2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
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wie geht es jetzt weiter?
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Jannika
- Beiträge: < 10 - Forenrechte eingeschränkt
- Posts: 1
- Joined: 2017-04-27, 08:30
- KC-Experience: Erste Diagnose April 2017, bis jetzt schwche Ausbrägung links
wie geht es jetzt weiter?
mein Name ist Jannika und ich bin 23 Jahre alt.
Eine Brille trage ich schon fast mein ganzes Leben. Erst war ich weitsichtig, dann wurde ich kurzsichtig. Nun hat man bei mir Keratokonus im Anfangsstadium beim linken Auge festgestellt.
Erstmal bin ich ja froh über eine Diagnose, aber nun fühle ich mich vom Arzt und der Krankenkasse etwas im Stich gelassen.
Hier einmal der chronologische Werdegang:
- normaler Augenarzt-Termin bei dem der Arzt 1 Verdacht auf Keratokonus äußerte, ich sollte doch bitte ein Untersuchung bei denen machen für 200 € damit das festgestellt wird, diese Untersuchung sollte ich in den nächsten 2-5 Monaten durchführen
- da mir 200 € zu teuer waren, bin ich zum nächsten Augenarzt gegangen
- Augenarzt 2 ja es kann sein glaube ich aber nicht kommen sie bitte nochmal wieder, Untersuchung kostet dann 30 € und wir machen eine Pupillenerweiterung
- Augenarzt 2 ok Keratokonus steht fest, ist aber noch nicht schlimm, nehmen sie bitte nicht so viel geld in die Hand, ich empfehle ihnen ein Optiker da kostet die Untersuchung für die richtige Linse aber ca 400 €
- Krankenkassen Augenarzt meinte zu mir also die normale Pentagam-Untersuchung (so hieß sie meiner Ansicht) reicht nicht sie müssen in eine Augenklinik
- daraufhin bin ich zu meinem Optiker des Vertrauens gegangen, der auch nochmal Test gemacht hat und meinte hole die bitte eine Kontaktlinsen-Verordnung beim Augenarzt, aber ein Klinik besuch ist nicht nötig
- Augenarzt 1 eine Kontaktlinsen-Verordnung bekommen sie nicht
-Krankenkasse wenn der Arzt keine Verordnung ausstellt, dann können wir Ihnen auch nichts bezahlen
..
Wie fährt man jetzt nun weiter fort?
Ich fühlen mich von den Ärzten und der Krankenkasse im Stich gelassen, da jeder etwas anders behauptet und man nicht mehr weiß welcher Weg nun der Richtige ist.
Wer hat ähnliche Erfahrungen und kann mir bei meinen nächsten Schritten weiterhelfen?
Danke für eure Hilfe!
Jannika
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schneeflittchen
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- Posts: 20
- Joined: 2016-02-28, 17:01
- KC-Experience: Erste Diagnose Anfang 2016 bei meinem Augenarzt. Zur Zeit habe ich auf dem rechten Auge KK Stufe 1 bis 2. Der KK bleibt relativ stabil. 2019 wurden die Linsen nur leicht angepasst.
- Keratoconus since: Der KK wurde Anfang 2016 erkannt. Etwa zehn Jahre zuvor habe ich eine Fernsichtbrille für den PKW Führerschein bekommen. Diese wurde etwa jedes dritte Jahr angepasst.
- Experience with eyeglasses / lenses: In diesen zehn Jahren haben sich meine Augen langsam leicht verschlechtert. Erst im Alter von 27 bis 28 hat sich der KK auf dem rechten Auge hervor getan, sodass der Gang zum Augenarzt Klarheit brachte. Seitdem komme ich recht gut mit harten Kontaktlinsen zurecht. 100% Sehkraft auf beiden Augen mit Linsen.
- Begeiterscheinungen: Starke Lichtempfindlichkeit mit Linsen. Ohne nicht. Heuschnupfen (Birke und Gräser). Abends immer mal wieder Konzentrationsprobleme, hängt auch mit meinem stressigen Job zusammen.
- Mögliche Ursachen: Stress!? Stoffwechselschwierigkeiten?
- Has thanked: 3 times
Re: wie geht es jetzt weiter?
es ist ein schreckliches Gefühl von A nach B geschickt zu werden. Man kommt sich vor als würde man von Pontius nach Pilatus laufen und ist nachher keinen Deut schlauer. Leider viel zu oft in Deutschland so, aber in anderen Ländern wahrscheinlich auch.
