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Sind Kontaktlinsen bei Keratokonus die beste Lösung?
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Hans-Jürgen
Sind Kontaktlinsen bei Keratokonus die beste Lösung?
Hallo und Guten Tag,
eine kurze Frage bezüglich des Keratokonus:
Ich trage seit kurzem harte Linsen auf Empfehlung meines Augenarztes.
Diese wurden extra angepasst (Topographie/Keratographie usw.)
In den ersten Wochen hat sich meine Hornhautverkrümmung durch Tragen dieser Kontaktlinsen bereits von -1,5 dpt auf -0,5 dpt verändert.
Eigentlich gut, nur dass die durch den Keratokonus bedingten Verzerrungen und Doppelbilder stärker geworden sind.
Hat jemand von Ihnen Erfahrung, inwiefern man die Krankheit mit harten Linsen stoppen kann.
Mein Arzt sagt, man kann den Konus fast immer mit Hilfe der harten Linsen eindämmen, da diese wie ein Korsett auf dem Auge sitzen und die Ausbuchtung in der Cornea zurückdrängen.
Vorraussetzung: Die Linsen so viel es geht Tragen (bis zu 10 h und mehr....)
Ich habe u.a. auch das Gefühl , dass diese Linsen nicht ganz unschädlich fürs Auge sind. (gelegentliches Fremdkörpergefühl, Juckreiz, Sauerstoffmangel usw usw.
Wer kann mir hierzu Auskunft geben ?
Danke für Eure/Ihre Mühe im voraus.
Beste Grüße
H-J Flohr
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fräger :)
Re: Sind Kontaktlinsen bei Keratokonus die beste Lösung?
Als Antwort auf: Sind Kontaktlinsen bei Keratokonus die beste Lösung? geschrieben von Hans-Jürgen am 05. April 2003 11:08:51:
der sinn einer harten kontaktlinse ist erstmal im oberflächenausgleich der hornhaut zu sehen,der die gestörte geometrie des auges oft bei korrekter anpassung gut ausgleichen kann. das setzt vorraus das die individuelle störung ausgleichbar ist,der anpasser über entsprechende erfahrung und leider gottes gute kompromissfähigkeit zwischen gutem sitz und möglicher korrektur verfügen muss. mehrere augenärzte werden eine beobachtung bestätigen können, das viel tragen eindämmt,aber ein gesetz lässt sich daraus nicht entwickeln... keratokonus entwickelt sich häufig schubweise, mal langsam,mal schneller. selbst eine klare aussage zu alter,diagnosestellung und verlauf lässt sich nicht stellen. wissenschaftlich beweisen kann zur zeit niemand etwas. das gilt auch für laserversuche. es scheint eine abhängigkeit der entwicklung in bez auf psychische und umwelteinflüsse zu geben, aber diese ist niergends (oder?) erforscht worden. meine sehschärfe ist von so vielen faktoren abhängig, das ich das gefühl habe täglich anders zu sehen. vom licht- physik,keine einbildung! hormonel,beeinflusst scheinbar die feuchtigkeit des auges, sollte dies von östrogenen abhängig sein, med erforscht (?) auch von der schilddrüse-die hat die selbe steuerzentrale- und damit käme auch ein psychischer aspekt ins spiel, zwar eher in der umkehrung,aber (fast) alles ist reversiebel... warum dann nicht auch der luftdruck? höhenlagen sind jedenfalls von der belichtung her anders als tiefenlagen. viel bla bla,was? alles möglich,nichts bewiesen...selbst eine subjektive verbesserung der sehschärfe bei objektiver verschlechterung des kk ist möglich durch veränderung des zusammenspiels zweier betroffener augen...
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Stefan
Re: Sind Kontaktlinsen bei Keratokonus die beste Lösung?
Als Antwort auf: Sind Kontaktlinsen bei Keratokonus die beste Lösung? geschrieben von Hans-Jürgen am 05. April 2003 11:08:51:
Hallo Hans-Jürgen,
die Linsen täglich über 10 Stunden rein und der Konus verschwindet mit der Zeit!So einfach ist die Welt leider nicht gestrickt. Hier ist wirklich der Wunsch Vater des Gedanken (es gibt keinen wissenschftlicher Beweis dafür). Klar ist das sich die Hornhautoberfläche durch formstabile Linsen verändert. Jedoch geht nachdem man mehrere Tage keine Linsen trägt die Hornhaut wieder in die Ausgangsposition zurück. Da heisst die Hornhaut bewegt sich --> auf die dünneren Stelle auf der Hornhaut entsteht zusätzlicher Druck. Durch das lange Tragen der Linsen kommt es zu einer Reizung der Augen(Hornhaut) die Sauerstoffversorgung der Hornhaut ist ebenfalls beeinträchtigt. Und dies sind normalerweise keine Faktoren die zu einer Verbesserung der Augen führen.
Ich finde jeder muss selbst für sich herausfinden was am besten für ihn und seine Augen ist. Es gibt leider kein Patentmittel oder Königsweg in Sachen Behandlung/Korrektur da die Krankheitsverläufe völlig unteschiedlich verlaufen. Ich bin zum Bespiel noch ziemlich froh nicht jeden Tag Linsen tragen zu müssen. Komme mit einem Auge durch Brilenkorrektur noch zu einer aktzeptablen Sicht und meine Konus hat sich in den letzen 2 Jahren nicht dramatisch verschlechtert.
