Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: viewtopic.php?t=6501

M-ARK re.+li. 2004; re. 2005; li. 2006, Rom, Lombardi (+/+)

Markus
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KC-Experience: Ich hab alles mal ausprobiert... Man will ja mitreden können... Transplantation, Laserung, Vernetzung...
...als nächstes kommt dann logischerweise die Kunstlinsen-Implantation... ;)
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Re: Norbert: ARK-OP, Lombardi, 2004-09

Post by Markus »

Hallo Andy!

Ich habe in meinem Transplantationstagebuch auch schon einige Möglichkeiten zusammengesucht: http://www.forum.keratokonus.de/viewtop ... 0&start=60


Hallo Norbert!

Vielen Dank für die Ergänzung. Ja, diese Möglichkeiten kannte ich ja auch schon. Zumindest gut zu hören, dass auch andere Ärzte so wie mein Professor denken. Ich denke, wenn ich etwas machen lasse, dann auch bei meinem Prof. Ich denke nicht, dass der Astigmatismus durch eine schlechte OP kam. Man kann den Heilungsprozess einfach nicht gut voraussehen. Manchmal hat man halt Pech und die Hornhaut wächst ungleichmäßig ein.
Dich erstmal versuche ich es aber nochmal mit der neuen Linse. Die ist schon da und ich werd sie morgen abholen.

Ach ja, mit der besonderen Hornhautbehandlung meint der Professor sicherlich die Auswahl der Hornhaut. Man kann einfach irgendeine Hornhaut verpflanzen oder vorher ein relativ teures Gutachten in Bezug auf die Gewebetypisierung machen lassen. Und dann wird ein Hornhaut gesucht, die eventuell besser zu dem eigenen Gewebe passt.
Mein Professor hat mir allerdings gesagt, dass das keinen entscheidenden Vorteil bringt, da es keine erhöhtes Abstossungsrisiko oder so gibt, wenn man es nicht macht. Statistisch macht das keinen Unterschied. Zumindest nicht bei den gängigen Keratokonus-Transplantationen. Diese Methode ist bei vielen Problemfällen wichtig, wie bei Blutgefäßen in der Hornhaut. Keratokonus ist keine Problemindikation.

VG MARKUS
Norbert S.
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Re: Norbert: ARK-OP, Lombardi, 2004-09

Post by Norbert S. »

Hallöchen,

war am 09.05. wieder bei Prof. Lombardi. Der Sehtest ergab li./re. 80/100 %.
Prof. Lombardi stellte klar, dass er beim letzten Mal nicht durchgeschnitten sondern die Hornhaut an zwei Stellen nur teilweise micro-perforiert hat.
Zum einen war bei mir eine längere Zeit für die positive Entwicklung notwendig, zum anderen musste er tiefer schneiden. Er hatte sich zwar vom zeitlichen bei mir leicht verschätzt, im Endeffekt aber recht behalten.
Ach übrigens: auch das recht üble Nachtsehen wurde mittlerweile wesentlich besser.
Beim rechten Auge bin ich fertig (Schätzung von ihm war vorher, dass er auf gut 60% kommt), beim linken würde er gerne noch einmal nachoperieren.

Er bat mich eindringlich, bei uns im Forum klarzustellen, dass nicht bei allen Patienten immer der sofortige Erfolg da ist (wie bei vielen, die direkt nach der OP super sehen). Er hat auch einige Patienten, bei denen es länger dauert bis der endgültige und gewünschte Stand erreicht ist.
Wichtig sind v.a. zwei Dinge: Geduld und die strikte Befolgung seiner Anweisungen bzw. Empfehlungen. Das mit der Geduld kann auch bedeuten, dass man auch Nach-OPs abwarten muss, die teilweise erst den wesentlichen Fortschritt bringen.

Ich kenne übrigens mittlerweile mehrere Patienten, bei denen der Visus in der Zeit nach der OP wieder schlechter wurde und es danach erst so richtig aufwärts ging.

Zur Erinnerung wie es bei mir war: von so 20%/5% nach einigen Wochen auf 50%/30%, dann li. stetig zurück auf 30% nach ein paar Monaten und insges. nach einem halben Jahr und der Nach-OP (rechts) auf knapp 80%/100%.

Einen Extremfall zeigte er mir wieder mal live.
Eine junge Italienerin hatte nahezu keine Sehkraft mehr (insges. <5 % und ein Auge war fürchterlich zerkratzt mit vielen, teils tiefen Kratzern (von der Linse). Die Hornhautdicke war je < 150 µm. Für das eine Auge empfahl er eine Transplantation. Nach Diskussionen bat die Mutter der Patientin, dass Lombardi es doch mit der ARK versucht. Er ist sehr froh, dass er damals falsch lag und er dem Wunsch der Mutter folgte. Es war zwar sehr langwierig aber jetzt nach 3 Jahren hat die Patientin je ca. 30% und mit Brille 90/50 % (wesentliche Besserung erst nach 1-2 Jahren). Sehr bemerkenswert ist bei diesem Fall auch, dass die recht üble Hornhaut sich zum großen Teil wieder repariert und stabilisiert hat (nur ein sehr tiefer, großer und störender Kratzer wird bleiben). Wenn ich das richtig verstanden habe, soll dies auch auf die Bildung neuer Zellen (neues Narben-Gewebe) zurückzufüren sein. Hier muss ich aber noch einmal nachfragen.

Alles Gute wünsche ich Arne, Andreas und Martin.
Andreas und Martin, an Euch musste ich am Dienstag so ab 11 Uhr denken und habe für Euch gebangt, dass die OP gut läuft und gute Ergebnisse bringt. Schreibt doch bitte mal wie es Euch so geht bzw. erging.
Und für Dich, Arne hoffe ich, dass Lombardi mit Dir einmal eine weitere Worse Case Erfolgsgeschichte vermelden kann wie bei der Italienerin.

