Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: https://forum.keratokonus.de/viewtopic.php?t=6501

Keratoplastik München Prof. Neuhann, November 2010

lamerlin
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KC-Experience: Beidseitiger, sehr dynamischer Keratokonus
Keratoconus since: Seit ca. dem 21. Lebensjahr (2002), Diagnose kam sofort, weil Mutter und Onkel auch bereits betroffen waren, mittlerweile auch ein Cousin und eine Cousine.
Experience with eyeglasses / lenses: Von Anfang an korrektur mit harten Linsen
Operationen: November 2010 perforierende Keratoplastik rechts mit Femto-Laser
Begeiterscheinungen: Habe starke Neurodermitis und diverse Allergien, wobei die Neurodermitis am schlimmsten war als ich 19 bis 21 war, als die besser wurde kam der Keratokonus...

Keratoplastik München Prof. Neuhann, November 2010

Post by lamerlin »

Hallo zusammen,

ich bin 28, heiße Angelika, und bei mir wurde am 15.11.2010 von Prof. Neuhann und seiner Tochter eine Keratoplastik am rechten Auge durchgeführt. Weil ich mich vor meiner OP viel hier im Forum informiert habe, möchte ich jetzt auch von meiner erzählen.

Ich versuche, das relativ übersichtlich zu machen, bei Unklarheiten kann man natürlich auch gerne nachfragen :::wink2

Krankheitsgeschichte:

Der Keratokonus trat bei mir erstmals auf als ich 21 war, beidseitig, und wurde auch sofort diagnostiziert, weil sowohl meine Mama als auch mein Onkel betroffen sind (beide auch transplantiert, meine Mama auch erst seit Sommer 2010, da konnte ich mir alles schon mal genau ansehen . Ich kam mit formstabilen Kontaktlinsen eigentlich immer gut zurecht, obwohl die Sehstärke schon kontinuierlich abnahm. Irgendwann im Winter 2009/2010 hat sich dann rechts zentral die Hornhaut eingetrübt. Als ich das bemerkte und zu dem Arzt bin, bei dem ich sonst wegen KK immer war. meinte der flapsig „eigentlich würde ich mit Ihnen jetzt über eine Keratoplastik reden, aber bei Ihrer Haut wächst uns die ja nie an…“ :::urgs Ich war so schockiert, dass ich irgendwie nicht fähig war, das näher zu hinterfragen, obwohl mir diese Aussage schon komisch vorkam, weil ich eigentlich gut informiert bin und zwar wusste dass meine starke Neurodermitis und Allergien zwar ein höheres Risiko darstellen, aber... jedenfalls war ich ziemlich fertig mit der Welt.
Ich verließ ich die Praxis mit einem Rezept für neue Linsen und hab 2 Tage geheult :::blink2 . Beim Anpassen während den nächsten Wochen konnten rechts nur noch 20%, links 50% erreicht wurden.

Weil zu dieser Zeit meine Mama gerade die vorbereitenden Untersuchungen bei Prof. Neuhann hatte, bin ich da mitgefahren und hab den Meister dann gleich höchstselbst dazu befragt, und er hat sich sogar die Zeit genommen und das Auge angeschaut und gemeint: „Wir haben noch jeden irgendwie hingebracht“ +++x1 und dass ich mich mal mit dem Gedanken an die Transplantation anfreunden sollte.
Es war angedacht, relativ zügig eine lamelläre KP zu machen, eben wegen dem erhöhten Risiko bei einer durchgreifenden KP. Er meinte, dass die Chancen, dass man lamellär operieren könnte bei meinem jungen Alter relativ hoch seien. Bei meinem nächsten Termin in der Praxis kam ich auf die Warteliste mit doppelter Geschwindigkeit, weil entschieden wurde, dass ich am Besten im Herbst operiert werden sollte, dass das Auge so lange Zeit wie möglich zum Heilen hat, bevor die Allergie-Zeit im Frühling kommt. Weil auch meine Neurodermitis stark von den Pollenflug beeinflusst wird.

