Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: viewtopic.php?t=6501

Meine OP in Erlangen 27.07.2011

tanschmi
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KC-Experience: Vor ca. 10 Jahren entdeckt. Bei beiden Augen. Links stärker als rechts. Noch Brille, bad Kontaktlinsen oder OP.

Meine OP in Erlangen 27.5.2011

Post by tanschmi »

So, nun war es soweit. Im November 2010 kam ich auf die Warteliste für eine Spenderhornhaut linkes Auge (meine AUgen sind beide vom KC betroffen; links vor op 20 % mit Brille, rechts 30%, KL vertrage ich leider nicht). Kurz zu mir:
Ich bin 33 Jahre alt und habe den Keratokonus ca seit 12 Jahren.
Im Februar bekam ich aus der Uniklinik die Meldung, dass eine Hornhaut da wäre, leider war ich da aber mit Fieber im Bett und konnte den Termin nicht wahrnehmen. Dann jatzt am 25.5. Mittags ein neuer Anruf: Hornhaut da, sie müssten aber morgen früh um 8 in der Klinik sein. Also, ich alles gepackt, Arbeit etc geregelt und am 26.5. war ich früh in Erlangen. An diesem Tag wurden dann viele Untersuchungen gemacht. Da eigentlich vorgesehen war, eine lamälläre KP zu machen, wurde auch noch mit einem Laser ein Loch in das Auge "geschossen", damit das Kammerwasser besser zirkulieren kann.
Dann am nächsten Tag früh die OP. Ich war extrem aufgeregt ond hatte ziemliche Angst vor der Narkose (Altlasten aus Operationen in der Kindheit). Aber es ist dann alles gutgegangen, nur leider hat die lämelläre KP bei mir nicht mehr geklappt (wurde bei der OP festgestellt) und es musste eine perforierende gemacht werden. Nach der OPging es mir soweit gut, nur geringe Schmerzen eine Nacht lang (mit Ibuprofen gut auszuhalten).
Die Ärzte in der Klinik waren top, das Pflegepersonal im großen und ganzen sehr nett (nur ein Pfleger war dabei, der war mir unsympatisch, der war völlig gleichgültig).
Für mich am schwierigsten war der Altersdurchschnitt der Patienten. Er lag bei geschätzten 75 Jahren, so hatte ich nicht allzu viele Möglichkeiten für Gespräche. Ich war dann eine Woche auf der Station, da kann die Zeit schon sehr lang sein. Fernseher in meine Zimmer war defekt, also hatte ich nur ein Radio und sonst nichts um mir die Zeit zu vertreiben.
Das Essen war übrigens sehr gut (Restaurantqualität). Ich hatte mediteranes Essen gewählt.

So nun zu meinen Fortschritten: Das Auge war und ist noch sehr geschwollen, aber da brauchts wohl Geduld. Ansonsten ist das Transplantat schon sehr klar, nicht mehr so getrübt (wurde teilweise stündlich besser, v.a. wenn ich spazieren war). Ich kann seit Donnerstag nach OP (also 6 Tage nach OP) die ersten beiden Zahlenreihen lesen. Hier den Bericht am PC kann ich erst jetzt und mit Hilfe meiner Brille (30% Sehkraft am rechten Auge) schreiben.#

Gibt es hier im Forum noch Leute, die auf eine OP in Erlangen warten oder berits eine hinter sich haben? Meldet Euch doch mal!
Daggi
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KC-Experience: Hallo,
ich suche Erfahrungsberichte und viele Information zur Hornhauttransplantation.

Re: Meine OP in Erlangen 27.5.2011

Post by Daggi »

Hallo Tanschmi,

herzlichen Glückwunsch zur überstandenen OP.
Ich stehe auch auf der Warteliste in Erlangen und bin natürlich sehr
interessiert an den entsprechenden Berichten. Daher vielen Dank dafür.
Das nimmt mir etwas die Angst vor der Aktion.

