Hallo Andy,
mir geht es so, dass ich sowohl deinen als auch Norberts bzw. Anjas Standpunkt sehr gut nachvollziehen kann. Ich selbst tendiere eher dahin, mich in Bezug auf den "Rückzug" Norberts und Anjas Sichtweise anzuschließen insofern, als ich auch der Meinung bin, dass eigentlich alles gesagt ist zum Thema Lombardi, das Gesagte/Geschriebene bleibt ja auch erhalten, das ist das Tolle an einem Forum. Meiner Meinung nützt es auch nichts, ewig immer wieder den gleichen Kram wiederzukäuen und durchzukauen, es ist einfach auch, zumindestens für mich, eine Frage von verfügbarer Energie und Zeit. Ich war auch schon seit Ewigkeiten nicht mehr hier in Bezug auf das Schreiben von Beiträgen, habe allerdings, wenn auch nicht immer besonders zeitnah, die ein oder andere PN beantwortet.
Die Psyche halte ich auch für immens wichtig, bei KK wie Gesundheit und Krankheit allgemein. Nur gerade der psychische Aspekt in seiner weitreichenden Ausgestaltung ist es, der für ein heftiges Aufeinandertreffen der unterschiedlichen Standpunkte sorgt. Einige sehen das ganze sehr holistisch, der nächste beruft sich nur auf Statitistiken, andere bemängeln die fehlende Dokumentation von Lombardis Ergebnissen, die allerdings vorliegen, man muss sie nur suchen, wieder andere kriegen die Krise, weil die ganze Fachwelt angeblich von Lombardis Methode abrät, ohne jedoch die Gründe dafür zu hinterfragen (ist halt eine Methode, die auf der ganz individuellen chirurgischen Fähigkeit und immensen Erfahrung des Arztes beruht und sich deswegen nicht ohne weiteres oder überhaupt reproduzieren lässt im Gegensatz zum Crosslinking z.B.), und was es halt daraus noch an Kombinationen je nach Stimmung, Momentsituation usw. gibt.
Jetzt wiederhole ich mich z.B. auch schon wieder, keine Ahnung, zum wievielten Mal, wenn ich sage, dass es meiner Meinung nach wichtig ist, dass jeder für sich seinen ganz persönlichen Weg sucht und findet, mit dem KK und allem, was daran hängt, so gut wie möglich umzugehen. Dazu gehört auch, dass man irgendwann vom Lesen von Beiträgen wegkommt und vor allem dann, wenn man mit dem Gedanken spielt, sich eventuell von Lombardi operieren zu lassen, Kontakt mit ihm aufnimmt, ihn mit seinen Fragen löchert, ihn einfach einmal kennenlernt, guckt, ob es menschlich passt und dann langsam aber sicher eine Entscheidung trifft, ob seine Methode für einen in Frage kommt. Alles andere halte ich für Trockenübungen, die völlig am Ziel vorbeiführen und letztlich in einem Alibiaktionismus münden, der einen auf der Stelle treten lässt.
Das ist also mein subjektiver Senf zur Sache,
viele Grüße,
Britta
andyH. wrote:Norbert S. wrote:Hallo Günter,
Es ist m.E. alles wichtige gesagt. Und andere Aspekte, die in die Richtung gehen, dass der Geist eine wichtige Rolle bei der ganzen Sache spielt (speziell bei Lombardi's Methode, nachdem das Auge in einen sehr labilen Zustand versetzt wird), gehören nicht in dieses Forum.
Freundliche Grüße
Norbert
Find ich nicht gut, ich denke kein Thema Keratokonus betreffend sollte in diesem Forum ausgeklammert werden. Alle Aspekte der Erkrankung sollten hier besprochen werden, sodass jeder seine für sich wichtigen Teile raussuchen kann! Dazu gehört natürlich auch die Psyche, vielleicht mehr als wir meinen!
Ich finds auch sehr schade wenn diejenigen von uns die schon Erfahrung haben und somit auch die besten Tipps zur "Heilung" haben sich so zurückziehen. Allerdings kann man Euch natürlich nacht verpflichten und ich kann es nachvollziehen wenn der KC kein grosse Rolle mehr in Eurem Leben spielt.
Allerdings ward ihr damals wahrscheinlich auch froh wenn Euch jemand Tipps gegeben hat der nicht erst vor einer Woche angefangen hat sich mit KC auseinander zu setzen?
When the going gets weird, the weird turn pro. (Hunter S. Thompson)