Die OP:
Ich hatte im Sommer dann ja die KP und Heilungsverlauf meiner Mama „mitverfolgen“ können und wusste, dass man beim Prof. Neuhann und im Rotkreuzkrankenhaus in den besten Händen ist, aber am Morgen der OP gings mir dann trotzdem eher nur so mittel...
Ich wartete den ganzen Vormittag auf meinem Bett und wurde um ca 14 Uhr ins OP-Zentrum geholt und bekam dann die Beruhigungsinfusion und erste Spritze. Irgendwie war ich auch nur auf eine Spritze eingestellt gewesen, doch die hat nicht ausreichend gewirkt, so dass noch einige Male nachgespritzt werden musste, als ich schon auf dem OP-Stuhl lag… :oops:
Naja, irgendwie hab ich mich in dieser Wartezeit in so ne Panik reingesteigert, die natürlich letztendlich unbegründet gewesen ist, weil als dann endlich die OP selber losging und die Beruhigungsinfusion so richtig wirkte, das Ganze überhaupt nicht schlimm war, und schmerzhaft schon gar nicht. Am ehesten trifft es noch das Wort „faszinierend“, was man da so alles sieht... Irgendwie bin ich dann in so nen meditativen Zustand gefallen, so dass ich jetzt nicht genau den Ablauf schildern kann. Erst dann wieder, als das Endothel freigelegt war und sich leider, leider herausstellte, dass es schon beschädigt war und ich hörte das auch schon an den Gesprächen der anwesenden Ärzte: „Da ist Wasser ausgetreten“, „Jetz ist da Luft drin!?“ ddd1 Der Prof. fragte mich ob ich schon mal ein Ödem hatte, was ich verneinte (zumindest wusste ich nichts davon). Es musste dann auf eine perforierenede KP umgeschwenkt werden.
Ich glaub, deswegen dauerte es dann auch länger (und wegen der Warterei mit den Spritzen). Insgesamt war ich nach 2,5 Std wieder mit verbundenem Auge in meinem Bett.

Im Krankenhaus:
In der Nacht, als die Betäubung nachgelassen hat, hab ich schon ziemliche Schmerzen gekriegt, die aber durch eine Schmerztablette wieder weg gegangen sind und später auch nie wieder kamen.

Am nächsten Morgen, als der Verband abgenommen wurde, hat das Auge in einer Tour getränt, also wirklich eine Krokodilsträne nach der anderen, und das ging auch so ziemlich die ganze Krankenhaus-Zeit so. außerdem war das Auge so stark geschwollen, dass ich es selber kaum öffnen konnte. Ich hab es nur kurz versucht, aufzumachen und das Ende meines Bettes gesehen und meine Hand, aber da war so viel Flüssigkeit, dass ich mir nicht sicher war, wie gut ich sehe. Bei der ersten Kontrolle hat die Ärztin auch erst mit der Hand vor mir rumgewedelt, ob ich die Bewegung sehe, aber ich hab sofort schon eine wohlgeformte, wunderschöne „9“ an der gegenüberliegenden Wand gesehen :::woot .
Also 5%, aber nicht verzerrt, nicht doppelt, und richtig schwarz, nicht so grau wie vorher durch die Trübung.
Seit dem Moment war ich so richtig glücklich und die restliche Krankenhauszeit hab ich als sehr angenehm in Erinnerung. Am 2. Tag warens schon 10% und das Epithel hatte sich geschlossen. Trotzdem hatte ich das Auge meistens noch geschlossen, erstens wegen der Schwellung und zweitens, weil mein Hirn das alles noch nicht so richtig verarbeiten konnte. Ich hab das Auge nur immer einen Moment aufgemacht und mich gefreut :D

Am 5. Tag wurde ich mit 10% entlassen und sollte zur Nachbehandlung Dexagel 4x und Corneregel (weiß nicht mehr wie oft) nehmen und war 4 Wochen krankgeschrieben.

Danach:
Ich hatte mich entschieden, auch zur Nachsorge in die Praxis vom Prof. Neuhann zu gehen, weil ich es nicht weit habe und mich da einfach in den besten Händen fühle.
Ziemlich schnell hatte ich 20% erreicht, aber ca. 3 Wochen nach der Entlassung ist bei der Kontrolle rausgekommen, dass das Epithel wieder offen war. Es hatte bei der Anwendung vom Corneregel auch mal zwischenzeitlich gebrannt, das war aber gleich wieder vergangen, weshalb ich nicht gleich zum Arzt gegangen war. :roll: Ich habe von Dexagel auf Liposic gewechselt und musste 2 Tage später zur Kontrolle. Weil das Epithel da immer noch offen war, bekam ich eine Verbandslinse eingesetzt, die nach 2 Tagen wieder entfernt werden konnte.
Das Epithel war zwar zu, aber noch sehr trocken, deswegen haben sie mir noch Serum-Tropfen angefertigt. Das sind Tropfen aus dem eigenen Blutplasma und Kochsalszlösung, was besonders gut für die Oberfläche ist. Ich bin total begeistert davon und lasse mir die auch weiter machen, weil die nicht so kleben wie Liposic oder Corneregel. Anstatt Dexagel nehm ich mittlerweile Predni-Ophtal Gel, weil das auch besser für die Oberfläche ist.

