Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: viewtopic.php?t=6501

Hornhauttransplantation am 9.8.07 in Hamburg (UKE)

Michael
-
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Joined: 2007-07-10, 19:27
KC-Experience: KK-Diagnose seit Januar 07. Am linkem Auge am 9.8.07 Hornhauttransplantation im UKE/ Hamburg. Rechtes Auge ist relativ OK (leicht weitsichtig: +1.0). KK könnte rechts zum Stillstand gekommen sein, bevor dort Beschwerden aufgetreten sind.

Hornhauttransplantation am 9.8.07 in Hamburg (UKE)

Post by Michael »

Hallo,

da die Uniklinik Eppendorf (Hamburg) – obwohl mit ältester Hornhautbank in Deutschland - in diesem Forum bisher nicht genannt wurde, habe ich mir gedacht, ich schreibe ein paar Zeilen zu meiner OP am 09.08.2007.

Kurz zu meiner Vorgeschichte:
Ich bin 41 Jahre alt. Mein KK wurde vor etwa einem halben Jahr diagnostiziert. Er ist auf dem linken Auge vor etwa 10 Jahren aufgetreten und wurde von mir erfolgreich bis Anfang 2007 ignoriert. Erst als sich auf dem anderen Auge eine leichte (Alters-) Weitsichtigkeit (Visus +1,0) einstellte, habe ich den Augenarzt aufgesucht. Für mein linkes Auge war es da allerdings schon zu spät. Diagnose: durchgreifende weißliche Trübung mit deutlicher Verdünnung der Hornhaut und Narbenbildung (hört sich zwar schlimm an, war aber mit bloßem Auge nicht zu erkennen). Mit dem linken Auge konnte ich kaum die Finger des Arztes zählen, wenn er sie mir bis etwa auf Armlänge vorhielt.

Nach 6 Monaten Wartezeit auf eine Spenderhornhaut war es am 8.8.07 soweit, dass ich ins Krankenhaus eingewiesen wurde. Am 9.8.07 wurde ich unter Vollnarkose von Frau Dr. Hassenstein operiert (perf. Keratoplastik). Die Schmerzen nach der OP waren relativ gering. Ich habe zur Nacht zwar vorsichtshalber zwei Paracetamol genommen, bin mir aber sicher, dass es auch ohne gegangen wäre. Am nächsten Tag blieb eigentlich nur das Fremdkörpergefühl und eine leichte Schwellung. Das Bedürfnis, ständig am Auge zu reiben, hielt sich in Grenzen. Ich hielt das Auge halt meistens geschlossen. Das Auge wurde nun im Krankenhaus bis zum 14.8. etwa alle 2-3 Stunden (außer nachts) getropft und gesalbt. Drei Tage lang gab es Cortison und zwei Tage augendrucksenkende Mittel.
Die Ärzte waren mit dem Heilungsverlauf alle sehr zufrieden und auch mein Augengefühl sagt mir, dass es „handwerklich“ offensichtlich gut gelaufen ist.

Nun bin ich mit einer Menge Tropfen und Salben zuhause. Es folgen Kontrolluntersuchungen, Termine bei meinem Augenarzt und hoffentlich immer mehr Sehkraft.

Wie viel Sehkraft die OP tatsächlich bringt, kann ich 5 Tage nach der OP nicht sagen. Mein Visus ist heute nur geringfügig besser als vorher (jetzt zumindest mit 0,05 messbar). Dass ich Geduld haben muss, wusste ich allerdings schon vor der OP.

Positiv war für mich ein Termin im Krankenhaus bei Dr. Katz. Hier wurde mein „noch“ gesundes Auge in Hinblick auf eine vorsorgliche Vernetzungstherapie untersucht. Nach den vorliegenden Befunden scheint diese nicht notwendig zu sein. Es sieht zurzeit sogar so aus, dass der KK (ich bin jetzt in dieser Altersgruppe) zum Stillstand gekommen sein könnte.
alex_g
-
Posts: 27
Joined: 2007-03-05, 10:40

Post by alex_g »

Michael,

danke für Deinen Bericht.
Geduld,Geduld,Geduld - so isses wohl nach der KPL. Ich hatte meine im März, und will immer noch gern mal in dem Auge reiben. Freut mich, daß das für Dich so schmerzarm ablief.
Der Visus, so wurde mir gesagt, ist vor dem Fädenziehen eigentlich gar nicht zu beurteilen, und auch danach kann es Monate dauern, bis das Auge zur Ruhe kommt.

alles gute weiterhin,
alex.
Michael
-
Posts: 35
Joined: 2007-07-10, 19:27
KC-Experience: KK-Diagnose seit Januar 07. Am linkem Auge am 9.8.07 Hornhauttransplantation im UKE/ Hamburg. Rechtes Auge ist relativ OK (leicht weitsichtig: +1.0). KK könnte rechts zum Stillstand gekommen sein, bevor dort Beschwerden aufgetreten sind.

