Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: viewtopic.php?t=6501

M-ARK re.+li. 2004, Rom, Lombardi

Ulrike
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M-ARK re.+li. 2004, Rom, Lombardi

Post by Ulrike »

ARK-OP, Lombardi, 2004-01

Hallo Leute,

ich habe vor einiger Zeit im Chat Eure Diskussion über die Operationsmethode
von Doktor Lombardi verfolgt.

Hier bin ich um Euch Mut zu machen.

Ich wurde vor ca. einer Woche, am Montag den 19.01.04 in Rom von
Dottore Lombardi an beiden Augen operiert.

Dazu kurz ein Rückblick. Seit 14 Jahren leide ich unter Myopie (Kurzsichtigkeit).
Die Krankheit Keratokonus wurde vor 2 Jahren diagnostiziert und mein Augenarzt verordnete mir in diesem Stadium das
Tragen von harten Kontaktlinsen, da mit Brille nur noch eine ungenügende Sicht erreicht werden konnte.
Doch die Krankheit verschlechterte sich weiter in rasantem Tempo.
Auf meinem rechten Auge hielt die Kontaktlinse kaum noch. Der Arzt riet zu einer Transplantation. Ich begann auf eigene Faust nach Alternativen zu suchen und stieß auf die Operationsmethode von Dottore Lombardi.

Mein Bild über die Krankheit und den richtigen Umgang damit hat sich grundlegend geändert.

Zwischenzeitlich denke ich, dass das Tragen der harten Kontaktlinsen keine Therapie ist.
Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, es beschleunigt den Krankheitsverlauf !

Ihr müsst wissen, dass eine gesunde Hornhaut 550 Microns dick ist.
Durch die Krankheit Keratokonus nimmt die Dicke immer mehr ab. Stellt Euch ein Gummiband vor das immer weiter gedehnt wird. Stellt Euch vor was passiert wenn auf das immer weiter gespannte und dünner werdende Gummiband (Hornhaut) eine harte Kontaktlinse aufgesetzt wird ?

Wenn in einigen Fällen die Hornhaut reißt (meistens an der dünnsten Stelle ziemlich zentral im Sichtfeld) und es zu einer Eintrübung kommt (Leukom) komm Forschungen zu Folge die Krankheit zum Stillstand.
Was nun wird bei der ARK (Operationsmethode von Dottore Lombardi) gemacht ?

Es werden am Rand der Hornhaut winzig kleine Einschnitte gemacht (rund um die Pupille) Stellt Euch eine Sonne mit Strahlen vor, der Sonnenkörper ist die Pupille.
Die Strahlen die Schnitte. (Nur nicht gerade verlaufend sondern assymetrisch)
Forschungen haben also bestätigt, dass die Krankheit nach dem Einreißen der Hornhaut zum Stillstand kommt. Was also wäre, wenn man außerhalb des Sichtfeldes durch gezielte kleine Schnitte die Krankheit aufhalten würde ?
Was wenn man gleichzeitig auch Fehlsichtigkeiten korrigieren könnte ?


Nun also will ich Euch nicht länger auf die Folter spannen, hier meine Erfahrungen während und nach der Operation:

Die Augen werden mit Tropfen betäubt und die Operation
dauert pro Auge ca. 15 min. Danach werden Kontrolluntersuchungen durchgeführt.

1) Auf meinem linken Auge mit einer Hornhautdicke von noch ca. 450 Microns verbesserte sich die Sicht bereits 3-4 Tage nach der Operation Und ich bemerke Tag für Tag eine minimale Besserung. (Wie schon gesagt, die Operation war vor ca. einer Woche)

2) Auf dem rechten Auge mit leider nur noch einer Hornhautdicke von ca. 350 Microns (an einer kleinen Stelle sogar nur noch 250 Mikrons) muss die Operation in 2 Schritten durchgeführt werden, da es sonst zu gefährlich ist.
Ich wünschte bei Gott, ich hätte früher von Dottore Lombardi und der ARK erfahren. Doch selbst auf dem rechten, nur zur Hälfte operierten Auge hat sich die Sicht bereits verbessert. Es folgt eine Nachoperation in ca. 2-3 Monaten.

