Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: https://forum.keratokonus.de/viewtopic.php?t=6501

Künstliche Hornhaut aus Schweinekollagen Hoffnungsschimmer Forschung (Keratoprothese)

Der individuelle "Weg" bis zur Diagnose - was ist Keratokonus, habe ich überhaupt Keratokonus, was kann Man/Frau tun?.
merkur
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Joined: 2009-09-22, 21:37
KC-Experience: Starker Astigmatismus durch Keratokonus
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Künstliche Hornhaut

Post by merkur »

Wieder was Neues. Wenns so weitergeht sind in 10 Jahren die meisten Hornhautprobleme behandelbar
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber ... 45309.html :D
Dom
-
Posts: 673
Joined: 2005-01-19, 12:33
KC-Experience: Der tägliche Kampf um das beste Sehen ist anstrengend, aber lohnt sich; vor allem wenn Augenarzt und Optiker Hand in Hand arbeiten und man selbst bereit ist, auch mal als Testperson herzuhalten. Ich habe meine Krankheit akzeptiert und gehe daher recht unkompliziert mit meiner "Sehbehinderung" um. Das hilft mir, den psychischen Druck abzubauen und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren: das schöne Leben!
Keratoconus since: Irregulärer Astigmatismus und Keratokonus diagnostiziert beidseitig seit 07/1998, vorher als "einfache" Kurzsichtigkeit behandelt (Brille, seit 1985).
Eine kleine Historie meines Keratokonus (absteigend mit kurze Werte-Übersicht):
2013: CCL an der Augenklinik BelleVue, Kiel. Ergebnis noch offen.
2012: hingegen aller ärzlicher Meinung (UKE Augemnklinik, generelle Lehrmeinung):ab Ende 30 bewegt sich am KK nichts mehr, kräftiger Schub links mit Hornhautausdünnung auf die kritische Grenze von 400µ, subjektiver visus links (sc) 0,05
2008-2012: ruhige und tatsächlich progressionslose Zeit, visus stabil zwischen 0,8 bis 1,1 mit beiden Augen (cc)
2008: Visus mit Linsen linkes Auge zwischen 1,1 (morgens) und 0,8 (abends), rechtes Auge 1,3 (morgens) und 0,9 (abends) bei durchschnittlicher Tragezeit von 14 Std.
2007: Excimer-Laser-OP mit dem Femtosekunden-Laser linkes Auge
2006: starker Verlust der Sehkraft links auf -6,50
2005: Werte vom Doc und Optiker links: sphär. +1,25, Zyl. -2,50, Achse 98°, rechts: sphär. +0,00, Zyl. -2,50, Achse 72° visus r/l sc unter 0,25 cc annähernd 1,0 (morgens, abends 0,6 ++ 2004 Werte vom Doc und Optiker
links: sphär. +0,50, Zyl. -0,75, Achse 60°, rechts: sphär. +0,00, Zyl. -0,75, Achse 130° visus r/l sc unter 0,3 cc annähernd 1,2
2001: Werte Uniklinik Kiel (14/05/01) visus rechts sc = 0,8 cc = 0,63, visus links sc = 0,4 cc = 0,8, tensio 16mm HG, Befund: eindeutiger Keratokonus beidseitig.
Experience with eyeglasses / lenses: Korrektur beidseitig durch Kontaktlinsen, formstabil, gasdurchlässig, seit 1998.
Benutzte Benetzungsflüssigkeit: Oculotect fluid sine; Urteil: brauchbar, etwas "klebrig" und Hylo-Comod ohne Konservierungsmittel. Benutzte Reinigungs-/Aufbewahrungsflüssigkeit:
Lenscare Desinfektions- und Aufbewahrungslösung für harte, gasdurchlässige Kontaktlinsen, Lenscare Hartlinsenreiniger für harte, gasdurchlässige Kontaktlinsen, AMO Total Care Proteinentfernungstabletten (1x wöchentlich).
Operationen: 2007 Excimer-Laser-OP mit dem Femtosekunden-Laser linkes Auge, Dr Opel, Hamburg. Durch die OP-Methode ist die Hornhaut "geliftet"/gestrafft worden und wieder in eine Kuppelform überführt worden
2013 CCL linkes Auge, da die Hornhaut an der magischen 400µ-Grenze schrammt, Dr Holland, Augenklinik BelleVue, Kiel
Begeiterscheinungen: dauerhafte halos und ghosts selbst mit Kontaktlinsen (dann aber deutlich weniger), Mehrfachbilder und Verwischungen machen das tägliche Arbeiten am PC anstrengend. Ständig dunkle Ränder unter den Augen. Kalte und trockene Luft tut meinen Augen merkwürdigerweise am besten. Große Probleme bei klimatisierten Räumen und Fussbodenheizung. Helles Licht, starke Sonneneinstrahlung sind ebenfalls unangenehm.
Mögliche Ursachen: ... wenn ich das wüßte, könnte ich an den Ursachen arbeiten und müßte nicht mit Ärzten und Optikern an den Symptomen herumlaborieren.