Ich wünsche dir weiterhin gute Besserung.

Welchen Visus erwartest du denn nach völliger Genesung. Gibt es da Prognosen?

Wie kannst du mit 30 % Sehkraft dein Leben meistern, kannst du damit arbeiten?

Liebe Grüße
Daggi
siggi.w.
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KC-Experience: Ich bin 42 Jahre , m , und habe seit etwa 9 Jahren Keratokonus. Eine korrektur
mit einer Brille ist seit 4 Jahren nicht mehr möglich.Bin auf harte Kontaktlinsen
angewiesen. Habe jedoch große Probleme mit diesen Linsen. Nach etwa 4 Stunden
tragen der Linsen , bekomme ich rote Augen und ein unangenehmes brennen der
Augen.Verweigere daher das Tragen der Linsen und versuche so durchs Leben zu
kommen.Komme aber so nicht klar. Brauche Hilfe !! Erhoffe hiermit mit Menschen
in Verbindung zu kommen,um Erfahrungen auszutauschen.
Keratoconus since: Ungefähr bei meinem 33. Lebensjahr wurde der Keratokonus bei einer
Augenuntersuchung festgestellt.
Experience with eyeglasses / lenses: Eine Brillenkorrektur ist nicht mehr möglich.Habe seit ein paar Jahren harte
Kontaktlinsen.Keine guten Erfahrungen gemacht.Verweigere inzwischen das
Tragen, weil: Probleme beim einsetzen u. rausnehmen,häufiges sehr unangenehmes jucken,störendes Fremdkörpergefühl,nach kurzer Zeit gerötete,
gereizte und vor allem trockene Augen.Nach ein paar Stunden tragezeit totale Ermüdung.--Deshalb verweigere ich das Tragen--
Operationen: Bisher noch keine Hornhaut-OP erforderlich.Laut Fachärzte zur Zeit
noch mit harten Kontaktlinsen korregierbar.
Begeiterscheinungen: Durch den Keratokonus bekam ich zusätzlich einige Begleiterscheinungen :
Erschöpfungssymtome,erhebliche Sichteinschränkung und starke Blend-
empfindlichkeit bei Dunkelheit,Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens
beim Autofahren.Allgemeine Unsicherheit im täglichen Leben.
Mögliche Ursachen: Laut Augenklinik Bonn , genetik bedingter Augenfehler. (beidseitig).
Links stärker als rechts.( habe z.Zt.keine Wertangaben)
Ich über mich: Durch die Tatsache,dass der Keratokonus nicht heilbar ist,hat sich meine gesamte
Lebenssituation verändert. ----frust und teilweise Resignation----
Habe mich aus der Gesellschaft ziemlich zurückgezogen. Hoffnung hier kontakt
zu gleichgesinnten zu finden.Bewustsein,dass sich meine privaten und beruflichen
Situationen auf lange Sicht ändern werden.Aus diesem Grund treibe ich
exessiven Laufsport.(um Ängste abzubauen)
Mein Umfeld, (Bekannte , Kollegen),verstehen die Problematik des Keratokonus nicht.Werde deshalb häufig nicht ernst genommen.

Re: Meine OP in Erlangen 27.5.2011

Post by siggi.w. »