Die ersten 2 Tage nach der Operation waren unangenehm, da durch die Einschnitte die Augen ständig tränen und die Tränen wiederum brennen auf den Schnitten. Doch die Aussicht auf normales Sehen und Stoppen der Krankheit läßt einen das alles schnell vergessen.
Für ein paar Tage ist man auch etwas lichtempfindlich und kann bewebliche Bilder schlecht aufnehmen.
(Das Gehirn muss sich ja komplett auf die neue Situation einstellen)

Ob der Keratokonus besiegt ist werde ich frühestens in 12 Monaten wissen aber ich habe bereits mit mehreren Patienten gesprochen wovon einige vor über 10 Jahren operiert wurden und alle waren zufrieden und hatten keine Probleme mehr.

Nun, meine lieben Leidensgenossen, ich weiß was das Leben mit einem Keratokonus bedeutet und ich rate Euch aus meinem tiefsten Herzen, wartet nicht bis es vielleicht zu spät ist. Die Hornhautdicke für ein perfektes Ergebnis sollte möglichst nicht unter 400 Microns liegen.

Lasst Euch nicht die Aussicht auf eine Heilung der Krankheit und ein Leben ohne Sehhilfen nehmen.

Sprecht mit den Patienten, sprecht mit Betroffenen die bereits operiert sind.

Lasst Euch nicht verunsichern. Es geht um Euer Augenlicht !
Seid skeptisch.

Nicht vergessen

Deutsche Schulmedizin:

Keratokonus
Brille
Kontaktlinsen
Hornhauttransplantation


Lombardi Therapie:

Keratokonus
Operation mit Mini ARK
Stoppen der Krankheit
Leben ohne Sehhilfen


Ich hoffe, dass Eich meine Erfahrungen weiterhelfen.

Alles Gute für Euch und passt auf Eure Augen auf.

Ulrike


P.S. Falls Ihr Euch zu einer Anreise entschließt noch ein paar
wertvolle Tipps:

Das schnellste Fortbewegungsmittel in Rom ist die Bahn.
Am besten ein Hotel in der Nähe einer Bahn-Haltestelle.

Die Praxis ist nur etwa 10 min. Fußmarsch vom Hbf. entfernt.
(Eine riesige Praxis von ca. 500 qm mit modernsten Geräten)

Es ist eine Katastrophe mit dem Auto in Rom unterwegs zu sein. Außerdem ist es verboten ins Stadtzentrum zu fahren, ganz zu schweigen von der Parkplatzproblematik.

Sprecht am besten mit den Assistentinnen von Dottore Lombardi, Giovanna (spricht Englisch) oder Angela (spricht Deutsch).Sie sind beide sehr nett und helfen auch bei
der Suche nach Unterkunft.
Christoph
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Re: ARK Operationsmethode von Prof. Lombardi

Post by Christoph »

Hallo Ulrike,
das klingt ja alles ziemlich unglaublich.

Woher kommst Du ? Bist du aus Deutschland?

Klar, kann ich Deine Begeisterung verstehen aber dein Artikel liest sich etwas wie ein Werbebrief.

Wie teuer ist die Operation? Kann ich dich auch mal persönlich erreichen, per Mail oder Telefon? In deinem Profil sind keinerlei Daten hinterlegt !?
Ich habe wirkliches Interesse an dieser Operationsmethode, da die harten Linsen für mich sehr unangenehm sind.

Viele Grüße

Christoph
Ulrike
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Re: ARK Operationsmethode von Prof. Lombardi

Post by Ulrike »

Hallo Christoph,

ja ich bin aus Deutschland, Du kannst mich
anrufen. Tel. 08203/90034.

Gruss Ulrike
kpt

Re: ARK Operationsmethode von Prof. Lomb

Post by kpt »

Ulrike ist bis jetzt sehr zufrieden. :-)
Was haben wir eigentlich für ein Risiko bei so einer OP von Lombardi ?
Sehen tun wir sowieso nicht gescheit . Falls bei der OP was in die Hose geht ist es doch egal ob ich nur 20 oder evtl 10% ohne Linse sehe.
Eine Transplantation ist, laut Lombardi, immer noch möglich.
Warum holen wir uns eigntlich nicht alle sofort einen Termin in Rom ?
Fehlt uns der Mut, ist es zu teuer ? :?

@Ulrike, was hast du denn bezahlt für die OP bzw. die Reise ?