Re: Künstliche Hornhaut

Post by Dom »

Die sollen sich beeilen! *GG*

CU Dom
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------ Der mit dem Knick in der Linse -----
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Deleted User 14173

Künstliche Hornhaut aus Schweinekollagen Hoffnungsschimmer Forschung (Keratoprothese)

Post by Deleted User 14173 »

Hallo zusammen,

Mein Algorithmus hat mich wohl die letzten Tage gut angetriggert. In Schweden gab es eine erste vielversprechende, auch von der DOG beachtete u d geschätzte Studie mit Xenoimplantaten aus Schweinekollagen. Bei einer ersten Studie erreichten 14 von 20 Probanden eine gute, 3 eine optimale Sehschärfe. Dabei war die Studie nicht auf optimale Sehstärke ausgerichtet. Die Probanden waren allesamt wohl schwerere Fälle, wo nur eine Kerstoplastik noch geholfen hätte.

Gecrosslinktes und entimmunisiertes Schweinekollagen wird in die eigene Hornhaut implantiert und korrigiert Unebenheiten und die Ausdünnung. Offenbar scheint bei individualisierter Anpassung das Ergebnis steigerungsfähig zu sein. Das OP-Verfahren sei weniger radikal als die Kerstoplastik und die Dauer bis zur Verheilung betrage lediglich 8 Wochen.

Klar, steht die Studie am Anfang, aber Xenoimplantate wurde ja schon häufig probiert, nun sieht es ja ganz gut aus.

Vielleicht ein Lichtblick für alle Leidensgenoss*innen hier.

Dass die Forschung sich alleine auf den KK konzentriert und eine echte Lösung bewirken will, ist wirtschaftlich zu ineffizient, aber Hornhautblindheit und auch Refraktivchirurgie suchen ja grundsätzlich nach Möglichkeiten, Ergebnisse zu optimieren. Da das Xenoimplantat ein Abtrag mit dem Laser verhindern könnte, bzw. das ganze System auch bei der Refraktivchirurgie stabilisieren könnte, dürfte es von größerem Interesse sein und könnte uns KKlern letztlich zu einer Art Heilung verhelfen.

Das Implantat hätte wohl keine bestimmte Haltbarkeit, wobei natürlich Langzeitstudien fehlen.

Hier ist ein Link dazu. Natürlich finden sich im Inet viele Mitteilungen dazu:

https://www.n-tv.de/wissen/Kuenstliche- ... 21991.html

Euch allen einen schönen August noch! Bitte nicht als medizinische Empfehlung ansehen. Habe mich als Wissenschaftler nur mal wieder in die Sache eingelesen, da es mich ja schon interessiert, wenn ich schon selbst betroffen bin. 😉

Grüße Manu 😊👀
panamajack203
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Re: Hoffnungsschimmer und Fortschritt Forschung 2k22 - Schweinekollagen

Post by panamajack203 »

Hallo,

Danke für den Link und auch die Zusammenfassung zum Thema :::thumb

Ich finde sowas auch immer interessant zu lesen, auch wenn ich hier jetzt mal nicht zu den early adoptern zählen muss.

Hier nochmal der Link zur Veröffentlichung aus dem Artikel:
https://www.nature.com/articles/s41587-022-01408-w

Ich hatte den zuerst selbst übersehen. Vielleicht auch für einige interessant.

