Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: viewtopic.php?t=6501

KP 2014-03, nun Nebenwirkungen

Moritz
Beiträge: < 10 - Forenrechte eingeschränkt
Posts: 1
Joined: 2014-03-22, 20:56
KC-Experience: Meine Verlobte leidet unter dem Keratokonus und ist derzeit nicht in der Lage das Forum zu nutzen, daher hat sie mich gebeten für sie einen Thread zu eröffnen.

KP 2014-03, nun Nebenwirkungen

Post by Moritz »

Grüße zusammen,

meine Verlobte wurde vor 3 Wochen am rechten Auge operiert und eine Transplantation durchgeführt.

Seitdem hat sie Probleme damit, dass a) das Endothel nicht richtig anfängt zu arbeiten, erst vor 4 Tagen konnte der Augenarzt erste Aktivitäten ausmachen und das Ödem geht langsam zurück.

Sie nimmt aber auch nun seit der OP prednisulonhaltige Augentropfen und leidet seit 3-4 Tagen an starken Müdigkeitsanfällen und verschläft teilweise die ganze Nacht.

Hinzukommt, dass sie auch unter Hashimoto leidet, einer Schilddrüsenerkrankung.

Nun wollten wir wissen, ob die Augentropfen eine solche Reaktion auslösen können.

Vielen Dank schoneinmal
sabine s.
-
Posts: 2364
Joined: 2005-05-30, 11:25
KC-Experience: 4x transplantiert, 3x an einem auge, immunsuppression wegen ständiger transplantatabstoßungen, glaukom bereits mehrmals operiert, beginnender katarakt an beiden augen. visus mit brille um die 35%. Kontaklinsenunverträglichkeit .
augen-op´s insges. 13x. bin bei prof. th. neuhann in behandlung.
5. transpl. steht in den starlöchern.??? mehr oder weniger. das 5. transplantat war bereits am anfang märz 08 gefunden worden. 2 h später, anruf vom Prof. er könne es nicht nehmen. jetzt muß ich also weiter warten.
nävus auf der netzhaut inoperabel, tumor in der orbita nähe des sehnerves.
visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird.
Experience with eyeglasses / lenses: Sehr schnell wurden mir harte KC-Linsen angepaßt, die sich aber andauernd veränderten, so, daß der Anpasser gar nciht mehr nachgekommen ist.
Operationen: 1999 wurde die erste Keratoplastik gemacht. s.o. bei und von Prof. Thomas Neuhann. Alle anderen Keratoplastiken (mit wachsendem Vergnügen, ebenfalls vom Prof. Neuhann der sich absolut rührend um mich kümmert. Div. Trabekulektomien, Div. Cortisonspülungen....................alles zwar Operationen, aber immer irgendwie im Vorbeigehen.
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Re: KP 2014-03, nun Nebenwirkungen

Post by sabine s. »