KPT
Guest

Re: ARK Operationsmethode von Prof. Lombardi

Post by Guest »

Hallo Ulrike,

ich kann Dir gar nicht sagen wie happy ich bin, dass eine deutschsprachige Leidensgenossin den Eingriff "gewagt" hat.
Was meinst du eigentlich mit Verbesserung der Sicht ?
Kannst du uns informieren wie Deine Sicht vorher war und wie nach der Operation ? Ich gehe davon aus, dass du vor der OP mit anderen Operierten gesprochen hast. Wie sind die Meinungen der anderen ? Bitte auch (wenn vorgekommen) negative Erfahrungen. Bitte soviel Info´s wie möglich.

Danke im voraus

Gruß

Frank
Ulrike
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Re: ARK Operationsmethode von Prof. Lombardi

Post by Ulrike »

Hallo Leute,

ich bin der Freund von Ulrike, mein Name ist Claus.
Ulrike will eine Pause sie will einfach eine gewisse Zeit nichts mehr von Keratokonus hören. Aber ich werde Euch so weit es geht Eure Fragen beantworten.

Die Operation kostete uns für beide Augen 5.500 € aber ich glaube das sind keine Festpreise Ihr müsst sicher den Preis selbst vereinbaren. Es ist wohl auch vom Operationsumfang abhängig.

Die Anreise haben wir mit dem Auto gemacht und in Orvieto 80 Km vor Rom in einem kleinen Hotel übernachtet (50€/Person und Nacht).
Autobahngebühren von Augsburg (Bayern) bis Rom ca. 60€.
Fahrtstrecke ca. 950 km, Fahrzeit 9 Stunden.

Sichtverbesserung zur Zeit (linkes Auge): Vorher ohne Brille 30 %, mit Brille 60 %, mit Kontaktlinsen 90 %. Nach der ARK OP 60 % ohne Hilfsmittel, Lombardi sagt, nach der Korrektur am 11.02.04 voraussichtlich volle Sicht. Wir glauben das kann stimmen den zwischendurch ist es jetzt schon so.

Rechtes Auge: Vorher 10 % durch Brille keine Verbesserung, Kontaktlinsen 55 % aber große Trageprobleme. Hornhauttransplantation nach deutschen Ärzten nicht mehr zu vermeiden.
ARK OP nur zur Hälfte durchgeführt wegen zu düner Hornhaut. Sicht trotzdem ohne Hilfsmittel jetzt bei ca. 30 % in zwei Monaten wird nochmals operiert über das voraussichtliche Ergebniss kann noch nichts gesagt werden. Werde aber nach OP berichten.

Grüsse
Claus für Ulrike
Ulrike
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Re: Bericht meiner ARK-OP, Lombardi, 2004-01

Post by Ulrike »

Hallo Leute,

brauchte nach der OP eine kleine Pause zur Regeneration.
Hier nun der weitere Bericht:

Bei dem Termin im Mailand konnte noch keine Nachoperation erfolgen.
Beide Augen befinden sich noch im Heilungsprozess.
Ich habe Augentropfen (gefiltertes Meerwasser) bekommen und spüre
wie die Augen arbeiten und heilen.


Ich sehe im Moment so 60 -70 % links und ca 30 % rechts
(ohne jede Sehhilfe) habe jedoch eine leichte Schattenbildung (Doppelsicht) durch einen vor der OP vorhanden minimalen Astigmatismus
z.B. beim Lesen wiederholen sich die Wörter oben drüber wie ein leichter
Schatten. Wir gehen jedoch davon aus, dass dies mit zunehmender
Heilung verschwindet.
(Es sind jetzt ziemlich genau 4 Wochen seit der Operation)


Doktor Lombardi meint, dass ich nach der Heilung auf dem linken Auge
auf ca. 80 % Sicht kommen werde.
Bis zur Nachoperation am rechten Auge werde ich wohl noch einige
Monate warten müssen, da dort die Hornhaut ja schon sehr sehr dünn war.
D.h. wir warten bis sich die Hornhaut soweit gestärkt hat, dass ein
zweiter Eingriff unbedenklich ist.

Jetzt muss ich Geduld haben und den Heilungsprozeß abwarten.
Geduld lernt man ja in jedem Fall mit der Krankheit Keratokonus :-)

Halte Euch auf dem Laufenden.