Grüße
Florian
PatrickP165
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Torische Sklerallinsen seit 2021

(Linsen re. sowie li. 0,9)
(Ohne Linsen re. 0,1 / li. 0,05)
(Brille 0,3)
Operationen: - Iontophorese-Crosslinking
Begeiterscheinungen: Myopia magna
Astigmatismus
Sicca-Syndrom
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Mögliche Ursachen: In der Familie sind keine weiteren Fälle von Keratokonus bekannt.
ggf. häufiges Augenreiben als Kind
Ich über mich: Vater und Ehemann aus Niedersachsen
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Forschung (Hornhauttransplantat)

Post by PatrickP165 »

Guten Abend,
schon vor einigen Monaten bin ich auf ein interessanten Bericht über ein Forschungsteam gestoßen,
welches in Zusammenarbeit mit einer schwedisches Firma an einem künstlichen Transplantat arbeitet.
Das Transplantat besteht aus dem Kollagen der Schweinehaut und ist ein Nebenprodukt der Nahrungsmittelindustrie.

https://science.orf.at/stories/3214593/

Es hört sich echt vielversprechend an und bietet total viele Vorteile,
Mehrdad Rafat hat in Indien um im Iran eine erste Studie durchgeführt welche Erfolgreich gewesen ist.

Die Entwicklung dazu sollte man definitiv auf dem Schirm behalten.

Es tut gut zu sehen das es Fortschritte in der Forschung gibt, die Firma CorNeat aus Israel mit der ersten künstlichen Hornhaut (KPro) waren schon ein echter Durchbruch und jetzt tut sich noch mehr.

Ich habe die Hoffnung das es in Zukunft eine Lösung geben wird mit besseren Aussichten als die man heutzutage hat.

Gruß Patrick
Gruß
Patrick
Ocyh
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Joined: 2012-11-04, 15:06
KC-Experience: Mit ca. 18 Jahren begann sich bei mir der Konus zu entwickeln, und mit 22 Jahren erfuhr ich erst was ich eigentlich habe. Meiner Erfahrung nach taugen herkömmliche Augenärzte überhaupt nichts und Optiker kennen sich mit KK wesentlich besser aus (aber auch nicht alle).
Keratoconus since: 2008 fingen leichte Schwierigkeiten beim Sehen an, aber nicht Weltbewegend.
Der zweite Schub kam 2012 welcher sich dann aber auch gleich extrem stark bemerkbar machte.
Experience with eyeglasses / lenses: Mit Brille komm ich noch einigermaßen gut klar, aber mit Formstabilen Linsen sehe ich besser.
Operationen: 2013 lies ich ein Crosslinking auf dem linken (schlechteren) Auge durch Dr. Florian Schwatlo (MVZ Prof. Dr. Thomas Neuhann in München) durchführen.
Begeiterscheinungen: Sehe bei starkem Sonnenlicht extrem gut (für einen Konus-Menschen).
Natürliches Licht (Feuer, Sonne) wird im gegensatz zu Kunstlicht (Halogen, Neon, LED) nicht in tausende Strahlen zersprengt.
Mögliche Ursachen: Eventuell das Augenreiben.
Ich habe häufig und stark die Augen gerieben, doch seit der Diagnose unterlasse ich das.
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Re: Künstliche Hornhaut aus Schweinekollagen Hoffnungsschimmer Forschung (Keratoprothese)

Post by Ocyh »

Weiß jemand, wie man mitbekommt, ob, wann und wo dazu neue Studien in Deutschland durchgeführt werden und wie man in so eine reinkommen kann? Wäre vielleicht auch mal interessant.

Weil irgendwo müssen ja auch die Probanden für solche "Versuche" herkommen.

Beste Grüße euch
Ocyh
KeraToni
Moderator/in
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KC-Experience: leichter KC (li. I-II; re.II-III);
Keratoconus since: Diagnose mit ca 18/20, ca. 5-7 Jahre bis zur korrekten Diagnose: Scans im Abstand von 2-4 Jahren zeigen kaum Veränderungen
Experience with eyeglasses / lenses: Verschiedene Brille(n) reichen meist; Sehstärke liegt seit vielen Jahren so bei 80-90% - das ist Ok; ganz selten weiche TagesLinsen oder Huckepack
Operationen: - gegen CXL entschieden
Begeiterscheinungen: trockene Augen, Hautprobleme; Je älter ich werde, desto unwichtiger wird der Keratokonus - es ist halt alles "relativ".
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Re: Künstliche Hornhaut aus Schweinekollagen Hoffnungsschimmer Forschung (Keratoprothese)

Post by KeraToni »

Hallo,

im Vorfeld der Planung einer Studie informiert zu werden, gelingt nur, wenn man mit den Ärzten und Kliniken, die Studien durchführen, in direkter Verbindung steht. Da sollte man seinen Augenarzt informieren, dass man an Studien interessiert ist.
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Bei laufenden Studien kann man sich in den Studien-Registern informieren.