Viele Grüße
Norbert
Tim_OS_78
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KC-Experience: Ich denke ich hatte die typische KC-Karriere mit vielen Ärzten und Optikern, die keine Ahnung hatten. Es dauerte 6 Monate bis der KC diagnostiziert war. Danach brauchte es noch einige Zeit bis ich einen fähigen Optiker vor der Haustür in Osnabrück gefunden hatte.
Stand Oktober 2008 bin ich zufrieden auch die beiden Operationen gemacht zu haben, denn seitdem brauche ich nicht mehr alle 3 Monate neue Linsen. Die Augen sind seitdem einigermaßen stabil. Also auch wenn das primäre Ziel der OPs eine Sehverbesserung zu erreichen, nicht erreicht wurde, so war es doch ein Erfolg.
Keratoconus since: Ich habe den KC etwa mit 20 Jahren bekommen, das war 1998. Das ging sehr rapide bergab. Und innerhalb von kürzester Zeit war eine zufriedenstellende Sehstärke nur noch mit Kontaktlinsen zu erreichen.
Experience with eyeglasses / lenses: Ich trage täglich mehr als 10 Stunden die Kontaktlinsen und das ist auch mein Mittel der Wahl, da das schlechte linke Auge mit Brille nicht zu korrigieren ist und bei einem Visus von 0% bleibt.
Operationen: Februar 2005 ARK in Rom auf beiden Augen.
Juli 2005 Vernetzung auf dem linken Auge.
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Re: Norbert: ARK-OP, Lombardi, 2004-09

Post by Tim_OS_78 »

Hallo Norbert,

wo ist denn der Unterschied zwischen durchgeschnitten und micro-perforiert. Ist für mich das gleiche.
Und zu Deinen Ergebnissen kann man Dir nur gratulieren. Es kommt wohl auch so einigermaßen hin, das man von den Werten bei Lombardi knapp 20% abziehen muß um auf Deutsche Werte zu kommen.

Wenn Prof. Lombardi sich nur zeitlich verschätzt, dann ist es doch in Ordnung. Wirst Du denn die Nach-OP machen? Und wenn ja wann?

Was meinst Du denn mit dem Satz, Norbert?
<<Ich kenne übrigens mittlerweile mehrere Patienten, bei denen der Visus in der Zeit nach der OP wieder schlechter wurde und es danach erst so richtig aufwärts ging.
Das es von alleine nach Monaten vorwärts ging?

Wie ist denn dein Nachtsehen inzwischen? Sind die ganzen störenden Lichtkreise weg?

Dann bin ich mal gespannt ob wir demnächst noch weitere OP-Berichte hier bekommen.

Gruß
Tim
Norbert S.
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Re: Norbert: ARK-OP, Lombardi, 2004-09

Post by Norbert S. »

Hallo Tim,

er hat nicht komplett die Hornhaut durchtrennt. Dann wäre ein Nähen unvermeidlich gewesen. die Hornhaut wurde nur punktuell "mini-durchlöchert". Somit hielt die Hornhaut von selbst zusammen, es musste also nicht genäht werden, es konnte aber das Kammerwasser austreten.

Jeder Fall bei einer ARK ist unterschiedlich (ja allgemein so bei KC). Es gibt Patienten bei denen es erst nach Tagen oder Wochen oder Monaten von alleine besser wurde. Bei einigen gab es vorher nach Tagen, Wochen, Monaten eine mehr oder weniger starke Verschlechterung. Bei einigen kam die Verbesserung erst nach einer Nach-OP. Alles total unterschiedlich, allerdings hat Prof. Lombardi in fast allen Fällen Recht behalten, was das Endergebnis angeht. Zu mir hat er auch vor der OP gesagt, dass er nicht sagen kann wie lange es dauert und wieviele OPs erforderlich sein werden.

Der Visus allgemein wurde nachts besser und die teils sehr störend "Lichtstrahleneffekte" um Lichtquellen herum (z.B. Straßenlampe, Autoscheinwerfer) wurden kleiner. D.h. sie sind noch da, aber strahlen nicht mehr so weit, so dass z.B. ein entgegenkommenden Auto so "strahlt", dass ich die Fahrbahn vor mir nicht mehr richtig wahrnehmen kann. Man sagte mir immer, dass dieser Effekt daher kommt, dass meine - sowieso sehr großen - Pupillen bei Vergrößerung (im Dunkeln) in die Schnitte hineinreichen und dann natürlich dieser Effekt auftreten muss.
Keine Ahnung, warum das besser werden kann. Das wundert mich zwar, ist mir aber eigentlich auch egal, solange es besser wird.

Einen Effekt mit Lichtkreisen hatte ich nicht.

Gruß
Norbert
Tim_OS_78
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Re: Norbert: ARK-OP, Lombardi, 2004-09

Post by Tim_OS_78 »

Hallo Norbert,

dann habe ich den Unterschied nun verstanden. Bei dem einen wird die Hornhaut so perforiert, das sie selber zusammenhält. Bei der anderen Art muß genäht werden, da sie sonst nicht wieder zusammenhält bzw. zusammenwächst.

Das jeder Fall anders ist, sieht man ja auch hier schon im Forum. Was mir Angst macht ist das Wort in fast allen Fällen hätte Prof. Lombardi Recht behalten. Und was mir auch Angst macht, ist das Prof. Lombardi mir sagte übertriebenermaßen das gute Auge ist ein Kinderspiel. Und bis jetzt komme ich gerade so an die 80% mit Brille heran.

Das mit den Lichtkreisen ist bei mir ganz schlimm. Nachts traue ich mich ja kaum noch auf die Straße. Das Du sie nie hattest, gibt mir auch ein wenig Rätsel auf.

Viele Grüße sendet
Tim
Anja_1
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Re: Norbert: ARK-OP, Lombardi, 2004-09

Post by Anja_1 »

Hallo Tim,

Du hattest gerade mal eine OP und die war vor 3 Monaten, was erwartest Du denn? Du müsstest doch langsam anhand der anderen Berichte erkannt haben, dass auch da Prof. Lombardi gute Werte vorausgesagt hatte, es aber nunmal einfach seine Zeit dauerte. Du bist doch noch garnicht fertig mit den Nachkorrekturen, warum redest Du dann so, als sei der momentane Stand schon endgültig? Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht!

Und 80% mit Brille - da träumen andere davon, zumal eine Brillenanpassung ja sehr oft garnicht mehr möglich ist. Du hast ganz am Anfang geschrieben, dass Du mit Linsen auf 60-70% gekommen bist und jetzt hast Du mit Brille 80%. Freue Dich über kleine Fortschritte (die sich nicht immer nur in den Werten wiederspiegeln!) und erwarte kein Wunder - auch das bekommt Prof. Lombardi nicht hin. Oder hat er Dir versprochen "eine OP und damit ist alles erledigt". Das kann ich mir kaum vorstellen...

Und wie Norbert schon sagte, nicht jeder hat die selben Auswirkungen des KC, einer sieht eben Kreise, der andere Strahlen, der nächste doppelt, ... Und deswegen darf man z.B. auch nicht denken, dass bei einem durch die OP die selben Werte erziehlt werden wie bei anderen, die die gleichen Ausgangswerten hatten. Kein Fall ist eben gleich...