Post by Michael »

Heute war mein erster Augenarzttermin in Freiheit.
Krankgeschrieben wurde ich zunächst bis zum 2.9., d.h. mit Krankenhausaufenthalt wären es dann gut 3 Wochen.
Meine "Sehkraft" auf dem linken Auge ist ggü. dem OP-Tag weiterhin unverändert, was auch daran liegt, dass die neue Hornhaut noch etwas "faltig" ist.
Ich hoffe, dass sich das in den nächsten Tagen (Wochen) etwas gibt. So 10-20% Sehkraft wären für den Anfang schon mal nicht schlecht. Aber ich weiß, dass ich Geduld haben muss..........

Die Qualität der Spenderhornhaut soll - so haben mir jetzt mehrere Ärzte bestätigt - recht gut sein. Ich weiß zwar nicht, wie die das feststellen können, aber positive Nachrichten glaubt man eigentlich gerne.
Dom
-
Posts: 673
Joined: 2005-01-19, 12:33
KC-Experience: Der tägliche Kampf um das beste Sehen ist anstrengend, aber lohnt sich; vor allem wenn Augenarzt und Optiker Hand in Hand arbeiten und man selbst bereit ist, auch mal als Testperson herzuhalten. Ich habe meine Krankheit akzeptiert und gehe daher recht unkompliziert mit meiner "Sehbehinderung" um. Das hilft mir, den psychischen Druck abzubauen und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren: das schöne Leben!
Keratoconus since: Irregulärer Astigmatismus und Keratokonus diagnostiziert beidseitig seit 07/1998, vorher als "einfache" Kurzsichtigkeit behandelt (Brille, seit 1985).
Eine kleine Historie meines Keratokonus (absteigend mit kurze Werte-Übersicht):
2013: CCL an der Augenklinik BelleVue, Kiel. Ergebnis noch offen.
2012: hingegen aller ärzlicher Meinung (UKE Augemnklinik, generelle Lehrmeinung):ab Ende 30 bewegt sich am KK nichts mehr, kräftiger Schub links mit Hornhautausdünnung auf die kritische Grenze von 400µ, subjektiver visus links (sc) 0,05
2008-2012: ruhige und tatsächlich progressionslose Zeit, visus stabil zwischen 0,8 bis 1,1 mit beiden Augen (cc)
2008: Visus mit Linsen linkes Auge zwischen 1,1 (morgens) und 0,8 (abends), rechtes Auge 1,3 (morgens) und 0,9 (abends) bei durchschnittlicher Tragezeit von 14 Std.
2007: Excimer-Laser-OP mit dem Femtosekunden-Laser linkes Auge
2006: starker Verlust der Sehkraft links auf -6,50
2005: Werte vom Doc und Optiker links: sphär. +1,25, Zyl. -2,50, Achse 98°, rechts: sphär. +0,00, Zyl. -2,50, Achse 72° visus r/l sc unter 0,25 cc annähernd 1,0 (morgens, abends 0,6 ++ 2004 Werte vom Doc und Optiker
links: sphär. +0,50, Zyl. -0,75, Achse 60°, rechts: sphär. +0,00, Zyl. -0,75, Achse 130° visus r/l sc unter 0,3 cc annähernd 1,2
2001: Werte Uniklinik Kiel (14/05/01) visus rechts sc = 0,8 cc = 0,63, visus links sc = 0,4 cc = 0,8, tensio 16mm HG, Befund: eindeutiger Keratokonus beidseitig.
Experience with eyeglasses / lenses: Korrektur beidseitig durch Kontaktlinsen, formstabil, gasdurchlässig, seit 1998.
Benutzte Benetzungsflüssigkeit: Oculotect fluid sine; Urteil: brauchbar, etwas "klebrig" und Hylo-Comod ohne Konservierungsmittel. Benutzte Reinigungs-/Aufbewahrungsflüssigkeit:
Lenscare Desinfektions- und Aufbewahrungslösung für harte, gasdurchlässige Kontaktlinsen, Lenscare Hartlinsenreiniger für harte, gasdurchlässige Kontaktlinsen, AMO Total Care Proteinentfernungstabletten (1x wöchentlich).
Operationen: 2007 Excimer-Laser-OP mit dem Femtosekunden-Laser linkes Auge, Dr Opel, Hamburg. Durch die OP-Methode ist die Hornhaut "geliftet"/gestrafft worden und wieder in eine Kuppelform überführt worden
2013 CCL linkes Auge, da die Hornhaut an der magischen 400µ-Grenze schrammt, Dr Holland, Augenklinik BelleVue, Kiel
Begeiterscheinungen: dauerhafte halos und ghosts selbst mit Kontaktlinsen (dann aber deutlich weniger), Mehrfachbilder und Verwischungen machen das tägliche Arbeiten am PC anstrengend. Ständig dunkle Ränder unter den Augen. Kalte und trockene Luft tut meinen Augen merkwürdigerweise am besten. Große Probleme bei klimatisierten Räumen und Fussbodenheizung. Helles Licht, starke Sonneneinstrahlung sind ebenfalls unangenehm.
Mögliche Ursachen: ... wenn ich das wüßte, könnte ich an den Ursachen arbeiten und müßte nicht mit Ärzten und Optikern an den Symptomen herumlaborieren.

