Ich wollte hier mal kurz Feedback geben zu meiner OP die ich bereits hinter mir habe.
Bei mir wurde im Oktober 2012 KK auf dem rechten Auge diagostiziert. Die Sehleistung nahm innerhalb kurzer Zeit (~6Monate) sehr stark ab.
Dass ich überhaupt dahinter kam, war reiner Zufall. Bei einem Gesundheitscheck war auch ein Optiker anwesend, zu meinem erstaunen viel der Sehtest sehr schlecht aus. Ich ging darauf hin zu einem Augenarzt, der irgendwie auch ratlos schien. Er verwies mich dann ans Kantonsspital in St. Gallen CH (Dezember 2012). Dort war nach 5min klar, Keratokonus! Noch ca. 20% auf dem rechten Auge. Links erste anzeichen, aber sehr gute 100%.
Nach Aufklärung durch einen Spezialisten wurde mir empfohlen ein Crosslinking durchzuführen in der Augenklinik des Kantonsspital in Luzern CH.
Dort hatte ich wiederum einen ersten Besprechungstermin, bei dem mir alles sehr ausführlich und verständlich erklärt wurde. Auch wurde mir die Möglichkeit aufgezeigt, vor dem eigentlichen CrossLinking mit dem sogenannten C-TEN Laser eine Korrektur durchzuführen. Somit sei es möglich, später evtl. mit normalen Kontaktlinsen zu korrigieren. Garantie, dass das so ist wird jedoch nicht gegeben.
Eine Korrektur mit Brille nach der OP sei nach wie vor praktisch ausgeschlossen. Ich habe mich dazu entschlossen, diese Kombination aus C-TEN Laser und Crosslinking zu machen, trotz der zusätzlichen finanziellen Belastung (Laser wird von Krankenkasse nicht bezahlt).
Die OP fand dann im März 2013 statt.
Das ganze läuft ambulant ab. Habe mir ein schönes Hotelzimmer in der wunderschönen Altstadt von Luzern genommen. Am Morgen noch etwas spazieren in der Stadt, um die Nervosität zu nehmen. Gegen 11 Uhr war es dann so weit. Das scheint eine Routine-OP zu sein, etliche Patienten warteten kamen rein, raus. Dann war ich an der Reihe.
Zuerst wurde nochmal alles vermessen, gecheckt ob ich der richtige bin
Nach kurzer Wartezeit wurde der Laser positioniert, ich glaube 30 sek oder weniger hats gebrummt und unangenehm gerochen. Null Schmerzen, danach ausgespühlt. So wie ich in den Vorgesprächen verstanden habe, wird mit dem Laser zuerst die Epitelschicht (schonender) entfernt und danach die Hornhaut korrigiert. Dann gings zu Seite hin und es wurde sofort mit dem CL begonnen, kein kratzen oder schaben der Epitelschicht, sondern gleich diese Tropfen und zwischendurch das UV-Licht. Leider dauerte das ganze CL bei mir 40min, an was das gelegen hat weiss ich nicht genau, es brauchte einfach länger als gewöhnlich. Zum Schluss die Verbandslinse drauf und fertig.
Im Anschluss die Instruktion betreffend der Medikamente und Augentropfen. Mit dem Bus zum Hotel, schlafen! Die Schmerzmedis haben mich richtig weggehauen, aber ich glaube das war auch gut so. Leider viel im Verlauf des Abends meine Verbandslinse raus, was sich in ziemlich üblen Schmerzen ausdrückte. Ich hielt jedoch durch, am nächsten Morgen war ja wieder Kontrolle angesagt.
Bei der Kontrolle war die Augenärztin ziemlich schockiert darüber, das ich das ohne Verbandslinse ausgehalten habe. Ich hätte doch einfach nochmals vorbei kommen können. Egal, es ging auch so, wenn auch mit ziemlichen Schmerzen. Ansonsten war alles Ok und ich wurde mit gutem gewissen und neuer Verbandslinse nach Hause entlassen.
Zu Hause verlief alles problemlos, Schmerzen hatte ich keine, ich war lediglich etwas lichtempfindlich. Konnte jedoch problemlos TV sehen und andere Dinge erledigen.
Ich hatte dann bei meiner Augenärztin vor Ort regelmässig Kontrolltermine, betreffend dem zuheilen der Epitelschicht. Dies hat etwas länger gedauert, ich glaube so nach 10 Tagen war ok. Die Sehschärfe veränderte sich während dieser Zeit immer mal wieder, ich ionnte jedoch schon eine Veränderung im positiven feststellen. War vor der OP eher alles verschwommen, ging es jetzt eher in Richtung scharfes Doppelbild.
Danach folgten zwei Kontrolltermine wieder in Luzern. Beim zweiten Termin wurde mit erstaunen festgestellt, dass ich auf sehr gute 40% gekommen bin und eine Korrektur mit Brille aufgrund der Resultate ihne Probleme möglich wäre.
Ich habe mich nun auf anraten des Optometristen dazu entschieden, so lange ich keine Einschränkungen habe auf eine Brille zu verzichten. Das ich jedoch die Möglichkeit dazu habe, beruhigt mich unwahrscheinlich.
In dem Sinne kann ich die Kombi-OP nach meinen Erfahrungen sehr gut weiter empfehlen. Auch die Augenklinik des Kantonsspital in Luzern hat das alles sehr sehr gut gemacht, nicht nur due OP. Auch das drum herum.
Gruss Manu