste quartantenspezifische Kontaktlinsen, von FALCO. Mit diesen erreiche ich einen Visus von ca. 1,0 (100%) auf beiden Augen.

Die Tragezeit der Kontaktlinsen beträgt ca. 10 Stunden pro Tag.
Ohne Kontaktlinsen habe ich links einen Visus von ca. 0.05 (5%) und rechts < 0.05(5%).

Mit einer iScription Brille komme habe ich links ca. 0,3 (30%) und rechts 0,3 (30%).
Dir Brille hat die Werte:
R Spr. -2,75 Cyl -8,50 Achse 175
L Spr. +4,50 Cyl -3,75 Achse 131
Operationen: Auf beiden Augen eine Keratoplastik (Hornhauttransplantation)
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Post by Günter »

Hallo,

das Du bisher nicht viel siehst hat noch nichts zu heißen. Den bei jeder Transplantation dauert es normalerweise 2 Jahre bis sich das Auge stabilisiert hat.

Und solange musst du geduld haben. Sieh es als Chance, solange hat dein Auge zeit sich zu verbessern.
Gruß Günter
wmmw
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KC-Experience: Diagnose 1988 - beide Augen - dann KK-Linsen - immer wieder mit Problemen - dann > erste Transplantation 01/1990 links, zweite Transplantation rechts 01/1991, Danach einige Versuche mit Kontaktlinsen - leider fehlgeschlagen - danach Brille - Visus immer so um die 60 - 80 % - links und rechts. (zwischendurch auch mal nur an die 40% - siehe Bericht)
Seit etwa 2002 erhebliche Verschlechterung des rechten Auges - Diagnose > transplantierte Hornhaut hat sich "bei 9 Uhr" gelöst > abgehoben > Ursache ??? > am wahrscheinlichsten lt. Augenarzt eine körperliche Überanstrengeng. Dies hatte zur Folge, dass im Jänner 2007 eine re.Transplantation rechts gemacht wurde.
Alle drei Transplantationen sind eigentlich "super verlaufen".
Visus jetzt 02/2008 mit Brille bei 80% bivokal (60% links, 80% rechts)
Update: 03.2012 mit Brille re. 100% li. 60%
0382021 Visus links 35%, rechts 100% mit Gleitsichtbrille
04/2021 Abstoßung Hornhaut links - Update 11.2024 - Abstoßung Hornhaut war eine Fehldiagnose - war eine Herpesinfektion - alles wider OK - Viseus RA 100%, LA 40%
Keratoconus since: KK seit dem 22. Lebensjahr (Diagnose). mit 20 beim Bundesheer war noch alles OK. Danach "schleichende Verschlechterung". KK wurde von meinem Doc aber sofort erkannt. Lag wohl auch daran, dass in diesen zwei Jahren der Schub extrem gewesen sein muss. Obscan etc. war damals "noch nicht bekannt" - war schon mit der Spaltlampe zu erkennen.
Experience with eyeglasses / lenses: KL unmöglich - immer Riesenprobleme. Mit Brille immer so um die 60 bis 80% - zwischenzeitlich natürlich auch weit weniger, immer wieder Änderung spez. von Astigmatismus und Achse. Brille im Durchschnitt alle 18 Monate neu.
Operationen: 1990 Keratoplastik links, 1991 Keratoplastik rechts, 2007 Rekeratoplastik rechts.NEU - 10.2015 - meine linke Hornhaut ist wieder in Bewegung geraten (Kegelbildung)
Mögliche Ursachen: Keine Ahnung warum. Das wahrscheinliste ist das "Augenreiben" im Kindesalter. War total lustig sich die Augen zu reiben und danach die visuellen Effekte zu genießen.
Ich über mich: verheiratet, 2 Kinder
Berufserfahrung Behandlung Keraokonus: immer wieder leichte probleme da ich ca. 6 Stunden/Tag vor dem Bildschirm verbringe - hab es aber immer noch mit Hilfe meines Optikers geschafft, dass ich "normal" arbeiten kann.
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Post by wmmw »

Hallo floeru

Hiermir sende ich dir eine große Packung GEDULD und ein RIESENPAKET
"Daumenhalt" - lass den Kopf nicht hängen

lg walter
floeru
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Post by floeru »

Hallo zusammen

Seit meinem letzten "deprimierten" Eintrag ist genau eine Woche vergangen. Meine Frustration hat sich damals aber zum Glück nach einem kurzen Schlaf schon fast wieder verzogen. :-) Pennen funktioniert bei mir immer bestens als Katalysator.

