2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
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(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)
Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.
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Eine weitere Führerschein-Frage
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christian93
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- KC-Experience: CCL seit 2013 ( beim linken Auge)/ erste Diagnose 2012
Eine weitere Führerschein-Frage
Bin diagnostiziert seit 2012 mit KC beim linken Auge. CXL OP wurde Ende 2013 gemacht und seitdem ist alles stabil geblieben. Das Rechte Auge ist ebenfalls unter Beobachtung, aber seitdem noch nicht operierbar (KC Stadium 1/2, Augenartztkontrolle je 6 Monaten mit Topometrie und Pachymetrie).
Die nach der OP empfohlene Brille (-1.75 beim linken bzw. -0.75 beim rechten Auge) helfen mir eigentlich nur abends bzw. bei visueller Belastung! Ansonsten ( z.B am Anfang des Arbeitstages) sind die nicht notwendig, verursachen sogar Augenschmerzen.
Jetzt mache ich den PKW-Führerschein und bin nicht sicher ob ich weiter mit oder ohne Brille machen soll. Sehtest habe ich 2x gemacht und sowohl mit als auch ohne Sehhilfe bestanden. Führerschein wurde noch nicht beantragt.
Jetzt ist die Frage: soll ich die Fahrstunden morgens organisieren damit ich den Führershein ohne Sehhilfe Eintrag eventuell bekommen kann?
oder wäre es doch besser eine Brille ohne Sehstärke beim Optiker zu bestellen und dann je nach Situation zwischen die und die KC-Brille zu wechseln?
Vielen Dank im Voraus!
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kloppo22
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- KC-Experience: z.B.: Erste Diagnose 1995, bei Augenarzt Dr. Frankenstein / Klinik Frankenstein's castle
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Re: Eine weitere Führerschein-Frage
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Mart54
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- KC-Experience: Karrierebeginn 1973 - KPL 1991 re, 1997 li, 2022 li, 2024 li - Transplantatreaktion re 1994 - Korrektur-OPs mit Raffnähten 1993, 2013, 2014 - KK war in der ganzen Zeit nie stabil.
- Keratoconus since: Diagnose mit 19
- Experience with eyeglasses / lenses: erste KL 1973, nur rechts, war kaum auszuhalten.
1975 KL für beide Augen, Optiker Optenkamp Heilbronn, klasse Betreuung, Tragezeit 3 - 4 h/Tag, 1978 KL angepasst in der Uni Tübingen, hochgasdurchlässig, Tragzeit jetzt 10 bis 12 h/Tag, Wochenenden KL-frei.
1991 KPL re, danach nur noch KL li, re Korr. mit Brille. 1997 KPL li, danach nur noch Brille, zeitweise ein Auge nicht voll korrigiert wegen zu unterschiedlicher Glasstärken. 2013 neuer Versuch mit KL. KL fielen ständig aus den Augen. 2017 OP Grauer Star, jetzt nur noch Brille, aber schlechter Visus. Sklerallinsen seit April 2025 - Tragezeit ca 6 Stunden am Tag - Operationen: KPL 1991 re, 1997 li, 2022 li, DMEK 2024 li -
Korrektur-OPs mit Raffnähten 1993, 2013, 2014 -
Grauer Star re und li 2017 - Begeiterscheinungen: Transplantatektasie li u. re
Map-Dot-Fingerprint Dystrophie + Salzmannknoten li
Trockene Augen, hohe Lichtempfindlichkeit, Schatten an Buchstaben, Strahlenkränze um Lichtquellen, Nachtblindheit
Depression, Überlastung
Verschlechterung durch Stress - Mögliche Ursachen: Jeder möchte doch erben, ich hab! Meine Oma hatte auch KK.
- Ich über mich: verheiratet, 2 Töchter, 4 Enkel
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Re: Eine weitere Führerschein-Frage
Teil 2: Zur rechtlichen Situation
Teil 3: Mein Fazit
Hallo zusammen,
mich hat dieses Thema in der Vergangenheit auch sehr beschäftigt, deshalb melde ich mich noch zu diesem relativ "alten" Thema.
Teil 1:
Meine Augenärzte haben sich diesbezüglich immer sehr bedeckt gehalten.
Halt: Nach meiner 2. Keratoplastik sagte mir mein damaliger Augenarzt: "Und jetzt können Sie sogar den Führerschein machen!" Meine Antwort, dass ich schon rund 15 Jahre unfallfrei fahre und auch keinen Brilleneintrag im Führerschein hätte, hat ihn staunend gemacht.
Meine Autofahrerkarriere habe ich dann 2015 beendet. Meine Frau und ich waren auf einem Fest. Wie immer der kleine Austausch darüber, wer das Auto nach Hause steuert. Ich wollte nicht. Mir wurde unterstellt, ein Gläslein mehr trinken zu wollen. Ich war beleidigt, trank Saft und fuhr. Als wir aufbrachen war es bereits Nacht, es regnete ...
Auf der Autobahn eine Baustelle, ich sah überall nur noch rote Blinklichter. Meine Frau schrie mich an, ich bremste - noch rechtzeitig vor der Absperrung. Ich fuhr auf die Standspur, Fahrerwechsel, das war wohl meine letzte Autofahrt als Kfz-Lenker.
Teil 2:
Zur rechtlichen Situation fand ich einen Artikel vom 01.08.2017 in der Frankfurter Rundschau (hab das gleiche aber auch an anderen Stellen gefunden).
Dort hieß es:
"Menschen, die aufgrund einer angeborenen Sehschwäche oder einer Krankheit nur eingeschränkt sehen können, sind nicht grundsätzlich vom Autofahren ausgeschlossen, erklärt der Tüv Nord. Trotz einer Sehbehinderung können sie einen Führerschein machen. Allerdings legt die Fahrerlaubnis-Verordnung bestimmte Mindestkriterien fest. Die Sehstärke muss demnach mit oder ohne Brille oder Kontaktlinsen mindestens 70 Prozent betragen. Dann gilt der Sehtest für den Führerschein als bestanden.
Wird dieser Wert unterschritten, müssen die Menschen mithilfe eines augenärztlichen Gutachtens überprüfen lassen, ob das Autofahren mit der Sehbehinderung ohne die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer möglich ist. Der Arzt begutachtet dabei das Gesichtsfeld, die Augenbeweglichkeit, das Stereosehen und das Farbensehen. Grundsätzlich ist es sogar möglich, mit nur einem funktionsfähigen Auge den Führerschein zu erwerben. Vorausgesetzt, das augenärztliche Gutachten bestätigt eine ausreichende Sehstärke."[/i]
Weiter heißt es, und das wusste ich vorher nicht:
"Beträgt die Sehstärke auf beiden Augen oder die des besseren Auges allerdings weniger als 50 Prozent, dann ist das Autofahren nicht erlaubt."
Teil 3:
Im Grunde bedeutet dies, dass es gleichgültig ist, ob Du einen Brilleneintrag im Führerschein hast oder nicht. Wenn Du mit einer Sehschärfe kleiner 50% als Fahrer in einen Unfall verwickelt bist und es wird entdeckt, hast Du mehrere Probleme:
> Du trägst, wenn Du Glück hast, nur eine Teilschuld.
> Die Versicherungen werden sich zieren zu bezahlen.
> Dir drohen bis zu 5 Jahre Knast.
Ich wusste das nicht und bin froh, dass ich rund 40 Jahre lang unfallfrei gefahren bin.
Meinen Führerschein habe ich nicht abgegeben.
Der Verzicht aufs Fahren fällt mir heute noch extrem schwer - habe Freiheit und Selbständigkeit eingebüßt!
Beste Grüße