Wenn Ihr Fragen habt, könnt ihr gerne anrufen (die Telefon-Nr ist im Chat
angegeben) Ich schreibe nicht so gerne E-Mail in der Freitzeit, arbeite
den ganzen Tag am PC im Büro.

Liebe Grüße an Euch alle

Ulrike
hermste
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Re: Bericht meiner ARK-OP, Lombardi, 2004-01

Post by hermste »

Hallo!

Ich bin ganz erstaunt von dem, was Du da schreibst!
Bin "neuer" Keratokonusleidender und hab davon noch nix gehört...

Eines verstehe ich noch nicht:
Du sagst, die Hornhaut wird "eingeritzt" und dadurch wird die Krankheit zum Stillstand gebracht.

Dann schreibst Du, dass sich das Sehvermögen verbessert hat. Wie geht das? Bildet sich der Keratokonus von selbst zurück?

Viele Grüße und Gratuliere zum Erfolg,
Hermann
Waldi83

Re: Bericht meiner ARK-OP, Lombardi, 200

Post by Waldi83 »

Schau mal auf http://www.keratokonus.ch
Da gibts Infos zu der Operationsmethode.
hermste
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Re: Bericht meiner ARK-OP, Lombardi, 2004-01

Post by hermste »

Hallo Waldi!

Danke erstmal für Deine Nachricht.
Nun, ich habe mir das auf der schweizer Homepage durchgelesen und bekomme als Antwort: 2-3mm kurze asymm. Schnitte.
Was meine ursprüngliche Frage nicht beantwortet.
Denn angeblich (lt. Ulrike) sollte durch die Schnitte die Krankheit gestoppt werden. Zwischen Stoppen und Zurückbilden ist für mich ein klarer Unterschied.

Nun frage ich mich, wie einerseits diese Vorwölbung "verschwinden" sollte und andererseits gleichzeitig Kurz- und Weitsichtigkeiten beseitigt werden können.

Vielleicht hat jemand eine Antwort für mich. Hab ich da was überlesen oder falsch verstanden?

Grüße,
Hermann
Günter
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KC-Experience: - Ende 1978 Diagnose KC , mit 14 jahren
- Ende 1990 endgültiger zusammenbruch des rechten Auges, ca. 5% Sehfähigkeit
- April 1991 KP (Keratoplastik, Hornhauttransplantation) rechtes Auge in Heidelberg
- 1993 endgültiger Zusammenbruch des linken Auges, tragen von Linsen nicht mehr möglich, ca. 5% Sehfähigkeit (Visus)
- 1993 fast zur gleichen Zeit, rechtes Transplantiertes Auge wieder einsatzfähig, mit Linse ca. 80%
- Dezember 1995 KP linkes Auge in Jena
- 1997 linkes Transplantiertes Auge wieder einsatzfähig, mit Linse ca. 80%
- 2000 habe einen neuen Optiker, und klasse Linsen jetzt auf beiden Augen ca. 120%
- 2012 Abstoßungsreaktion auf dem linken Auge
- 2013 hohe Belastung für das rechte Auge, das Auge wird instabil. Rekeratokonus mit steigender Instabilität beider Augen
- 2015 März 2015 erneute KP links
- rechtes Auge wird mit Medikamenten einigermaßen stabil gehalten
- 2017 Mai, das linke Auge ist soweit stabil, das ich wieder eine
Kontaktlinse auf dem Auge tragen kann damit erreiche ich einen Visus
von ca. 1,0 (100%). Somit kann ich wieder auf beiden Augen vernünftig
sehen.
Keratoconus since: Ab dem Alter von 14 Jahren.
Experience with eyeglasses / lenses: Mit meinen harten Kontaktlinsen komme ich im großen Ganzen gut klar.

Ich trage sehr gut angepasste quartantenspezifische Kontaktlinsen, von FALCO. Mit diesen erreiche ich einen Visus von ca. 1,0 (100%) auf beiden Augen.

Die Tragezeit der Kontaktlinsen beträgt ca. 10 Stunden pro Tag.
Ohne Kontaktlinsen habe ich links einen Visus von ca. 0.05 (5%) und rechts < 0.05(5%).

