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Nachfolge Prof. Thomas Neuhann, München?
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Cyber007
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Nachfolge Prof. Thomas Neuhann, München?
das Thema ist zwar schon alt aber ich würde mich hier mal einklinken.
Da Prof. Thomas Neuhann seit 1.4.23 im sich wohl reglichv verdienten Ruhestand bzw. Pension befindet würde mich interessieren ob es jemanden gibt der bereits Erfahrungen mit seiner Tochter Frau Prof. D. Irmingard Neuhann hat.
Da bei mir demnächst eine KP anfällt und diese von ihr ausgeführt werden würde, würde ich mich freuen wenn jemand was wüsste.
Leider nutzt das Team Prof. Neuhann keinen Laser mehr für den Schnitt, dies macht mich etwas stutzig weil ich hier gelesen habe in einem Kommentar das Herr Prof. Neuhann zu ihm gesagt hätte wenn er das bei sich machen lassen würde dann nur mit Laser.
Ich Frage mich ob es nur eine Geldsache zwecks Unterhalt des Lasers ist, das MVZ Neuhann usw. ist jetzt eine GmbH mit Geschäftsführern, evtl. haben die hier den Rotstift angesetzt. Habt Ihr hier im Forum Infos dazu?
Würde mich sehr freuen.
LG
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Fladimir71!
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Re: Nachfolge Prof. Thomas Neuhan, München?
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Cyber007
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Re: Nachfolge Prof. Thomas Neuhan, München?
Aber halt leider auch keine Erfahrung mit dem neuen Team?
Anscheinend scheint es aber derzeit etwas "komisch" zu laufen. Laser für Schnitt ist nicht mehr da, da angeblich nur rumstand, usw.
Wirkt eher wenn für die Wirtschaftlichkeit gespart wird. Aktuell hadere ich auch noch wo man hingehen soll. In der UK Erlangen hab ich aber nur für eine Untersuchung erst im Juni einen Termin, dann ist das aber noch nichtmal eine OP Untersuchung sondern nur eine normale Sprechstunde.
Preise in der Praxis für Geräte die in z.B. Unikliniken keinen Aufpreis kosten wurden auch stark angehoben. 90 Euro für eine Hornhauttopo ist halt schon eine Ansage.
Und einer der Neuhanns ist anscheinend nicht mehr da.
Schade das hier keine Infos, Erfahrungen usw. nach dem 1.4. hat.
Den von Dir genannten Arzt kannte ich noch gar nicht. Denke aber mal Termin kriegen wird als Mensch 2. Klasse (GKK) auch schwierig.
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martin123
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Re: Nachfolge Prof. Thomas Neuhan, München?
Nun wollte ich nochmal nachfragen, woher die Info stammt, dass dort kein Laser mehr genutzt wird. Aus einem Gespräch dort?
Ich weiß nicht mehr dazu - ich frage mich nur.
Auch, weil der Femto-Laser auf deren Seite ja eigentlich immer wieder genannt und beschrieben wird.
Bin gerade etwas ratlos. Dass eine OP mal sein muss, weiß ich seit Jahren. Neuhann stand immer im Raum. Indbesondere aufgrund der Empfehlung meines Optikers. Wenn OP, dann Neuhann (ich komme aus der Nähe von München) - so war mein Plan.
Nun hatte ich eine Entzündung an der Hornhaut. Sah nicht so toll aus. Gereizte Augen habe ich zur Pollenzeit zwei dreimal im Jahr. Aber nicht so. Also zum Augenarzt. Wegen Umzug zu einem hier am Wohnort. Er meinte, dass die Hornhaut etwas offen ist. Also dachte ich, es ist soweit und bin direkt zur Praxis Neuhann.
Zu dem Zeitpunkt war die Entzündung schon wieder weg. Gott sei Dank. Und auch die Hornhaut zu. Narbe... hab ich seit Jahren. KK seit ca. 27 Jahren.
Letztlich meinte der Arzt, dass mein rechtes Auge schon sehr in Mitleidenschaft gezogen ist, und... ich sagte, dass ich weiß, dass es bei mir in einer OP münden wird. Er meinte... dass wir das dann machen sollten und im März eine Voruntersuchung machen sollten.
Nun... jetzt gibts plötzlich zwei Neuhanns (ich war in der Praxis bei Prof. Dr. med. Thomas Neuhann - Empfehlung von Optik Wörle, wo ich schon immer bin).
