erst mal vorweg, das Forum hier ist klasse
Nach der OP habe ich mir vorgenommen auch einen Bericht zu schreiben
denn ich weiß selbst wie viel Information man benötigt
um so einen Schritt zu machen.
So und nun ist es soweit.
Ich will euch ja nicht langweilen aber einen kurzen
Abriss zu meiner Vorgeschichte
möchte ich euch nicht vorenthalten
Wie alles begonnen hat:
Mit 17 wurde das Sehen immer schlechter also erst mal Brille und
alles war wider klar.
Nach einiger Zeit brachte die Brille nicht mehr den Erfolg und die Sehkraft ließ immer weiter nach.
Dann schließlich die Diagnose KC vom Augenarzt.
Und nun lebe ich seit 22 Jahren mit KC der sich kontinuierlich verschlechterte.
Vor der OP hatte ich beidseitig KC mittlerweile starke Narben und Eintrübung im Zentrum.
Der Visus beträgt bds. 0,4 mit Linse.
Also habe ich mich entschlossen nach reichlicher Information und
einigen Voruntersuchungen und Meinungen eine KPL durchführen zu lassen.
Alle anderen Möglichkeiten der Korrektur waren ausgeschöpft oder nicht mehr möglich.
Der Bericht von „ Danielle“ hat mir nochmals Bestätigung gegeben.
Auch der Leiter des ALK Lohr a. Main (dort ist mein derzeitiger Augenarzt) hat die
Augenklinik Homburg/Saar und die OP Technik von Prof. Seitz genannt.
Ich habe mich lange und ausgiebig Informiert, Untersuchung in Uniklinik Würzburg,
ALK Lohr a.Main und Uniklinik Homburg/Saar auch in dem Forum hier und im
Internet.
Nach der Untersuchung im März 2007 in der Augenklinik Homburg/Saar
bei Prof. Seitz habe ich mich dann endgültig dazu entschlossen
die KPL in Homburg/Saar zu machen.
So lang genug erzählt jetzt der Bericht.
Irgendwann Anfang September kam der Anruf aus der Klink ein Spenderorgan ist vorhanden
der OP Termin wäre der 14.09.2007.
Ich hatte einen Tag Bedenkzeit um den Termin wahr zu nehmen oder nicht, also entschied ich
mich für den Termin.
Vorher denkt man noch ganz anders über so einen Eingriff aber wenn
der Termin auf einmal realistisch und in greifbarer Nähe ist dann ändert sich das Gefühl
und man muss mal ganz tief durchatmen.
Am 13.09.07 ziemlich früh ging es dann los auf nach Homburg/Saar,
es sind gut 250 Km bis dort hin von mir zu Hause.
Ankunft um 9:30 Uhr.
Gleich in die Station 2 zur Aufnahme die Schwester hat mich schon erwartet
„Na da kommt ja unsere erwartete einzige Aufnahme heute“.
Jetzt kamen die üblichen Aufnahmeabläufe wie in jedem
Krankenhaus Personalien und anmelden, Zimmereinweisung
das lief alles sehr schnell und ohne große Warterei.
Dann die ganze lange Latte an Voruntersuchungen
Visus, Augeninnendruck dann Foto vom Auge machen und danach gleich noch das Gespräch
mit dem Narkosearzt.
Weitere Untersuchungen folgten und wieder die KL rein/raus.
Ich war nahe dran einfach einen großen Pfeil über das rechte Auge zu malen mit dem Hinweis „ OP hier“.
So jetzt noch Topographie und das Gespräch mit Prof. Seitz
Der hat sich nochmals alles genau angeschaut und nochmals nach dem empfinden gefragt.
Dann die Frage welches Auge nun Operiert werden soll
denn eigentlich ist das Linke Auge das schlechtere nach der Untersuchung.
Aber das rechte Auge ist das was mir vom empfinden das schlechtere ist.
des wegen soll auch der Patient entscheiden sagte der Prof. denn das persönliche empfinden zählt.
Ich hab mich dann auch für das rechte Auge entschieden
Also das rechte Auge, morgen früh gleich als erste OP sagte der Prof.
Nach diesem Tag war ich erst mal erledigt.
Am nächsten Morgen so um 7:00 Uhr ging’s los die Schwester brachte mir das geile
OP Hemdchen und die LMAA Pille.
Dann ab ins Bett und warten, aber es dauerte nicht lange und ich wurde abgeholt und in den
OP geschoben.
Ich muss sagen der Narkosearzt hat ganze Arbeit geleistet vom setzen der Kanüle bis zum
Aufwachen also ich kann nur sagen super.
Nach ungefähr einer Stunde war alles vorbei ich bin im OP aufgewacht mir war nicht schlecht
aber ich fühlte mich noch sehr schlapp.
Das einzige was mir noch in Erinnerung blieb war das dauernd der Blutdruck gemessen wurde.
Dann bin ich wieder eingedöst. Schmerzen hatte ich keine lediglich das Fremdköpergefühl
im Auge.
Einige Zeit später ich glaube es war so um 11 Uhr bin ich im Zimmer aufgewacht hing am
Tropf, in dem Augenblick kam auch schon die Schwester der Tropf war leer.
sie sagte das war das Cortison es gibt jetzt noch einmal eine Spritze am Abend und dann
geht es in Tablettenform weiter.
Also gut dann einfach weiter schlafen
An diesem Tag hat sich auch nicht viel mehr abgespielt.
So das waren die ersten Tage.
Jetzt muss ich erst mal Pause machen wie es weiter geht versuche
ich euch in den nächsten Tagen zu Berichten.
Tschüß
Jochen