Mit einer iScription Brille komme habe ich links ca. 0,3 (30%) und rechts 0,3 (30%).
Dir Brille hat die Werte:
R Spr. -2,75 Cyl -8,50 Achse 175
L Spr. +4,50 Cyl -3,75 Achse 131
Operationen: Auf beiden Augen eine Keratoplastik (Hornhauttransplantation)
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Re: Bericht meiner ARK-OP, Lombardi, 2004-01

Post by Günter »

Hallo Hermann,
durch die Einschnitte wird die Hornhautform verändert. Die Einschnitte wachsen ein, sie vernarben, dadurch verändert sich die Form der Hornhaut. Da man ungefähr weis wie sich die Verwachsung normalerweise entwickelt, kann man die Schnitte entsprechend setzen, so das sich eine Form herausbildet, die zu einer Verbesserung der Sehstärke führt.

Ob der Keratokonus jetzt zurückgegangen ist oder gestoppt ist, ist denke ich fast eine philosophische Frage. Denn durch die Verwachsung, Vernarbung der Schnitte soll eine Stabilisierung, eine Verdickung, der Hornhaut erreicht werden. Die neue dickere und stabilisierte Hornhaut kann jetzt, theoretisch, dem Druck aus dem Augeninneren stand halten, wodurch der KC gestoppt ist. So soll die Methode von Dr. Lombardi funktionieren, soweit ich das verstanden habe.
Gruß Günter
hermste
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Re: Bericht meiner ARK-OP, Lombardi, 2004-01

Post by hermste »

Danke, Günter
Ulrike
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Joined: 2004-01-28, 18:01

Re: Bericht meiner ARK-OP, Lombardi, 2004-01

Post by Ulrike »

Hallo allerseits,

wollte nur mal kurz mitteilen, dass ich am Montag nächste Woche wieder
einen Termin in Rom habe, melde mich danach.

Viele liebe Grüße an Euch alle


Ulrike
Tobias82
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Joined: 2004-02-16, 13:21

Re: Bericht meiner ARK-OP, Lombardi, 2004-01

Post by Tobias82 »

Hallo Ulrike!

Ich wünsche Dir dann mal viel Glück.
Bis denn.

Mfg Tobias
Ralph
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Posts: 49
Joined: 2003-10-24, 09:47

Re: Bericht meiner ARK-OP, Lombardi, 2004-01

Post by Ralph »

Hi Ihr,

Hab am 10.05.04. jetzt auch einen Termin bei Prof. Lombardi.
Ich glaube durch die ewige Nachforschung kommt man sowieso auf keinen grünen Zweig und man macht sich nur verrückt. Es ist im Moment
einfach die einzigste Möglichkeit aus dem Schlamassel evtl. herauszukommen.
Nur eine fragen hab ich noch. Was ist der Unterschied zwischen der "radiären Keratotomie,RK, und der "ARK" von Prof. Lomardi.
Vielleicht kann mir das jemand noch beantworten.
Was hab ich mich mit Kl`s gequält welche einfach nie richtig passen wollen.
Schiß hab ich trotzdem und das nicht zu wenig. :?

Grüß Euch

Ralph
Ulrike
-
Posts: 53
Joined: 2004-01-28, 18:01

Re: Bericht meiner ARK-OP, Lombardi, 2004-01

Post by Ulrike »

Hallo Allerseits

Bin von zurück von Roma mit der guten Nachricht, dass der Keratokonus
sich auf beiden Augen zurückgebildet hat. Juhu.

Der Sehtest auf dem linken Auge hat so in etwa 90 % ergeben.
Schade ist nur, dass die Doppelsicht noch nicht korregiert werden konnte.
Da mein Heilungsprozess wohl sehr schnell voranschreitet vermutet der
Dottore mit einer voreiligen Nachkorrektur zu viel zu machen.

Das heißt ich werde noch 2 Monate warten und dann wieder nach Rom
fahren. Die Doppelsicht müsste mit einer Nachkorrektur von 2 Schnitten
in Ordnung kommen. (Wir hatten immer gehofft, dass es vielleicht im Heilungsprozeß noch von selbst verschwindet, aber egal)
Auch bin ich noch recht lichtempfindlich, was auch laut Aussage des Arztes
noch eine Weile andauern wird, aber dann auf jeden Fall verschwindet.