Post by Dom »

Hallo Michael!
Dann drücke ich Dir mal die Daumen, dass sich die Falten glätten und die Spenderhornhaut nicht durch falsches Einsetzen geschädigt wurde; Falten und Verwürfe sind nämlich eher ein Hinweis, dass das Transplantat nicht korrekt eingenäht wurde. Habe ich auch erst kürzlich erfahren. Trotzdem: keine Panik! Eine letztendliche exakte Visusbestimmung wird wohl nicht vor Ende eines halben Jahres Möglich sein.

CU Dom
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------ Der mit dem Knick in der Linse -----
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Michael
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KC-Experience: KK-Diagnose seit Januar 07. Am linkem Auge am 9.8.07 Hornhauttransplantation im UKE/ Hamburg. Rechtes Auge ist relativ OK (leicht weitsichtig: +1.0). KK könnte rechts zum Stillstand gekommen sein, bevor dort Beschwerden aufgetreten sind.

Post by Michael »

Hallo Dom,

ich hoffe, dass mein Augenarzt mit "faltig" eher "wellig" meinte, was auch den Erfahrungen anderer Forumsteilnehmer entsprechen würde.
Er sagte zumindest, dass mein operiertes Auge gut aussehen würde. Die 2 Tuben Salben und 2 Flaschen Tropfen aus dem Krankenhaus soll ich aufbrauchen und anschließend nur noch mit "Inflanefran forte" tropfen. Nächster Termin ist der 28. August. Sorgen scheint er sich zumindest keine zu machen.

Meine Sicht ist am 7. Tag nach der OP subjektiv einen Tick besser.
Es ist aber alles noch nebelig. Ich schätze, mein Visus ist von 5 auf 10% gestiegen.

Das Auge ist im geöffneten Zustand noch empfindlich. Daher ist es bis auf Sehversuche meistens geschlossen. Schmerzen oder Reizungen habe ich dann aber nicht. Eine erhöhte Lichtempfindlichkeit stelle ich nicht fest.

Das Duschen ist fast so wie früher. Ich passe zwar etwas auf. Wenn ich das Auge geschlossen halte, sind aber etwas Wasser, Seife und Duschgel am Auge kein Problem.

Die Krankschreibung bis Anfang September ist trotzdem absolut gerechtfertigt. Längeres Arbeiten am PC (wie in meinem Fall erforderlich) ist mit nur einem Auge fast unmöglich. Nach spätestens 30 Minuten ist das gesunde Auge überlastet. Das mag aber auch mit meinem unnatürlichen Gesichtsausdruck - ein Auge kneife ich ständig zu - zu tun haben.
C20K
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KC-Experience: Ich habe mich mit meiner jetzigen Situation arrangiert. Es gibt gute und manchmal schlechtere Tage. Hat wohl jeder der diese Krankheit hat. Mal schauen, wie sich das ganze Entwickelt.
Keratoconus since: Diagnostiziert wurde es bei mir 1995. Damals war ich 15 Jahre alt
Experience with eyeglasses / lenses: Trage seit mehreren Jahren Kontaktlinsen. In den letzten Jahren vermehrt auf einem Auge. Zur Zeit links. Vorher Rechts. In letzter Zeit macht mir aber das Tragen von CL eher Probleme. Mein Tränenfilm hat sich wohl verändert
Operationen: 2004 Keratoplastik links
2008 Keratoplastik rechts
Bisher keinerlei Probleme
Begeiterscheinungen: Habe seit zwei Jahren Neurodermitis im Gesicht, obs vom KC kommt kann ich nicht sagen
Mögliche Ursachen: Man vermutet, dass es von einer Meningitis in der Kindheit kommt. Man ist sich aber nicht sicher
Ich über mich: Hobbys: Mal ein Buch lesen und alles Technische

Post by C20K »

Hallo Michael,

hört scih doch gut an. Das mit dem Sehen wird noch eine ganze Weile dauern.

Gruß
Christian
Michael
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KC-Experience: KK-Diagnose seit Januar 07. Am linkem Auge am 9.8.07 Hornhauttransplantation im UKE/ Hamburg. Rechtes Auge ist relativ OK (leicht weitsichtig: +1.0). KK könnte rechts zum Stillstand gekommen sein, bevor dort Beschwerden aufgetreten sind.

Post by Michael »

19. Tag nach der OP:

Ich hatte heute einen Termin beim Augenarzt. Die Hornhaut ist bisher gut verheilt. Es sieht für mich so aus, als würde ich eine Kontaktlinse tragen.

Langsam nähere ich mich dem (Gefühls-) Zustand vor der OP. Beide Augen sind gleichermaßen geöffnet, Fremdkörpergefühl und Rötung schwinden zunehmend.
Das linke Auge nimmt die Umgebung immer noch verschwommen wahr. Ich erkenne zwar die Umrisse und würde nirgendwo gegen laufen. Scharf sehen kann ich aber nicht.
Ich bin noch bis zum Wochenende krank geschrieben und denke, danach wieder beruflich einsatzfähig (Arbeit am PC) zu sein.