hallo moritz,

die transplantation ist erst 3 wochen her, und das endothel wächst seit 4 tagen zu, da hat euch der augenarzt sicher beruhigt, und gesagt, daß alles im normalen rahmen ist, oder? auch ein ödem für mehrere wochen nach der op ist nichts ungewöhnliches.
prednisolon, das sind ja cortisonhaltige augentropfen muß sie nehmen, damit es keine entzündung gibt.
augentropfen wirken in der regel so gut wie gar nicht systemisch, d.h. der wirkstoff bleibt weitgehend im und am auge und geht kaum in die blutbahnen über, deshalb sind nebenwirkungen von der art, wie du sie beschrieben hast, eher unwahrscheinlich. ganz normal ist, würde ich sagen die müdigkeit. das ist zum teil eine postoperative reaktion, weil auch die gesamte anspannung wegfällt, die sich vor und während der op aufgebaut hatte, zum anderen ermüdet es tatsächlich, wenn man quasi mehr oder weniger einäugig durch die welt geht.
was das hashimoto betrifft, daszu kann ich nichts sagen. vllt hängt die müdigkeit ja auch damit zusammen.
wenn ihr euch aber in irgendeiner weise unsicher seid, oder ihr beunŕuhigt seid, dann geht lieber 3x zu oft, als einmal zu wenig zum arzt.
aber wahrscheinlich findet jetzt ohnehin eine engmaschige kontrolle statt.
euch alles gute und gute besserung.
grüßle
sabine
MaHa
-
Posts: 49
Joined: 2011-12-29, 20:58
KC-Experience: Großmutter litt an Keratokonus - KK seit 1974 festgestellt, rechts mehr als links - Harte Kontaktlinsen, Transplantation rechts (1990), links (1997), sehr, Korrektur mit Brille möglich!! - seit 2011 starke Achsenverschiebung links, Neubeginn des Keratokonus?
Keratoconus since: festgestellt im Alter von ca. 20 Jahren.
Experience with eyeglasses / lenses: erste Anpassung ca 1974 war schrecklich;
harte Linsen, Verträglichkeit ca. 1 - 2 h am Tag;
1975: Anpassung bei gutem Optiker, der sich viel Zeit genommen hat;
harte Linsen, Verträglichkeit bis zu 4 h am Tag;
1978: Anpassung der Linsen an der Uniklinik Tübingen, erstmals speziell für KK, zuerst hatre Linsen, dann hochgasdurchlässig; hochgasdurchlässige Linsen bis zu 10 h am Tag einsetzbar - am Wochenende war Linsen-frei
seit 1997 (OP am 2. Auge) Korrektur mit Brille möglich.
Operationen: Transplantation rechts (1990, Uniklinik Erlangen, Herr Dr. Jonas), anfangs sehr guter Erfolg, dann wieder starker Astigmatismus - Reaktion rechts 1994 - Korrektur-OP rechts 1995 - Transplantation links (1997, Uniklinik Erlangen, Herr Prof. Naumann), sehr guter Erfolg, Korrektur mit Brille möglich!! - seit 2011 starke Achsenverschiebung links, Neubeginn des Keratokonus; Korrektur-OPs 2013 und 2014
Begeiterscheinungen: Probleme bei schlechten Lichtverhältnissen -> schnelle Ermüdung; Blendung; bei Nacht, schlechtes Sehen;
Bluthochdruck; Gelenkschmerzschübe (seit 2011); Erschöpfung, Depression
Mögliche Ursachen: ererbt
Ich über mich: verheiratet seit 1980, 2 erwachsene Töchter
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Re: KP 2014-03, nun Nebenwirkungen

Post by MaHa »

Hallo Moritz,

natürlich ist es wichtig, dass ihr das Thema mit dem Augenarzt zu besprecht.

Von mir kann ich sagen, dass mich Verletzungen und Entzündungen an den Augen immer extrem müde gemacht haben.

Dies kann ich auch wieder aus neuesten Erfahrungen berichten. Ich hatte im September und im Februar eine kleine OP, jeweils an einem Auge - Hornhautschnitt mit Raffnähten (Transplantatbegradigung). Im Krankenhaus habe ich nach den OPs die ganze Zeit geschlafen (Tag und Nacht), obwohl ich mir einen ganzen Stapel guter Hörbücher mitgenommen hatte. Der CD-Player spielte, ich hatte den Knopf im Ohr und habe gepennt.

Das ist dann zu Hause so weitergegangen. Wenn ich zu viel Licht in die Augen bekommen habe, bin ich innerhalb weniger Minuten eingeschlafen. Ich hatte keine Chance etwas dagegen zu tun. Eingeschlafen bin ich aber auch, wenn ich gelesen habe oder einfach beim Fernsehen oder wenn mich meine Frau beschäftigen wollte. Die fand meinen hohen Schlafbedarf auch nicht besonders lustig. Jetzt ist das Ganze wieder wesentlich besser.

Ich hoffe, das kann euch ein wenig beruhigen.

Ich möchte mich aber trotzdem Sabine anschließen: Lieber dreimal zu oft zum Arzt, als einmal zu wenig!

Ich wünsche Deiner Freundin gute Besserung und euch beiden viel Geduld.
Bei Transplantationen braucht man Geduld vor der OP und danach noch viel, viel mehr.
Aber es lohnt sich Geduld zu haben.

