Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: viewtopic.php?t=6501

Epikeratophakie-Erfolge?

Carlo

Epikeratophakie-Erfolge?

Post by Carlo »

Geschrieben von Carlo am 27. Oktober 2001 01:10:34:

Die überwiegende Mehrheit der KC-Patienten die hier berichten haben eine Hornhaut-Transplantation hinter sich. Ich wurde vor 10 Jahren in der Uniklinik-Bonn an einem Auge mit der Technik der Epikeratophakie operiert.

http://www.kurzsichtigkeitsop.de/op/epi.htm

Seither hat sich die Sehstärke sehr langsam von 10 auf 50% verbessert, allerdings kann ich auf dem Auge keine Linse tragen weil es zu empfindlich ist.

Gibt es noch Leute hier die so operiert wurden? Mich würde interessieren ob die Operation bei anderen erfolgreicher war. Auf Anraten meiner Ärzte habe ich auf eine Transplantation bisher verzichtet.

Carlo
Daniel Baumann
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KC-Experience: Keratokonus seit 15 Jahren,
OP´s (2007): linkes Auge Epikeratophakie, rechtes zirkuläre Keratotomie.
Keratoconus since: mit 17 links schlechterer Visus, fehldiagnose Kurzsichtigkeit, Anpassung von Brille ohne wirkliche Verbesserung.
Diagnose Keratokonus: mit 19 Jahren (linkes Auge)
Stand September 2007:
Rechtes Auge: Visus ohne Sehhilfe: ca. 0,1 Visus mit harter CL: 0,7 Keratokonus Stadium II
Linkes Auge: Visus ohne Sehhilfe: ca. 0,05 Visus mit harter CL: 0,6 Keratokonus Stadium III
Experience with eyeglasses / lenses: Vertrage CL gut, Anpassung nur von Spezialisten machen lassen
(Problem: Wer ist wirklich einer ?)
Operationen: 25.09.07 cirkuläre Keratotomie rechtes Auge
26.09.08 refraktive (!!!) EPI linkes Auge
02.2008 setzen von Trepanationsnähten am linken Auge, wegen starkem Astigmatismus in vertikaler Achse (ca. 8 Dioptrien)

Stand August 2008:
rechtes Auge: Keratokonus flacht leicht ab, derzeit Korrektur mit weicher torischer Kontaktlinse (Korrekturmöglichkeit begrenzt) Visus mit CL: 0,5-0,6
linkes Auge: Visus ohne CL: ca. 0,2 derzeit Anpassung einer Speziallinse von Falco, aber keine signifikante Verbesserung (Visus ca. 0,4, starke diffuse Lichteinstrahlung)
Linkes Auge: Zwischen der körpereigenen Hornhaut und der transplantierten Hornhaut hat sich ein Knick gebildet, den man ca. 1,5 Monate nach der Transplantation nicht mehr durch ziehen an den Fäden ausgleichen konnte.

Fäden am linken Auge wurden bereits gezogen (Juni/Juli 2008), bis auf die Trepanationsnähte.
Rechne nicht mit einer Verbesserung des Visus am linken Auge.
Hoffnung: weitere Chirurgische Maßnahme zur reduktion des Astimatismus (ggf. beseitigung des "Knicks" durch Femto-Laser ?
Begeiterscheinungen: leichter Heuschnupfen
ansonsten keine Leiden
Mögliche Ursachen: Eventuell starkes Augenreiben wegen Heuschnupfen im Jugendalter.
Ich über mich: Beruf: Projektleiter in der Handhabungstechnik
Ausbildung: Dipl-Ing. (Fh) Automatisierungstechnik/Mechatronik
verheiratet, 2 Kinder

Hobbys: Sport, Modellsport (Flug/Auto/Schiff)

Re: Epikeratophakie-Erfolge?