Seit diesem offenen Epithel ist alles in bester Ordnung, und ich sehe auch immer noch kontinuierlich besser, bei der letzten Kontrolle (also nach 2 Monaten) waren es bereits über 40%. :::woot Anfangs hat die Sehleistung sehr stark geschwankt über den Tag hinweg, aber ich hab den Eindruck, dass das auch immer besser wird.

Nach 4 Wochen bin ich auch wieder arbeiten gegangen. Weil ich freie Mitarbeiterin bin, konnte ich auch einfach halbtags anfangen und die Arbeitszeit langsam steigern.

Alles in allem geht es mit total gut, ich freu mich immer noch jeden Morgen wie ein Schnitzel, wenn ich den Wecker lesen oder am Wochenende auch mal ohne Linsen zum Supermarkt gehen kann. +++x
Bleibt nur zu hoffen, dass mein Immunsystem auch weiterhin so brav mitmacht!

Ich werde versuchen auch weiterhin den Verlauf hier zu schilden,
Liebe Grüße, Angelika
andreas
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KC-Experience: Im Studium und im Beruf war es immer sehr anstrengend, mit den Kollegen mitzuhalten - trotz sehr großer Bildschirme und immer "vorne sitzen" bei Präsentationen. Feierabend war wirklich Feierabend; da war keine Kraft mehr für After-Work-Parties oder Work-Out im Fitnessstudio. Langes lesen oder schreiben von Texten war trotz aller Hilfsmittel anstrengend; oder lange Besprechungen mit Präsentationen.

Seitdem ich Rentner bin, kann ich mir meine Zeit / Pausen sehr viel großzügiger einteilen; trotz der regelmäßigen Struktur, die ich meinem Rentnerleben gegeben habe.
Keratoconus since: Die erste richtige Diagnose kam so 1978 - erst irregulärer Astigmatismus, dann Keratokonus. Bis zur richtigen Diagnose habe ich ca. 10 Augenärzte und 3-4 Jahre gebraucht. Seit ca. 2006 stabil in rechts Stufe II-III: links I-II; kaum Veränderungen bei Scanns in 4-6-Jahres-Abständen
Experience with eyeglasses / lenses: Ich komme gut mit verschiedenen Brillen zurecht (Hell&Fern; NormalesTageslicht/Nah; Dunkel/Fern; Dunkel/Nah; reichen fast immer. Früher habe ich gelegentlich Tageslinsen getragen, dass brauche ich nun nicht mehr.
Operationen: Keine OP´s
Begeiterscheinungen: trockene Augen; trockene Haut; Augen-jucken
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Re: Keratoplastik München Prof. Neuhann, November 2010

Post by andreas »

Hallo Angelika,

vielen Dank für den ausführlichen und strukturierten Bericht - ich drücke die Daumen :::thumb und freue mich darauf, mehr zu lesen.

Gruß, Andreas
sabine s.
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KC-Experience: 4x transplantiert, 3x an einem auge, immunsuppression wegen ständiger transplantatabstoßungen, glaukom bereits mehrmals operiert, beginnender katarakt an beiden augen. visus mit brille um die 35%. Kontaklinsenunverträglichkeit .
augen-op´s insges. 13x. bin bei prof. th. neuhann in behandlung.
5. transpl. steht in den starlöchern.??? mehr oder weniger. das 5. transplantat war bereits am anfang märz 08 gefunden worden. 2 h später, anruf vom Prof. er könne es nicht nehmen. jetzt muß ich also weiter warten.
nävus auf der netzhaut inoperabel, tumor in der orbita nähe des sehnerves.
visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird.
Experience with eyeglasses / lenses: Sehr schnell wurden mir harte KC-Linsen angepaßt, die sich aber andauernd veränderten, so, daß der Anpasser gar nciht mehr nachgekommen ist.
Operationen: 1999 wurde die erste Keratoplastik gemacht. s.o. bei und von Prof. Thomas Neuhann. Alle anderen Keratoplastiken (mit wachsendem Vergnügen, ebenfalls vom Prof. Neuhann der sich absolut rührend um mich kümmert. Div. Trabekulektomien, Div. Cortisonspülungen....................alles zwar Operationen, aber immer irgendwie im Vorbeigehen.
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Re: Keratoplastik München Prof. Neuhann, November 2010

