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An alle Betroffenen!!!
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shawnray
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An alle Betroffenen!!!
Zuerst einmal möchte ich mich kurz vorstellen. Ja, auch ich lebe seit nunmehr fünf Jahren mit der Diagnose Keratokonus. Festgestellt wurde das Ganze unmittelbar nachdem ich meine Lehre abgeschlossen hatte. Damals war ich gerade 19 Jahre alt und stand inmitten meines Lebens. Mit einem Mal bemerkte ich, wie sich meine Sehstärke verschlechterte. Wie bei den meisten von uns, kam es auch bei mir schubweise-auf beiden Augen. Nichts war mehr so, wie es mal war. Den Job als Disponent mußte ich aufgeben. Autofahren unmöglich.
Und doch hatte ich viel Glück. Schon nach acht Wochen fand man eine passende Hornhaut, die mir dann im Kopfklinikum Erlangen transplantiert wurde. An dieser Stelle möchte ich nochmal ganz klar sagen, daß Erlangen nicht umsonst solch einen Ruf genießt. Natürlich wünscht man es keinem, aber wer dennoch mal vor der Entscheidung steht, sollte dort unbedingt einen Termin machen!
Leider gab es viele Komplikationen nach der Operation(Abstoßungsreaktion usw.). Das zweite Auge kam dann knapp zwei Jahre später dran. Hier wurden nochmals mehrere Keratotomien gemacht, weil die transplantierte Hornhaut einfach zu "kegelförmig" und so an ein Tragen einer Kontaktlinse nicht zu denken war.
Ich muß zugeben, daß ich insgesamt vier Jahre lang kämpfen mußte, um heute halbwegs zurecht zu kommen. Einen Büroberuf aber kann ich leider nicht mehr ausüben. Als Rehabilitand absolviere ich jetzt nochmal eine Ausbildung, auch Autofahren darf ich wieder(nur mit Kontaktlinsen).
Und trotzdem brauche ich eure Hilfe!!!
Ursprünglich sollte ich in einer Blinden- und Sehbehinderteneinrichtung lernen, habe mich dann aber doch in einer "normalen" Schule angemeldet. Natürlich wird man jetzt auch wie ein Gesunder behandelt und ich muß zugeben, daß ich absolut an meine Grenzen stoße. Nach 8/9 Stunden mit weichen Kontaktlinsen ist Schluss. Ein Arbeitstag mit Arbeitsweg aber hat viel mehr Stunden, sodaß es eine Qual ist. Die Brille ist in meinem Fall leider keine Alternative, da aufgrund meiner auch nach der Operation starken Krümmung mit Brille weder Arbeitsfähigkeit noch Fahrtüchtigkeit besteht.
Letzte Woche dann das erste Versagen. Augentechnisch war ich am Ende und somit auch mit allem anderen. Meine Augenärztin sagte, ich solle die Krankheit endlich akzeptieren. Bitte helft mir - was soll ich machen?
Habt ihr vielleicht Ideen, wie man die Tragezeit verlängern, die Belastung der Augen verringern kann?
Wenn ich nach zwei Wochen mit voller oder eben normaler Arbeitszeit schon am Ende bin, wie soll das dann für den Rest meines Lebens werden. Bitte nicht falsch verstehen - ich möchte nicht jammern; weiß, daß ich doch noch verdammt gut dran bin. Bin vielmehr auf der Suche nach Anregungen von euch. Vielleicht hat ja eine/einer von euch ähnliche Erfahrungen gemacht...
Liebe Grüße
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Tim_OS_78
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- Joined: 2003-06-03, 21:48
- KC-Experience: Ich denke ich hatte die typische KC-Karriere mit vielen Ärzten und Optikern, die keine Ahnung hatten. Es dauerte 6 Monate bis der KC diagnostiziert war. Danach brauchte es noch einige Zeit bis ich einen fähigen Optiker vor der Haustür in Osnabrück gefunden hatte.
Stand Oktober 2008 bin ich zufrieden auch die beiden Operationen gemacht zu haben, denn seitdem brauche ich nicht mehr alle 3 Monate neue Linsen. Die Augen sind seitdem einigermaßen stabil. Also auch wenn das primäre Ziel der OPs eine Sehverbesserung zu erreichen, nicht erreicht wurde, so war es doch ein Erfolg. - Keratoconus since: Ich habe den KC etwa mit 20 Jahren bekommen, das war 1998. Das ging sehr rapide bergab. Und innerhalb von kürzester Zeit war eine zufriedenstellende Sehstärke nur noch mit Kontaktlinsen zu erreichen.
- Experience with eyeglasses / lenses: Ich trage täglich mehr als 10 Stunden die Kontaktlinsen und das ist auch mein Mittel der Wahl, da das schlechte linke Auge mit Brille nicht zu korrigieren ist und bei einem Visus von 0% bleibt.