Fazit nach 19 Tagen:
Viel mehr als vor der OP leistet das Auge noch nicht. Nennenswerte Beschwerden oder Einschränkungen habe ich jedoch nicht. Da sich mein Allgemeinzustand der Zeit vor der OP annähert, werde ich die erforderliche Geduld, was die Steigerung der Sehkraft betrifft, wohl aufbringen können.
Nasua12
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KC-Experience: seit 2006 bekannt und seither davon betroffen
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Post by Nasua12 »

Hallo Michael,

ja Geduld ist das schwierigste wohl nach der Op, meine ist jetzt 6 Wochen her, und an manchen Tagen ist es wie vor der Op....beschei.......ich arbeitet seit 1 Woche wieder, 8-9 Stunden nonstop am Pc. Und ich muss sagen teilweise ist es die Hölle. Oft bekomme ich kaum noch vor Schmerz dann nach dieser Zeit die Augen auf. Ich habe dann Einfach das Bedürfnis nur die Augen zu zu machen. Aber ich denke eine längere Krankschreibung hätte auch nicht wirklich viel mehr gebracht. Diese Schwierigkeiten werden vermute ich die nächsten paar Monate bleiben.Aber Kopf hoch.

Lg

Nasua12
Michael
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Post by Michael »

5. Woche nach der OP:

Ich hatte heute den ersten Nachsorgetermin im UKE bei Frau Dr. Hassenstein.
Dass sie im UKE meine Krankenakte verlegt hatten, sei ihnen verziehen. Frau Dr. Hassenstein war die erste Augenärztin - ich habe in den letzten 5 Wochen etwa 10 verschiedene Ärzte kennengelernt -, die die Untersuchung mit der eigentlich wichtigen Frage "Wie geht es ihnen?" begonnen hat. Ich hatte schon das Gefühl, das würde die Ärzte nicht interessieren. Bisher wurde ich zu Beginn eigentlich nur aufgefordert, Irgendwo hinein zu schauen, dann haben die Ärzte etwas auf ihre Zettel geschrieben, "Alles sieht gut aus" gesagt und weg war ich. Wenn ich nicht hier und da nachgefragt hätte, hätte ich nie erfahren, für was die eine oder andere Untersuchung eigentlich gut ist und was dabei heraus gekommen ist. Manchmal kam ich mir wie beim Tierarzt vor, den Patienten dort muss man auch nichts erklären.

Zu meinem Befinden:
Reizungen und Fremdkörpergefühl sind verschwunden. Das operierte Auge macht keine Probleme. Die Hornhautschwellung nach der OP ist größtenteils verschwunden. Wenn ich nicht am Auge reibe, ist das fast so wie vor der OP.
Fazit: OP-Nachwirkungen so gut wie überstanden!!!

Mein Visus ohne Sehhilfe ist weiterhin nahezu unverändert (5%). Mit Korrektur erreiche ich aber bereits 40%.
Zumindest das ist eine enorme Veränderung im Vergleich zur Zeit vor der OP = nur Fingerzählen und keine Korrektur möglich.
Markus
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KC-Experience: Ich hab alles mal ausprobiert... Man will ja mitreden können... Transplantation, Laserung, Vernetzung...
...als nächstes kommt dann logischerweise die Kunstlinsen-Implantation... ;)
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Post by Markus »

Hi Michael!

Das klingt doch ganz gut alles! Es dauert halt...

Und deine Geschichte mit den ganzen Ärzten, die einen nur abfertigen, bestärkt mich doch wieder in meiner Entscheidung, bei meinem Prof in seiner Tagesklinik in Behandlung zu sein.
An diesem Sonntag hat mich mein Augenarzt und Operateur sogar zu Hause angerufen und mich gefragt, wie es mir denn geht!! ;-)

VG MARKUS
Michael
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KC-Experience: KK-Diagnose seit Januar 07. Am linkem Auge am 9.8.07 Hornhauttransplantation im UKE/ Hamburg. Rechtes Auge ist relativ OK (leicht weitsichtig: +1.0). KK könnte rechts zum Stillstand gekommen sein, bevor dort Beschwerden aufgetreten sind.

Post by Michael »

Hallo Markus,

es ist im Prinzip so, dass ich fast alle Informationen hier aus diesem Forum habe. Vielleicht habe ich daher auch weniger nachgefragt. Bislang hatte ich aber nicht den Eindruck, ein Augenarzt (auch mein eigener) hätte versucht, mir sein Wissen aufzuzwingen.
Nach meiner Diagnose am Jahresanfang hatte ich versucht, einen Termin bei Dr. Opel in HH zu bekommen. Das hätte sogar prima mit meiner Arbeitsstelle in der Nähe gepasst. Es ist letztlich nicht dazu gekommen, weil ich auf meinen ersten Termin 3 Monate hätte warten müssen. Auf der Warteliste im UKE stand ich bereits und habe es daher bleiben lassen.