Post by Daniel Baumann »

Hallo Carlo,

ich hatte am 26.09.07 am linken Auge eine refraktive EPI in Bochum durchführen lassen. Es sah alles sehr gut aus. Nur bei der Nachsorge bei meinem Augenarzt in Lindau (am Bodensee) wurde ein "Knick" zwischen Transplantat und körpereigener Hornhaut entdeckt. Bei der Nachsorgeuntersuchung ca. 1 Monat später in Bochum konnte dies durch Ziehen an den Fäden nicht mehr korrigiert werden. Schließlich wurde im Februar diesen Jahres nochmals operiert und Trepanationsnähte gesetzt, um den starken Astigmatismus (ca. 8 dpt.) zu reduzieren.
Leider kann ich nicht von einer erfolgreichen Transplantation berichten, was aber die Methode nicht in Frage stellen soll.
Grundsätzlich sind die geringe Wahrscheinlichkeit der Abstoßung, die Korrektur des Sehfehlers durch die Laserbehandlung des Transplantates und der Erhalt des körpereigenen Gewebes Eigenschaften, die absolut für die Methode sprechen.
Weiter sind angeblich Visusergebnisse ohne Korrektur nach der Op erreichbar, die zuvor bestkorrigiert nur möglich waren.


Ich hoffe nun, dass, bedingt durch die höhere Dicke der Hornhaut, durch eine Laserbehandlung die Fehlsichtigkeit zumindest so korrigiert werden kann, dass mit Kontaktlinsen ein brauchbarer Visus erreicht werden kann.

Wegen der Verträglichkeit von Kontaktlinsen:
Welche Linsenarten hast du bereits getestet ? Auch Skleral- oder Minisklerallinsen ?

Viele Grüße,

Daniel
rankel
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Re: Epikeratophakie-Erfolge?

Post by rankel »

Hallo Daniel!

Seit ca. 1 Jahr hatte ich im 2-Monats-Rhytmus 3 Epikeratophakien in Bochum. Ursprünglich war ich von dieser Methode überzeugt. Dies hat sich aber geändert: Bei mir ist die Sehleistung nach der EPI erheblich schlechter als zuvor, die Lichtempfindlichkeit hat sich deutlich erhöht und zwischen Transplantat und eigener Hornhaut bestehen Fältchen. Bei den Untersuchungen und Beratungen wurde von einer Methode mit hohen Erfolgschancen und geringen Risken gesprochen. Bei einer nachträglich eingeholten Zweitmeinung eines bekannten Professors aus München wurde mir mitgeteilt, dass aus der letzten EPI wohl wieder nichts werden wird und diese Methode vor allem bei Keratokonus-Patienten nicht sinnvoll ist. Numehr stellt sich für mich die Frage einer Keratoplastik oder der Entfernung des Transplantats (= Versuch der Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes, vor allem mit dem Risko, dass der Schnitt um das ehemalige Transplantat wieder aufgeht).

Übrigens komme ich ebenfalls aus dem Bodenseegebiet.

Schöne Grüße und viel Erfolg
Daniel Baumann
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Diagnose Keratokonus: mit 19 Jahren (linkes Auge)
Stand September 2007:
Rechtes Auge: Visus ohne Sehhilfe: ca. 0,1 Visus mit harter CL: 0,7 Keratokonus Stadium II
Linkes Auge: Visus ohne Sehhilfe: ca. 0,05 Visus mit harter CL: 0,6 Keratokonus Stadium III
Experience with eyeglasses / lenses: Vertrage CL gut, Anpassung nur von Spezialisten machen lassen
(Problem: Wer ist wirklich einer ?)
Operationen: 25.09.07 cirkuläre Keratotomie rechtes Auge
26.09.08 refraktive (!!!) EPI linkes Auge
02.2008 setzen von Trepanationsnähten am linken Auge, wegen starkem Astigmatismus in vertikaler Achse (ca. 8 Dioptrien)

Stand August 2008:
rechtes Auge: Keratokonus flacht leicht ab, derzeit Korrektur mit weicher torischer Kontaktlinse (Korrekturmöglichkeit begrenzt) Visus mit CL: 0,5-0,6
linkes Auge: Visus ohne CL: ca. 0,2 derzeit Anpassung einer Speziallinse von Falco, aber keine signifikante Verbesserung (Visus ca. 0,4, starke diffuse Lichteinstrahlung)
Linkes Auge: Zwischen der körpereigenen Hornhaut und der transplantierten Hornhaut hat sich ein Knick gebildet, den man ca. 1,5 Monate nach der Transplantation nicht mehr durch ziehen an den Fäden ausgleichen konnte.