- Operationen: Februar 2005 ARK in Rom auf beiden Augen.
Juli 2005 Vernetzung auf dem linken Auge. - Has thanked: 14 times
- Been thanked: 11 times
Re: An alle Betroffenen!!!
herzlich Willkommen im Forum!
Wieso mußtest Du denn so schnell transplantiert werden? Nach so kurzer Zeit ist doch eigentlich nicht der Normalfall. Gingen denn keine Kontaktlinsen mehr?
Wenn ich das richtig verstanden habe bist Du gerade wieder angefangen zu arbeiten und die Länge des Tages macht Dir zu schaffen.
Sollte dem so sein empfehle ich Dir noch ein wenig Geduld, denn aller Anfang ist schwer.
Falls es aber wirklich nicht gehen sollte, dann versuche doch mit deinem Arbeitgeber eine Arbeitszeitverkürzung zu vereinbaren. Anstatt 100%, nur 75%.
Viele Grüße sendet
Tim
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Günter
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- KC-Experience: - Ende 1978 Diagnose KC , mit 14 jahren
- Ende 1990 endgültiger zusammenbruch des rechten Auges, ca. 5% Sehfähigkeit
- April 1991 KP (Keratoplastik, Hornhauttransplantation) rechtes Auge in Heidelberg
- 1993 endgültiger Zusammenbruch des linken Auges, tragen von Linsen nicht mehr möglich, ca. 5% Sehfähigkeit (Visus)
- 1993 fast zur gleichen Zeit, rechtes Transplantiertes Auge wieder einsatzfähig, mit Linse ca. 80%
- Dezember 1995 KP linkes Auge in Jena
- 1997 linkes Transplantiertes Auge wieder einsatzfähig, mit Linse ca. 80%
- 2000 habe einen neuen Optiker, und klasse Linsen jetzt auf beiden Augen ca. 120%
- 2012 Abstoßungsreaktion auf dem linken Auge
- 2013 hohe Belastung für das rechte Auge, das Auge wird instabil. Rekeratokonus mit steigender Instabilität beider Augen
- 2015 März 2015 erneute KP links
- rechtes Auge wird mit Medikamenten einigermaßen stabil gehalten
- 2017 Mai, das linke Auge ist soweit stabil, das ich wieder eine
Kontaktlinse auf dem Auge tragen kann damit erreiche ich einen Visus
von ca. 1,0 (100%). Somit kann ich wieder auf beiden Augen vernünftig
sehen. - Keratoconus since: Ab dem Alter von 14 Jahren.
- Experience with eyeglasses / lenses: Mit meinen harten Kontaktlinsen komme ich im großen Ganzen gut klar.
Ich trage sehr gut angepasste quartantenspezifische Kontaktlinsen, von FALCO. Mit diesen erreiche ich einen Visus von ca. 1,0 (100%) auf beiden Augen.
Die Tragezeit der Kontaktlinsen beträgt ca. 10 Stunden pro Tag.
Ohne Kontaktlinsen habe ich links einen Visus von ca. 0.05 (5%) und rechts < 0.05(5%).
Mit einer iScription Brille komme habe ich links ca. 0,3 (30%) und rechts 0,3 (30%).
Dir Brille hat die Werte:
R Spr. -2,75 Cyl -8,50 Achse 175
L Spr. +4,50 Cyl -3,75 Achse 131 - Operationen: Auf beiden Augen eine Keratoplastik (Hornhauttransplantation)
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Re: An alle Betroffenen!!!
der Vorschlag von Tim ist ein gute Idee wenn es möglich ist.
Du hast auch gerade erst angefangen und am Anfang ist die Belastung besonders hoch. Also erst mal geduld, wenn’s auch schwer fällt.
Um die Tragezeit effektiver zu nutzen, kannst du vielleicht die Linsen erst im Geschäft einsetzen – habe ich ein zeit lang gemacht um die Tragezeit effektiver zu nutzen.
Kannst du mit nur einer Linse sehen? Wenn ja, versuch die Belastung zwischen deinen beiden Augen aufzuteilen, indem du wechselweise jeweils nur eine Linse trägst. Ich wies, das ist hart, weil sich dein Gehirn auf das Wechselnde sehen einstellen muss. Aber auch das habe ich schon gemacht und bei mir hat es einigermaßen geklappt.
P.S. Kannst du deine gute Vorstellung auch in dein Profil einfügen?