Prof. Dr. Neuhann operiert aber wohl nicht mehr... zu den anderen Ärzten finde ich nicht viel... nun hier die Info, dort würde man keinen Laser mehr benutzen?
Hm...
Hat jemand nähere Infos, ob die Adresse nach wie vor eine 1a Adresse für den Eingriff ist?
Danke!!!
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Mart54
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- KC-Experience: Karrierebeginn 1973 - KPL 1991 re, 1997 li, 2022 li, 2024 li - Transplantatreaktion re 1994 - Korrektur-OPs mit Raffnähten 1993, 2013, 2014 - KK war in der ganzen Zeit nie stabil.
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1975 KL für beide Augen, Optiker Optenkamp Heilbronn, klasse Betreuung, Tragezeit 3 - 4 h/Tag, 1978 KL angepasst in der Uni Tübingen, hochgasdurchlässig, Tragzeit jetzt 10 bis 12 h/Tag, Wochenenden KL-frei.
1991 KPL re, danach nur noch KL li, re Korr. mit Brille. 1997 KPL li, danach nur noch Brille, zeitweise ein Auge nicht voll korrigiert wegen zu unterschiedlicher Glasstärken. 2013 neuer Versuch mit KL. KL fielen ständig aus den Augen. 2017 OP Grauer Star, jetzt nur noch Brille, aber schlechter Visus. Sklerallinsen seit April 2025 - Tragezeit ca 6 Stunden am Tag - Operationen: KPL 1991 re, 1997 li, 2022 li, DMEK 2024 li -
Korrektur-OPs mit Raffnähten 1993, 2013, 2014 -
Grauer Star re und li 2017 - Begeiterscheinungen: Transplantatektasie li u. re
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Re: Nachfolge Prof. Thomas Neuhan, München?
frag doch einfach beim Vorgespräch nach, warum die vom Laser abraten.
Ich war vor einiger Zeit bei einem Vortrag zum Keratokonus, bei dem auch das Thema Transplantation angesprochen wurde. Dort wurde gesagt, dass es möglich sei, mit Hilfe des Lasers so etwas wie „Nut und Feder“ zwischen Transplantat und Eigengewebe zu schaffen um damit das Transplantat besser zu sichern.
Deshalb, frag die, die vom Laser abraten und frag die, die den Laser benutzen bzw. zu diesem raten.
Ich würde an Deiner Stelle die Zweitmeinung einer Uniklinik einholen. Ich konnte guter Erfahrungen machen mit den Unikliniken Homburg (Saar) und Erlangen.
Bereite vor den Klinikterminen eine Checkliste mit Deinen Fragen vor. Ich brauch das, weil ich direkt im Gespräch immer total aufgeregt bin und mir dann meine Fragen nicht mehr einfallen. die ich eigentlich stellen wollte.
Wichtig! Es geht um Dich!
Aber, was man Dir sagt, interessiert uns natürlich alle!
Liebe Grüße
Martin
(Mahatma Gandhi)
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Cyber007
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Re: Nachfolge Prof. Thomas Neuhan, München?
sorry, war hier etwas nachlässig im schreiben bzw. reinschauen. Muss ehrlich sagen ich grenze das Thema aber auch gerne aus.
Ich hab meine OP jetzt in den nächsten 2 Wochen, mit FEMTO-Lasik in Sulzbach (Saar). Und das obwohl ich aus der Nähe von LA bin. (ca. 500 km weg)
Ich war wie oben beschrieben erst bei Prof. Neuhann. Es operiert seine Tochter, die zwar sehr gut sein soll, aber wie gesagt nur mit dem geführten Trepan nach Krumeich arbeiten.
Für den FEMTO Laser gab es eine Warteliste bzw. gibt es. Angeblich ist der jetzt woanders weil er bei ihnen so gut wie nicht gebraucht wird. Und wenn man ihn dann kommt muss man Aufpreis zahlen. Die Info ist direkt von der Frau Dr. die meine OP Voruntersuchung gemacht hatte. Ich habe dann bei Neuhann gecancelt und mir eine Klinik gesucht die auf dem aktuellen Stand der Technik arbeitet, und noch nichtmal extra Geld für den Laser verlangt. Wobei es mir das wert gewesen wäre.