Seit dann hat sich, was die Augen anbelangt, natürlich nicht viel getan. Allerdings war ich heute bei meinem Optiker und habe doch einige News. Ich weiss aber noch nicht, ob sie schlecht oder einfach nur normal sind nach einer LKP.

Zwischen meiner Hornhaut und dem Transplantat, in der Fachsprache wohl Interface genannt, hat es nach wie vor "Wellen". Der Übergang ist also an einigen Stellen noch nicht schön verheilt. Ich hoffe natürlich, dass sich das bald, oder zumindest nach dem Ziehen der Fäden, noch ändert.

Zudem ist wohl etwas mit der Epitelschicht nicht ganz in Ordnung. Die Hornhaut scheint ziemlich ödematös zu sein, der Optiker war sich nicht ganz sicher, ob nur die Epitelschicht betroffen ist. Hat das ev. etwas mit den Kortisontropfen (Pred Forte) zu tun?

Wir haben dann noch eine Keratographie gemacht, da hat sich aber nichts verändert. Bis jetzt ist die Hornhautverkrümmung noch regelmässig, das Ziel "Brille" ist also noch intakt.

Übrigens verwende ich kein Augengel! Nur Hyabak Augentropfen zum Befeuchten und eben Pred Forte. Meint ihr, das Gel besser ist als Tropfen? Ich werde den Doc nächste Woche auf jeden Fall darauf ansprechen.

Nach dem operierten Auge haben wir uns dann auch noch dem linken Auge mit Kontaktlinse gewidmet. Der Visus ist ja echt erbärmlich zur Zeit (20-40%) und wenn ich einen *xxxxx* Job hätte, würde ich wohl so nicht mehr Arbeiten gehen. Allerdings scheint es schwer, die Linse noch weiter zu optimieren. Die Bilder mit Fluoreszin zeigen eindeutig, dass die Linse wirklich gut sitzt. Mein Optiker will aber trotzdem noch eine flachere Linse anpassen um die Optik zu verbessern.

@ phlo
Du bist einer der ganz wenigen hier, der auch eine LKP hinter sich hat. Es hat mich deshalb wirklich beruhigt, dass es bei dir am Anfang ähnlich war wie bei mir jetzt, aber dann doch deutlich besser wurde nach ein paar Monaten. :-) Wann wurden deine Fäden gezogen? Bereits nach 3-4 Monaten?

@ wmma
Wow, habe in einem andern Beitrag von dir gelesen, dass du bereits 0.6 siehst nach 10 Wochen, das ist wirklich genial! :-)
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wmmw
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KC-Experience: Diagnose 1988 - beide Augen - dann KK-Linsen - immer wieder mit Problemen - dann > erste Transplantation 01/1990 links, zweite Transplantation rechts 01/1991, Danach einige Versuche mit Kontaktlinsen - leider fehlgeschlagen - danach Brille - Visus immer so um die 60 - 80 % - links und rechts. (zwischendurch auch mal nur an die 40% - siehe Bericht)
Seit etwa 2002 erhebliche Verschlechterung des rechten Auges - Diagnose > transplantierte Hornhaut hat sich "bei 9 Uhr" gelöst > abgehoben > Ursache ??? > am wahrscheinlichsten lt. Augenarzt eine körperliche Überanstrengeng. Dies hatte zur Folge, dass im Jänner 2007 eine re.Transplantation rechts gemacht wurde.
Alle drei Transplantationen sind eigentlich "super verlaufen".
Visus jetzt 02/2008 mit Brille bei 80% bivokal (60% links, 80% rechts)
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0382021 Visus links 35%, rechts 100% mit Gleitsichtbrille
04/2021 Abstoßung Hornhaut links - Update 11.2024 - Abstoßung Hornhaut war eine Fehldiagnose - war eine Herpesinfektion - alles wider OK - Viseus RA 100%, LA 40%
Keratoconus since: KK seit dem 22. Lebensjahr (Diagnose). mit 20 beim Bundesheer war noch alles OK. Danach "schleichende Verschlechterung". KK wurde von meinem Doc aber sofort erkannt. Lag wohl auch daran, dass in diesen zwei Jahren der Schub extrem gewesen sein muss. Obscan etc. war damals "noch nicht bekannt" - war schon mit der Spaltlampe zu erkennen.
Experience with eyeglasses / lenses: KL unmöglich - immer Riesenprobleme. Mit Brille immer so um die 60 bis 80% - zwischenzeitlich natürlich auch weit weniger, immer wieder Änderung spez. von Astigmatismus und Achse. Brille im Durchschnitt alle 18 Monate neu.
Operationen: 1990 Keratoplastik links, 1991 Keratoplastik rechts, 2007 Rekeratoplastik rechts.NEU - 10.2015 - meine linke Hornhaut ist wieder in Bewegung geraten (Kegelbildung)
Mögliche Ursachen: Keine Ahnung warum. Das wahrscheinliste ist das "Augenreiben" im Kindesalter. War total lustig sich die Augen zu reiben und danach die visuellen Effekte zu genießen.
Ich über mich: verheiratet, 2 Kinder
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Post by wmmw »

