diesmal nur ein kurzer Bericht, da der Ablauf im Wesentlichen gleich war:
Nach kurzer Wartezeit hat der Arzt noch mein 1. vernetztes Auge angesehen, Hornhaut ist noch etwas trüb, keine Sehverbesserung, aber auch keine Verschlechterung
Dieses Mal war der Papierkram kürzer, überhaupt hat man einen reibungslosen Ablauf in der Praxis, was ich selten gewohnt bin. Alle waren wie beim letzten Mal sehr freundlich und kompetent. Nur vor der OP musste ich dann noch etwas warten, es kamen noch einige vor mir dran und da der OP-Saal relativ klein ist, war er sozusagen wegen Überfüllung kurzzeitig geschlossen
Macht aber nix, die Wartezeit ging trotzalledem schnell vorüber, nur nervöser war ich dieses Mal, weil jetzt mein besseres rechtes Auge vernetzt werden sollte und ich keine Ahnung hatte, ob und wie ich danach noch sehen werde.
Dann war es soweit: ich durfte wieder das obligatorische Häubchen aufsetzen, das gleiche galt für die Schuhe, dann noch die EKG-Elektroden dran und dann gings los. Diesmal hatte ich eine andere OP-Schwester (ich schätzte sie auf ca. 45 - 50 Jahre), welche aber sehr nett war und Gottseidank viel geredet hatte, da ich die Ablenkung gut gebrauchen konnte. Der Lidspanner war schnell gesetzt (hat auch weniger gestört als beim letzten Mal) und dann die üblichen Tropfen: immer schön abwechselnd Betäubung und Riboflavin...die erste halbe Stunde war relativ schnell vorbei, aber sobald die Bestrahlung los ging, wurde ich wieder nervöser und v. a. die letzten 10 Minuten kamen mir wie Stunden vor und ich dachte: Bitte bitte lass es bald vorbei sein, denn ich fühlte, dass ich einem Kreislaufkollaps nahe war und DAS wollte ich mit allen Mitteln vermeiden!
Und dann - endlich! Das Licht ging aus und mein Herzklopfen wurde gleich ruhiger - ich hatte es zum 2. Mal ohne Narkose oder Beruhigungstablette überstanden!
Am Anfang konnte ich sogar noch relativ gut sehen, und auch so ging es mir bald wieder besser. Aber dann, die fast 5 Stunden Autofahrt waren wirklich nicht sehr toll - und außerdem hat es in Strömen gegossen. Zwar hatte ich keine so extreme Lichtempfindlichkeit wie das letzte Mal, aber das Auge tränte wieder (mal stärker, mal schwächer).
Den 1. Tag habe ich ganz gut überstanden, auch der Dienstag war noch ok, aber ab Mittwoch ging es mir schlechter, ich hatte wieder wahnsinnige Übelkeit und Kopfschmerzen und auch das Auge fing zu schmerzen an. Nach ein paar Ibuprofen wurde es erträglicher und die Schmerzen waren auch nicht so schlimm wie beim linken Auge. Nach 2 Tagen ließen sie auch wieder nach, ich hatte auch kaum ein Fremdkörpergefühl und überhaupt kein Kratzen. Nur sehr lichtempfindlich und ein tränendes Auge.
Heute, nach fast einem Monat, sehe ich schon wieder so einigermaßen wie vorher (aber eben noch nicht genauso gut), das lichtempfindliche lässt nach und auch das Tränen dauerte längst nicht so lange wie beim letzten Mal.
Die Verbandslinse kam nach einer Woche raus (wäre auch eher gegangen, aber ich hatte niemanden, der mich zum Augenarzt fährt), danach noch ein wenig Corneregel und eine Antibiotikasalbe, welche ich aber nur 2 Mal verwendet habe, da ich danach so einen extremen Schmierfilm über Stunden hatte, dass es nicht zum Aushalten war. Gottseidank ging es auch ohne diese Salbe.
Ups, der Bericht wurde doch länger, als erwartet - sorry.
Alles in allem war diese OP für mich zwar nervenaufreibender, aber dafür hatte ich weniger postoperative Beschwerden, da die Hornhaut diesmal geschlossen blieb und ich auch keine Entzündung hatte.
Ich würde diese OP jedem empfehlen, da die Hornhaut sich zwar öffnen kann, aber eben nicht MUSS! Links war sie offen, rechts nicht
Danke schön fürs Lesen und
liebe Grüße von Steffi