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shawnray
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Re: An alle Betroffenen!!!
ich wurde so früh operiert, weil die erkrankung recht schnell verlief. ich konnte quasi von woche zu woche eine verschlechterung miterleben.
auch wurden bei mir später mehrere keratotomien gemacht, sodaß ich überhaupt eine linse tragen konnte. mit der brille komme ich bis heute nicht zurecht - der ungewöhnlich hohe zylinder verhindert das. und da ich mit brille weder arbeitsfähig noch fahrtauglich bin, bleiben nur die linsen. und da musste ich ja jetzt leider feststellen, daß die tragezeit extrem begrenzt sein kann...
was ich aber nicht verstehe: tim sagte, man müsse sich erstmal an die neue belastung gewöhnen. ich habe mich nach den operationen an vieles gewöhnen müssen, aber kann man sich an stechende, aufs auge lokalisierbare schmerzen gewöhnen???
greatings
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Tim_OS_78
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- KC-Experience: Ich denke ich hatte die typische KC-Karriere mit vielen Ärzten und Optikern, die keine Ahnung hatten. Es dauerte 6 Monate bis der KC diagnostiziert war. Danach brauchte es noch einige Zeit bis ich einen fähigen Optiker vor der Haustür in Osnabrück gefunden hatte.
Stand Oktober 2008 bin ich zufrieden auch die beiden Operationen gemacht zu haben, denn seitdem brauche ich nicht mehr alle 3 Monate neue Linsen. Die Augen sind seitdem einigermaßen stabil. Also auch wenn das primäre Ziel der OPs eine Sehverbesserung zu erreichen, nicht erreicht wurde, so war es doch ein Erfolg. - Keratoconus since: Ich habe den KC etwa mit 20 Jahren bekommen, das war 1998. Das ging sehr rapide bergab. Und innerhalb von kürzester Zeit war eine zufriedenstellende Sehstärke nur noch mit Kontaktlinsen zu erreichen.
- Experience with eyeglasses / lenses: Ich trage täglich mehr als 10 Stunden die Kontaktlinsen und das ist auch mein Mittel der Wahl, da das schlechte linke Auge mit Brille nicht zu korrigieren ist und bei einem Visus von 0% bleibt.
- Operationen: Februar 2005 ARK in Rom auf beiden Augen.
Juli 2005 Vernetzung auf dem linken Auge. - Has thanked: 14 times
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Re: An alle Betroffenen!!!
ob man sich daran gewöhnen kann wird die Zeit zeigen. Ist denn sonst noch vielleicht etwas an der Linse zu machen?
Die Keratotomien machen mich neugierig. Wie ist das abgelaufen? Und wieviele Schnitte wurden bei der Keratotomie gemacht?
Gruß
Tim
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Dom
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- Joined: 2005-01-19, 12:33
- KC-Experience: Der tägliche Kampf um das beste Sehen ist anstrengend, aber lohnt sich; vor allem wenn Augenarzt und Optiker Hand in Hand arbeiten und man selbst bereit ist, auch mal als Testperson herzuhalten. Ich habe meine Krankheit akzeptiert und gehe daher recht unkompliziert mit meiner "Sehbehinderung" um. Das hilft mir, den psychischen Druck abzubauen und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren: das schöne Leben!
- Keratoconus since: Irregulärer Astigmatismus und Keratokonus diagnostiziert beidseitig seit 07/1998, vorher als "einfache" Kurzsichtigkeit behandelt (Brille, seit 1985).
Eine kleine Historie meines Keratokonus (absteigend mit kurze Werte-Übersicht):
2013: CCL an der Augenklinik BelleVue, Kiel. Ergebnis noch offen.
2012: hingegen aller ärzlicher Meinung (UKE Augemnklinik, generelle Lehrmeinung):ab Ende 30 bewegt sich am KK nichts mehr, kräftiger Schub links mit Hornhautausdünnung auf die kritische Grenze von 400µ, subjektiver visus links (sc) 0,05
2008-2012: ruhige und tatsächlich progressionslose Zeit, visus stabil zwischen 0,8 bis 1,1 mit beiden Augen (cc)
2008: Visus mit Linsen linkes Auge zwischen 1,1 (morgens) und 0,8 (abends), rechtes Auge 1,3 (morgens) und 0,9 (abends) bei durchschnittlicher Tragezeit von 14 Std.
2007: Excimer-Laser-OP mit dem Femtosekunden-Laser linkes Auge
2006: starker Verlust der Sehkraft links auf -6,50
2005: Werte vom Doc und Optiker links: sphär. +1,25, Zyl. -2,50, Achse 98°, rechts: sphär. +0,00, Zyl. -2,50, Achse 72° visus r/l sc unter 0,25 cc annähernd 1,0 (morgens, abends 0,6 ++ 2004 Werte vom Doc und Optiker
links: sphär. +0,50, Zyl. -0,75, Achse 60°, rechts: sphär. +0,00, Zyl. -0,75, Achse 130° visus r/l sc unter 0,3 cc annähernd 1,2
2001: Werte Uniklinik Kiel (14/05/01) visus rechts sc = 0,8 cc = 0,63, visus links sc = 0,4 cc = 0,8, tensio 16mm HG, Befund: eindeutiger Keratokonus beidseitig. - Experience with eyeglasses / lenses: Korrektur beidseitig durch Kontaktlinsen, formstabil, gasdurchlässig, seit 1998.
