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ReKeratoplastik / Altes Transplantat / (ReKeratokonus)
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bernhard
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- KC-Experience: Bekam mit 18 KK auf beiden Augen - vor 20 J rechts erfolgreiche Keratoplastik, danach Visus ca 0.8, ebenfalls links vor 17 Jahren. Visus 0.5, 2012 Re-KPL links, erfolgreich, 2014 Re-KL rechts mit Abstoßung, die noch behandelt wird. Visus heute links ganz okay, rechts 0.1. Habe zusätzlich Glaukom auf beiden Augen - nehme dagegen verschiedene Tropfen - Rechts bereits 2x Cyclo-Photo wegen Glaukom mit erfolgreicher Drucksenkung und allerdings unschönen dauerhaften Schäden (Aderhautfältelung, Synechien)
ReKeratoplastik / Altes Transplantat / (ReKeratokonus)
Im November hatte ich meine zweite Keratoplastik auf dem linken Auge, nach 22Jahren mit der ersten Hornhaut. Die OP ist ziemlich gut verlaufen. Es hat zwar gut 3 Monate gedauert b sich wieder einsatzfähig war, aber Gott sie Dank keine Abstoßung oder sonstige Komplikationen. Der Visus liegt mit Brille bei ca 0.4 bis 0,5
Nun meine Frage: Das Transplantat auf der rechten Hornhaut ist bereits 27 Jahre alt und hat schon seit ca 2 Jahren leichte Trübungen. Im November wurde ebenfalls operiert, aber wegen hohem Augendruck eine Zyklophoto. Jetzt sind seit dem letzten Besuch Ende Februar Gefäßeinsprossungen aufgetreten, und ich frage mich ob das an der Zyklophoto oder ev auch einfach an der "alten" Hornhaut liegt.
Wer von Euch hat Erfahrungen mit einer zweiten KP, die notwendig wurde, weil das erste Transplantat nicht mehr gut genug war? Wie hat sich das bei Euch geäußert?
Wie wurden bei Euch Gefäßeinsprossungen behandelt. Lässt sich das zurückbilden?
Vilen Dank vorab
Liebe Grüße
Bernhard
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sabine s.
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- Joined: 2005-05-30, 11:25
- KC-Experience: 4x transplantiert, 3x an einem auge, immunsuppression wegen ständiger transplantatabstoßungen, glaukom bereits mehrmals operiert, beginnender katarakt an beiden augen. visus mit brille um die 35%. Kontaklinsenunverträglichkeit .
augen-op´s insges. 13x. bin bei prof. th. neuhann in behandlung.
5. transpl. steht in den starlöchern.??? mehr oder weniger. das 5. transplantat war bereits am anfang märz 08 gefunden worden. 2 h später, anruf vom Prof. er könne es nicht nehmen. jetzt muß ich also weiter warten.
nävus auf der netzhaut inoperabel, tumor in der orbita nähe des sehnerves.
visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird. - Experience with eyeglasses / lenses: Sehr schnell wurden mir harte KC-Linsen angepaßt, die sich aber andauernd veränderten, so, daß der Anpasser gar nciht mehr nachgekommen ist.
- Operationen: 1999 wurde die erste Keratoplastik gemacht. s.o. bei und von Prof. Thomas Neuhann. Alle anderen Keratoplastiken (mit wachsendem Vergnügen, ebenfalls vom Prof. Neuhann der sich absolut rührend um mich kümmert. Div. Trabekulektomien, Div. Cortisonspülungen....................alles zwar Operationen, aber immer irgendwie im Vorbeigehen.
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Re: Re-Keratoplastik / Altes Transplantat
ich habe 5 transplantationen, weiß also, wovon ich schreibe. leider hat bei mir kein transplantat soooo lange gehalten, die hatten sich alle vorher abgestoßen.
die gefäßeinsprossung kann schon von dem lasereingriff sein, denn, obwohl laser, so wurde doch ein fremdkörper mit dem transplantat in berührung gebracht und die dinger sind da empfindlich. allerdings sollten die inzwischen auch leicht zurückgegangen sein.
die außérdem trübe hornhaut kann natürlichin kombination mit den einsprossungen schon auf eine abstoßung hinweisen, auch, wenn man das alter der hornhaut beachtet.
gegen einsprossungen kann man mit cortisonspritzen vorgehen, was man aber glaub nur dann tut, wenn tatsächliche abstoßungsreaktionen vorhanden sind, wie eiweißablagerungen, entzündung ect.
nicht jede einsprossung ist aber gefährlich. ein transplantat kann durchaus auch damit leben und oft machen die am transplantatrand auch halt.
mit erhöhten kortisongaben kann man ja mal versuchen dagegen vorzugehen, allerdings ist cortison bei augenhochdruck eher nicht angezeigt, es gibt inzwischen aber auch produkte, die man bei hohem druck nehmen kann.
ansonsten spürt man eine abstoßung eigentlich kaum, erst, wenn ödeme, entzündungen auftreten, bekommt man schmerzen und die hornhaut wird immer trüber.