Fäden am linken Auge wurden bereits gezogen (Juni/Juli 2008), bis auf die Trepanationsnähte.
Rechne nicht mit einer Verbesserung des Visus am linken Auge.
Hoffnung: weitere Chirurgische Maßnahme zur reduktion des Astimatismus (ggf. beseitigung des "Knicks" durch Femto-Laser ?
Begeiterscheinungen: leichter Heuschnupfen
ansonsten keine Leiden
Mögliche Ursachen: Eventuell starkes Augenreiben wegen Heuschnupfen im Jugendalter.
Ich über mich: Beruf: Projektleiter in der Handhabungstechnik
Ausbildung: Dipl-Ing. (Fh) Automatisierungstechnik/Mechatronik
verheiratet, 2 Kinder

Hobbys: Sport, Modellsport (Flug/Auto/Schiff)

Re: Epikeratophakie-Erfolge?

Post by Daniel Baumann »

Hallo rankel,

vielen Dank für Deinen Beitrag.
Ich hatte letzte Woche einen Termin in Bochum:
Meine schlechten Visusergebnisse rühren wohl von der Schicht zwischen körpereigener Hornhaut und Transplantat her.
Nun warten wir noch 2 Monate, ob es aufklart.
Ansonsten:
Transplantat entfernen und sehen, wie die körpereigene Hornhaut sich entwickelt, oder lamelläre Keratoplastik.
Eine neue EPI wurde nicht angesprochen (?).
Nach Aussage des Augenarztes ist dieses Problem extrem selten und die Visuswerte seien viel zu schlecht und inakzeptabel.

Nun bin ich sehr verunsichtert.
In jedem Falle hole ich mir vor der nächsten OP auch eine Zweitmeinung ein (Wäre auch nach München gegangen).

Ich melde mich wieder!
Nelle
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Joined: 2009-03-27, 21:04
KC-Experience: Ich leide an einem voranschreitenden Keratokonus. Nach einer Cross Linking Operation, die leider nicht den gewünschten Erfolg brachten, suche ich jetzt nach neuen Behandlungsmöglichkeiten.
Keratoconus since: Seit 4 Jahren wurde bei mir ein Keratokonus diagnostiziert, hab ihn aber vermutlich schon viel länger.
Experience with eyeglasses / lenses: Meine Brille kann ich kaum noch benutzen. Eine gute Korrektur ist nur noch mit Kontaktlinsen möglich.
Operationen: Vor 2 Jahren wurde bei mir in Frankfurt/Main eine Crosslinkingoperation durchgeführt, die aber nicht den gewünschten Erfolg brachte.
Begeiterscheinungen: Lichtempfindlichkeit, manchmal Linsenunverträglichkeit, große Probleme bei Wind und Blütenstaub und immer schlechteres Sehen

Re: Epikeratophakie-Erfolge?

Post by Nelle »

Hallo ihr Lieben,
auch ich war vor 2 Wochen in Bochum und mir wurde eine EPI-Transplantation vorgeschlagen. Nach Forschen im Internet fand ich heraus, dass diese Methode wohl doch nicht so erfolgsversprechend ist. Nun stehe ich der OP fragwürdig gegenüber.
Der Doktor riet mir das bessere Auge mit der EPI-Methode zu behandeln. Ich habe Angst davor, dass die OP nicht den gewünschten Erfolg bringt und ich danach noch weniger sehe.
Hat irgendjemand schon Erfahrungen mit EPI? Wenn ja, meldet euch doch bitte!!!
Freu mich auf eu´re Antworten und jetzt schon mal DANKE,
Nelle :::book
Kerill
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Joined: 2009-03-28, 14:47
KC-Experience: Erst vor kurzem erhielt ich vom Augenarzt die Diagnose Keratokonus im fortgeschrittenem Stadium. Mit formstabilen Kontaktlinsen kann ich mittlerweile wieder recht ordentlich sehen, auf dem rechten Auge sogar sehr gut. Mal schauen, was ich hier so alles von Leuten erfahren kann, die auch Keratokonus haben. Danke vorab!