Benutzte Benetzungsflüssigkeit: Oculotect fluid sine; Urteil: brauchbar, etwas "klebrig" und Hylo-Comod ohne Konservierungsmittel. Benutzte Reinigungs-/Aufbewahrungsflüssigkeit:
Lenscare Desinfektions- und Aufbewahrungslösung für harte, gasdurchlässige Kontaktlinsen, Lenscare Hartlinsenreiniger für harte, gasdurchlässige Kontaktlinsen, AMO Total Care Proteinentfernungstabletten (1x wöchentlich). - Operationen: 2007 Excimer-Laser-OP mit dem Femtosekunden-Laser linkes Auge, Dr Opel, Hamburg. Durch die OP-Methode ist die Hornhaut "geliftet"/gestrafft worden und wieder in eine Kuppelform überführt worden
2013 CCL linkes Auge, da die Hornhaut an der magischen 400µ-Grenze schrammt, Dr Holland, Augenklinik BelleVue, Kiel - Begeiterscheinungen: dauerhafte halos und ghosts selbst mit Kontaktlinsen (dann aber deutlich weniger), Mehrfachbilder und Verwischungen machen das tägliche Arbeiten am PC anstrengend. Ständig dunkle Ränder unter den Augen. Kalte und trockene Luft tut meinen Augen merkwürdigerweise am besten. Große Probleme bei klimatisierten Räumen und Fussbodenheizung. Helles Licht, starke Sonneneinstrahlung sind ebenfalls unangenehm.
- Mögliche Ursachen: ... wenn ich das wüßte, könnte ich an den Ursachen arbeiten und müßte nicht mit Ärzten und Optikern an den Symptomen herumlaborieren.
Re: An alle Betroffenen!!!
Tja, so ist es halt. Ändern kann man da nicht viel. Aber es hilft, wenn man die Krankheit akzeptiert und versucht, sich mit der Diagnose und seiner Umwelt zu arrangieren. Frust kommt natürlich immer wieder auf, doch dieses Forum hilft gut, um mit solchen Situationen fertig zu werden. Es ist immer wieder entlastend und aufbauend, sich mit Leidensgenossen auszutauschen. Ich kämpfe gerade mit meinen neuen Linsen, die ich nun seit 2 Wochen habe. Leider ist das erhofft Ergebnis nicht so gut und ich bin mal wieder ziemlich genervt.
Kopf hoch das wird alles!
CU Dom
------ Der mit dem Knick in der Linse -----
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shawnray
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- Joined: 2005-04-28, 22:38
Re: An alle Betroffenen!!!
ich verspreche, solange mit dem Jammern aufzuhören...
Stichwort Keratotomie: Nach der Transplantation wurde festgestellt, daß die neue Hornhaut viel zu steil und total inhomogen angewachsen sei. An das Anpassen einer Kontaktlinse war nicht zu denken; mehr als sieben Versuche scheiterten kläglich. Mit der Brille kam ich jedoch auf kaum akzeptable Werte, sodaß die Keratotomie vorgenommen wurde.
Ich muß zugeben, es war eine unglaublich wertvolle Erfahrung für mich, diese Operation bei vollem Bewußtsein mitzuerleben. Schon dieser triste OP-Saal...also ich beneide die Operateure nicht um deren Arbeitsplatz!
Wie das so ist, wurde mein Gesicht bis auf das betroffene Auge abgedeckt bzw. abgeklebt. Tropfen und Tabletten legten indes das Auge lahm. Erschwerend kam bei mir dazu, daß mein Transplantat sehr dünn war/ist. Darum konnte man die ca. 15 Dioptrin starke Kurzsichtigkeit auch nicht lasern, was man bei Transplantaten meines Wissens nach sowieso nicht allzu oft macht.
Wie auch immer, bei einer Keratotomie werden in die "Oberfläche" der Hornhaut ein oder mehrere Schnitte gemacht, diese werden dann neu vernäht und sollen eben durch diese Nähte die Oberfläche durch Druck und Zug verändern; in meinem Fall glätten.
Das Beeindruckende bei dem Ganzen war, wie der Prof.Dr.Seitz mit bloßer Hand aus meiner Hornhaut 0,8mm ausstanzte... Auch Nadel und Faden unmittelbar vor dem Auge zu sehen, läßt mich heute noch Gänsehaut kriegen. Ich kann es nicht so rüberbringen, aber wer solch einen, wenn vergleichsweise auch kleinen Eingriff hinter sich hat, wird mich verstehen!
Gruß