hallo tanschmi,
ich habe ebenfalls ein beidseitigen keratokonus ,wobei aber nur das linke auge operiert werden musste.
ich war ebenfalls in der augenklinik erlangen.
aber ich bin sehr deprimiert und enttäuscht. am mittwoch,den 27.07.11 wurde ich operiert.
ursprünglich geplant war eine dalk, doch aus der geplanten dalk-op wurde eine perfor. kpl.
ich war geschockt. ich hatte von anfang an ein ungutes gefühl,weil mir der chirurg irgendwie
nicht kompetent genug erschien. oberarzt pd bachmann.ich hatte gehofft,dass prof.kruse oder
prof.cursiefen mich operieren würde.beide die spezialisten für transplantationen.
na ja, war leider nicht so.seitdem bin ich sehr frustriert.
am 01.08.11 bin ich dann entlassen worden und war schon bei meinem augenarzt zur 1. kontrolle.
aber ich muss leider feststellen, dass ich noch überhaupt nichts sehen kann. ausserdem hader ich
noch mit der aussage von oberarzt bachmann, dass sich die oberste hornhautschicht nicht lösen lies,
sodass ich eine perf.kpl bekam.für mich einfach ein horror.
ich werde das gefühl nicht los , dass ein prof. kruse oder cursiefen eine geplante dalk ohneweiteres
hätte machen können.
was ist deine meinung dazu.
gruss, der siggi
Lebe jeden Tag bewusst und geniesse jeden Augenblick !!
kera98
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KC-Experience: Ich habe keinen Keratokonus, sondern eine seltene erbliche Hornhautdystrophie, allerdings mit ähnlichen Folgen für die Sehschärfe.
Keratoconus since: Meine Dystrophie begann ca. mit 16-17 Jahren, wurde aber nicht erkannt und über Jahre deswegen falsch und gar nicht behandelt. Die korrekte Diagnose kam, als ich Anfang 40 war.
Experience with eyeglasses / lenses: Ich trage auf beiden Augen Minisklerallinsen. Links nach Keratoplastik mit irregulärem Astigmatismus, rechts (noch) ohne OP. Eine Brille habe ich zwar, komme damit aber nur auf eine Sehschärfe von 25-30%.
Operationen: Keratoplastik (li Auge) 5x in 25 Jahren
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Re: Meine OP in Erlangen 27.5.2011

Post by kera98 »

Hallo, Ihr 2,

Prof. Cursiefen ist nicht mehr in Erlangen. Er ist als Nachfolger von Prof. Krieglstein jetzt Chefarzt der Uni-Augenklinik in Köln.
kera98
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KC-Experience: Ich habe keinen Keratokonus, sondern eine seltene erbliche Hornhautdystrophie, allerdings mit ähnlichen Folgen für die Sehschärfe.
Keratoconus since: Meine Dystrophie begann ca. mit 16-17 Jahren, wurde aber nicht erkannt und über Jahre deswegen falsch und gar nicht behandelt. Die korrekte Diagnose kam, als ich Anfang 40 war.
Experience with eyeglasses / lenses: Ich trage auf beiden Augen Minisklerallinsen. Links nach Keratoplastik mit irregulärem Astigmatismus, rechts (noch) ohne OP. Eine Brille habe ich zwar, komme damit aber nur auf eine Sehschärfe von 25-30%.
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Re: Meine OP in Erlangen 27.5.2011

Post by kera98 »