Eine Möglichkeit ist das „Deutsches Register Klinischer Studien“: https://drks.de

Studien können dort in englischer oder deutscher Sprache eingereicht werden. Es gibt unterschiedliche Suchergebnisse bei Suchworten in englisch oder deutsch; und auch unterschiedliche Ergebnisse ob die Such-Seite in Englisch oder Deutsch aufgerufen wird.

→ „Keratokonus“ / „Keratoconus“; „Hornhaut“ / „Cornea“; „Vernetzung“ / „Cross linking“, etc.

Im Register wird angezeigt, ob eine Studie noch aktiv ist: „Rekrutierung läuft“ oder „Rekrutierung abgeschlossen“.
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Außerdem gibt es ein Register für Europa: https://www.clinicaltrialsregister.eu/ctr-search/search
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Und ein Register für USA: https://clinicaltrials.gov/ct2/home

Bei internationalen Studien können sich auch im europäischen oder amerikanischen Register deutsche Kliniken finden, die an diesen Studien teilnehmen und nicht im deutschen Register aufgeführt sind.

Über diese Studienregister kann man die durchführenden Kliniken und die verantwortlichen Ansprechpartner herausfinden, um mit diesen Kontakt aufzunehmen. Wenn man hier öfter mal nachsieht, welche Klinik und welche Ärzte Studien zu einem gesuchten Thema durchführen, dann kann man sich ggf. auch dort in einen Verteiler aufnehmen lassen oder in eine Datenbank für mögliche Studienprobanden.

VG KeraToni

PS: Eine Pflicht zur Veröffentlichung in einem Primär-Register (lt. WHO) gibt es nur bei Studien zu Arzneimitteln; Studien zu Medizinprodukten und Anwendungsbeobachtungen können - müssen aber nicht - veröffentlicht werden.
Ocyh
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KC-Experience: Mit ca. 18 Jahren begann sich bei mir der Konus zu entwickeln, und mit 22 Jahren erfuhr ich erst was ich eigentlich habe. Meiner Erfahrung nach taugen herkömmliche Augenärzte überhaupt nichts und Optiker kennen sich mit KK wesentlich besser aus (aber auch nicht alle).
Keratoconus since: 2008 fingen leichte Schwierigkeiten beim Sehen an, aber nicht Weltbewegend.
Der zweite Schub kam 2012 welcher sich dann aber auch gleich extrem stark bemerkbar machte.
Experience with eyeglasses / lenses: Mit Brille komm ich noch einigermaßen gut klar, aber mit Formstabilen Linsen sehe ich besser.
Operationen: 2013 lies ich ein Crosslinking auf dem linken (schlechteren) Auge durch Dr. Florian Schwatlo (MVZ Prof. Dr. Thomas Neuhann in München) durchführen.
Begeiterscheinungen: Sehe bei starkem Sonnenlicht extrem gut (für einen Konus-Menschen).
Natürliches Licht (Feuer, Sonne) wird im gegensatz zu Kunstlicht (Halogen, Neon, LED) nicht in tausende Strahlen zersprengt.
Mögliche Ursachen: Eventuell das Augenreiben.
Ich habe häufig und stark die Augen gerieben, doch seit der Diagnose unterlasse ich das.
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Re: Künstliche Hornhaut aus Schweinekollagen Hoffnungsschimmer Forschung (Keratoprothese)

Post by Ocyh »