Post by sabine s. »

hallo angelika

ich hatte 4 transplantationen beim prof. neuhann und kann dir nur versichern, daß du bei ihm und auch bei seiner tochter in allerbesten händen bist.
er ist wirklich äußerst kompetent und läßt nichts anbrennen.
ich drücke dir auch die daumen und wünsche dir alles gute.

grüßle
sabine s.
lamerlin
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Re: Keratoplastik München Prof. Neuhann, November 2010

Post by lamerlin »

Hallo,

danke für eure "Begrüßung" hier im Forum und das Daumendrücken!

Vor allem danke an Sabine, von dir hab ich schon gaaanz viel hilfreiches gelesen hier! :)

LG Angelika
sabine s.
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5. transpl. steht in den starlöchern.??? mehr oder weniger. das 5. transplantat war bereits am anfang märz 08 gefunden worden. 2 h später, anruf vom Prof. er könne es nicht nehmen. jetzt muß ich also weiter warten.
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Re: Keratoplastik München Prof. Neuhann, November 2010

Post by sabine s. »

dankeschön! ich hoffe, es konnte dir weiterhelfen.
lamerlin
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Re: Keratoplastik München Prof. Neuhann, November 2010

Post by lamerlin »

Hallo zusammen,

eieiei, ich hab ja was ganz wichtiges vergessen zu erzählen! :::surprise
Die OP wurde bei mir mittels Femto-Sekundenlaser durchgeführt (selbst bezahlte Wahlleistung, 1500 Öre).

Damit wird ein stufenförmiger Schnitt ermöglicht, so dass die neue Hornhaut wie "Feder und Nut" in das eigene umliegende Gewebe passt. Es wird deswegen von einem besseren Heilungsverlauf ausgegangen.

Ziemlich am Anfang der OP wurde mir gesagt, dass ich , wenn ich unter den Laser geschoben werde, bewegungslos "wie ein Mehlsack" liegen bleiben muss, auch wenn sie im Eifer des Gefechts dann vergessen anzukündigen "Jetzt kommt der Laser!". Deswegen dachte ich dann immer, wenn die Liege verschoben wurde, dass jetzt gelasert wird, und lag also praktisch die ganze Zeit stocksteif da. :::smile1

Zum Schluss hat der Professor mich dann noch für die Bewegungslosigkeit gelobt 8)

Ich kann natürlich nicht sagen, wie es ohne Laser gewesen wäre, aber nachdem bisher alles so unerwartet gut verläuft, würd ichs natürlich wieder mit Laser machen lassen!

Am 3. Februar muss ich zur Kontrolle, dann gibts vielleicht neues zu berichten!

Tschüssikowski, Angelika
sabine s.
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visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird.
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Operationen: 1999 wurde die erste Keratoplastik gemacht. s.o. bei und von Prof. Thomas Neuhann. Alle anderen Keratoplastiken (mit wachsendem Vergnügen, ebenfalls vom Prof. Neuhann der sich absolut rührend um mich kümmert. Div. Trabekulektomien, Div. Cortisonspülungen....................alles zwar Operationen, aber immer irgendwie im Vorbeigehen.
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Re: Keratoplastik München Prof. Neuhann, November 2010

Post by sabine s. »

servus.

1500,. wicken??? ganz schön heftig. es wird also nur eine nadel-und-faden-transplantation von der kasse gezahlt??? obwohl die FEMTO-LASER viel viel risikoärmer und vom ergebnis her besser ist??
Meine Hornhäute wurden alle solide vom meister himself eingenäht und ausgestanzt vor allem, da gabs kaum die laser methode.

drück dir weiterhin die daumen

grüßle

sabine
lamerlin
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Re: Keratoplastik München Prof. Neuhann, November 2010

Post by lamerlin »

Hallo,

ja, der Laser wird nicht gezahlt, weil es die Methode noch nicht so lange gibt, dass Studien eindeutig den Vorteil belegen würden. Aber beim Vorgespräch hat der Professor gesagt, dass nach seinen derzeitigen Erfahrungswerten, wenn es um sein eigenes Auge ginge, er die OP ausschließlich mit Laser machen lassen würde. Und diese Aussage war für mich dann ausschlaggebend.