Ich vergaß: Ich war im Mai auf einem Kongreß, auf dem ein renommierter Keratoplastik-Operateur (Prof. Reinhardt aus Freiburg) 2 Dinge erklärt hat, die man bei den lamellären Verfahren nicht vergessen sollte:
1. Die Konversionsrate (also die Rate der lamellären OP's, die in perforierende umgewandelt werden) ist auch bei erfahrenen Operateuren hoch.
2. Die Ergebnisse bezüglich des Sehens sind bei den lammellären Verfahren durchweg schlechter als bei der perforierenden Keratoplastik, wegen der Interface-Problematik (Schicht zwischen verbleibender eigener Hornhaut und dem Transplantat).
Vielleicht ein kleiner Trost :)
sabine s.
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Joined: 2005-05-30, 11:25
KC-Experience: 4x transplantiert, 3x an einem auge, immunsuppression wegen ständiger transplantatabstoßungen, glaukom bereits mehrmals operiert, beginnender katarakt an beiden augen. visus mit brille um die 35%. Kontaklinsenunverträglichkeit .
augen-op´s insges. 13x. bin bei prof. th. neuhann in behandlung.
5. transpl. steht in den starlöchern.??? mehr oder weniger. das 5. transplantat war bereits am anfang märz 08 gefunden worden. 2 h später, anruf vom Prof. er könne es nicht nehmen. jetzt muß ich also weiter warten.
nävus auf der netzhaut inoperabel, tumor in der orbita nähe des sehnerves.
visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird.
Experience with eyeglasses / lenses: Sehr schnell wurden mir harte KC-Linsen angepaßt, die sich aber andauernd veränderten, so, daß der Anpasser gar nciht mehr nachgekommen ist.
Operationen: 1999 wurde die erste Keratoplastik gemacht. s.o. bei und von Prof. Thomas Neuhann. Alle anderen Keratoplastiken (mit wachsendem Vergnügen, ebenfalls vom Prof. Neuhann der sich absolut rührend um mich kümmert. Div. Trabekulektomien, Div. Cortisonspülungen....................alles zwar Operationen, aber immer irgendwie im Vorbeigehen.
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Re: Meine OP in Erlangen 27.5.2011

Post by sabine s. »

hallo siggi

ich gebe kera98 da recht. auch mir wurde von einem sehr rennomierten augen.prof. dieses gesagt.
aber....könntest du uns bitte erklären, was eine "dalk" ist???
daß du noch nichts siehst, ist nach dieser zeit für eine perforiende kp ganz normal!
das dauert noch wochen, wird aber jetzt täglich besser werden. da brauchst du jetzt geduld.
diese, und einen guten heilungsverlauf wünsche ich dir!
grüßle
sabine
Raffke 19
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Joined: 2008-05-27, 19:26
KC-Experience: Habe seit 1980 eine Keratoplastic
Keratoconus since: Mein Erkrankung wurde mit ca 26 Jahren fest gestellt
Experience with eyeglasses / lenses: Habe einen Horror gegen Linsen daher nur mit Brille
Operationen: im Januar 1980 wurde eine Keratoplastic in Osnabrück im Marienhospital von prf. Meyer gemacht, bisher immer im grünen Bereich
Ich über mich: Diplom-Chemiker in der Pharma-Industrie,ich habe ca.10 jahre nur mit
Augenkliniken zusammen gearbeitet.
Ich habe als Anpasser mit einem CL-Hersteller in Kiel gearbeitet.
Ausbildung Ärzte / Optiker: als Chemiker und Pharmareferent 10 Jahre AA beraten und Pflegemittel und diverse Präparate unter das Volk gebracht,war dann seit 1983 für viele Pharmaunternehmen als Pillenverteiler unterwegs.

Re: Meine OP in Erlangen 27.5.2011

Post by Raffke 19 »

Ich konnte 1981 nach meiner Keratoplastik nach 3 Wochen schon Auto fahren,und es wurde mit jeder Woche besser,aber man muß Geduld haben.
Ich habe jetzt nach 31 Jahren mit Brille 20% ,aber ich stehe auf der Warteliste in Kiel für eine neue Keratoplastik.
Beste grüsse Paule
siggi.w.
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angewiesen. Habe jedoch große Probleme mit diesen Linsen. Nach etwa 4 Stunden
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Keratoconus since: Ungefähr bei meinem 33. Lebensjahr wurde der Keratokonus bei einer
Augenuntersuchung festgestellt.
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Erschöpfungssymtome,erhebliche Sichteinschränkung und starke Blend-
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Mögliche Ursachen: Laut Augenklinik Bonn , genetik bedingter Augenfehler. (beidseitig).
Links stärker als rechts.( habe z.Zt.keine Wertangaben)
Ich über mich: Durch die Tatsache,dass der Keratokonus nicht heilbar ist,hat sich meine gesamte
Lebenssituation verändert. ----frust und teilweise Resignation----
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Re: Meine OP in Erlangen 27.5.2011