Hallo Floeru

Gel vs. Tropfen - bei mir ist dass so: tagsüber Tropfen - Kortison+Breitbandantibiotika - Nachts Gel - Kortison + Vitamine
Gel hat den Vorteil, dass es länger im Auge "verbleibt" und dadurch auch "intensiver" wirkt - tagsüber sind Tropfen vorzuziehen da das Gel einen "Nebelschleier" auf der HH hinterlässt. Frag mal deinen Doc - Gel am Abend ist sicher von Vorteil - alles Gute weiterhin

lg Walter
ich liebe das Leben - auch mit KERATOKONUS !!!
phlo
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KC-Experience: Rechtes Auge nach zirkulärer Keratotomie bei Visus 1.0 hoffentlich weiterhin stabil.

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Linkes Auge 1 Jahr nach TLKP mit Brille bei Visus 1.0 (Fäden noch im Auge)

Post by phlo »

hi,

war gerade bei meinem arzt.

das auge steht bei visus 0.7 - ganz knapp 0.8 ( 7 Monate post-op) mit korrektur sph -1.5 cyl -1.75 (brille).

die ränder sind wohl noch nicht so schön verheilt. laut meinem arzt gibt sich das aber angeblich noch. außerdem dürfte ich wohl schon eine weiche kontaktlinse tragen, mit der der visus nochmal besser wäre.
da traue ich mich allerdings noch nicht ran !

medikation ist weiterhin: 2 x posifenicol tropfen, 1x blephamide salbe, 4 x actihaemyl augen-gel

@floeru
die fäden sind noch drin ! sollen auch erst nach 1 jahr raus.
es wurde etwa 1 1/2 monate nach der op sogar noch eine weitere naht gelegt, da die alte die hh wohl nicht optimal gehalten hat bzw sich der visus plötzlich verschlechtert hatte.

ich bin trotzdem noch nich wirklich glücklich mit dem auge, aber hoffe das es ein gutes ende finden wird. halte mir auch die optionen der korrektur nach dem fadenzug offen (lasern, inzisionen).

was mich aufrecht hällt ist mein rechtes auge. dort wurde anscheinend früh genug gehandelt. habe dort die zirkuläre keratotomie durchführen lassen. das auge ist seit einem jahr stabil und hat sich sogar etwas gebessert.
die werte schwanken dort sph / cyl immer mal wieder zwischen 0.0 - 0.75 (brille). visus 1.0
weiss natürlich nicht ob die op nicht vlt doch irgendwann einmal noch nebenwirkungen zeigen wird (schädigungen jeglicher art? ist immerhin eine 500 mikron tiefe narbe)
abwarten.
falls hier irgendwann doch noch ein fortschreiten des konus diagnostiziert wird, könnte ich immer noch vernetzen. alles in allem also eine recht positive prognose.

ich persönlich würde nach meinen erfahrungen trotzdem die tiefe lamelläre empfehlen. aussagen wie "es wird max. ein visus von 0.6 erreicht" habe ich für mich schon wiederlegen können!
Hold on and be strong,

Florian
phlo
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Linkes Auge 1 Jahr nach TLKP mit Brille bei Visus 1.0 (Fäden noch im Auge)

Post by phlo »

habe noch eine interessante seite zum thema TLKP / DLKP gefunden.

http://www.niioc.nl/edalkcrs/edalk.htm

INTERESSANT:

Results

6 months 12 months

BCVA 0.7 ± 0.2 0.8 ± 0.1
Astigmatism 2.4 D ± 2.1 D 2.6 D ± 1.6 D
Pachymetry n.d. 0.66 ± 0.05 mm
ECD n.d. 2240 ± 475 cells/mm2

BCVA (best corrected vision acquired)
Hold on and be strong,

Florian
floeru
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Post by floeru »

Heute war wieder Kontrolltermin. Dem Doc hat das Auge sehr gut gefallen. Er meint, dass die Falten auf dem Interface (Schnittstelle zwischen alter und neuer Hornhaut) seit dem letzten Termin bereits deutlich deutlich abgenommen hätten.

Das eigentlich Highlight der Untersuchung war aber das Video von MEINER Operation, welches er mir gezeigt hat. Er hat es für eine Medizinische Videodatenbank in den USA geschnitten und es wird in diesem Monat veröffentlicht (leider nicht online).