Seit der Herr Prof. Neuhann weg ist, wird wohl die Praxis immer mehr auf Wirtschaftlichkeit ausgelegt, und den Laser zu unterhalten kostet wohl zuviel. Keine Ahnung. Achja, die alte Seite ist die www.neuhann.de und die neue wäre die www.osg.de/augenzentrum-muenchen-neuhann/
Auf den Hinweis das auf der alten Seite ja der Laser noch steht, hatten sie nur gesagt, sie haben Probleme den Zugriff auf die alte Seite zu kriegen. Evtl. mag ihn der Herr Prof. nicht hergeben und war mit der Übernahme durch die OSG Gruppe nicht so glücklich.
Ich hoffe ich konnte etwas weiterhelfen. Die Infos sind alle vor Ort die ich mündlich von den Ärzten erhalten habe. Die Ärzte im MVZ Neuhann sind alle supernett gewesen, auch die Arzthelferinnen. Aber meine Intension ist, wenn ich eine KP brauche, dann will ich auf dem Stand der Technik sein. Die Frau Prof. Neuhann muss aber eine sehr gute Chirurgin sein.
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Mart54
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Re: Nachfolge Prof. Thomas Neuhann, München?
vielen Dank für Deine Info; sie ist extrem wichtig!
Die Klinik hatte bisher einen top Ruf. Ob das noch passt, wenn der Laser nicht mehr eingesetzt wird, scheint mir fraglich.
Ich hab mir die Argumente der Klinik Sulzbach Saar bzgl. des Lasereinsatzes angesehen - aus meiner Laiensicht spricht alles für den Laser. Die Geschicklichkeit des Operateurs / der Operateurin ist eine Sache, eine andere Sache ist das eingesetzte Werkzeug. Wenn durch Lasereinsatz die Infektionsgefahr geringer ist, das Transplantat schneller einheilt, die Schnittkanten genauer sind, die Gefahr eines postoperativen Astigmatismus geringer ist, beim Schneiden weniger Gewebe zerstört wird, dann sind das für mich klare Argumente für den Laser.
Wenn manche schon meilenweit für eine Camel Filter gingen, was sind dann 500 km für die Chance auf ein besseres OP-Ergebnis?
Ich gebe zu, dass ich mir bisher vor meinen Transplantationen wenig Gedanken zu OP-Verfahren, Schneide- oder Nahttechniken gemacht habe. Ich habe mich einfach darauf verlassen, was mir meine Ärzte empfohlen haben. Das war, wenn ich über Deinen Post nachdenke, ganz schön blauäugig! Gibt es in der Medizin etwas wie den „Stand der Technik“ und wenn ja, wer kann darüber informieren?
Zum Nachdenken, hier die Argumente pro Laser aus der Homepage der Klinik Sulzbach:
https://www.augenklinik-sulzbach.de/beh ... plantation
Dir alles Gute und liebe Grüße
Martin
(Mahatma Gandhi)
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martin123
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Re: Nachfolge Prof. Thomas Neuhann, München?
ich hatte zwischenzeitlich dort meinen Termin bzgl. der geplanten OP-Vorbesprechung.
Da wir diese OP nun aber erst einmal auf weiteres verschoben haben, da meine Hornhaut noch gut genug ist, um abwarten zu können, habe ich nicht weiter nach den Möglichkeiten in Sachen Laser nachgefragt.
Grundsätzlich war und bin ich aber mit der Untersuchung und Beratung sehr zufrieden gewesen. Eine OP wurde mir jedenfalls hier nicht "verkauft", was aus unternehmerischen Gründen sicherlich angezeigt gewesen wäre.
Ich kann bis dato die Praxis sehr empfehlen.
Zum Laser:
Vermutlich gibt es hier mehrere gezieltere Beiträge zu diesem Thema. Aber dennoch...
Der Femtolaser kann auch Nachteile haben, insbesondere bei stark fortgeschrittenem Keratokonus. Die Methodik kann zu "nicht runden" Öffnungen an der Patientenhornhaut führen. Das wirkt sich wiederum auf die Höhe des Astigmatismus nach Fadenziehung aus, die vergleichbar mit der vom Markt genommenen Motortrepanation zu sein scheint.
Besser scheint da der Excimerlaser wegzukommen.
Für mich war das überraschend.
Ich will hier niemanden verunsichern!!! Ich habe nur nach und nach festgestellt, dass es sogar bei den Lasern noch Unterschiede gibt. Beim Femto kann man ein perfektes Profil des Implantatrandes kreieren (z. B. das mushroom-profil) und damit eine sehr präzise Verbindung zwischen Spender- und Patientenhornhaut schaffen - anscheinend verspricht dagegen der Excimerlaser ein besseres Endergebnis in Sachen Astigmatismus und Visus.