Da die Heilung bislang komplikationslos verläuft, hält sich meine Verärgerung aber in Grenzen.
Deshalb fällt meine Bewertung des UKE auch wie folgt aus:

Professionell und handwerklich nach meiner Erfahrung empfehlenswert
(darauf kommt es hauptsächlich an)

aber

ein "normaler" Krankenhausbetrieb mit gestressten ständig wechselnden Ärzten
(die persönliche Betreuung ist nur auf das unbedingt Notwendige beschränkt)
Gruß

Michael
Dom
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Joined: 2005-01-19, 12:33
KC-Experience: Der tägliche Kampf um das beste Sehen ist anstrengend, aber lohnt sich; vor allem wenn Augenarzt und Optiker Hand in Hand arbeiten und man selbst bereit ist, auch mal als Testperson herzuhalten. Ich habe meine Krankheit akzeptiert und gehe daher recht unkompliziert mit meiner "Sehbehinderung" um. Das hilft mir, den psychischen Druck abzubauen und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren: das schöne Leben!
Keratoconus since: Irregulärer Astigmatismus und Keratokonus diagnostiziert beidseitig seit 07/1998, vorher als "einfache" Kurzsichtigkeit behandelt (Brille, seit 1985).
Eine kleine Historie meines Keratokonus (absteigend mit kurze Werte-Übersicht):
2013: CCL an der Augenklinik BelleVue, Kiel. Ergebnis noch offen.
2012: hingegen aller ärzlicher Meinung (UKE Augemnklinik, generelle Lehrmeinung):ab Ende 30 bewegt sich am KK nichts mehr, kräftiger Schub links mit Hornhautausdünnung auf die kritische Grenze von 400µ, subjektiver visus links (sc) 0,05
2008-2012: ruhige und tatsächlich progressionslose Zeit, visus stabil zwischen 0,8 bis 1,1 mit beiden Augen (cc)
2008: Visus mit Linsen linkes Auge zwischen 1,1 (morgens) und 0,8 (abends), rechtes Auge 1,3 (morgens) und 0,9 (abends) bei durchschnittlicher Tragezeit von 14 Std.
2007: Excimer-Laser-OP mit dem Femtosekunden-Laser linkes Auge
2006: starker Verlust der Sehkraft links auf -6,50
2005: Werte vom Doc und Optiker links: sphär. +1,25, Zyl. -2,50, Achse 98°, rechts: sphär. +0,00, Zyl. -2,50, Achse 72° visus r/l sc unter 0,25 cc annähernd 1,0 (morgens, abends 0,6 ++ 2004 Werte vom Doc und Optiker
links: sphär. +0,50, Zyl. -0,75, Achse 60°, rechts: sphär. +0,00, Zyl. -0,75, Achse 130° visus r/l sc unter 0,3 cc annähernd 1,2
2001: Werte Uniklinik Kiel (14/05/01) visus rechts sc = 0,8 cc = 0,63, visus links sc = 0,4 cc = 0,8, tensio 16mm HG, Befund: eindeutiger Keratokonus beidseitig.
Experience with eyeglasses / lenses: Korrektur beidseitig durch Kontaktlinsen, formstabil, gasdurchlässig, seit 1998.
Benutzte Benetzungsflüssigkeit: Oculotect fluid sine; Urteil: brauchbar, etwas "klebrig" und Hylo-Comod ohne Konservierungsmittel. Benutzte Reinigungs-/Aufbewahrungsflüssigkeit:
Lenscare Desinfektions- und Aufbewahrungslösung für harte, gasdurchlässige Kontaktlinsen, Lenscare Hartlinsenreiniger für harte, gasdurchlässige Kontaktlinsen, AMO Total Care Proteinentfernungstabletten (1x wöchentlich).
Operationen: 2007 Excimer-Laser-OP mit dem Femtosekunden-Laser linkes Auge, Dr Opel, Hamburg. Durch die OP-Methode ist die Hornhaut "geliftet"/gestrafft worden und wieder in eine Kuppelform überführt worden
2013 CCL linkes Auge, da die Hornhaut an der magischen 400µ-Grenze schrammt, Dr Holland, Augenklinik BelleVue, Kiel
Begeiterscheinungen: dauerhafte halos und ghosts selbst mit Kontaktlinsen (dann aber deutlich weniger), Mehrfachbilder und Verwischungen machen das tägliche Arbeiten am PC anstrengend. Ständig dunkle Ränder unter den Augen. Kalte und trockene Luft tut meinen Augen merkwürdigerweise am besten. Große Probleme bei klimatisierten Räumen und Fussbodenheizung. Helles Licht, starke Sonneneinstrahlung sind ebenfalls unangenehm.
Mögliche Ursachen: ... wenn ich das wüßte, könnte ich an den Ursachen arbeiten und müßte nicht mit Ärzten und Optikern an den Symptomen herumlaborieren.

Post by Dom »

Hallo Michael!
das Warten auf einen Termin bei den Ärzten kenne ich auch nur zu gut. Aus diesem Grunde wende ich meistens immer einen Trick an, um Leidensgenossen/-genossinen einzuschleusen; Stichwort Begleitservice.
Da ich bei Herrn Opel so etwas wie ein Dauergast bin, nehme ich gern jemanden zu meinen Terminen mit, so dass Herr Opel selbst entscheiden kann, wie dringend die entsprechende Person wieder vorzusprechen habe. Er hat dann direkten Zugriff auf die Terminvergabe. Klingt jetzt irgendwie ziemlich mies und link, gegenüber den normalsterblichen Patienten, aber bisher habe ich noch keinen Rüffel erteilt bekommen.
Höchstwahrscheinlich werde ich nächste Woche wieder bei Herrn Opel sein, da er ein neues technisches Hilfsmittel ausprobieren möchte und ich da dann gern Laborratte spielen möchte (und soll *GG*)

CU Dom
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Michael
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KC-Experience: KK-Diagnose seit Januar 07. Am linkem Auge am 9.8.07 Hornhauttransplantation im UKE/ Hamburg. Rechtes Auge ist relativ OK (leicht weitsichtig: +1.0). KK könnte rechts zum Stillstand gekommen sein, bevor dort Beschwerden aufgetreten sind.