(Bei meiner Mama wurde der Laser dann im Nachhinein überraschenderweise doch bezahlt, obwohl vorher verneint wurde, aber die ist privatversichert)

Und: eine Nadel-und-Faden-Transplantation ist es bei mir ja trotzdem. :D Und die bleiben auch etwa ein Jahr drin. Zwischenzeitlich war es bei den Femto-OPs nur ein halbes Jahr, aber dann gab es scheinbar doch des öfteren Probleme, so dass man jetzt wieder bei einem Jahr ist... mir solls recht sein.

LG Angelika
lamerlin
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Re: Keratoplastik München Prof. Neuhann, November 2010

Post by lamerlin »

Sodala,

ich hatte gerade eben schon meinen Kontrolltermin, nicht wie angekündigt am 3.2.

Nun ja, was soll ich sagen: Es gab ne gute und ne schlechte Nachricht...
Da die gute das rechte, also das operierte Auge betrifft: zuerst die gute Nachricht:

Ich hab 60 bis 70 %! Nach 2,5 Monaten! :::thumb Sonst war rechts auch alles in Ordnung.
Ich könnt wirklich Freudentänze aufführen...

Dann kommen wir zur schlechten Nachricht: Ich hatte schon länger manchmal das Gefühl, dass links schlechter geworden ist, aber sicher war ich mir nicht, vor allem weil ich ja neuerdings hauptsächlich mit rechts gucke... welches Hirn soll sich denn da noch auskennen? (Bei der Bestandsaufnahme Juni 2010 hatte ich links 50%, rechts 20%)
Naja, jetzt war links mal total gerötet und empfindlich, so dass ich die Linse paar Tage nicht reingetan hab. Und da hab ich schon bemerkt dass sich definitiv was verändert hat. Und mit Linse hab ich plötzlich so ein Doppelbild, das mich total stört, obwohl die Linse grundsätzlich noch gut sitzt.
Das Problem hab ich jedenfalls heut vorgetragen und dann auch prompt kaum mehr 30% erreicht...so ein sch... :roll:
Es ist aber nix akutes zu sehen (keine Verletzung, Entzündung,Ödem oder sowas).
Beim nächsten Mal Kontrolle soll ich zur Frau Waltrich (eine Ärztin aus der Neuhann-Praxis, die auch selber operiert), dass die mal eine Einschätzung zur Gesamtsituation abgibt.
Sieht jedenfalls gerade so aus, als würde die linke Hornhaut auch bald das Zeitliche segnen ddd1

Liebe Grüße, Angelika
sabine s.
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augen-op´s insges. 13x. bin bei prof. th. neuhann in behandlung.
5. transpl. steht in den starlöchern.??? mehr oder weniger. das 5. transplantat war bereits am anfang märz 08 gefunden worden. 2 h später, anruf vom Prof. er könne es nicht nehmen. jetzt muß ich also weiter warten.
nävus auf der netzhaut inoperabel, tumor in der orbita nähe des sehnerves.
visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird.
Experience with eyeglasses / lenses: Sehr schnell wurden mir harte KC-Linsen angepaßt, die sich aber andauernd veränderten, so, daß der Anpasser gar nciht mehr nachgekommen ist.
Operationen: 1999 wurde die erste Keratoplastik gemacht. s.o. bei und von Prof. Thomas Neuhann. Alle anderen Keratoplastiken (mit wachsendem Vergnügen, ebenfalls vom Prof. Neuhann der sich absolut rührend um mich kümmert. Div. Trabekulektomien, Div. Cortisonspülungen....................alles zwar Operationen, aber immer irgendwie im Vorbeigehen.
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Re: Keratoplastik München Prof. Neuhann, November 2010

Post by sabine s. »

hallo angelika.

dr. waltrich is ne ganz liebe!!! und ebenso gut wie der prof.
vllt. geht ja bei deinem linken auge ne vernetzung?? "flöten" geht deine hornhaut sicher noch nicht..............sie verändert sich halt.............ja man neigt zu euphemismen mit der zeit.
aber das ergebnis deines rechten auges ist ja eigentlich sogar sensationell.
da kann ich nur gratulieren und dir wünschen, daß es so weitergeht.

grüßle
sabine
lamerlin
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Re: Keratoplastik München Prof. Neuhann, November 2010

Post by lamerlin »

huhu sabine,

Nein, mit Vernetzung ist da nix mehr, das stand im Juni 2010 schon beidseitig nicht mehr zur Debatte.
Aber was solls, ändern kann mans jetzt eh nicht.
Lieber über das rechte Auge freuen 8)

Ach ja, nächstes Mal wird dann auch zum ersten Mal ne Keratographie gemacht (und irgendeine Untersuchung, die mir grad beim besten Willen nicht mehr einfällt....ich glaub des Endothels...)