Gruß Anja
Tim_OS_78
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Re: Norbert: ARK-OP, Lombardi, 2004-09

Post by Tim_OS_78 »

Hallo Anja,

ich rede nicht davon das der Stand endgültig ist, aber die Werte sind für mich halt schon etwas deprimierend.
Das andere von den Werten träumen weiß ich auch, aber wenn ich einen vorher-nachher-Vergleich mache, dann ist der negativ bzw. unverändert.

vorher:
Li 0% / Linse: 70-80%
Re 60% / Linse: 100% / Brille bei Lombardi: 100% (in Deutschland wohl 80%)

nachher
Li 5%
Re 40% / Brille: 80%

Ein Wunder habe ich nie erwartet, nur erhofft.
Über kleine Fortschritte freue ich mich auch, nur ich sehe keinen richtigen.

Ich will hier ja auch nichts schlecht machen, aber ich möchte schon einen Überblick geben, so dass andere, die hier lesen auch den ganzen Überblick bekommen. Wenn man alles hier rosarot malt, dann entsteht definitiv kein objektiver Eindruck.

Um aber wieder das positive zu sehen, ich bin froh das es Prof. Lombardi gibt, denn ansonsten wäre die einzige Alternative die Transplantation für mein linkes Auge.

Viele Grüße sendet
der Tim
Anja_1
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Re: Norbert: ARK-OP, Lombardi, 2004-09

Post by Anja_1 »

Hallo Tim,

natürlich ist es deprimierend, wenn es nicht so vorangeht wie man es sich gedacht bzw. erhofft hat. Aber ich habe einfach das Gefühl, dass Du Dich damit selbst noch mehr runterziehst und es ist nunmal nicht sehr förderlich für den Heilungsprozess ist, wenn man sich ständig sagt wie schlecht es aussieht und dass das wohl nix mehr wird.
Meinst Du denn, dass ich nach der einen OP happy war, als der Wert wieder nach unten ging? Da wird eine Nachkorrektur gemacht und es wird schlechter - suuuper. Aber ich habe mir gesagt, dass ich eben abwarten und auch ein bißchen Vertrauen in Prof. Lombardi haben muss. Und nach ein paar Monaten, in denen es gemählich bergauf ging, hatte ich einen sehr guten Wert.

Keiner soll hier etwas rosarot malen, wer das vorhat oder auch wirklich macht gehört nicht hier her! Wobei ich sagen kann, dass ich mittlerweile einige ARK-Operierte, die hier einen Bericht geschrieben haben, persönlich oder per Telefon kenne und davon keiner etwas rosarot gemalt hat. Warum auch, das bringt doch nichts und ist absolut fehl am Platz!

Also Tim, jetzt geh' zur Nachuntersuchung nach Rom und lass' Dich von Prof. Lombardi auf den neuesten Stand bringen was Deine Augen angeht. Und er kann Dir dann auch die Veränderungen, die es bestimmt gab, sagen und erklären. Und bis dahin versuche ein bißchen positiver zu denken, ok? :grin:

Grüßle, Anja
Tim_OS_78
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Re: Norbert: ARK-OP, Lombardi, 2004-09

Post by Tim_OS_78 »

Hallo Anja,

ich denke positiv, denn sonst würde ich sagen, es ist alles Mist.
Außerdem solltest Du auch bedenken, das das abwarten mit besseren Werten sicher einfacher ist, als mit schlechteren.
Bei mir ist es zumindestens seit 3 Monaten konstant. Die Topographien ändern sich, aber der Visus nicht.

Die Kontrolle möchte ich auch gerne machen, nur bis jetzt hat sich noch kein Termin so richtig gut ergeben.

Gruß
Tim
Norbert S.
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Re: Norbert: ARK-OP, Lombardi, 2004-09

Post by Norbert S. »

Hallo Tim,

positiv denken ist etwas anderes.

Ich bin absolut überzeugt, dass die richtige positive Einstellung mehr als so manche Medizin bewegen kann. So funktioniert ja auch der Placebo-Effekt. Das ist übrigens in Studien nachgewiesen und deshalb zahlen einige Krankenkassen auch Heilpraktiker. Denen ist es egal, ob die Heilung vom Placebo-Effekt (positives Denken und Glauben an die Sache) kommt.

Mir gelang das auch nicht unbedingt so gut. Das sieht man doch an meinem Fall.
Wo ich den Glauben an Lombardi verloren hatte, ging es mir allgemein schlecht. Ich war am Boden zerstört und der Visus wurde auch immer schlechter.
Es hat lange gedauert. Angela und Lombardi hatten u.a. mehrfach angerufen und manche Gespräche mit verschiedenen Leuten - teilweise vom Fach - haben mich wieder aufgebaut. Ich habe wieder an die Sache geglaubt. Mir ging's wieder besser und auch der von Lombardi vorhergesagte Heilungsverlauf begann (allerdings 1-2 Monate später).

Ich will jetzt nicht sagen, dass das alles von dieser "Denke" kommt, bin aber überzeugt, dass das eben wesentlich mit beiträgt.

Irgendwo hast Du doch für Dich entschieden, dass du zu den Loosern der ARK gehörst und dass es bei Dir nicht funktioniert. Das ist alles andere als förderlich ("sich selbst erfüllende Prophezeiung").

Reiß' Dich zusammen und glaube an Lombardi! Was hast Du denn zu verlieren? Das klappt mit der ARK. Geh' so ran.
Sollte es (woran wir aber ja nicht im entferntesten denken) nach einem halben Jahr oder so und den erforderlichen Nachkorrekturen nicht geklappt haben sollte, hast Du nichts verloren (im Vergleich zum derzeitigen Stand).

Und hör' bitte auf mit anderen "Nicht-Loosern" zu vergleichen. Das ist ebenfalls Gift für "gute Gedanken".

Gruß
Norbert
Norbert S.
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Re: Norbert: ARK-OP, Lombardi, 2004-09

Post by Norbert S. »

Hm, ich habe mir eben überlegt, dass ich mir da jetzt vielleicht Feinde (oder einen Feind) mache.

So ähnlich war es damals bei mir. Ich gebe zu dass ich begann, Anja nicht mehr zu mögen, weil die immer mit dem blöden optimistischen Geschwätz ;-) kam und ich absolut nicht daran glauben wollte. Nein, ich war mir im Klaren, dass ich der Verlierer bin und mich regte es auf, dass sie mir was anderes einreden wollte.
Jetzt schaut's aber anders aus und ich kann Anja wieder recht gut leiden ;-)
Anja_1
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Re: Norbert: ARK-OP, Lombardi, 2004-09

Post by Anja_1 »

Hallo Norbert!

