Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: https://forum.keratokonus.de/viewtopic.php?t=6501

Crosslinking 8.9.2009 in Dresden

Riboflavin
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Crosslinking 8.9.2009 in Dresden

Post by Riboflavin »

Um einen kurzen "Erlebnisbericht" von meinem Crosslinking bei linksseitigem Keratokonus zu geben und vielleicht einigen Leidensgenossen hier zumindest ein wenig Angst zu nehmen:

Habe gestern in Dresden (Carl Gustav Carus-Universitätsklinikum) das Crosslinking (linkes Auge) durchführen lassen (OA Dr. R. und Prof. Dr. S.. Ich hatte ja schon viel hier gelesen, was teilweise absolute Horrorszenarien beschrieb. Mich also auf das Schlimmste eingestellt habend, fuhr ich nach Dresden.

10.30 Praemedikation (Schmerz- und Beruhigungstablette) in der Privatambulanz bei Frau K.
10.45 Weg zum OP, Einschleusung (OP-Hemdchen und Überschuhe)
11.00 Vorbereitung im OP-Bereich, Desinfektion des Augenbereichs, anästhetische Tropfen
11.05-12.05 OP-Saal, nochmals Lokalanästhetikum (Tropfen), OA R. bringt den Lidspreizer an und mißt an verschiedenen Punkten die Hornhautdicke, danach Abtragung des Epithels, anschließend entfernt er den Lidspreizer wieder, danach Betropfung mit Riboflavin durch Prof. Dr. S. alle zwei Minuten. Nach 30 Minuten wurde erflgreich die Znahme der Hornhautdicke gemessen. Anschließend wurde der Lidspreizer wieder eingesetzt und die 30minütige UV-Bestrahlung durchgeführt, zum Abschluß wurde von einer Assistenzärztin eine Verbandlinse eingesetzt und die Augenumgebung gesäubert. Der Eingriff war damit beendet, ich konnte den OP verlassen und bekam in der Privatambulanz von Frau K. noch einen Verband angelegt und ein Rezept mit Augentropfen (Floxal und Corneregel) und Schmerzmitteln (Ibuprofen und Tramal).

Bis zu diesem Zeitpunkt und etwa eine Stunde danach hatte ich KEINERLEI Schmerzen, einzig das zu Begin der Desinfektion ins Auge getropfte Jod ziepte etwas, ist aber eigentlich keiner Erwähnung wert. Während der Riboflavin-Betropfung stellte sich gelegentlich ein leichtes Brennen ein, das Prof. Dr. S. durch erneute Gabe von Betäubungstropfen sofort abstellte.

Es blieb also nach der OP noch genügend Zeit, die Medikamente in der nahegelegen Apotheke zu besorgen und auch noch etwas zu Essen, was dringend empfohlen sei.

Den verschiedenen Berichten auf diesem Forum folgend, habe ich auf das Ibuprofen verzichtet und stattdessen auf ein Paracetamol-Codein-Präparat (500 mg Paracetamol/30mg Codein jeweils 2 Tabl.) zur Schmerzeindämmung gesetzt. Nun weiß ich nicht, wie es allein mit Paracetamol gewesen wäre, kann jedoch dieses Präparat ausdrücklich empfehlen. Leider ist es nicht rezeptfrei erhältlich (als Migräne-Patient habe ich so etwas aber vorrätig, vielleicht hilft da ja auch der Hausarzt bei Darstellung der Problemlage?). Die Schmerzen waren natürlich vorhanden, da muß man sich gar nichts vormachen, aber sie hielten sich in Grenzen und ich würde sie in etwa mit starken Zahnschmerzen vergleichen wollen, jedenfalls erreichten sie bei weitem nicht meine schlimmsten Vorstellungen. Womit ich nicht gerechnet hatte war, daß mir stundenlang die Nase lief und mehrere Packungen Taschentücher notwendig waren. Woran’s lag? Vermutlich ja wohl an der der Verbindng von Tränensack zur Nase… Auf die Nacht habe ich dann statt des Paracetamol-Codein-Präparats 30 Tramal-Tropfen genommen und bin so gut durch die Nacht gekommen. Am anderen Morgen war mir zwar etwas wackelig auf den Beinen, aber außer Kopfschmerzen (Migräne) hatte ich keine weiteren Schmerzen.

Um 8 Uhr des 1. Post-Op-Tages erfolge eine nochmalige gründliche Untersuchung durch OA Dr. R. und die Entlassung zu meinem behandelnden ambulanten Augen-Arzt.

Was ich an diesem ersten Post-OP-Tag als Fazit ziehen kann ist, daß zum einen die befürchteten Schmerzen nicht so gravierend waren, wie man sich das ausmalen kann und zum anderen, daß ich die Dresdner Klinik sehr empfehlen kann, da die Mitarbeiter dort, insbesondere die drei Genannten persönlich sehr zugewandt sind und man sich zu jedem Zeitpunk freundlich umsorgt und natürlich fachlich hervorragend aufgehoben fühlt.
Riboflavin
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KC-Experience: progressiver Keratokonus nach LASIK, OP 8. Sept 2009

3. Post-OP Tag

Post by Riboflavin »

Heute ist der dritte Post-OP-Tag. Keine weiteren Vorkommnisse, alles verlief bislang problemlos.
Beim Augenarztbesuch wurde erfreulicherweise festgestellt, daß das Epithel nunmehr geschlossen ist. Die Verbandlinse wurde entfernt, wodurch das etwas unangenhme Tragegefühl im Auge verschwand und auch das gestern immer wieder einsetzende, stärkere Tränen des Auges abgestellt wurde.
Visus: Alles etwas verschwommen/trübe, aber erkennbar. Im unmittelbaren Nahbereich kann sogar (mit Mühe) gelesen werden.
Neue Tropfen: Dexa EDO.
standup
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KC-Experience: vor 18 Monaten die Diagnose erhalten; insbesonders das rechte Auge ist stark
betroffen; die zurzeit getragene Brille (Kontaktlinsen nicht möglich) sollte bereits wieder durch stärkere Gläser ersetzt werden. Die Unterstützung durch Krankenkasse und Augenarzt bei der Kostenübernahme wird abgelehnt.
Ich versuche die Zeit bis zu den nächsten optimal angepassten Augengläsern, dank eines hervoragenden Optikers und dessen Mitarbeiterinnen noch ein wenig hinaus zu schieben.

Re: Crosslinking 8.9.2009 in Dresden

Post by standup »

Mich würde intressieren wie es dir jetzt geht. Das Sehen besser wurde und bereits auch wieder zurück am Arbeitsplatz. Ich habe Angst vor der OP und einen längeren Ausfall am Arbeitsplatz und den Beeinträchtigungen wie Lichtempfindlichkeit usw. bei PC Arbeitsplatz. Leider kann ich die Lichtquellen nicht für mich entsprechend auswählen und einsetzen, da ich dort nicht alleine bin. Was bei mir zur Verbesserung führt schränkt die Anderen ein.

Ich habe zur Zeit kann schön mit den Lichtverhältnissen zu kämpfen und dadurch auch vermehrt Kopfschmerzen, einen ständigen Reiz bzw. Druck im Auge und was mich total erschrocken hat auch Gleichgewichtsstörungen. Was kann ich da tun?