Re: Epikeratophakie-Erfolge?

Post by Kerill »

Hallo Carlo,

wenn du nach der Epikeratophakie keine Linse mehr tragen kannst, dann korrigierst du die fehlende Sehkraft doch mit einer Brille, oder? Oder reicht die Brille nicht aus?

Wie hoch war dein Visus denn vor der OP vor 10 Jahren, weißt du das noch in etwa?

Bei mir steht auch eine Epi an, allerdings muss ich wissen, ob ich hinterher Kontaktlinsen tragen kann. Denn in meinem jetzigen Sehstadium kann das eine Brille leider nicht mehr korrigieren, wurde mir vom Kontaktlinsen-Institut gesagt.

Danke vorab!
Kerill
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KC-Experience: Erst vor kurzem erhielt ich vom Augenarzt die Diagnose Keratokonus im fortgeschrittenem Stadium. Mit formstabilen Kontaktlinsen kann ich mittlerweile wieder recht ordentlich sehen, auf dem rechten Auge sogar sehr gut. Mal schauen, was ich hier so alles von Leuten erfahren kann, die auch Keratokonus haben. Danke vorab!

Re: Epikeratophakie-Erfolge?

Post by Kerill »

Daniel Baumann wrote:Hallo rankel,

vielen Dank für Deinen Beitrag.
Ich hatte letzte Woche einen Termin in Bochum:
Meine schlechten Visusergebnisse rühren wohl von der Schicht zwischen körpereigener Hornhaut und Transplantat her.
Nun warten wir noch 2 Monate, ob es aufklart.
Ansonsten:
Transplantat entfernen und sehen, wie die körpereigene Hornhaut sich entwickelt, oder lamelläre Keratoplastik.
Eine neue EPI wurde nicht angesprochen (?).
Nach Aussage des Augenarztes ist dieses Problem extrem selten und die Visuswerte seien viel zu schlecht und inakzeptabel.

Nun bin ich sehr verunsichtert.
In jedem Falle hole ich mir vor der nächsten OP auch eine Zweitmeinung ein (Wäre auch nach München gegangen).

Ich melde mich wieder!
Wie sieht's denn nach weiteren Monaten mittlerweile bei Dir aus, Daniel? Dasselbe wollte ich auch Rankel fragen, falls er mal wieder im Forum vorbeischaut. Ich habe nämlich auch den Rat einer EPI in Bochum bekommen und bin für jeden Erfahrungsbericht zu diesem Thema sehr dankbar. So wie Carlo sagt, soll es ja Jahre dauern, bis sich der Visus allmählich steigert. Ähnlich wie bei lamellären und perforierenden Transplantationen muss man also viel Geduld aufbringen.

Könnt Ihr nach der OP Kontaktlinsen tragen oder ist das Auge zu empfindlich? Wahrscheinlich ist das Ergebnis von Fall zu Fall unterschiedlich.
VulkanBruder
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KC-Experience: Beidseitiger Keratokonus und eine Hornhauttransplantation.

Re: Epikeratophakie-Erfolge?

Post by VulkanBruder »

Hallöchen Leute,

Ich bin wohl einer der jüngsten mit nur 20 Jahren habe ich einen beidseitigen Keratokonus.
Im Alter von 19 Jahren wurde mein linkes Auge transplantiert und mein rechtes Auge per Crosslinking (oder so :D ) versiegelt.
Zurzeit trage ich eine Brille da ich mit Linsen nicht klar komme. Ich bin erst heute auf die Methode Epikeratophakie gestoßen und würde
die auch gerne auf meinem rechten Auge machen lassen. Gibt es Leute die positiv von dieser Operation sprechen?