LG Angelika
sabine s.
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Re: Keratoplastik München Prof. Neuhann, November 2010

Post by sabine s. »

hallo,

leider mußt sogar ICH diese untersuchung bezahlen,,,,,,,,,,,keine kassenleistung mehr. kostet so um die 60 teuros und solltest in der praxis gleich loswerden.

grüßle
sabine
lamerlin
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Re: Keratoplastik München Prof. Neuhann, November 2010

Post by lamerlin »

Hallo,

ja, das hat er schon gesagt, dass ich nächstes Mal blechen muss. Und wenns weiterhin so bergauf geht zahl ich das auch ohne Murren :)
Aber da hat sich noch eine Frage bei mir angestaut: Bisher habe ich seitens der Ärzte immer gehört (vor allem als 'Beruhigung meiner Mama, die nach ihrer Transplantation nach 6 Monaten wieder bei nur 10% ist), dass der Visus sich sicherlich nach dem Ziehen der Fäden noch ändern wird. Weil sich die spannung ändert, oder warum genau?
Und ist das denn zwangsläufig so, oder ist das so unberechenbar wie der Visus nach der OP? (...und auch so ziemlich sonst alles in Sachen Keratokonus und KP) Ich meine: muss ich mich drauf einstellen, dass meine Sehleistung nach dem Ziehen der Fäden wieder futsch ist?

Arrrgh, ich weiß schon, das ist jetzt wieder sinnloses in der Zukunft herumspekulieren :::glaskugel
Aber jetzt ist die Frage ja nun mal da, ich wünschte sie hätte sich mir nicht aufgedrängt :roll:

LG Angelika
sabine s.
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KC-Experience: 4x transplantiert, 3x an einem auge, immunsuppression wegen ständiger transplantatabstoßungen, glaukom bereits mehrmals operiert, beginnender katarakt an beiden augen. visus mit brille um die 35%. Kontaklinsenunverträglichkeit .
augen-op´s insges. 13x. bin bei prof. th. neuhann in behandlung.
5. transpl. steht in den starlöchern.??? mehr oder weniger. das 5. transplantat war bereits am anfang märz 08 gefunden worden. 2 h später, anruf vom Prof. er könne es nicht nehmen. jetzt muß ich also weiter warten.
nävus auf der netzhaut inoperabel, tumor in der orbita nähe des sehnerves.
visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird.
Experience with eyeglasses / lenses: Sehr schnell wurden mir harte KC-Linsen angepaßt, die sich aber andauernd veränderten, so, daß der Anpasser gar nciht mehr nachgekommen ist.
Operationen: 1999 wurde die erste Keratoplastik gemacht. s.o. bei und von Prof. Thomas Neuhann. Alle anderen Keratoplastiken (mit wachsendem Vergnügen, ebenfalls vom Prof. Neuhann der sich absolut rührend um mich kümmert. Div. Trabekulektomien, Div. Cortisonspülungen....................alles zwar Operationen, aber immer irgendwie im Vorbeigehen.
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Re: Keratoplastik München Prof. Neuhann, November 2010

Post by sabine s. »

halllo,

ja leider mußt dich drauf einstellen, daß der gute visus nach dem fadenzug zumindest vorübergehend wieder schwindet. wird allerdings wieder u,U, einige zeit DANACH wieder besser.
so ca. 8 wochen nach dem fadenzug weiß man dann in etwa wie der visus bleibt und kann dann auf basis dessen ne brille oder linsen anpassen.
so zumindest hab ich das erlebt.
grüßle
sabine
lamerlin
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KC-Experience: Beidseitiger, sehr dynamischer Keratokonus
Keratoconus since: Seit ca. dem 21. Lebensjahr (2002), Diagnose kam sofort, weil Mutter und Onkel auch bereits betroffen waren, mittlerweile auch ein Cousin und eine Cousine.
Experience with eyeglasses / lenses: Von Anfang an korrektur mit harten Linsen
Operationen: November 2010 perforierende Keratoplastik rechts mit Femto-Laser
Begeiterscheinungen: Habe starke Neurodermitis und diverse Allergien, wobei die Neurodermitis am schlimmsten war als ich 19 bis 21 war, als die besser wurde kam der Keratokonus...