Post by Michael »

Hallo,

hier eine kurze Wasserstandsmeldung zum Heilungsverlauf knapp 4 1/2 Monate nach der OP:

- mein Visus hat sich (nicht korrigiert) auf 25% verbessert, wovon ich am meisten überrascht war. Langsam wird es was........
- darüber hinaus ist alles weiterhin reizfrei und unproblematisch

Habe mich nach einem Besuch bei Dr. Wirt (Gemeinschaftspraxis mit Prof. Böhnke) nunmehr doch dazu entschlossen, eine Vernetzung auf dem anderen noch gesunden Auge machen zu lassen. Die Vorstellung, das zwar sehr früh aber dafür auf dem jetzigen guten Stand zu tun, hat den Ausschlag gegeben. Die Alternative, das Warten auf eine Verschlechterung und diese dann konservieren, hat mich nicht überzeugt. Aber in dieser Hinsicht gibt es unter den Ärzten ja unterschiedliche Auffassungen.

Die erforderlichen Voruntersuchungen lasse ich im Ende Januar 08 machen und danach könnte es recht schnell gehen.

Gruß

Michael
Michael
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KC-Experience: KK-Diagnose seit Januar 07. Am linkem Auge am 9.8.07 Hornhauttransplantation im UKE/ Hamburg. Rechtes Auge ist relativ OK (leicht weitsichtig: +1.0). KK könnte rechts zum Stillstand gekommen sein, bevor dort Beschwerden aufgetreten sind.

Re: Hornhauttransplantation am 9.8.07 in Hamburg (UKE)

Post by Michael »

Ich habe lange nichts mehr geschrieben, da in den letzten Monaten eigentlich nichts Berichtenswertes geschehen ist. Der Heilungsverlauf in den vergangenen 17 Monaten war glücklicherweise absolut unspektakulär. Nichts hat sich entzündet und alles saß so wie es nach Auffassung der Ärzte sein sollte. Mein Visus hat sich die ganze Zeit über nicht merklich verändert. Der lag von Anfang an bei etwa 5-10% (ein paar Tage lang bei 25%), was aber am sehr stramm genähtem Transplantat gelegen haben soll.

Am 7.1.09 wurden mir die Fäden entfernt. Diesesmal erfolgte der Eingriff nicht im UKE sondern ambulant durch meinen Augenarzt im Krankenhaus Lüneburg.

Der Fadenzug gestaltete sich etwa wie folgt.

Zunächst erfolgt eine lokale Betäubung des Auges mit Tropfen. Danach wurde der Behandlungsstuhl in Liegeposition versetzt und das Auge mit irgendeinem Gerät (Klemme?) so fixiert, dass es offen bleibt. Anschließend schaut ich in ein helles Licht und der Augenarzt hat den Faden durchtrennt und die Teile entfernt. Wirklich viel mitbekommen habe ich von den beiden letztgenannten Arbeitsschritten zum Glück nicht. Zu sehen war auf jeden Fall nicht viel. Nach wenigen Minuten war die ganze Sache vorbei. Ich habe zum Schluss noch Augentropfen, einen Verband und einen Kontrolltermin in der Arztpraxis für den nächsten Tag bekommen.

Im Auge hatte ich dann etwa 4 Stunden lang ein brennedes Gefühl, was aber auszuhalten war. Nach dieser Zeit hörte es beinahe schlagartig auf.

Die Kontrolluntersuchung am 8.1.09 hat ergeben, dass alles gut verlaufen ist. 6 Wochen lang soll ich 3-mal täglich kortisonhaltigen Augentropfen nehmen. Die nächste Untersuchung ist in 5 Wochen. Die Visuskorrektur mittels Brille ist für Mitte April 09 vorgesehen.

Ich bin dann mal gespannt, ob sich das Ganze gelohnt hat.
Michael
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Re: Hornhauttransplantation am 9.8.07 in Hamburg (UKE)

Post by Michael »

Hallo,

vollständigkeitshalber und quasi als Abschluss meine Ergebnisse:

- ohne Korrektur = 50%

- mit Korrektur (Brille) = 80 %

Werte +4,50 (sph), -2.50 (cyl), 60 (Achse)

Harte Kontaktlinsen probiere ich seit etwa 1 Woche aus. Da ich vorher keine hatte, ist das für mich extrem ungewohnt. Insbesondere das Rein- und Herausnehmen kostet mich jedes Mal Überwindung (und Zeit). Ich hoffe, ich bessere mich noch.

