nach meinem gestrigen Besuch bei einer weiteren Augenärztin bin ich ein wenig mit meiner Diagnose weitergekommen. Oder auch nicht, zumindest gibt es einen Lichtblick.
Es gibt (noch) keine eindeutigen Zeichen für einen KC, es könnte auch einfach nur eine irregulär geformte Hornhaut sein. Das Gerät für die Hornhauttopografie konnte sich bei zwei Messungen ebenfalls nicht entscheiden, ob es mir nun rein von den Werten her einen KC diagnostiziert oder nicht (einmal ja, einmal nein).
Der Therapievorschlag der Ärztin war, mir in jedem Fall harte Linsen/Keratokonuslinsen zu verordnen, denn eine Brille brauche ich in jedem Fall, zumindest laut den Werten. Mit den Linsen wirkt man dem KC ja dann schon mal etwas entgegen.
Die Linsenwerte auf der Verordnung sind:
RA: Sphäre +1,50 / Zylinder -1,0 / Achse 170
LA: Sphäre +5,50 / Zylinder -6,00 / Achse 5
Nun zu meinen Bedenken.
Wie man sieht, ist mein eines Auge sehr schlecht, eine (angebliche?) Amblyopie. Meine vorletzte Augenärztin meinte, man könne das Auge nicht mit einer Korrektur verbessern, da es einfach nicht besser sehen kann. Dem entgegen steht der Befund der letzten Untersuchung, in der es hieß, ich könnte einen Visus von 50% erreichen (sonst 0,2-0,3).
Das wäre auf jeden Fall eine Verbesserung.
Andererseits habe ich Angst, dass ich dann ohne Linsen immer schlechter sehen kann. Aktuell komme ich mit und ohne Brille sehr gut klar. Die Gläser entlasten meine Augen ein wenig bei der Bildschirmarbeit. Die Hauptarbeit macht es das rechte Auge.
Wenn ich nun immer Linsen drin habe, werde ich vermutlich ohne diese nicht mehr sehen können, oder?
Zudem ist bei meiner aktuellen Brille der Astigmatismus nicht ausgeglichen. Ich merke davon nichts, sehe alles (für mich) normal und komme gut klar. Nun ist in den Linsen der Zylinder drin. Welchen Mehrwert hat das für mich?
Ich würde mich über einen Rat freuen