2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
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Wie mit Angehörigen umgehen?
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erika6859
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- KC-Experience: Mein Sohn leidet an der Krankheit und ich stehe dem ojt hilflos gegnüber
Wie mit Angehörigen umgehen?
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andreas
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- KC-Experience: Im Studium und im Beruf war es immer sehr anstrengend, mit den Kollegen mitzuhalten - trotz sehr großer Bildschirme und immer "vorne sitzen" bei Präsentationen. Feierabend war wirklich Feierabend; da war keine Kraft mehr für After-Work-Parties oder Work-Out im Fitnessstudio. Langes lesen oder schreiben von Texten war trotz aller Hilfsmittel anstrengend; oder lange Besprechungen mit Präsentationen.
Seitdem ich Rentner bin, kann ich mir meine Zeit / Pausen sehr viel großzügiger einteilen; trotz der regelmäßigen Struktur, die ich meinem Rentnerleben gegeben habe. - Keratoconus since: Die erste richtige Diagnose kam so 1978 - erst irregulärer Astigmatismus, dann Keratokonus. Bis zur richtigen Diagnose habe ich ca. 10 Augenärzte und 3-4 Jahre gebraucht. Seit ca. 2006 stabil in rechts Stufe II-III: links I-II; kaum Veränderungen bei Scanns in 4-6-Jahres-Abständen
- Experience with eyeglasses / lenses: Ich komme gut mit verschiedenen Brillen zurecht (Hell&Fern; NormalesTageslicht/Nah; Dunkel/Fern; Dunkel/Nah; reichen fast immer. Früher habe ich gelegentlich Tageslinsen getragen, dass brauche ich nun nicht mehr.
- Operationen: Keine OP´s
- Begeiterscheinungen: trockene Augen; trockene Haut; Augen-jucken
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Re: Angehöriger
kannst du die Probleme vielleicht etwas ausführlicher beschreiben?
- Um welche Probleme geht es, was habt ihr schon besprochen oder ausprobiert?
- Wie alt ist der/die Betroffene - in welcher schulischen, beruflichen und oder familiären Situation?
- Wie lange ist der/diejenige Betroffen, mit welcher Krankheitsgeschichte?
- Und vor allem: Was verstehst du nicht?
- Alle Fragen rund um KC bitte im Forum stellen - persönliche Anfragen zu KC werden nicht beantwortet.
- Absätze und Satzzeichen strukturieren Texte in verständliche Abschnitte - insbesondere für Leute mit Sehschwäche.
("komm wir essen oma." vs. "Komm, wir essen, Oma.")
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uschi
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- Joined: 2012-04-29, 16:18
- KC-Experience: Keratokonus wurde 2001 das erste Mal diagnostiziert und war da schon sehr ausgeprägt (rechts stärker als links). Von 2008 bis zu diesem Jahr war der Status gleich. Bei der letzten Untersuchung vermutete der Arzt eine Verschlimmerung und legte mir nahe über die Operation des Crosslinkings nachudenken. Nach Aussage des Optikers habe ich rechts Stufe III und links Stufe II. Bisher konnte über Kontaktlinsen eine Sehkraft von etwa 90% erreicht werden.
- Keratoconus since: Diagnose 2001, Beschwerden seit ca. 1997. Damals stellte ich fest, daß ich beim Musizieren die Noten nicht mehr richtig lesen konnte, da die Zeilen und Zwischenräume verschwommen sind und ich nicht mehr erkannte, ob die Note jetzt auf der Zeile oder im Zwischenraum saß
- Experience with eyeglasses / lenses: Bis jetzt konnte Kurzsichtigkeit und Keratokonus gut mit Brille und Kontaktlinsen korrigiert werden, wobei ich mit Linsen besser sehe als mit Brille.
der Wechsel von Linsen zur Brille ohne zeitlichen Abstand von Mindestens 3 Stunden ist nicht möglich (Schwindel, Kopfschmerzen...) - Operationen: keine
- Begeiterscheinungen: seit Sommer 2012 Trockenes Auge, ist jetzt dank des Ratgebers "Selbsthilfe bei Trockenem Auge (siehe auch egenen Beitrag) besser
- Mögliche Ursachen: starker seelischer Streß
Re: Wie mit Angehörigen umgehen?
ich gehe davon aus, daß jemand in Deiner Familie Keratokonus hat.
Da ich die genaueren Umstände bei Euch und die Sehbeeinträchtigung Deines angehörigen nicht kenne, kann ich dir jetzt nur aus meinem Umfeld berichten. Meine Familie (Mann, Kinder, Eltern) gehen mit mir als Keratokonus-Geschlagene (links Stufe 2, rechts Stufe 3) genauso um, als wäre ich gesund.
Bekannte und Freunde und die Schwiegereltern wissen nichts von meiner Erkrankung. Sie haben auch bisher noch nichts davon bemerkt, obwohl ich im Musikverein, bei dem ich mitspiele, bei schlechten Lichtverhältnissen samt Linsen ziemliche Probleme habe, die Noten zu lesen, und daher auch öfters mal recht falsch spiele.