Muss' einfach kurz antworten: find's schön, dass Du so ehrlich bist und ich freue mich darüber, dass Du mich wieder recht gut leiden kannst :lol: Aber am meisten freue ich mich, dass auch Du wieder zu den (fast) Adleraugen gehörst, das ist mal das Allerwichtigste.
Vielleicht können wir ja demnächst beim kleinen Treffen darauf d+) ;-)

Grüßle, Anja
Tim_OS_78
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Re: Norbert: ARK-OP, Lombardi, 2004-09

Post by Tim_OS_78 »

Hallo Norbert,

ist natürlich erstmal etwas harter Tobak den du aufgefahren hast, aber ich weiß warum Du es so sagst und ich weiß auch das Du nur Gutes im Sinn hast.
Ich bin Dir auch sehr dankbar das Du Dir immer wieder die Zeit nimmst.

Natürlich fühle ich mich im Moment etwas als Looser, aber ich denke Du kannst das gut nachvollziehen.

Es wird schon werden, da bin ich mir sicher. Außerdem nach jedem Tal kommt wieder ein Berg. :!:

In diesem Sinne
Tim
Klaus N.
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Re: Norbert: ARK-OP, Lombardi, 2004-09

Post by Klaus N. »

Hallo Norbert,
auch ich habe mich vor einem Monat in Rom am rechten Auge operieren lassen.
Augenblicklich bin ich mit dem Ergebnis noch nicht besonders zufrieden.
Ich sehe sehr starke Doppelbilder die ich durch Kneifen beeinflussen kann (was man aber nicht soll )
Aber es sind ja erst 4 Wochen vergangen und wenn ich mir Deine Berichte so durchlese hat es bei Dir ach länger gedauert bis Du zufrieden warst.
Also bleibt mir (und Tim ) nichts anderes übrig als Geduld zu haben und zu hoffen.

MfG

Klaus N.
Tim_OS_78
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Re: Norbert: ARK-OP, Lombardi, 2004-09

Post by Tim_OS_78 »

Hallo Klaus,

da Du meinen Namen ins Spiel gebracht hast, melde ich mich auch mal zu Wort.
Geduld habe ich ja nun schon mehr als 4 Monate bewiesen und letzten Endes kann ich nur sagen das sich die Topographien bei mir positiv entwickelt haben in diesem Zeitraum.
Letzten Endes hat das aber keinen Einfluß auf den Visus. Bei meinem schlechten Auge ist es sogar so das es nicht korrigierbar ist und der natürliche Visus ist keine 5%.
Ich habe zwar immer noch Norberts Worte im Ohr und vielleicht würde eine zweite OP bei mir einen Erfolg bringen.Nur fehlt mir im Moment absolut der Mut dazu und Prof. Lombardi hat mir diesen leider auch nicht wiedergeben können.
Ich will aber nicht über mich reden, sondern zu Deiner Person nochmal Stellung nehmen.
3 Monate solltest Du auf alle Fälle abwarten, denn bis dahin bewegt sich sicher noch was.

Viele Grüße sendet
Tim
Norbert S.
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Re: Norbert: ARK-OP, Lombardi, 2004-09

Post by Norbert S. »

Hallo Klaus,

ja schon abwarten, aber nicht abwarten und Tee trinken, sondern warten, dabei daran glauben, dass es wird und alles das machen, was Lombardi empfohlen hat.
Wie waren denn Deine Werte vorher/ nachher?

Zu den Doppelbildern: Die sind wirklich hart zu nehmen. Am Anfang hat mich das schon etwas verrückt gemacht. Bestimmte Sachen sah bzw. sehe ich so doppelt, dass das Doppelbild beinahe genauso gut zu sehen ist wie das "Original". Bspw. war ein Autobahn-Ausfahrtsschild (das Große direkt an der Ausfahrt) ein ganzes Stück unterhalb dem "1. Bild" voll deutlich nochmals da.
Ich bin dann auch draufgekommen, dass die der Grund für den schlechten Visus bei mir waren. Beim Sehtest ist das Doppelbild teilweise so im Original, dass diese miteinander "verschwimmen". Dann ist es nicht mehr lesbar.

Mittlerweile ist es so, dass rechts (nach der 2. OP) die Doppelbilder viel weniger geworden sind.
Wenn nicht der o.g. Fall eintritt, dass die Bilder ineinander verschwimmen, dann nehme ich das Doppelsehen auch gar nicht mehr wahr, außer wenn ich mich bewusst darauf konzentriere. Das Gehirn hat anscheinend gelernt, damit umzugehen.

Bleib dran! Wie Du in meinen Berichten lesen kannst, hatte ich auch ne Gewaltige Durststrecke. V.a. nachdem mir mehrere Fachleute klar gemacht hatten, dass ich angeblich nach der 2. OP Gefahr lief mein Augenlicht zu verlieren und das Ergebnis noch dazu total schlecht ausgefallen ist - und auch so bleiben wird - begann ich den Glauben an Lombardi zu verlieren. Da war ich psychisch nicht so "top drauf" und komischerweise wurde auch das nicht operierte Auge wieder schlechter.

Das Blatt hat sich dann ja gewendet. Lombardi versuchte mir auch klar zu machen, dass ich es mit in der Hand habe, wie sich die Augen jetzt weiter entwickeln. Die Augen verändern sich auf jeden Fall noch hatte er gesagt und ich bin selbst mit dafür verantwortlich wie sie sich entwickeln. Seiner Meinung nach gehört auch die psychische Einstellung mit dazu. Wenn man positiv denkt, macht der ganze Körper mit, die positive Entwicklung zu unterstützen.
Man mag daran glauben oder nicht (der angeblich bewiesene Plazebo-Effekt funktioniert ja allerdings auch irgendwie nach diesem Prinzip), eine positive Einstellung schadet auf jeden Fall nicht. Ich persönlich kann es für mich auch bestätigen, dass es bei mir schon irgendwie förderlich bzw. auch mal in die andere Richtung "schädlich" war.

Na ja, denke positiv ist einfach gesagt, aber leider nicht einfach auf Kommando umsetzbar. Man kann sich allerdings schon irgendwie in eine bestimmte Richtung manövrieren.

Mach das Beste aus Deiner Situation, ich wünsche Dir alles Gute!

Du kannst mich bei Bedarf auch gerne einmal anrufen.