Aber bitte informiert Euch selbst!!! Denn vielleicht sind die Infos, die ich bekommen habe, ebenfalls schon wieder überholt.
Bevor meine OP wieder näher rückt, werde ich mich zumindest dem Excimerlaser-Thema nochmal widmen. Ausser ich erfahre hier jetzt, dass es auch diesen schon nicht mehr in dieser Form gibt, bzw. der Femto-Laser inzwischen ebenfalls ein perfekt rundes Ergebnis liefert.
Wenn dazu jemand mehr weiß, bitte gerne melden.
Ansonsten allen Daumen drück, die ne OP vor oder hinter sich haben!!!
Grüße!
Martin
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thomasneuhann
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Re: Nachfolge Prof. Thomas Neuhann, München?
Mir war die Diskussion in diesem Forum um den Laser bei Keratoplastik, meine Nachfolge etc. nicht bekannt/bewusst – deshalb erst heute (als ich zufällig darauf stieß) diese Informationen, von denen ich hoffe, dass Sie für diejenigen unter Ihnen, für die dies aktuell im Entscheidungsprozess ist, vielleicht hilfreich sein kann.
Meine Tochter, Frau Prof. Irmingard Neuhann, hat meine Tätigkeit, insbesondere auch meine Spezialgebiete, im Münchener osg-Zentrum, das meine frühere Praxis fortführt, übernommen und führt sie mit ebenso großer Kompetenz wie Engagement weiter.
Dies gilt insbesondere auch für die Hornhaut-Transplantations-Chirurgie in all Ihren modernen Feinheiten, gerade auch beim Keratokonus und der tiefen vorderen lamellären Transplantation. Sie hat darin ebenso langjährige, wie zahlenmäßig extensive Erfahrung.
(Ich sage das ausdrücklich nicht, weil sie meine Tochter ist, sondern weil es objektiv so ist....)
Bezüglich des Einsatzes eines Lasers bei der Keratoplastik sei klargestellt:
Ich habe über viele Jahre die theoretisch vorstellbaren Vorteile eines Lasers erforscht und weiterzuentwickeln versucht. Ich habe mich dabei insbesondere auf die Vorteile des Femtosekunden-Lasers konzentriert, weil er Schnittprofile ermöglicht.
Unsere Erfahrungen mit den existierenden Laserplattformen waren nicht schlecht, aber hatten auch Nachteile, weil die bekannten/vorhandenen Laserplattformen die Hornhaut flachdrückten um zu schneiden.
Als Plattformen entwickelt wurden, die ein „Flüssigkeits-Interface“ hatten und die Hornhaut nicht mehr berühren, gar abflachen, mussten, haben wir mit deren Herstellern (die ausschließlich auf die refraktive Chirurgie ausgerichtet waren) versucht, eine Transplantations-Anwendung zu entwickeln, Das war extrem mühsam, weil die Herausforderungen erheblich, der erwartbare wirtschaftliche Gewinn (für die Hersteller!!) aber begrenzt war (Anzahl möglicher Operationen).
Darüber habe ich dann 2023 – Ende meiner 70er Lebensjahre – meine aktive Berufstätigkeit beendet.
Dass „wir“ eine Femto-Laser-Keratoplastik derzeit nicht durchführen, hat seinen Grund einfach darin, dass die Mehrkosten, die dadurch entstehen (mal unabhängig davon ob durch Versicherungen getragen oder nicht) bei der gegenwärtig vorhandenen Technologie keinen nachweisbaren Gegenwert haben.
Die Excimer-Laser-Keratoplastik, wie sie – nach meiner Kenntnis – nur in Homburg/Saar durchgeführt wird, hat ein in wissenschaftlicher Studie nachgewiesenes Vorteils-Potential gegenüber der „normalen“ Keratoplastik (ohne hier in die Details zu gehen). Sie kann aber keine „Profile“ schneiden, wie wir sie mit dem Femtosekunden-Laser anstreben.
Das Thema ist, wie Sie sehen, komplex. „Laser ist auf jeden Fall besser und halt auch extra Kohle wert“ hat so keine vernünftige Basis.
Sollte jemand von Ihnen für seine eigene Situation eine Nachfrage haben, stehe ich herzlich gern zur Verfügung (prof@neuhann.de) . Ich darf auch auf die – gemeinnützige! – Plattform www.augenrat.de hinweisen, wenn eine zweite Meinung gewünscht wird – gerade in komplexeren Situationen.
Ich würde mich freuen, wenn dies ein wenig zur Klarheit beitragen könnte