Es war natürlich schon genial zu sehen, wie und was genau gemacht wurde! Zuerst wurde das Transplantat präpariert, sprich zurecht geschnitten (300 Microns dick). Das präparierte Transplantat wurde in einem speziellen Behälter zwischengelagert. Anschliessend wurde mit einem ähnlichen Gerät, welches auch für die LASIK Operationen verwendet wird, auf meinem Auge etwa 160 Microns abgetragen. Mit diesem Gerät (Amadeus II) dauert das Schneiden nur ein paar Sekunden, die Vorbereitung ist allerdings zeitaufwendig. Das abgetragene Gewebe war im Gegensatz zum Transplantat wirklich hauchdünn! Das hat man sogar im Video gut gesehen. Anschliessend wurde das Transplantat aufgesetzt und zuerst mit vier Nähten provisorisch befestigt. Anschliessend wurden die zwei Kreuznähte eingezogen und die vier Hilfsnähte entfernt. Die Operation hat nur 40 Minuten gedauert, auch wenn sie ja eigentlich kompliziert ist als eine PKP.

Zum Glück habe ich keine Probleme mit solchen Operationsvideos! Denn das eigene Auge so zu sehen, ist irgendwie schon komisch. Die Bindehaut ist blutrot und auch sonst fliessen ab und ein Tropfe Blut.

Jedenfalls rechne ich dem Doc hoch an, dass er mir dieses Video gezeigt hat. Er wusste, dass es mich sehr interessiert und hat sich dafür extra Zeit genommen, obschon das in seiner Agenda sicher nicht eingeplant war.

Witzig war auch, dass ich ihn letzten Sonntag in einer Reportage von NZZ Format im TV gesehen habe. Die Sendung wird am 07.05.2007 auf VOX erneut ausgestrahlt. Allerdings geht es nicht um KC sondern um Brillen und in seinem Fall um Laser. Man sieht aber auch das Gerät, dass bei meiner Operation zum Schneiden des Transplantats eingesetzt wurde. Die Sendung ist aber so oder so absolut sehenswert, wie grundsätzlich alle Reportagen von NZZ Format.

Sonst gibt es eigentlich nicht viel neues. Die Fäden werden sicher erst frühestens nach 6 Monaten gezogen und mit einer Brillenkorrektur muss ich bis dann warten. Geduld haben ist angesagt! :-) Jedenfalls bin ich sehr zuversichtlich, dass mein Visus in einem Jahr deutlich besser ist als vor der Operation.

Leider macht mein Arbeitgeber zurzeit etwas Probleme aber im Moment stresst mich das nicht gross. Ich bin vielmehr froh, dass es dem Auge gut geht!

@ phlo
Danke für den Link! Schade, dass bei solchen Statistiken immer nur die Minimal- und Maximalwerte angegeben werden. Der durchschnittliche Visus wäre ja eigentlich auch ein sehr interessanter Indikator für den Erfolg von LKPs.

@ Markus
Ich hoffe, du liest diesen Beitrag! Ich warte gespannt auf ein Update von dir ;) Und richte bitte dem Professor einen Gruss von mir aus, wenn du ihn das nächste Mal besuchst. Er ist so selten in der Schweiz, bei mir dauert es sicher eine Ewigkeit, bis ich wieder einmal einen Termin bei ihm habe.
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floeru
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Letzte Woche war wieder ein Kontrolltermin fällig. Die Sicht hat sich jetzt 3 Monate nach der OP noch nicht gebessert aber es ist trotzdem alles okay. Es hat noch ein paar Falten auf dem Interface (Schnittstelle von alter und neuer Hornhaut) aber sonst ist alles klar (keine Wundheilung). Der Augeninnendruck ist trotzt drei Monaten Kortison immer noch bei 14. Der Doc hat mir erklärt, dass man eine Veranlagung haben muss damit der Augeninnendruck wegen Kortison steigt. Bei mir ist das offensichtlich nicht der Fall.

Der Visus wird wohl wirklich erst nach dem Ziehen der Fäden besser. Die Fäden würden für unterschiedliche Spannungen auf dem Auge führen und deshalb zu einer schlechten Sicht führen. Der Doc meint, dass wir frühestens 6 Monate nach der OP das Ziehen der Fäden in Betracht ziehen können. Ich persönlich rechne aber bereits jetzt mit 9-12 Monaten (wie üblich bei einer Keratoplastik).

Geduld ist gefragt. ;) Aber ich bin primär froh und beruhigt, dass mit dem Transplantat alles in Ordnung ist.
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