Post by siggi.w. »

Übrigens,.. dalk op ist der englische Begriff für die TLKP methode.
Lebe jeden Tag bewusst und geniesse jeden Augenblick !!
kera98
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KC-Experience: Ich habe keinen Keratokonus, sondern eine seltene erbliche Hornhautdystrophie, allerdings mit ähnlichen Folgen für die Sehschärfe.
Keratoconus since: Meine Dystrophie begann ca. mit 16-17 Jahren, wurde aber nicht erkannt und über Jahre deswegen falsch und gar nicht behandelt. Die korrekte Diagnose kam, als ich Anfang 40 war.
Experience with eyeglasses / lenses: Ich trage auf beiden Augen Minisklerallinsen. Links nach Keratoplastik mit irregulärem Astigmatismus, rechts (noch) ohne OP. Eine Brille habe ich zwar, komme damit aber nur auf eine Sehschärfe von 25-30%.
Operationen: Keratoplastik (li Auge) 5x in 25 Jahren
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Re: Meine OP in Erlangen 27.5.2011

Post by kera98 »

Ja, es heißt DALK=deep anterior lamellar keratoplasty. Es kommt dabei wohl auf das "deep" an, also dass außer dem Endothel nur wenig eigenes Gewebe im Auge bleibt, und dieses Interface muss halt sehr gut sein, damit das Sehen gut wird. Und sehr oft gelingt die tiefe Separation des Hornhautgewebes eben leider nicht. Prof. Reinhardt sagte da sehr deutlich "und dann hat man 2 Stunden rumgemacht und muss zum Schluss doch eine perforierende Keratoplastik machen, die man auch in 30 min erledigt gehabt hätte"
kera98
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Re: Meine OP in Erlangen 27.5.2011

Post by kera98 »

Hallo, Siggi,
ja, da bist Du schon zu ungeduldig. Nach 10 Tagen sind sowohl die stechenden Schmerzen wie auch das Fremdkörpergefühl noch da. Am besten hilft dagegen, fleissig Tränenersatztropfen oder -gel (was Dir ja sicher verordnet wurde), zu nehmen. Die neue Hornhaut ist halt noch sehr empfindlich, und bis die oberste Hornhautschicht (Epithel) wieder glatt und vollständig geschlossen ist, dauert es eine Weile. Bei stärkeren Beschwerden auch unbedingt zum Augenarzt gehen, damit er einen Blick darauf wirft.
tanschmi
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Re: Meine OP in Erlangen 27.5.2011

Post by tanschmi »

Hallo, nun liegt die OP schon 6 Monate zurück.

Hatte in der Zeit einige Höhen und Tiefen. Erst sah alles sehr sehr gut aus. Ca bis August. Sehen war zwar mit 15% immer noch schlecht, aber es hieß, es ist alles super verheilt, Nähte sind fest , Hornhaut glatt, keine Reizung des Auges.

Dann bei der Kontrolluntersuchung im August wurden plötzlich Falten sichtbar (direkt diagonal über der Pupille) und auch das Sehen verschlechterte sich dadurch. Mein AUgenarzt schickte mich zur Kontrolle nach Erlangen. Dort wurde die Falte fotografiert und als unrelevant eingestuft. Es hieß, es könne eine beginnende Abstoßungsreaktion sein, aber man muss abwarten. Dann wurde das Cortison wieder erhöht (sollte eigentlich ab Oktober keine Cortison-Tropfen mehr brauchen), so dass ich jetzt noch bis Ende Dez (jeden Monat 1 Tropfen weniger) tropfen muss.

Bei der Augenärztin fragte ich dann nochmals, ob ich Chancen habe, dass die Falten wieder vergehen. Sie meinte bis zum Ziehen der Fäden ist die Wahrscheinlichkeit nur 1%, aber durch das Ziehen der Fäden verändert sich die ganze Oberfläche der Hornhaut und dann könne es schon sein, dass die Falten sich legen. Also ist noch alles offen.