Beste Grüße
Martin
Lina
-
Posts: 103
Joined: 2008-03-06, 11:52
KC-Experience: Bis 2005 bin ich ziemlich uneingeschränkt und unbeschwert mit meinem Keratokonus (und auch ansonsten) durchs Leben marschiert. Nach einem heftigen Schub hat sich mein Sehvermögen innerhalb weniger Monate drastisch von 70 -80% auf 25% pro Auge nach Korrektur durch KK verschlechtert. Mit diesem Schub ging auch eine sehr heftige Hornhautentzündung einher, die sicher zu der jetzigen Situation beigetragen hat. Habe im Juli 2009 mein erstes Transplantat erhalten. 2011 bekam ich einen grauen Star, der sehr spät erkannt wur
de. Diese ist mittlerweile erfolgreich operiert. Im August 2012 habe ich auf dem linke Auge nun meine zweites Transplantat erhalten. im November 2013 wurde nun der zweite graue Star operiert.
Keratoconus since: ungefähr im 16. Lebensjahr.
Experience with eyeglasses / lenses: Ich trage seit dem 16 Lebensjahr Kontaktlinsen, weil eine
Brille nicht mehr angepasst werden konnte. Bis zu den
Transplantationen trug ich zuletzt asymetrische
Keratokonuslinsen und vertrug diese zum Glück sehr gut.
Zuletzt habe ich bis zur ersten Transplantation meine rechte
Kontaktlinsen recht oft verloren. 4-5 Monate nach der
Transplatation habe ich auf dem operierten Auge schon
wieder eine Kontaktlinse erhalten, die ich ebenfalls gut
vertrug. Die Sehleistung damit war zunächst zwischen
60 und 40%. Nach dem Fadenzug und einer Star-OP habe ich
nun eine entgültige Kontaktlinse mit der ich auf eine volle
Sehleistung komme. Ich kann auch eine Brille tragen
mit der ich ungefähr 80% sehe.
Operationen: Nach einem Jahr Wartezeit habe ich am 17.07.2009 mein
erstes Transplantat im Berliner Virchow-Klinikum erhalten.
Dort fühle ich mich fachlich und menschlich gut aufgehoben.
Zwei Jahre später wurde ein sekundäre grauer Star
festgestellt, der am 18.08.2011 operiert wurde. Am
16.08.2012 habe ich nun auf dem linken Auge mein zweites
Transplantat erhalten und im November 2013 wurde links ein grauer Star operiert, alles von Professor Rieck.
Begeiterscheinungen: Ich habe Neurodermits, Heuschnupfen, alle möglichen
Allergien und seit 2 Jahren und Asthma. Außerdem hatte ich
nun mehrfach kreisrunden Haarausfall, der ein Immunreaktion
sein soll und das letzte Mal ziemlich heftig war.
Mögliche Ursachen: VERERBUNG-Mein Vater und mein Bruder sind auch betroffen. Habe den Eindruck, dass das Erbgut immer schlechter wurde, bin jedenfalls am stärksten betroffen.
ÜBERLASTUNG- Nach einer großen Lebenskrise - Kranheiten,
2 Todesfälle in meinem nähesten Lebensumfeld, Trennung,
Verlust des Arbeitsplatzes, habe ich einen deutlichen Schub
erlitten.
ASTHMA-War nach der Krise selbst länger krank und habe
dabei Asthma entwickelt.
HORNHAUTENTZÜNDUNG- Während meiner Krankeheit habe
ich mir eine ordentliche Hornhautentzündung eingefangen und
nicht gleich behandeln lassen.
Ich über mich: bin berufstätig, selbständig, kinderlos und
und lebe mit meinem Partner glücklich zusammen.
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Re: KP 2014-03, nun Nebenwirkungen

Post by Lina »

Ja, so würde ich es auch sehen wie meine Vorschreiber/in, 3 Wochen nach der Op, das ist nicht lange her. Es ist immerhin eine fremde Hornhaut die Sie nun annehmen soll.

Ich hatte sehr sehr lange ein dickes Auge und nach 3 Wochen auch noch eine geschwollenen Gesichtsseite. Das hat nimanden beunruhigt und es gabe keine Komplkationen, jedenfalls nicht wegen der OP.

Ich habe noch ein Passfoto von dieser Zeit, da sehe ich ziemlich assyymetrisch aus.

Erschöpft zu sein halte ich auch nicht für sehr bedenklich. ich habe damals nicht ganz freiweillig sehr schnell wieder angefangen zu arbeiten und war nach zwei Wochen wieder im Büro, das aber zeitlich nur sehr eingeschränkt und müde war ich auch sehr viel. Das Auge sieht ja wahrscheinlich noch nicht sonderlich viel, auch das ist anstrengend.

Prednisolon nehmen ich nach 5 Jahren immer noch einmal täglich. Dass diese Tropfen müde machen, habe ich noch nie gehört. Kortison macht nach meiner Kenntis eher wach, das aber auch nur, wenn es in viel höheren Dosen als Tablette genommen wird.

Ich denke, habt Geduld, und sie sollte ganz rgelmäßig zur Kontrolle gehen und dann noch mal Geduld haben. alles Gute für die Genesung wünsche ich.

Lina