Also, kleiner Tip von mir: behandle Deinen Angehörigen wie jeden anderen Menschen auch. Wenn er aber Rat sucht, nenne ihm doch dieses Forum. Das hat auch mir hilfreiche Tips im Umgang mit dieser Krankheit gegeben. Außerdem fühlt man sich, wenn man hier die Beiträge liest, nicht mehr so alleine mit seinen Problemen.
Gruß
Uschi
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Snej
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- Joined: 2012-12-19, 19:52
- KC-Experience: Anfang 2013
Diagnostiziert wurde die Krankheit bei mir erst mit 44 Jahren
einige Symptome hatte ich bereits seit langen; Doppelbilder erst seit einigen Wochen
am schlimmsten ist das Betrachten von Gesichtern; erkenne Menschen gegenüber früher erst viel später + sehe oft auch verzerrte Gesichter
zur Zeit warte ich leider noch auf Kontaktlinsen
Oktober 2013
Kontaktlinsen habe ich mittlerweile; vieles sehr viel besser - vieles immer noch anstrengend, nervend und auch belastend; aber, die gute Zeit überwiegend ganz klar!!!
Re: Wie mit Angehörigen umgehen?
ich finde, dass dieses Thema sehr komplex und defizil ist.
Natürlich möchte ich als Betroffener von den Menschen in meinem Umfeld nicht von vorne herein und grundsätzlich anders behandelt werden als andere.
Es darf aber nicht vergessen werden, dass es sich um eine chronische und um eine sehr gegenwärtige Krankheit handelt. Als Betroffener hat mein Alltag nun mal leider viel mit der Krankheit zu tuen. Auch schwanken nun mal die Beeinträchtigungen stark von Tag zu Tag oder auch im Laufe eines Tages.
Ich finde es daher schon sehr wichtig, dass meine Familie, meine Freunde und auch meine Arbeitskolleginnen und -kollegen von meiner Krankheit wissen. Ich finde es für mich auch sehr gut, wenn diese Menschen gegebenenfalls auf mich als Mensch mit einer chronischen Krankheit reagieren. Klar muss andererseits auch hier ein Mittelweg gefunden werden; die Krankeit darf natürlich nicht immer für mich und meine nächsten Angehörigen im Mittelpunkt stehen (ansonsten würde dies ja wiederum dazu führen, dass man aufgrund der Krankheit anders behandelt wird oder auf sie reduziert wird).
Da die Krankheit jedoch wie jede andere chronische Krankheit zudem auch psychologische Folgen hat, ist es sicherlich für die Betroffenen und die Angehörigen nicht immer einfach. Erschwerend ist hier sicherlich auch, dass die Krankeit bzw. die Krankheitssymptome meistens nicht offensichtlich sind und zudem schwer erklärbar und damit für nicht Betroffene auch schwer verständlich sind.
Von daher kann ich dich wie Andreas nur dazu ermutigen, genauer von deinen Problemen zu berichten; ich bin mir sicher, dass du dann hier Ansprechpartner findest.
Viele Grüße
Jens
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MaHa
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- Joined: 2011-12-29, 20:58
- KC-Experience: Großmutter litt an Keratokonus - KK seit 1974 festgestellt, rechts mehr als links - Harte Kontaktlinsen, Transplantation rechts (1990), links (1997), sehr, Korrektur mit Brille möglich!! - seit 2011 starke Achsenverschiebung links, Neubeginn des Keratokonus?
- Keratoconus since: festgestellt im Alter von ca. 20 Jahren.
- Experience with eyeglasses / lenses: erste Anpassung ca 1974 war schrecklich;
harte Linsen, Verträglichkeit ca. 1 - 2 h am Tag;
1975: Anpassung bei gutem Optiker, der sich viel Zeit genommen hat;
harte Linsen, Verträglichkeit bis zu 4 h am Tag;
1978: Anpassung der Linsen an der Uniklinik Tübingen, erstmals speziell für KK, zuerst hatre Linsen, dann hochgasdurchlässig; hochgasdurchlässige Linsen bis zu 10 h am Tag einsetzbar - am Wochenende war Linsen-frei
seit 1997 (OP am 2. Auge) Korrektur mit Brille möglich. - Operationen: Transplantation rechts (1990, Uniklinik Erlangen, Herr Dr. Jonas), anfangs sehr guter Erfolg, dann wieder starker Astigmatismus - Reaktion rechts 1994 - Korrektur-OP rechts 1995 - Transplantation links (1997, Uniklinik Erlangen, Herr Prof. Naumann), sehr guter Erfolg, Korrektur mit Brille möglich!! - seit 2011 starke Achsenverschiebung links, Neubeginn des Keratokonus; Korrektur-OPs 2013 und 2014
- Begeiterscheinungen: Probleme bei schlechten Lichtverhältnissen -> schnelle Ermüdung; Blendung; bei Nacht, schlechtes Sehen;
Bluthochdruck; Gelenkschmerzschübe (seit 2011); Erschöpfung, Depression - Mögliche Ursachen: ererbt
- Ich über mich: verheiratet seit 1980, 2 erwachsene Töchter
- Been thanked: 5 times
Re: Wie mit Angehörigen umgehen?
ich habe seit etwa 40 Jahren Keratokonus.