Der letzte Kontrollbesuch brachte dann eine Überraschung: Falten fast weg. Grund unbekannt.

Interessant war, dass ich an diesem Tag auch 20% gesehen habe. Hatte an diesem Tag die Augentropfen zu Hause vergessen (ich arbeite halbtags) und deshalb sehr viel getrunken. Die Ärztin meinte, das bessere Sehen könnte mit der vielen Flüssigkeit zusammenhängen. Leider habe ich das viele Trinken nicht lange durchgehalten.

Nun, jetzt bin ich auf 1x Tropfen Cortison am Tag und 5 x Vidisept (Tränenflüssigkeit). Schmerzen habe ich keine, nur manschmal ein unangenehmes Gefühl, wenn ich länger kein Vidisept verwendet habe. Trinke einfach zu wenig und ich denke, deshalb ist das Auge auch trocken.

Melde mich wieder, wenn es neues gibt.
Gruß
Tanja
tanschmi
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Re: Meine OP in Erlangen 27.5.2011

Post by tanschmi »

Hallo zusammen,

wollte mich mal wieder melden. Nun ist die OP schon 11 Monate her, leider hat sich das Sehen nicht weiter verbessert (10 %).

ABER: Letzte Woche hatte ich einen Durchbruch: hatte für einen Tag ab 11: 00 Uhr morgens perfektes Sehen auf dem operierten Auge. Waren mindestens 80%. Habe mich tierisch gefreut. Leider war das gute Sehen am nächsten Tag wieder weg. Aber ich habe neuen Mut geschöpft.

WIe bin ich zu dem guten Sehen gekommen???

Nun, vor ca 3 Wochen kam ich mit der Nachbarin ins Gespräch über Augen. SIe hat auch sehr große Probleme und hat mir eine Brille gezeigt, die für alle Augen geeignet ist. Es ist eine Rasterbrille. Hat keine Gläser, nur Löcher. Ich wollte Ihr nicht glauben. dass man damit sehen kann, aber ich habs probiert und mit beiden Augen (das nicht operierte ist ohne Brille bei 20%) sehr gut gesehen (müsst Ihr echt mal ausprobieren. Tonpapier in Form einer Brille ausschneiden. Löcher von ca 1mm und in 05,mm Abstand reinmachen. Durchschauen (Rezept für eine selbstgebastelte Brille-kann man auuch natürlich bei amazon etc kaufen).

Das hat mich nachdenklich gemacht. Ich bin also in der Lage zu sehen, nur wie kann ich es erreichen? Ich habe daraufhin im Netz gestöbert und bin zufällig auf ein Buch gestoßen, dass mich gefesselt hat. Habe erst alle Rezessionen verschlungen, dann bei Amazon mit "Blick ins Buch" reingelesen und dann hab ich s mir bestellt. Zuerst wird man an eine Art "Lächeltherapie" rangeführt. fand ich Klasse und ich hab n´mich nach 2 Tagen permanentem Lächeln schon viel besser gefühlt.

Nach den ersten 230 Seiten machte ich die Seite mit der Sehübung in der Arbeit und ca ne Stunde später habe ich plötzlich klar gesehen (das waren mindestens 80%). In dem Buch geht es um Selbstheilung und Kräfte aktivieren. . Ich find das Buch klasse. Warum das Sehen nicht stabil blieb, sondern am nächsten Tag schlechter wurde, weiß ich nicht. Ich vermute aber, dass ich das Auge an dem Tag überfordert habe.

War so begeistert zu sehen, dass ich in den Wald ging und mir Zweige! anschaute (wie lange habe ich schon keine Zweige mehr gesehen) und das sehr ausdauernd. Der Autor schreibt, dass das Sehen schlechter wird, wenn man die AUgen überanstrengt (das habe ich wahrscheinlich gemacht).