Michael
Lina
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Joined: 2008-03-06, 11:52
KC-Experience: Bis 2005 bin ich ziemlich uneingeschränkt und unbeschwert mit meinem Keratokonus (und auch ansonsten) durchs Leben marschiert. Nach einem heftigen Schub hat sich mein Sehvermögen innerhalb weniger Monate drastisch von 70 -80% auf 25% pro Auge nach Korrektur durch KK verschlechtert. Mit diesem Schub ging auch eine sehr heftige Hornhautentzündung einher, die sicher zu der jetzigen Situation beigetragen hat. Habe im Juli 2009 mein erstes Transplantat erhalten. 2011 bekam ich einen grauen Star, der sehr spät erkannt wur
de. Diese ist mittlerweile erfolgreich operiert. Im August 2012 habe ich auf dem linke Auge nun meine zweites Transplantat erhalten. im November 2013 wurde nun der zweite graue Star operiert.
Keratoconus since: ungefähr im 16. Lebensjahr.
Experience with eyeglasses / lenses: Ich trage seit dem 16 Lebensjahr Kontaktlinsen, weil eine
Brille nicht mehr angepasst werden konnte. Bis zu den
Transplantationen trug ich zuletzt asymetrische
Keratokonuslinsen und vertrug diese zum Glück sehr gut.
Zuletzt habe ich bis zur ersten Transplantation meine rechte
Kontaktlinsen recht oft verloren. 4-5 Monate nach der
Transplatation habe ich auf dem operierten Auge schon
wieder eine Kontaktlinse erhalten, die ich ebenfalls gut
vertrug. Die Sehleistung damit war zunächst zwischen
60 und 40%. Nach dem Fadenzug und einer Star-OP habe ich
nun eine entgültige Kontaktlinse mit der ich auf eine volle
Sehleistung komme. Ich kann auch eine Brille tragen
mit der ich ungefähr 80% sehe.
Operationen: Nach einem Jahr Wartezeit habe ich am 17.07.2009 mein
erstes Transplantat im Berliner Virchow-Klinikum erhalten.
Dort fühle ich mich fachlich und menschlich gut aufgehoben.
Zwei Jahre später wurde ein sekundäre grauer Star
festgestellt, der am 18.08.2011 operiert wurde. Am
16.08.2012 habe ich nun auf dem linken Auge mein zweites
Transplantat erhalten und im November 2013 wurde links ein grauer Star operiert, alles von Professor Rieck.
Begeiterscheinungen: Ich habe Neurodermits, Heuschnupfen, alle möglichen
Allergien und seit 2 Jahren und Asthma. Außerdem hatte ich
nun mehrfach kreisrunden Haarausfall, der ein Immunreaktion
sein soll und das letzte Mal ziemlich heftig war.
Mögliche Ursachen: VERERBUNG-Mein Vater und mein Bruder sind auch betroffen. Habe den Eindruck, dass das Erbgut immer schlechter wurde, bin jedenfalls am stärksten betroffen.
ÜBERLASTUNG- Nach einer großen Lebenskrise - Kranheiten,
2 Todesfälle in meinem nähesten Lebensumfeld, Trennung,
Verlust des Arbeitsplatzes, habe ich einen deutlichen Schub
erlitten.
ASTHMA-War nach der Krise selbst länger krank und habe
dabei Asthma entwickelt.
HORNHAUTENTZÜNDUNG- Während meiner Krankeheit habe
ich mir eine ordentliche Hornhautentzündung eingefangen und
nicht gleich behandeln lassen.
Ich über mich: bin berufstätig, selbständig, kinderlos und
und lebe mit meinem Partner glücklich zusammen.
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Re: Hornhauttransplantation am 9.8.07 in Hamburg (UKE)

Post by Lina »

Hallo,

das ändert sich bestimmt. Ich trage seit über 20 Jahren Kontaklinsen und es ist kein Problem sie ohne Spiegel rein und raus zu nehemn. Anfangs war ich auch extrem ungeschickt beim einsetzen und rausnehmen und habe die Linsen auch ständig -durch ins Augen sgreifen- verloren.

Es ist ja sehr motievierend problemloses OP Berichte zu lesen. (Habe meine erste Hornhaut vor ca. 5 Wochen erhalten.