Ich habe harte Kontaktlinsen, Transplantationen und Korrektur-OPs hinter mir. Meine Sehschärfe hat sich in dieser Zeit sehr gebessert, verschlechtert, gebessert, sehr verschlechtert ...
Ich bin seit 1980 verheiratet. Meine Frau hat mir durch all die Jahre sehr geholfen.
Wenn wir uns in der Öffentlichkeit bewegen und wir Bekannten begegnen, sagt sie mir Bescheid, dass ich rechtzeitig grüßen kann. Sie fängt dann das Gespräch an und bezieht mich dann ein. Sie sagt mir auch - sehr behutsam - wenn ich Dinge nicht korrekt gemacht habe (Dinge krumm montiert, nicht gründlich gesaugt, Tisch nicht sauber abgeputzt ...).
Kleinigkeiten, klar.
Ich sehe nicht, wenn ich mich längere Zeit nicht rasiert habe. Auch da brauche ich Tipps. Flecken auf dem Hemd sind für mich kein Problem - ich seh sie ja nicht - aber halt für andere. Autofahren konnte ich nie so richtig gut und zur Zeit gar nicht. Ich habe meine Frau, die das für mich macht.
In Gesellschaft werde ich manchmal sehr ruhig; besonders abends bei schlechter Beleuchtung. Sie hilft mir dann, indem sie das Gespräch übernimmt und mich sehr maßvoll einbezieht.
Klar, sie hat auch Probleme mit mir.
Ich hadere manchmal mit mir und der Welt und dem lieben Gott. Dann bin ich einfach nur sch.... drauf.
Ich glaube, dass das nur nachempfinden kann, der selber schlecht sieht oder gesehen hat.
Mehr weiß ich dazu nicht.
Beste Grüße
Martin
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andreas
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- Joined: 2003-05-17, 01:21
- KC-Experience: Im Studium und im Beruf war es immer sehr anstrengend, mit den Kollegen mitzuhalten - trotz sehr großer Bildschirme und immer "vorne sitzen" bei Präsentationen. Feierabend war wirklich Feierabend; da war keine Kraft mehr für After-Work-Parties oder Work-Out im Fitnessstudio. Langes lesen oder schreiben von Texten war trotz aller Hilfsmittel anstrengend; oder lange Besprechungen mit Präsentationen.
Seitdem ich Rentner bin, kann ich mir meine Zeit / Pausen sehr viel großzügiger einteilen; trotz der regelmäßigen Struktur, die ich meinem Rentnerleben gegeben habe. - Keratoconus since: Die erste richtige Diagnose kam so 1978 - erst irregulärer Astigmatismus, dann Keratokonus. Bis zur richtigen Diagnose habe ich ca. 10 Augenärzte und 3-4 Jahre gebraucht. Seit ca. 2006 stabil in rechts Stufe II-III: links I-II; kaum Veränderungen bei Scanns in 4-6-Jahres-Abständen
- Experience with eyeglasses / lenses: Ich komme gut mit verschiedenen Brillen zurecht (Hell&Fern; NormalesTageslicht/Nah; Dunkel/Fern; Dunkel/Nah; reichen fast immer. Früher habe ich gelegentlich Tageslinsen getragen, dass brauche ich nun nicht mehr.
- Operationen: Keine OP´s
- Begeiterscheinungen: trockene Augen; trockene Haut; Augen-jucken
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Re: Wie mit Angehörigen umgehen?
ich denke über intensive Gespräche mit dem/der Betroffenen und Angehörigen kann man am besten herausfinden, was der richtige vom Betroffenen (gewünschte) und von dir gewollte Umgang ist.
Vielleicht ist dem Betroffenen gar nicht klar, was du dir für Gedanken machst.
Und vielleicht ist ihm ebenso nicht klar, wie du ihn/sie wahrnimmst - oder Freunde, Arbeitskollegen, Bekannte, etc.
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Oder siehst du bei jemandem Sicht-Probleme, der selbst (oder Freunde, Familie) nicht mit dem Problem umgehen kann - bzw. es noch nicht wahrgenommen hat?
Vielleicht kannst du ja hier berichten, wie die Situation ist und was dabei heraus gekommen ist.
Gruß, Andreas
- Alle Fragen rund um KC bitte im Forum stellen - persönliche Anfragen zu KC werden nicht beantwortet.
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("komm wir essen oma." vs. "Komm, wir essen, Oma.")
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nicolescherz
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- Joined: 2019-08-29, 13:49
- KC-Experience: z.B.: Erste Diagnose 1995, bei Augenarzt Dr. Frankenstein / Klinik Frankenstein's castle
z.B.: Erste Vernetzung: links, 2000, Hamburg, Klinik am Stadtrand
z.B.: Erste Transplantation: rechts, 2010, München, Klinik in der Mitte