Freundliche Grüße von
Norbert
Tim_OS_78
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KC-Experience: Ich denke ich hatte die typische KC-Karriere mit vielen Ärzten und Optikern, die keine Ahnung hatten. Es dauerte 6 Monate bis der KC diagnostiziert war. Danach brauchte es noch einige Zeit bis ich einen fähigen Optiker vor der Haustür in Osnabrück gefunden hatte.
Stand Oktober 2008 bin ich zufrieden auch die beiden Operationen gemacht zu haben, denn seitdem brauche ich nicht mehr alle 3 Monate neue Linsen. Die Augen sind seitdem einigermaßen stabil. Also auch wenn das primäre Ziel der OPs eine Sehverbesserung zu erreichen, nicht erreicht wurde, so war es doch ein Erfolg.
Keratoconus since: Ich habe den KC etwa mit 20 Jahren bekommen, das war 1998. Das ging sehr rapide bergab. Und innerhalb von kürzester Zeit war eine zufriedenstellende Sehstärke nur noch mit Kontaktlinsen zu erreichen.
Experience with eyeglasses / lenses: Ich trage täglich mehr als 10 Stunden die Kontaktlinsen und das ist auch mein Mittel der Wahl, da das schlechte linke Auge mit Brille nicht zu korrigieren ist und bei einem Visus von 0% bleibt.
Operationen: Februar 2005 ARK in Rom auf beiden Augen.
Juli 2005 Vernetzung auf dem linken Auge.
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Re: Norbert: ARK-OP, Lombardi, 2004-09

Post by Tim_OS_78 »

Hallo Norbert,

ich finde es immer noch interessant, das die meisten von Doppelbildern reden. Das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.
Bei mir ist es so das ich einen Halbkreis oben über Objekte mit den Objekten nochmal sehe auf dem guten Auge und auf dem schlechten Auge sehe ich einfach nichts!

Das läßt sich leider auch nicht mit einer positiven Einstellung wegdiskutieren.

Viele Grüße sendet
Tim
AnneGoldi
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KC-Experience: Ich habe KC seit ca. 1996, diagnostiziert aber erst 2003. Ich habe von meinem Augenarzt Kontaktlinsen verschrieben bekommen, doch wirklich Glücklich war ich nicht. Ich hatte dauernd Kopfschmerzen und immer tränende Augen. Habe die 'Dinger' auch nicht alleine ins Auge bekommen und mein Durchhaltevermögen war nicht wirklich gut. Nach knapp zwei Monaten habe ich die Linsen ins Eck geschmissen und mich wieder auf die Brille verlassen. 2004 sollte ich dann am linken Auge Transplantiert werden doch nach dem ich hier im Forum die Berichte über Prof. Lombardi gelesen habe bin ich nach Rom geflogen und habe mich im Juli 2004 das erste mal mit der Mini ARK Operieren lassen. Die zweite OP folgte dann im Februar 2005 und die Dritte war im Juli 2005 geplant wurde aber nicht durchgeführt. Meine Sicht mit Brille war vor der OP bei ca. 40% und nun nach den OP´ s liegt sie bei ca bei 90%. Die Werte sind im großen und ganzen stabil. Sie hängen aber wie bei allen sehr stark von den Lichtverhältnissen sowie von meinem eigenen Zustand ab. Ich bin froh diesen Schritt gemacht zu haben. Für mich war es absolut die richtige Entscheidung.
Ob es damit was zu tun hat weiß ich nicht, aber seit ca. 1994 ist bei mir der Heuschnupfen losgegangen. Jedes Jahr ein bisschen schlimmer. Zum teil so schlimm, das ich keine Luft mehr bekommen habe. Doch es gibt auch Sommer dazwischen die wieder besser waren.
Seit einem Jahr nehme ich nun JuicePlus und muß sagen das mein Heuschnupen stark zurück gegangen ist, und das obwohl wir einen Sommer haben mit extrem starken Pollenflug.

Re: Norbert: ARK-OP, Lombardi, 2004-09

Post by AnneGoldi »

Hallo Tim!

Es geht nicht darum etwas weg zu dikutieren! Es geht darum eine Positive Einstellung zu dem Weg, der Mini ARK, zu Prof. Lombardi und vor allem zu deiner Entscheidung und dem Heilungsprozeß zu haben. Diese Positive Einstellung ist bei dir nicht wirklich vorhanden, wenn du ehrlich zu dir bist.
Das Ergebniss der OP hängt aber sehr stark davon ab!!! Wir können unsere eigene Selbstheilung fördern oder behindern. Mit der zusatzlichen Behandlung vom Tomasini, versucht Prof.Lombardi die Selbstheilung des einzelnen Organismuses zu fördern. Das heißt natürlich wir müssen die Anweisungen befolgen - und auch daran glauben das es hilft und kein humbug ist.

Ob wir Doppelbilder oder Lichtkegel oder oder .... haben ist denke ich bei jedem etwas anders. Wenn ich die Berichte so lese, finde ich immer wieder die aussagen das die Sicht bei Nacht schlecht ist, dises Problem habe ich zb gar nicht.
Wir haben zwar alle die gleiche Krankheit aber doch hat jeder seine eigene.

Wir sollten alle viel gedult haben mit unseren Augen denn wir brauchen sie noch.
Warte nicht auf das große Wunder,
weil du dann die kleinen verpasst.
Tim_OS_78
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KC-Experience: Ich denke ich hatte die typische KC-Karriere mit vielen Ärzten und Optikern, die keine Ahnung hatten. Es dauerte 6 Monate bis der KC diagnostiziert war. Danach brauchte es noch einige Zeit bis ich einen fähigen Optiker vor der Haustür in Osnabrück gefunden hatte.
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Re: Norbert: ARK-OP, Lombardi, 2004-09

Post by Tim_OS_78 »

Hallo Anne-Kathrin,

meine positive Einstellung ist in ein tiefes Loch gefallen, da gebe ich Dir absolut Recht. Ich beneide Dich da ja auch um deine Gabe, wobei ich aber denke das ich trotz aller Probleme im Moment das ganz positiv angehe.
Ich gebe Dir auch Recht das jeder Keratokonus anders ist und genau das ist wohl auch der Grund warum ich einfach nicht den Glauben habe das mein linkes Auge was werden kann. Es ist halt sehr steil und immer noch bei 0.
Wünsche Dir auf alle Fälle schonmal Alles Gute für deine nächste OP!

Lieben Gruß sendet
Tim
Norbert S.
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Re: Norbert: ARK-OP, Lombardi, 2004-09

Post by Norbert S. »

Hallöchen,

war wieder mal bei Lombardi. Eigentlich war eine Nach-OP an meinem linkem Auge geplant, diese haben wir aber zurückgestellt.