Wow, stark. Vielen Dank, Patrick, für die ausführliche Aufklärung.
Danke dir :::thumb
Mart54
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Joined: 2021-06-17, 00:38
KC-Experience: Karrierebeginn 1973 - KPL 1991 re, 1997 li, 2022 li, 2024 li - Transplantatreaktion re 1994 - Korrektur-OPs mit Raffnähten 1993, 2013, 2014 - KK war in der ganzen Zeit nie stabil.
Keratoconus since: Diagnose mit 19
Experience with eyeglasses / lenses: erste KL 1973, nur rechts, war kaum auszuhalten.
1975 KL für beide Augen, Optiker Optenkamp Heilbronn, klasse Betreuung, Tragezeit 3 - 4 h/Tag, 1978 KL angepasst in der Uni Tübingen, hochgasdurchlässig, Tragzeit jetzt 10 bis 12 h/Tag, Wochenenden KL-frei.
1991 KPL re, danach nur noch KL li, re Korr. mit Brille. 1997 KPL li, danach nur noch Brille, zeitweise ein Auge nicht voll korrigiert wegen zu unterschiedlicher Glasstärken. 2013 neuer Versuch mit KL. KL fielen ständig aus den Augen. 2017 OP Grauer Star, jetzt nur noch Brille, aber schlechter Visus. Sklerallinsen seit April 2025 - Tragezeit ca 6 Stunden am Tag
Operationen: KPL 1991 re, 1997 li, 2022 li, DMEK 2024 li -
Korrektur-OPs mit Raffnähten 1993, 2013, 2014 -
Grauer Star re und li 2017
Begeiterscheinungen: Transplantatektasie li u. re
Map-Dot-Fingerprint Dystrophie + Salzmannknoten li
Trockene Augen, hohe Lichtempfindlichkeit, Schatten an Buchstaben, Strahlenkränze um Lichtquellen, Nachtblindheit

Depression, Überlastung

Verschlechterung durch Stress
Mögliche Ursachen: Jeder möchte doch erben, ich hab! Meine Oma hatte auch KK.
Ich über mich: verheiratet, 2 Töchter, 4 Enkel
Singen, Lesen (lassen), Geschichte, Religion
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Re: Künstliche Hornhaut aus Schweinekollagen Hoffnungsschimmer Forschung (Keratoprothese)

Post by Mart54 »

Hallo zusammen,

dass Schweinekollagen DIE Lösung ist, möchte ich sehr bezweifeln.

Fragen: Wird der KK dadurch geheilt? Ist er weg, wenn ich das Schweineteilchen im Auge habe? Und - wie lange dauert es, bis die Entscheidung zum Schwein fällt, zum einen beim Arzt, zum anderen beim Patienten - und - kennt mein Arzt überhaupt die Lösung mit dem Schwein? Wie lange ist die Experimentierphase vor der OP, wie lange dauert nach der OP die Einheilungsphase und wie verträglich ist so ein Ersatzteil überhaupt?

Aus meiner Sicht dauern bei unserer Krankheit die Diagnose-, Experimentier- und Therapiephasen viel zu lang. Alles kostet die Betroffenen Kraft und Energie, die dann, wie die Zeit, zur schulischen und beruflichen Entwicklung fehlen. Wenn die Entscheidung zum Schweinekollagen ansteht, befinden sich die Betroffenen im Grunde schon auf einem sehr schlechten Weg, haben wohl auch schon einiges verpasst in Schule und Beruf.

Aus meiner Sicht benötigen wir eine schnelle und sichere Diagnose der Krankheit und vor ALLEM Mittel, die Krankheit in einem sehr frühen Stadium zu erkennen und schnell zu stoppen. Unsere Mediziner kennen die Ursache unserer Krankheit nicht und deshalb fällt ihnen zur Behandlung der Symptome nur die Kontaktlinse und einige Arten von OPs ein, über deren Erfolg sie sich dann auch noch beharken.

Die Experten kratzen im wahrsten Sinne des Wortes nur an der Oberfläche rum, so wie es bei vielen von uns die Kontaktlinsen auf der Hornhaut tun, und können den Kern des Pudels nicht finden - vielleicht suchen sie ihn aber auch garnicht mehr, denn von den OPs kann man bestimmt ganz gut leben.

Am liebsten wäre es mir, wenn es eine Keratokonus-Schutzimpfung gäbe bzw. eine Impfung KK-STOP!!