Ich wünsche dir alles Hute

Lina
wmmw
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Joined: 2006-12-29, 09:30
KC-Experience: Diagnose 1988 - beide Augen - dann KK-Linsen - immer wieder mit Problemen - dann > erste Transplantation 01/1990 links, zweite Transplantation rechts 01/1991, Danach einige Versuche mit Kontaktlinsen - leider fehlgeschlagen - danach Brille - Visus immer so um die 60 - 80 % - links und rechts. (zwischendurch auch mal nur an die 40% - siehe Bericht)
Seit etwa 2002 erhebliche Verschlechterung des rechten Auges - Diagnose > transplantierte Hornhaut hat sich "bei 9 Uhr" gelöst > abgehoben > Ursache ??? > am wahrscheinlichsten lt. Augenarzt eine körperliche Überanstrengeng. Dies hatte zur Folge, dass im Jänner 2007 eine re.Transplantation rechts gemacht wurde.
Alle drei Transplantationen sind eigentlich "super verlaufen".
Visus jetzt 02/2008 mit Brille bei 80% bivokal (60% links, 80% rechts)
Update: 03.2012 mit Brille re. 100% li. 60%
0382021 Visus links 35%, rechts 100% mit Gleitsichtbrille
04/2021 Abstoßung Hornhaut links - Update 11.2024 - Abstoßung Hornhaut war eine Fehldiagnose - war eine Herpesinfektion - alles wider OK - Viseus RA 100%, LA 40%
Keratoconus since: KK seit dem 22. Lebensjahr (Diagnose). mit 20 beim Bundesheer war noch alles OK. Danach "schleichende Verschlechterung". KK wurde von meinem Doc aber sofort erkannt. Lag wohl auch daran, dass in diesen zwei Jahren der Schub extrem gewesen sein muss. Obscan etc. war damals "noch nicht bekannt" - war schon mit der Spaltlampe zu erkennen.
Experience with eyeglasses / lenses: KL unmöglich - immer Riesenprobleme. Mit Brille immer so um die 60 bis 80% - zwischenzeitlich natürlich auch weit weniger, immer wieder Änderung spez. von Astigmatismus und Achse. Brille im Durchschnitt alle 18 Monate neu.
Operationen: 1990 Keratoplastik links, 1991 Keratoplastik rechts, 2007 Rekeratoplastik rechts.NEU - 10.2015 - meine linke Hornhaut ist wieder in Bewegung geraten (Kegelbildung)
Mögliche Ursachen: Keine Ahnung warum. Das wahrscheinliste ist das "Augenreiben" im Kindesalter. War total lustig sich die Augen zu reiben und danach die visuellen Effekte zu genießen.
Ich über mich: verheiratet, 2 Kinder
Berufserfahrung Behandlung Keraokonus: immer wieder leichte probleme da ich ca. 6 Stunden/Tag vor dem Bildschirm verbringe - hab es aber immer noch mit Hilfe meines Optikers geschafft, dass ich "normal" arbeiten kann.
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Re: Hornhauttransplantation am 9.8.07 in Hamburg (UKE)

Post by wmmw »

Hallo Michael

- ohne Korrektur = 50%

- mit Korrektur (Brille) = 80 %

Werte +4,50 (sph), -2.50 (cyl), 60 (Achse)
- das ist SPITZE !!! :::thumb :::thumb :::thumb > "DAUMENDRÜCK DASS ES SO BLEIBT"

lg Walter
ich liebe das Leben - auch mit KERATOKONUS !!!
Michael
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KC-Experience: KK-Diagnose seit Januar 07. Am linkem Auge am 9.8.07 Hornhauttransplantation im UKE/ Hamburg. Rechtes Auge ist relativ OK (leicht weitsichtig: +1.0). KK könnte rechts zum Stillstand gekommen sein, bevor dort Beschwerden aufgetreten sind.

Re: Hornhauttransplantation am 9.8.07 in Hamburg (UKE)

Post by Michael »

Ein kurzes Update 4 1/2 Jahre nach der OP:

Meine Werte haben sich nach meinem letzten Bericht nicht verändert.

Am operierten Auge gab es in der Zwischenzeit überhaupt keine Probleme, d.h. keine Reizung oder zeitweilige Verschlechterung. Da mein anderes Auge relativ normal ist, und ich insgesamt mit Brille ganz vernünftig sehe, habe ich die OP und alles was dazu gehört beinahe vergessen/verdrängt.

Mein anderes Auge zeigt weiterhin keine Anzeichen von Keratonkonus. Eine Vernetzung habe ich auf Anraten von Prof. Böhnke nicht machen lassen. Er fand den Zustand seinerzeit zu gut. Ich hoffe mal, dass sich das bewahrheitet, was ich über diese Erkrankung gelesen habe: Wenn man älter als 40 Jahre ist, schreitet der Keratonkonus nicht mehr voran bzw. höchstens ganz langsam.

Naja, und ich bin 46 Jahre alt. Bei mir scheint sich das zu bestätigen.

Meine Versuche mit den Kontaktlinsen habe ich abgebrochen. Die liegen im Badezimmerschrank. So richtig habe ich mich daran nie gewöhnt. Das operierte Auge sah zwar einen Tick besser, das andere aber schlechter als mit Brille.
Michael
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KC-Experience: KK-Diagnose seit Januar 07. Am linkem Auge am 9.8.07 Hornhauttransplantation im UKE/ Hamburg. Rechtes Auge ist relativ OK (leicht weitsichtig: +1.0). KK könnte rechts zum Stillstand gekommen sein, bevor dort Beschwerden aufgetreten sind.

Re: Hornhauttransplantation am 9.8.07 in Hamburg (UKE)

Post by Michael »

Es dauert, wird aber immer besser:

Meine aktuellen Werte an meinem operierten Auge sind:

3.00 -2.00 70

Mit Brille ist mein Visus nunmehr auf 90% gestiegen, was weitgehend konstant, d.h. nicht tagesformabhängig, ist. Wurde an mehreren Tagen immer mit dem gleichen Ergebnis gemessen. Habe mir gleich eine neue Brille gegönnt.

Mein Fazit:
Man soll die Hoffnung nicht zu früh aufgeben:)))