Re: Keratoplastik München Prof. Neuhann, November 2010

Post by lamerlin »

Hallo zusammen,

mal ein kurzes Update: die letzten Tage hatte ich plötzlich so Schatten nach links unten, besonders bei hellen Flächen/Schriften etc... meine Vermutung war, dass das ein Astigmatismus-Phänomen ist, das jetzt durch das langsame Einwachsen der Spender-HH entsteht, aber siehe da: heute ist es wieder weg und alles wunderbar... 8)

Trotzdem hab ich noch eine Frage an die Spezialisten hier:
Bei mir (und bei meiner Mama auch) wurde mit einzelnen Fäden vernäht. Jetzt hab ich online einige Studien gefunden, die besagen, dass der endgültige Astigmatismus bei den Einzelfäden durchschnittlich am höchsten sein wird.
Was kann denn dann im Gegensatz dazu der Vorteil von EInzelfäden sein? Rein interessenhalber...

LG Angelika
kera98
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KC-Experience: Ich habe keinen Keratokonus, sondern eine seltene erbliche Hornhautdystrophie, allerdings mit ähnlichen Folgen für die Sehschärfe.
Keratoconus since: Meine Dystrophie begann ca. mit 16-17 Jahren, wurde aber nicht erkannt und über Jahre deswegen falsch und gar nicht behandelt. Die korrekte Diagnose kam, als ich Anfang 40 war.
Experience with eyeglasses / lenses: Ich trage auf beiden Augen Minisklerallinsen. Links nach Keratoplastik mit irregulärem Astigmatismus, rechts (noch) ohne OP. Eine Brille habe ich zwar, komme damit aber nur auf eine Sehschärfe von 25-30%.
Operationen: Keratoplastik (li Auge) 5x in 25 Jahren
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Re: Keratoplastik München Prof. Neuhann, November 2010

Post by kera98 »

Hallo, Angelika,
ja, die meisten Artikel besagen, dass eine doppelt fortlaufende Naht die besten Ergebnisse bezüglich des Visus und auch auch den geringsten Astigmatismus bringen. Der Vorteil von Einzelfäden ist, dass sie nicht gleich alle raus müssen, wenn sich eine davon lockert. Bei einer fortlaufenden Naht muss diese gleich ganz entfernt werden, wenn sie auch nur an einer Stelle nicht mehr intakt ist. Einzelfäden werden normalerweise benutzt, wenn die Hornhaut sehr dünn ist, da sie sich dann besser verankern lassen und auch leichter mal eine Naht nachzulegen ist, wenn sich die Fäden frühzeitig lockern.

Ich würde mir aber wegen des Sehens und den Einzelnähten nicht soviel Gedanken machen. Ich hatte auch schon 2x ein Transplantat mit Einzelnähten, und mit einem davon hatte ich den besten Visus aller Zeiten (70% mit Brille). Jetzt habe ich wieder eine doppelt fortlaufende Naht (obwohl meine eigene Hornhaut sehr dünn ist) und mein Visus ist ohne Korrektur unter 5% und der Astigmatismus über 7 Dpt. Ich brauche für ein vernünftiges Sehen jetzt eine sehr komplizierte Kontaklinse.

Bei dem Transplantat mit dem guten Visus wurden dann auch immer nur die Einzelnähte entfernt, die locker waren. Ich hatte 9 Jahre nach der Transplantation immer noch Nähte drin. Der Vorteil war, dass sich der Visus nicht wie sonst durch das Fädenziehen total geändert hat, sondern über die ganze Zeit ziemlich stabil war.
lamerlin
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Re: Keratoplastik München Prof. Neuhann, November 2010

Post by lamerlin »

Hallo,

danke für deine Ausführungen! Stimmt, das ist natürlich ein Vorteil dass man beim Fädenziehen flexibler ist. Meiner Mama haben sie auch schon angekündigt, mal ein paar Fäden früher als geplant zu ziehen, in der Hoffnung dass sich ihr Visus dann verbessert...