Das rechte Auge um das ich lange Zeit bangte und Angst hatte, sieht
sehr sehr gut aus und ich bin nun der festen Überzeugung, dass ich am
Ende auch rechts wieder eine tolle Sicht erreichen werde.
(Wenn es auch vielleicht noch länger dauert bis die Nach-OP möglich ist)

Bezüglich der Kösten für die Nachkorrekturen habe ich wohl doch etwas nicht ganz richtig verstanden. Die Korrektur an solches kostet nichts,
aber die Prozedur der Operationen kostet für jede Korrektur 650 Euro,
was mich auch angemessen erscheint.
(Egal ob für einen Einschnitt oder für mehrere Schnitte, ob für ein oder
für beide Augen, es ist ein Festpreis für die Kosten ansolches)

Auf jeden Fall, kann man sagen, ich bin sehr glücklich wie alles verlaufen
ist und ich blicke wieder positiv in die Zukunkt.

Alles Liebe für Euch alle

Melde mich wieder

Ulrike

P.S. Hallo Ralph, auf Deine Frage was der Unterschied zwischen RK und
ARK ist, kann ich nur sagen, dass bei der ARK (assymetrische radiale
Keratotomie) die Schnitte assymetrisch eingebracht werden. Ich habe
von RK noch nicht wirklich was gehört. Dottore Lombardi sprich immer
von ARK oder Mini-ARK. Am besten zu frägst ihn selber.
Es ist mutig von Dir hinzufahren, handlen ist immer besser als abwarten,
drücke die Daumen.
Ulrike
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Re: Bericht meiner ARK-OP, Lombardi, 2004-01

Post by Ulrike »

Hallo Leute,

ich nochmal. Entschuldigung für die kleinen Fehler in meinem letzten Bericht. (Peinlich) Aber ich war am Tag vorher so richtig abfeiern und hatte kaum was geschlafen. :-)

Bin denn

Ulrike
Barbara

Re: Bericht meiner ARK-OP, Lombardi, 2004-01

Post by Barbara »

Hallo Ulrike,
toll das deine OP bei Dr.Lombarti so gut gelaufen ist.
Bin gespannt wie die weitere Heilung verläuft.

Hallo Ralph,
ich drücke dir die Daumen. Hoffentlich, kommst auch du, mit einer guten Nachricht zurück.

Liebe Grüße Barbara :-)
Anja_1
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Re: Ulrike: Meine ARK-OP, Lombardi, 2004-01

Post by Anja_1 »

Hi Ulrike!

Wie ist denn die letzte Korrektur im Mai verlaufen und wie sehen Deine Werte aus? Ist die Doppelsicht schon weniger geworden?
Wann bist Du das nächste Mal in Rom?

Ich wünsch' Dir was und viele Grüße!

Anja
Ulrike
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Re: Ulrike: Meine ARK-OP, Lombardi, 2004-01

Post by Ulrike »

Hi Anja

Die Doppelsicht ist etwas besser, aber noch nicht weg, leider.
Es sind jetzt 4 Wochen seit der OP. Ich hatte ein kleines Problem
mit einem "Fädchen" Epithelgewebe, das mich 2 Wochen lang gekratzt hat
im Auge. Der Optiker konnte es mit dem Mikroskop feststellen.

Das "Fädchen" wurde entfernt und schon kurz danach war das Kratzen weg.
Gott sei dank. Doktor Lombardi meint durch die permanete Reizung über
die 2 Wochen würde der Heilungsprozess langsamer vorangehen.

Ich warte einfach noch ab. Mein nächster Termin ist Ende September.

Hoffe bei Dir ist alles zu Deiner Zufriedenheit verlaufen und daß es Dir gut geht.

Bis denn

Ulrike
Ulrike
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Re: Ulrike: Meine ARK-OP, Lombardi, 2004-01

Post by Ulrike »

Hallo allerseits :grin:

Kleiner Zwischenbericht.
Die Nachkorrektur war ja Ende Mai.
Die Topometrie-Kontrollen (jeweils nach 4 Wochen) zeigen, dass
noch sehr viel Bewegung im Heilungsprozess stattfindet.
In die positive Richtung natürlich :-)

Der KK hat sich anscheinend komplett zurückgebildet.
Auf dem linken Auge bin ich nun dadurch etwas weitsichtig.
Was noch stark ist, ist der Astigmatismus, aber wie gesagt die
Topemetrie-Bilder zeigen, dass wir noch lange nicht am Endergebnis
angelagt sind.