Liebe Grüße
Martin
"Wir müssen die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen wollen."
(Mahatma Gandhi)
Günter
Administrator/in
Posts: 1071
Joined: 2003-06-03, 15:12
KC-Experience: - Ende 1978 Diagnose KC , mit 14 jahren
- Ende 1990 endgültiger zusammenbruch des rechten Auges, ca. 5% Sehfähigkeit
- April 1991 KP (Keratoplastik, Hornhauttransplantation) rechtes Auge in Heidelberg
- 1993 endgültiger Zusammenbruch des linken Auges, tragen von Linsen nicht mehr möglich, ca. 5% Sehfähigkeit (Visus)
- 1993 fast zur gleichen Zeit, rechtes Transplantiertes Auge wieder einsatzfähig, mit Linse ca. 80%
- Dezember 1995 KP linkes Auge in Jena
- 1997 linkes Transplantiertes Auge wieder einsatzfähig, mit Linse ca. 80%
- 2000 habe einen neuen Optiker, und klasse Linsen jetzt auf beiden Augen ca. 120%
- 2012 Abstoßungsreaktion auf dem linken Auge
- 2013 hohe Belastung für das rechte Auge, das Auge wird instabil. Rekeratokonus mit steigender Instabilität beider Augen
- 2015 März 2015 erneute KP links
- rechtes Auge wird mit Medikamenten einigermaßen stabil gehalten
- 2017 Mai, das linke Auge ist soweit stabil, das ich wieder eine
Kontaktlinse auf dem Auge tragen kann damit erreiche ich einen Visus
von ca. 1,0 (100%). Somit kann ich wieder auf beiden Augen vernünftig
sehen.
Keratoconus since: Ab dem Alter von 14 Jahren.
Experience with eyeglasses / lenses: Mit meinen harten Kontaktlinsen komme ich im großen Ganzen gut klar.

Ich trage sehr gut angepasste quartantenspezifische Kontaktlinsen, von FALCO. Mit diesen erreiche ich einen Visus von ca. 1,0 (100%) auf beiden Augen.

Die Tragezeit der Kontaktlinsen beträgt ca. 10 Stunden pro Tag.
Ohne Kontaktlinsen habe ich links einen Visus von ca. 0.05 (5%) und rechts < 0.05(5%).

Mit einer iScription Brille komme habe ich links ca. 0,3 (30%) und rechts 0,3 (30%).
Dir Brille hat die Werte:
R Spr. -2,75 Cyl -8,50 Achse 175
L Spr. +4,50 Cyl -3,75 Achse 131
Operationen: Auf beiden Augen eine Keratoplastik (Hornhauttransplantation)
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Re: Künstliche Hornhaut aus Schweinekollagen Hoffnungsschimmer Forschung (Keratoprothese)

Post by Günter »

Hallo,

ich bin hier der Meinung von Martin, ich glaube auch nicht, dass Schweinekollagen DIE Lösung ist. Sondern eine weiter Option Kertokonus zu behandeln.

Ich sehe das als einen Ersatz zu Transplantation. Da es immer schwieriger wird gute Transplantate zu bekommen.
Gruß Günter
Deleted User 14173

Re: Künstliche Hornhaut aus Schweinekollagen Hoffnungsschimmer Forschung (Keratoprothese)

Post by Deleted User 14173 »

Hallo zusammen,

ich habe da einen anderen Blick drauf. Natürlich wäre es wünschenswert, die Ursache zu kennen und frühzeitig auszuschalten. Aber wie so viele Krankheiten oder Probleme (nehme den KK in meinem Stadium als nervig wahr, aber fühle mich nicht krank), gibt es auch hier noch keine Antworten.

Jetzt kann man natürlich in die Vergangenheit reintrauern und/oder im Dunkeln nach Ursachen suchen, oder aber positiv nach vorne sehen (so weit es eben geht 😉) und neue Therapieansätze mal vom Seitenrand aus verfolgen. Ist ja keine Empfehlung an dieser Stelle und prognostizieren, was damit geht und was nicht, können wir nur bedingt.

Die Funktionsweise ähnelt ja dem Prinzip Myoring, nur dass man praktisch ein ganzes Lentikel reingeschoben bekommt, das gecrosslinkt ist und die Oberfläche regularisieren könnte. Durch Einwachsen wären dann perspektivisch, so die Aussagen, weitere korrigierende Maßnahmen möglich. Könnte ja schon sinnvoll sein, bevor man eine durchgreifende Keratoplastik vornimmt. Hornhauterhaltend hat ja immer irgendwie Vorrang.

Was die Forschung bringt, bleibt spannend. Und vielleicht gibt es in ein paar Jahren verschiedene maßgeschneiderte Therapieformen.

Selbst die Transplantationen werden ja immer besser.

Die Hoffnung stirbt zuletzt. 😊
Ich betrachte das Ganze mittlerweile im optimistischen Sinne als Herausforderung, auch wenn mein KK gerade mal wieder in die Gänge zu kommen scheint.

Liebe Grüße

Manuel