Meines Wissens nach werden in Deutschland von den Krankenkassen nur dann Kontaktlinsen als Sehhilfe nur dann bezahlt wenn dein Virus unter 30% ist. Für Menschen mit Keratokonus gibt es die Sonderregelung wonach Kontaktlinsen als Therapeutisches Mittel bezahlt werden wenn die Hornhautradien kleiner als 0,7mm (nagelt mich nicht fest, kann man im Netz exakt nachlesen; Arzneimittelverordnung oder so) sind.
Harte Kontaktlinsen für KK Patienten kosten gerne mal 230 Euro aufwärts pro Auge. Daher wäre es schön wenn du von dem Kontaktlinsenanpasser oder dem Augenarzt den Ausdruck deiner Hornhauttopographie bekommst. Diesen kannst dann du oder der Anpasser mit der Rechnung zusammen bei der Krankenkasse mit Antrag auf Übernahme der Kosten einreichen. Je nach Betrieb wird das Verfahren unterschiedlich gehandhabt. Bei mir war es so, dass der Augenarzt sagte er tippt auf Keratokonus, würde mich aber gerne nach unten schicken zum vermessen. Also bin ich in das Optikerstudio gegangen, die haben meine Augen vermessen und mit dem Ausdruck bin ich wieder nach oben auf den Behandlungsstuhl gegangen. Dann war für ihn die Diagnose klar und für mich auch nachvollziehbar. Du wirst ja leider, wie viele andere auch, von einem schlecht ausgestattet Arzt zum nächsten geschickt. Und so weiter... Aber da du die Diagnose schon weißt würde ich bei dem Arzt bleiben bei dem du dich am wohlsten fühlst Der soll sich ja durch die nächste Zeit beim Krankheitsverlauf und den Kontrolluntersuchungen begleiten und unterstützen. Die Anpassung der Linsen macht ein Optiker oder Kontaktlinseninstitut. Am besten eines mit Erfahrung bei Keratokonus.
Einige Betriebe nehmen Geld für eine Vermessung der Augen. Andere, so wie bei mir, machen die Untersuchung und Diagnose erstmal für lau und rechnen mit der Krankenkasse das ab was die normalerweise mit der Kasse auch für nen Arztbesuch abrechnen können. Die Kosten der Anpassung und Vermessung für die richtigen Linsen wurden bei mir in den Linsenpreis mit einkalkuliert. Ich habe einmalig 100 Euro bezahlt. Pauschal für Vermessung und Erste Linsen. Danach wurden solange neue Linsen bestellt und ausgetauscht, bis nach drei Monaten der Optiker und ich, also wir beide, zufrieden waren. Dann erst habe ich die Rechnung bezahlt. Also 460 Euro.
Lies dich mal im Forum ein wenig ein. Informiere dich im Netz und frage nach wenn du etwas nicht verstehst.
Grüße, Stefan
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ppp
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- Posts: 114
- Joined: 2010-02-13, 16:04
- KC-Experience: jahrelang immer kompliziertere Linsen, nun meint der Arzt die OP wäre langsam unausweichlich
Re: wie geht es jetzt weiter?
Du brauchst nicht irgendeinen Optiker (der hauptsächlich Brillen macht), sondern einen Kontaktlinsenspezialisten, welcher am Besten nur Kontaktlinsen für Keratokonus-Spezialfälle macht. Augenarzt 2 scheint als Standard-Augenarzt geeignet. In der Augenklinik ist die "Hornhaut-Spechstunde" für Dich zuständig.
Ich verstehe Dich so:
- Augenarzt 1 hat Verdacht auf Keratokonus, möchte 200 € für eine entsprechende Untersuchung und kann ohne diese keine Diagnose stellen und ohne Diagnose auch keine Kontaktlinsen-Verordnung aushändigen.
- Augenarzt 2 sagt: ok Keratokonus steht fest,
Damit ein Kontaktlinsen-Anpasser die Kosten mit der KK abrechnen kann, brauchst Du eine Kontaktlinsen-Verordnung von einem Augenarzt. (wie schneeflittchen geschrieben hat, gibt es Bedingungen, welche erfüllt sein müssen für die Kostenübernahme durch die KK)
Mit dieser Kontaktlinsen-Verordnung kann der Kontaktlinsen-Anpasser (ohne Dein weiteres Zutun) die Kosten für die Kontaktlinsen-Anpassung direkt mit der KK abrechnen.
An Deiner Stelle würde ich nun von Augenarzt 2 eine Kontaktlinsen-Verordnung holen (bzw. Überweisung in eine Augenklinik). Und einen Kontaktlinsen-Anpasser mit VIEL ERFAHRUNG suchen.