Ich habe mir nun vorübergehend eine Brille anfertigen lassen.
(+2, Astigmatismus -3) und sehe jetzt links 80 % und rechts nach wie
vor 30 %. Leider werden die Werte beim Sehtest ja nur am Lesen gemessen, deswegen sieht es so aus als ob es rechts stagniert.
Meine persönliche Wahrnehmung sagt mir jedoch eine kontinuierliche langsame Verbesserung. Vor allem beim Fernsehen merke ich es, wenn
ich das linke Auge zumache. Wenn man mal bedekt, dass ich vorher nur
noch Nebel sehen konnte und nun mittlerweile Personen und Gegenstände
erkennen kann. Wow. Lesen geht nur, wenn ich das Blatt ganz nahe am
Gesicht habe und es strengt schon noch an.

Aber ich bis soweit sehr zufrieden und sehr froh den Schritt gemacht zu haben.

Liebe Grüße an Euch alle :grin:

Ulrike
Ulrike
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Re: Ulrike: Meine ARK-OP, Lombardi, 2004-01

Post by Ulrike »

Hallo Allerseits,

es hat sich mal wieder was getan.

Hatte das Gefühl mit der Brille stimmt irgendwas nicht und siehe da,
ich brauchte eine Dioptrie weniger und bin links auf 95 % gekommen.
(Bei meinem Optiker hier in Deutschland)

Rechts nach wie vor 30 % (Lesen noch immer problematisch, aber das Sehen von Gegenständen und Farben hat sich wieder etwas verbessert)
Das Auge braucht einfach noch mehr Zeit denke ich.

Alles Gute für Euch alle.

Ulrike
Frank Bierbichler
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Re: Ulrike: Meine ARK-OP, Lombardi, 2004-01

Post by Frank Bierbichler »

Hallo Ulrike,

kurze (vielleicht dumme) Frage zu deinem rechten Auge:
Wäre es mit Kontaklinsen nicht möglich über 30 % zu kommen ?

Viele Grüße

Frank
Anja_1
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Re: Ulrike: Meine ARK-OP, Lombardi, 2004-01

Post by Anja_1 »

Hallo Frank,

da Ulrike wohl zur Zeit nicht online ist möchte ich zu Deiner Frage Stellung nehmen (Ulrike, hoffe Du nimmst mir das nicht übel :grin: :P )

Grundsätzlich sind Kontaktlinsen immer eine Belastung für das Auge, vorallem für eines, das vom Keratokonus betroffen ist. Professor Lombardi sagt ja auch, dass er bei den Patienten die besten Ergebnisse erzielen kann, die noch nie oder nur kurze Zeit Kontaktlinsen getragen haben.
Nach der Operation muss man das Auge schonen und recht vorsichtig sein bis die Schnitte ordentlich verheilt sind. Ziel der Operation ist es ja, dass man keine Kontaktlinsen mehr benötigt und ein fehlender Visus -sofern überhaupt noch vorhanden- mittels Brille ausgeglichen wird.

Die ARK-Patienten, die ich kenne, haben zwischen den Operationen die fehlenden Sehwerte mit einer Brille ausgeglichen bzw. hatten es auch garnicht nötig, da sie im Alltag auch ohne Brille ausgekommen sind, obwohl der Visus noch nicht ganz optimal war (letzteres ist z.B. bei mir der Fall).

Gruß Anja
Ulrike
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Re: Ulrike: Meine ARK-OP, Lombardi, 2004-01

Post by Ulrike »

Hallo Frank

Grundsätzlich könnte man sofort eine super Sicht erzielen, wenn man
auf das rechte Auge eine harte Kontaktlinse setzen würde.

Nur, ich möchte auf gar keinen Fall wieder Kontaktlinsen tragen.
(Habe meine Augen schon genug damit geplagt)
Es ist auch leider so, dass die Hornhaut schon so dünn ist rechts,
ich hätte wohl immer Angst beim Tragen der Linse.

Erfahrungsgemäß nimmt die Hornhaut nach der ARK um so. 30-50 microns
zu. (Hoffe ich hab die Zahlen noch richtig im Kopf)
Somit werde ich einfach viel Zeit verstreichen lassen in der Hoffnung, dass
man dann nochmal am rechten Auge operieren kann und vielleicht genauso gute Werte erzielt wie links.

Machs gut und Schöne Weihnachten wünsche ich

Ulrike