leider wirst du aber doch mit einer abstoßung rechnen müssen, denn 27 jahre ist verdammt alt, gefäßeinsprossungen braucht man da nicht unbedingt und die trübe hornhaut….......?? ich bin da etwas skeptisch, ob die noch lange halten wird. eine re-keratoplastik unterscheidet sich, außer durch modernerer op-technik nicht von der ersten transplantation, aber das weißt ja selber inzwischen. allerdings wird nicht transplantiert, wenn eine akute entzündung drin ist. wie das mit den einsprossungen ist, weiß ich gar nicht, aber da die ja nicht immer zurückgehen, wird man wohl auch trotz der gefäße transplantieren. ich würde an deiner stelle aber auch gar nicht so lange rumexperimentieren um die hornhaut zu halten, denn WENN es eine abstoßung auch altersbedingt ist, dann wirds eh nicht besser und die vielen medikamente und sonstige evtl. eingriffe sind auch nicht gut fürs auge. ein augenarzt müßte dann jetzt aber schon sehen, ob das transplantat noch zu halten ist, oder abstirbt. wieviel endothelzellen hast du denn noch? wenns wenige, also unter 1000 sind, kann das auch ein indiz für eine abstoßung sein.
wünsche dir trotzdem aber alles gute!
schreib doch, wie es bei dir dann weiter gegangen ist.
grüßle
sabine
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bernhard
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Re: Re-Keratoplastik / Altes Transplantat
vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.
Du bestätigts was ich aus dem Bauch raus auch denke, es wird wohl nicht mehr allzulange dauern.
Der Arzt wiil mit dem Kortison die Gefässeinsprossungen angehen, weil er dann bessere Chancen für eine OP sieht. Gegen die Druckproblematik habe ich einen Bauchladen voll anderer schöner Tropfen
Was mir halt noch nicht ganz klar ist, ob die Einsprossungen doch eher mit dem trüber werdenden Transplantat zusammenhängen, weil er Sie in den ersten Wcchen nach der Zyklophoto noch nicht bemerkt hat. Er sagte sowas wie "das Tarnsplanat zieht die Gefässe an"
PS Ich habe gesehen, dass Du einen sehr starken Zylinder hast, und deswegen wegen einer Brillenanpassung gefragt hast. Das hatte ich lange Jahre auch, irgendwas um die 5 Dipotrien im Zylnder. Bei mir konnten die Augen sehr lange (fast 15 Jahre) nicht synchronisieren. Ich habe dann die Brille auf das rechte Auge anpassen lassen und die Linse (die ich heute nicht mehr vertrage) für das linke Auge und immer nur ein Auge benutzt, im Geschäft das linke und sonst das rechte. Bei mir hat das lange sehr gut funktioniert.
Wenn ich mir deine Winkel beim Zylinder betrachte, vermute ich, dass es nur an der Achse liegt, den die Stärken unterscheiden sich nicht so arg stark.
Alles Gute herzliche Grüße
Bernhard
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sabine s.
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visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird. - Experience with eyeglasses / lenses: Sehr schnell wurden mir harte KC-Linsen angepaßt, die sich aber andauernd veränderten, so, daß der Anpasser gar nciht mehr nachgekommen ist.
- Operationen: 1999 wurde die erste Keratoplastik gemacht. s.o. bei und von Prof. Thomas Neuhann. Alle anderen Keratoplastiken (mit wachsendem Vergnügen, ebenfalls vom Prof. Neuhann der sich absolut rührend um mich kümmert. Div. Trabekulektomien, Div. Cortisonspülungen....................alles zwar Operationen, aber immer irgendwie im Vorbeigehen.
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Re: Re-Keratoplastik / Altes Transplantat
hihi, danke ! woran hast du denn gesehen, daß ich einen starken zylinder habe? hab ich mal die werte eingestellt? ................möglich. ja, aber du hast recht. mein zylinder ist inzwischen bei 5,8 und eben extreme achsenverkrümmung/schiebung, wie immer man das nennt. innerer astigmatismus außerdem.
wollte schon länger mal wieder einen versuch mit linsen starten, aber ich hab multiple allergien und so, wie das zur zeit aussieht geht mit linsen gar nichts. abgesehen davon sind ja meine transplantate schon so malade, daß eine linse eh kontraindiziert wäre. bleibe halt mit brille unterwegs.
ich denke schon, daß ein absterbendes transplantat die gefäße anzieht, weil es sich nicht mehr wehren kann und sich irgenwie wohl auch nicht mehr selbst versorgen kann, denn die endothelzellen die absterben bzw. sich aufblähen, sind ja für die versorgung der hornhaut zuständig.
entschuldige, wenn ich mich so laienhaft ausdrücke, aber ich muß ganz ehrlich zugeben, daß mich während solcher phasen weniger die anamnese, sondern vielmehr die sypmtomatik und behandlung interessiert hat.
wenn eine abstoßung vorliegt, geht das mit entzündlichen prozessen einher, diese haben zur folge, daß es zu eiweißablagerungen kommt welche vom immunsystem als fremdkörper bemerkt werden, um diesen loszuwerden wird das gewebe durchblutet, damit die weißen blutkörperchen ihre arbeit verrichten können. so ungefähr stelle ich mir das vor.
möglicherweise wirst du bei der nächsten transplantation mittelfristig immunsuppressiva einnhemen müssen. da würde ich mich gleich mal im vorfeld erkundigen, damit du seelisch-moralisch drauf eingestellt bist.
jetzt will ich aber nicht den teufel an die wand malen und wünsche dir ein beschwerdefreies wochenende in meiner früheren heimat.
grüßle
sabine