Alles Gute und LG Angelika
lamerlin
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Re: Keratoplastik München Prof. Neuhann, November 2010

Post by lamerlin »

Hallo,

mein Auge bereitet mir grad Kopfzerbrechen...gestern nachmittag hatte ich ein plötzlich auftretendes "trockenes, kratziges" Gefühl, und ein leichtes Fremdkörpergefühl und hab dann angefangen ganz fleißig zu tropfen...abends hatte ich dann plötzlich Schleim im inneren Augenwinkel und dann bin ich heut Nacht um 5 aufgewacht und hab die Weckeranzeige nur ganz milchig gesehen...
Bin dann so erschrocken dass ich eh hellwach war :::eek und aufgestanden und hab wieder fleißig getropft... und dacht mir dass ich in der Früh dann zum Augenarzt fahren würde...Bin dann doch irgendwann wieder eingeschlafen... Und als ich aufgewacht bin war alles wieder weg. Was kann der Schleim denn gewesen sein? In den ersten 2 wochen hatte ich das ölfter, aber danach eigentlich nicht mehr...
Jetzt bin ich den ganzen Tag schon unentschlossen ob ich noch fahren soll oder nicht... Manchmal ist das schon sehr zermürbend alles... :roll:

LG Angelika
sabine s.
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Re: Keratoplastik München Prof. Neuhann, November 2010

Post by sabine s. »

hallo angelika,
der schleim und alles drumherum kann schon von einem sehr trockenen auge kommen. tropfst du cortison auch noch??? wenns eh besser ist und dies auch bleibt, würd ichs mal ignorieren. sollte das nochmal auftreten, dann läßt lieber nachschauen.
alles gute.
sabine
lamerlin
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Re: Keratoplastik München Prof. Neuhann, November 2010

Post by lamerlin »

Hallo Sabine,

deine Antwort hat mich schon nicht mehr erreicht, ich war schon unterwegs und habs doch anschauen lassen. Und das war auch durchaus gut so!

Das Fremdkörpergefühl und die Schleimbildung kam vermutlich von einer Wimper, die quasi "nach innen" gewachsen ist, und die Oberfläche gereizt hat, die hat mir die Frau Neuhann dann ausgezupft.

Dann hat sich auch noch rausgestellt, dass mein Augendruck mittlerweie auf 26 gestiegen ist, deswegen gibts mal wieder Tropfenwechsel, also neue Cortisontropfen und noch welche zum Druck senken (weiß grad nicht welche; Rezept liegt in der Apotheke,)

Zum Visus: Ich konnte schon eine Zahl aus der 0,8-Zeile lesen :D , allerdings hat Frau Neuhann mir bestätigt, dass sich nach dem Fäden ziehen leider alles wieder ändern kann.

Und dann kommen ihr auch noch meine beiden Sehnerven sehr komisch vor (ungewöhnlich groß), das find ich jetzt auch durchaus beunruhigend ehrlich gesagt... :roll:
Jedenfalls soll ich in 2,5 Wochen wieder zur Kontrolle: Druck und Gesichtsfelduntersuchung wegen den Nerven.

To be continued...
lamerlin
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Re: Keratoplastik München Prof. Neuhann, November 2010

Post by lamerlin »

So, komm grad von der Apotheke.

Vorerst tropfe ich also 3 mal tägl. Vexol und 2 mal Dorzolomid.
(und natürlich unzählige Male Serum-Augentropfen)

LG
lamerlin
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Re: Keratoplastik München Prof. Neuhann, November 2010

Post by lamerlin »

Hmpft.
Ich hab ja gestern von Frau Neuhann die Vexol-Tropfen anstatt des Predni-Ophtal-Gels bekommen, mit dem Kommentar "die sollen sich ja nicht auf den Druck auswirken....angeblich." Aber im Beipackzettel steht das sehr wohl, dass die auch den Druck erhöhen können! Komischkomisch... :::blink

Und die Dorzolamid brennen bissl...
sabine s.
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Re: Keratoplastik München Prof. Neuhann, November 2010

Post by sabine s. »

hallo
fr. neuhann hat wohl recht, denn die langen erfahrungen haben gezeigt, daß vexol wohl besser ist für den druck. ich bin ja cortisonresponder d.h. ich kriege bei cortison einen unerlaubt hohen druck und hab dann auch vexol bekommen. daß der druck steigen kann, steht in jedem cortisonhaltigen medikament drinne. und sicher kann das auch mit vexol passieren, aber vllt. nicht so schnell/stark als mit predniophtal.
ich denke, das eine ist so gut und so schlecht wie das andere. man greift dann halt zu dem , das erfahrungsgemäß den druck nicht so sehr beeinflußt hat.

grüßle
sabine
lamerlin
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Re: Keratoplastik München Prof. Neuhann, November 2010

Post by lamerlin »

Aha, danke Sabine, hilfreich wie immer :::Nice
Dann hab ich doch gleich schon wieder ein besseres Gefühl dabei.
sabine s.
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Re: Keratoplastik München Prof. Neuhann, November 2010

Post by sabine s. »

:oops: :::Nice :::thumb