Der Sehtest ergab, dass der Visus mindestens stabil geblieben ist. Auch die Topographien zeigten wenig Änderungen (ich hätte eigentlich gesagt, dass sie ein minimal schlechteres Bild zeigten). Die Hornhautdicke hat ein wenig zugenommen.

Bei der Bioresonanz war ich mal gespannt, was sie diesmal alles finden. Ich fühle mich in den letzten Wochen super. Ich ging aber eher davon aus, dass sie wieder alles Mögliche finden.
Es zeigte sich dann allerdings tatsächlich eine wesentliche Verbesserung in allen Bereichen ("Runddiagramm"); nur der Ausschlag in Richtung Auge/Prostata/Leber blieb ziemlich stark.
Hier erklärte mir Dr. Lombardi, dass dies normal ist. Wenn z.B. irgendwo eine Operation am Körper stattfand, dann ist bei diesem Körperteil ein Ausschlag bei der Bioresonanztherapie zu sehen.

Dr. Lombardi war der Meinung, dass ich noch etwas mit der Nach-OP warten solle. Je besser die Allgemeinsituation des Körpers ist, desto besser ist der Verlauf nach einer OP. Da mir ja im Moment nichts davonläuft, würde er lieber noch warten. Na ja, mal sehen wie's dann beim nächsten Termin am 30.01. bei ihm so ist.

Am Mittwoch hatte ich mich noch fast zwei Stunden mit ihm unterhalten. Es ging um offene allgemeine Fragen zur ARK und der Erreger-Sache. Er erklärte mir nochmals einiges und gab mir Antworten auf einige Fragen, die ja noch so im Raum stehen.
Dazu in Kürze an evtl. anderer Stelle hier im Forum nochmals mehr.

Viele Grüße von
Norbert
Norbert S.
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Re: Norbert: ARK-OP, Lombardi, 2004-09

Post by Norbert S. »

O.k., doch schon mal stichpunktartig die Dinge, die ich mit Dr. Lombardi diskutiert habe:

:::: Funktionsweise der ARK

:: Narbengewebe der Schnitte (reich an Fibrin) stärken die Hornhaut.
Viele Leute haben Angst davor recht viele Schnitte verpasst zu bekommen. Mehr Schnitte haben aber auch Vorteile.
Er gab mir ein Beispiel. Wenn man ein Einkaufsnetz hat, in das man einen mit Wasser gefüllten Plastikbeutel legt, "quillt" der Beutel aus dem Netz heraus bzw. dazwischen durch. Wenn das Netz engmaschiger ist, drückt es den Beutel nicht mehr so weit durch.

:: Implosion -> Abflachung und veränderte Kräftewirkung.
Das müsste man jetzt aufzeichnen. Die Hornhaut bekommt nach der Implosion und (gesamt gesehen) Abflachung eine Form wie ein (mittelalterlicher) Bogen (Waffe). Das bringt Stabilität und sorgt dafür, dass die Kräfte nicht mehr an einem Konus nach außen drücken.

:: Er zeigte mir in einem Buch (u.a. von Dr. Kaufmann) Berichte und Bilder über den Einsatz von Nacht- und Verbandslinsen bei KC-Patienten. Die Bilder zeigen eindeutig, wie sich Falten gebildet haben, die an gleichen Positionen sitzen wie seine Schnitte.
Die Hornhaut wird durch diese Linsen flachgedrückt. Damit dies funktionieren kann, muss ein gewisser Anteil der Hornhaut weg bzw. verschoben werden. Dies geschieht durch Faltenbildung (sehr schmal, sieht auf dem Fotos aus wie Schnitte). Er gab mir Kopien aus dem Buch mit den Fotos mit, wobei auf der Fotokopie nicht mehr unbedingt so toll was zu sehen ist.
Den gleichen Effekt (nur anders herum) haben die Schnitte. Dadurch kommt dann die Abflachung. -> Optische Verbesserung

:::: Zu Langzeiterfolgen: Er hat mir angeboten, mit italienischen Patienten sprechen zu können, die schon vor vielen Jahren operiert wurden. Wenn ich will, kann er mir Kontakte zu diesen Patienten vermitteln. Ich bräuchte lediglich jemanden, der italienisch kann.

:: Die ARK hat schon immer auch für lange Zeit gut funktioniert. Dr. Lombardi war aber damit nicht komplett glücklich. Der Konus wird zwar zurückgehalten, es kann aber weiterhin geschehen, dass die Kollagenstruktur weiter "zerfressen" wird.
Deshalb hat er nach dem Auslöser gesucht.

:::: Erreger

:: Er erklärte mir nochmals, warum es nicht erblich sein kann.
Hauptgründe: Bisher bekannte genetische Fehler, die auf Kollagen wirken (!!!) (Kollagenopathie), wirken auf den ganzen Körper und nicht nur auf eine Stelle im Körper.
Auch nach Transplantationen kehrt der KC oft zurück. Das kann bei genetischer Ursache nicht sein. Wir haben da ja auch Fälle hier bei uns im Forum. Ausführliches hierzu auch unter http://www.kcfreedom.org

:: Mit der Bioresonanzmethode hat er dann einiges herausgefunden.
Anmerkung von mir: Man kann damit herausfinden, welche Körperstellen/ Organe betroffen sind, was für ein Erreger bzw. welcher Typ (z.B. auch Größendifferenzierung wie Parasit/ Virus etc.) vorliegt und wo sich dieser Erreger überall im Körper befindet.
Aus den Ergebnissen daraus ging er dann davon aus, dass sich der gefundene Erreger auch mit "anerkannten Mitteln" (z.B. bestimmte Mikroskope unter Anwendung spezieller Techniken) nachweisen lassen kann. Er hat diesen Erreger dann auch damit gefunden.

:: Wegen seiner Bioresonanz-Geschichte wird er von vielen "ausgelacht" und nicht für Voll genommen. Die war aber der wichtigste "Durchbruch" für Dr. Lombardi und seine Patienten.
Wenn er einmal die Geschichte mit dem Erreger veröffentlicht, dann wird er es in einem "naturheilkundlichem" Magazin tun.
Er glaubt nicht daran, dass man ihm die Sache mit dem Erreger "honorieren" würde und das mit der Bioresonanz würde man eh nie akzeptieren.

Soviel auf die Schnelle. Mal sehen, ob ich die Zeit finde, das mal ordentlich niederzuschreiben.

Gruß
Norbert
Norbert S.
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Re: Norbert: ARK-OP, Lombardi, 2004-09

Post by Norbert S. »

Hallo.

Kurzes Update:
Seit einigen Wochen hat sich bei mir das Sehen bei Nacht ziemlich verbessert. Die störenden Lichteffekte ("Strahlen") sind weniger geworden und auch allgemein ist der Visus besser geworden. Lässt sich zwar nicht messen, aber ich merke es deutlich z.B. bei Verkehrsschildern.