Nun 4 Tage später, kann ich sagen, das Buch bringt wirklich was. Man muss ca 2-3 Stunden am Tag für Übungen einplanen, aber gestern habe ich wieder besser gesehen (nicht so gut wie damals , aber bestimmt so 40%) und das nach nicht mal 1 Woche Training (und ca nur 1,5 Stunden am Tag-zu mehr habe ich es mit 2 Kindern und Arbeit leider noch nicht geschafft).

Ich freue mich schon auf das SEHEN in der Zukunft und werde weiter fleißig trainieren und mich dann wieder melden

Gruß
Tanja
GGiulio
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KC-Experience: diagnose 2007 bekommen.linkes auge sehr schlechte sehfähigkeit

Re: Meine OP in Erlangen 27.5.2011

Post by GGiulio »

Hallo Tanja,

mich würde es brennend interessieren wie es dir die letzten Monate ergangen ist.. Ich selbst ziehe in Erwägung eine Hornhauttransplantation in Erlangen durchführen zu lassen.
Danke und LG

Giulio
Daggi
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KC-Experience: Hallo,
ich suche Erfahrungsberichte und viele Information zur Hornhauttransplantation.

Re: Meine OP in Erlangen 27.07.2011

Post by Daggi »

hallo Giulio,

ich hatte am 13.06.2012 eine Hornhauttransplantation in der Uniklinik Erlangen und habe nur
Gute Erfahrungen gemacht. bei mir wurde lediglich das Endothel übertragen. die OP war
Ein voller Erfolg. bei der Entlassung nach 10 Tagen hatte ich bereits einen Visus von 60 %
Erreicht. die Operation hatte Prof.Dr. Kruse durchgeführt und ich bin Super zufrieden.
auch die Assistenzärzte, die Krankenschwestern und die Versorgung waren erstklassig.

das 2. Auge werde ich sicherlich auch in Erlangen operieren lassen.

Liebe Grüsse
Daggi

PS: Sorry für die Schreibfehler
GGiulio
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KC-Experience: diagnose 2007 bekommen.linkes auge sehr schlechte sehfähigkeit

Re: Meine OP in Erlangen 27.07.2011

Post by GGiulio »

nach langer Zeit melde ich mich mal wieder zu Wort...
Ich habe im Juni diesen Jahres einen Termin in der Augenklinik Erlangen - erstmal "nur" eine Voruntersuchung. Ich bin gespannt, was sich dort ergeben wird bzw. was der Arzt dann vorschlagen wird.
Natürlich werde ich dann berichten.

Wie ergeht es dir zur Zeit Daggi?
Daggi
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KC-Experience: Hallo,
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Re: Meine OP in Erlangen 27.07.2011

Post by Daggi »

Hallo Guilio,

mir geht es sehr gut. Mein Grlück ist, dass ich mittlerweile einen Visus von fast 100 %
erreicht habe.

Bald muß auch das 2. Auge operiert werden und da ich mittlerweile viel Gutes von der
Uniklinik Köln und Prof. Cursiefen gehört habe, werde ich mir nächste Woche die
Klinik mal anschauen. Ich komme vom Niederrhein und Köln ist für mich natürlich
leichter zu erreichen.

Ich wünsche dir viel Glück in Erlangen und nimm´ genug Wartezeit, Getränke und Snacks mit.

Freue mich auf deinen Bericht.

LG
Daggi
steinie22
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Re: Meine OP in Erlangen 27.07.2011

Post by steinie22 »

Hi,

Prof. Cursiefen kann ich nur empfehlen. Bin sehr zufrieden mit der Behandlung dort sehr zufrieden. Bisher verlief alles omplikationslos.

Herr Cursiefen selber ist ein ultra mega netter symphatischer Mensch, wie ich einen Doktor / Professor noch nie erlebt habe.

Kann die Klinik also nur empfehlen!!