Wo es mir auch auffällt ist z.B. bei Projektionen in abgedunkelten Räumen.

Keine Ahnung, ob das mit der Narbenverheilung zusammenhängen kann. Ich werde das mal bei meinem nächsten Besuch bei Prof. Lombardi erfragen.

Freundliche Grüße von
Norbert
Ulrike
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Re: Norbert: ARK, Rom, 09-2004

Post by Ulrike »

Hallo Norbert,

habe mitbekommen, dass Du kurz nach mir in Rom "nachkorregiert" wurdest. Wie geht es Dir denn jetzt ?

Ich konnte so ca. 1 Std. nach dem Eingriff (16.01.06) im Büro Lombardi ohne Korrektur die 30 % Zeile lesen, das extreme Doppelbild war auch verschwunden.
Dann, einige Stunden später hat die Sicht wieder angefangen zu schwanken. Stecke nun mitten im Heilungsprozeß und hoffe, dass sich die Sicht nach Abheilung auf den Zustand nach OP stabilisiert.

Viele liebe Grüße

Ulrike
Norbert S.
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Re: Norbert: ARK, Rom, 09-2004

Post by Norbert S. »

Hi Ulrike.

Hä? Ich wurde doch erst vor ein paar Tagen (am Montag) operiert!? Mein Bericht folgt evtl. gleich.

Ich wünsche Dir sehr, dass das bei Dir auch noch besser wird. Wie Du bei mir nachher lesen kannst dauert's halt manchmal etwas.
Hat bei Dir die Hornhautdicke auch gut zugenommen?

Freundlicher Gruß
Norbert
Norbert S.
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Nachkorrektur am linken Auge am 30.01.06

Post by Norbert S. »

Hallo miteinander.

So, hat doch geklappt den Bericht zu kopieren und somit folgend mein aktueller Stand fünf Tage nach der Nachkorrektur am linken Auge.

Augen- und Bioresonanzuntersuchung am Montag, 30.01.2006:

Die verschiedenen Augenuntersuchungen zeigen Verbesserungen an beiden Augen.
Beim rechten Auge hat mich die Topographie erst einmal etwas erschreckt. Da war alles mehr und gleichmäßiger rot als vorher. Dann habe ich entdeckt, dass die Skala (welche "Höhenwerte" sich hinter den Farben verbergen) immer jeweils angepasst werden und das tiefe rot diesmal weniger "Berg" darstellte.
Sehstärke war bei beiden Augen gleich bis besser (dass das Sehen bei Nacht besser wurde lässt sich nicht messen).
Hornhautdicke hat laut dem Arzt jeweils leicht zugenommen.

Bioresonanzuntersuchung:
Allgemein sehr guter körperlicher Zustand.
Für etwas Aufregung sorgte, dass wieder eine Elektrosmogbelastung da war. Nach etwas hin- und herdiskutieren habe ich da so einen Verdacht. Mal sehen, was da dabei herauskommt.
Neu entdeckt: Ein hartnäckiger Genitalpilz. Boah! Da werden mir Dinger verpasst. Ich hab nix angestellt ... Ehrlich! Hier wird noch überlegt, wie wir den loskriegen, da er nicht durch eine schnelle biokybernetische Behandlung abzutöten ist.

Besprechung der Ergebnisse mit Prof. Lombardi:
Die Hornhautdicke hat seit vor der ersten OP wie folgt zugenommen: links von 430 auf 470µm, rechts von 390 auf 450µm. Das ist etwas, was m.E. oft nicht ausreichend Beachtung findet! Ich finde das gigantisch, dass der Hornhautschwund regenerierbar ist. 15% Zuwachs finde ich phänomenal.
Visus links 50-60%, rechts 90-100% (ohne Sehhilfe).
Um's kurz zu machen: Der super körperliche Zustand begeistert ihn. Er ist der Meinung, dass ich mich derzeit sehr gut fühlen müsste, was ich ihm bestätigen kann.
Er möchte auf jeden Fall heute oder morgen operieren.

Zur Hornhautdickemessung noch ein Hinweis: Als ich damals in einer international sehr anerkannten Klinik war, kamen die Linsen raus und es wurde losgemessen. Kein Wunder, dass die damals mehr Visus feststellten als später Lombardi (erst nach einigen Stunden Nicht-Linsenstragen ist der Visus wieder ganz unten). Ebenfalls interessant: Dort wurde einfach so von einer Mitarbeiterin die Hornhautdicke gemessen. Irgendwo Glücksache, die dünnste Stelle zu finden. Bei Lombardi wird vorher das Auge genau durchgecheckt und daraufhin an den entsprechenden Stellen die dünnste Stelle gesucht.

Es ergab sich, dass die OP noch am Abend durchgeführt wurde:
Diesmal gelang es mir zum Glück ziemlich locker und unverkrampft zu bleiben. Damit tut man sich und Lombardi ja echt einen Gefallen. Ist aber recht leicht gesagt, locker zu bleiben, wenn man nicht weiß, was auf einem zukommt... Na ja, hab' da ja mittlerweile Routine.
Ich schätze mal, dass die OP selbst so ca. eine viertel Stunde gedauert hat. Es waren diesmal drei Serien (also zweimal Topos dazwischen).
Es hat mich eigentlich etwas gewundert, dass bei der Nach-OP so viel geschnitten wurde. War schon irgendwie wieder stressig (Für Insider: Das blöde Gefühl bei den Bussen bin ich immer noch nicht losgeworden). Um es nochmals zu wiederholen. Schmerzen hat man bei der OP absolut null.

Lombardi war mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Der Uhrentest scheiterte wieder. Auf die Frage, was ich bei der Uhr sehe, antwortete ich: Sie ist einfach nur gelb. Er meinte: Stimmt, ist so, wenn man viel in ein Licht starrt.
Er verabschiedete mich mit dem Hinweis, dass es reicht erst am Mittwoch wiederzukommen. Es lief alles so gut und ich bin in einem so guten gesundheitlichen Zustand, da reicht es am übernächsten Tag.

Dann sind wir (meine Frau war dabei) heimgewackelt (Hotel Gea. Wirklich sehr zu empfehlen!), ohne dass ich z.B. Probleme mit dem Licht gehabt hätte. Ja, ja, jede OP ist anders.
In der Nacht fing's dann an ekelig zu werden. Fetzen Schmerzen, wodurch auch ziemliche Nervosität bei mir aufkam. Schmerztabletten und Rescue Remedy liesen mich aber einen Schlaf finden. Irgendwie komisch. Die Schmerzen waren fast heftiger als bei der ersten OP und mit der zweiten überhaupt nicht zu vergleichen. Diesmal waren die Augen auch ziemlich zugeschwollen. Prof. Lombardi erklärte mir später, dass die Schwellung von der Augenklammer während der OP kommt. V.a. wenn man versucht bei angelegter Klammer das Augenlid zu schließen, ergibt sich diese Schwellung.

Am Morgen waren die Schmerzen besser aber immer noch naja... Gegen Abend zu dann wieder eine blöde Schmerzzunahme. Ich glaube auch, dass die dicken Augenlieder mit dran schuld waren, die wohl auch irgendwie auf das Auge drücken. Hab mir dann wieder die komischen Tabletten, die ich mir noch von der ersten OP aufgehoben hatte, reingeschmissen. Ich hatte das Gefühl, dass die Schmerzen nicht viel besser wurden, sie mir aber wurscht waren und ich schlief dann relativ relaxt ein.

Nächster Morgen: ganz wenig Schmerzen und: !!!! GUTE SICHT! He, das linke Auge sieht plötzlich besser. Ganz was neues.

Nachuntersuchung Mittwoch nachmittag:
Das Auge sieht den Umständen entsprechend recht gut aus. Silvia fragte mich, ob ich auch schon einen Sehtest machen will. Na klar, auch wenn's nicht immer einfach war, das Auge länger offen zu halten.
Es dauerte zwar ein wenig (das Auge war schon noch sehr irritiert) aber 90% gingen ganz gut. Mit Brillenglas sah ich die 100% total locker. Eigentlich wollte ich jetzt weitermachen, aber Silvia hat gemeint, das reicht erst einmal für heute. Die Topographie zeigte eine ebene grün-gelbe Landschaft, wobei außen am Rand (ganzes Stück außerhalb der Sehzone) ein rotes Gebirge anfing.
Dann hat sich Prof. Lombardi das Auge und die Messwerte angesehen und war begeistert. Er hat sich total gefreut und sich selbst gelobt: Da ist mir eine grandiose Arbeit gelungen. Ich habe ihn meinen Glückwunsch ausgesprochen ;o)

Abschlussgespräch am Freitag:
Er freut sich so sehr, da mein Fall ihn sehr bestätigt. Ich bin ein Patient, der durch Höhen und Tiefen gegangen ist. Mein Augenzustand war (obwohl ja rein vom Stadium nicht ganz am Ende) nicht der Allerbeste für die ARK. Gesundheitlich war ich auch nicht so fit und die Bioresonanzwerte eher mies.
Er hatte ja vorher ein Ergebnis von >80 und >60% mit Brille nach den OPs vorhergesagt. Die erste OP war nicht der absolute Bringer und es kam eher wieder eine Verschlechterung.
Dann habe ich die Sachen mit der "alternativen Medizin" durchgezogen und es zeigten sich diesbezüglich Verbesserungen im Körper.
Bei der zweiten OP musste er etwas Risiko gehen und hat auch tatsächlich mikroperforiert. Schlimme Zeit danach... (ihr wisst ja, ich war nahe dran die Sache mit Lombardi abzubrechen. Zum Glück haben die von der Praxis Lombardi mich wieder aufgebaut ;o)
Dann die super Entwicklung, die das Auge von sich aus während der nächsten Monate nach der OP durchmachte (von 30 auf 90% im Laufe von ca. drei Monaten).
Und jetzt das gute Ergebnis bei der Nach-OP links.

Jetzt folgte noch eine interessante Diskussion. Prof. Lombardi erklärte mir, dass er den Unterschied der Konsistenz meines Auges während dieser OP merklich spürte (jetzt kann ich auch seine erfreut klingenden italienischen Worte zu Beginn der OP deuten). Wenn er das Messer führt, spürt er in welchem Zustand ein Auge ist. Wo es vorher eher "spröde" war, hatte er diesmal das Gefühl ein sehr gutes, relativ "weiches" Auge zu haben. Gleich nach den ersten Schnitten hat er sich schon gedacht, dass es diesmal etwas vernünftiges wird.
Er hat mir noch mehr darüber erzählt, was er alles spürt, wenn er schneidet. So merkt er auch sofort, wenn er mikroperforiert. Man kann anhand der Messungen, die man vor der OP macht, nicht hundertprozentig alle z.T. sehr kleine Hornhauteinbuchtungen (von innen) feststellen und so kann es beim schneiden passieren, dass man den Nullpunkt erreicht.
Da trennt sich seiner Meinung nach die Spreu vom Weizen der Mikro-Chirurgen. Weiterhin gehört zur hohen Kunst der ARK, gute Ergebnisse zu erbringen, ohne (zu weit) in die Sichtzone einzudringen. Wenn man ins Sichtfeld reinschneidet, kann's jeder, meinte er.
Er nannte hier einen anderen Arzt in Rom (ihr wisst schon wer), der zwar das Wissen über die ARK hat, aber seiner Meinung nach genau bei diesen "Feinheiten" nicht punkten kann.
Ach ja, dass ich mit dem frisch operierten Auge nun ganz wenig Nebeneffekte bei Nacht habe (obwohl ja mehr Schnitte drin sind als vorher) kommt durch die jetzt flache Augenoberfläche. Die Effekte kommen nicht undbedingt daher, dass bei der größeren Pupille nachts die Schnitte Lichteffekte erzeugen, sondern durch die wellige Oberfläche, die anscheinend Brechungen verursachen kann.

Mein Beispiel gefällt ihm so gut, da er und ich erst Vorarbeit leisten musste, um zu so einem Ergebnis zu kommen. Das ist für viele gut zu wissen, bei denen es auch nicht auf Anhieb so gut klappt. Besonders hart war die Zeit, in der es einmal über Wochen hinweg wieder rückwärts ging (von 50 auf 30%).

Tja, jetzt soll ich mich erst einmal gut erholen und in drei bis vier Monaten wiederkommen. Dann schauen wir mal, wie wir dem Genitalpilz ein's auf den Deckel hauen und was der Elektrosmog so macht.

Ach ja, was auch noch interessant zu erwähnen ist. Bei der Heimfahrt von Stuttgart mit dem Auto Freitag nacht ist mir gleich aufgefallen, dass ich jetzt nachts auch die kleinsten Schilder mühelos von Weitem lesen kann (z.B. Autobahn-km-Schildchen) und wie gesagt die Störeffekte nachts besser sind.

Fortsetzung folgt ...

Viele Grüße von
Norbert