Ciao
Stefan
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Hans-Jürgen
Re: Sind Kontaktlinsen bei Keratokonus die beste Lösung?
Als Antwort auf: Re: Sind Kontaktlinsen bei Keratokonus die beste Lösung? geschrieben von Stefan am 05. April 2003 13:15:11:
Hallo Stefan,
danke für die überaus rasche Antwort.
Hab ich mir schon irgendwie gedacht, daß das nicht so einfach wird.
Abgesehen davon, bemühe ich mich wirklich sehr die Linsen 10 h und mehr im Auge zu lassen.
Jedoch auch mit diversen Nachbenetzungsmitteln waren max. 7 Stunden bislang das "höchste der Gefühle". (ich trage die Linsen jetzt seit > 3 Wochen)
Was mir aber auf jeden Fall in der kurzen Zeit aufgefallen ist, ist dass ich abends, wenn ich die Linsen rausnehme -zumindest auf einem Auge (Rechts) ohne jegliche Sehhilfe ganz ordentlich sehe.
Am Morgen danach ist dies leider zumeist wieder anders!
Ich bin mir aus diesem Grunde selbst noch nicht ganz schlüssig, ob ich das mit den formstabilen Linsen durchziehen soll, da jeder etwas anderes erzählt und keine der angeführten Thesen wirklich zu belegen sind.
Selbst die Augenärzte, die ich bislang aufsuchte können sich auf keine konforme Meinung zum Thema Behandlung des Keratokonus einigen.
Also, schau mer mal wie's weiter geht . . .
Danke & schöne Grüsse
Hans-Jürgen
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Günter Portisch
Re: Sind Kontaktlinsen bei Keratokonus die beste Lösung?
Als Antwort auf: Re: Sind Kontaktlinsen bei Keratokonus die beste Lösung? geschrieben von Hans-Jürgen am 05. April 2003 18:07:25:
Hallo Hans-Jürgen,
kannst Du denn noch auf die Linsen verzichten?
Geht es bei Dir noch mit Brille?
Woher nimmt Dein Arzt, die Aussage, durch die harten Linsen liese sich ein KC eindämmen? Das würde mich sehr interessieren.
Aus eigener Erfahrung, haben bei meinem KC die Linsen nichts gebracht, sie haben den KC höchstens etwas verlangsamt - aber daran glaube ich nicht!
Ich habe immer Linsen getragen, seit mein KC entdeckt wurde, die Linsen habe ich getragen solange es ging, normalerweise mehr als 12 Stunden am Tag.
Mein KC hat sich aber trozdem recht rasch weiterentwickelt, bis eine Keratoplastik nötig wurde.
Wenn Du noch keine Linsen brauchst um vernünftig zu sehen, warum soltest Du dich damit quälen?
Allerdings wird irgendwann die Zeit kommen, wo Du diese Linsen brauchen wirst.
Allerdings wird es mit fortschreitendem KC immer schwieriger sich an die Linsen zu gewöhnen.
Ich habe den Eindruck (rein persönlich) - das diese Gewöhnung - manchen nicht (mehr) gelingt, wenn der KC zu weit fortgeschritten ist.
Wie Du siehst, ist das nicht so Einfach. Rede mit deinem Arzt deinem Optiker und wenn möglich mit weiteren Fachleuten darüber, was Sie Dir in Deinem konkreten Fall raten, denn eine Musterlösung gibt es bei KC leider nicht und das was bei anderen sehr gut funktioniert muss bei Dir noch lange nicht funktionieren und umgekehrt.
Gruß Günter
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Hans-Jürgen
Re: Sind Kontaktlinsen bei Keratokonus die beste Lösung?
Als Antwort auf: Re: Sind Kontaktlinsen bei Keratokonus die beste Lösung? geschrieben von Günter Portisch am 07. April 2003 16:55:06:
Hallo Günter,
ich habe den Arzt eingehend nach seiner Meinung befragt und auch natürlich auch nach der(n) besten und erfolgreichsten Behandlungsmöglichkeit(en).
Laut seiner Aussage, sind die formstabilen Kontaktlinsen die einzige Möglichkeit, den Keratokonus so zu beeinflussen, dass dieser gänzlich bzw. fast zum Stillstand kommt (geringe Veränderung seien immer vorhanden), oder man zumindest eine Keratoplastik vermeiden kann.
Desweiteren erwähnte er, dass er noch weitere Keratokonuspatienten behandelt und diese langfristig sehr gute bis gute Ergebnisse mit den harten KLs erzielten.
Soll heissen: Bei jenen Patienten kam es zu einem Nichtvoranschreiten des KC durch regelmäßige Linsenbenutzung.
Und da sich der Keratokonus bei mir bislang nur auf dem rechten Auge bemerkbar macht, und sich noch im Anfangsstadium befindet, würden sich die Kontaktlinsen mit hoher Wahrscheinlichkeit erfolgbringend auswirken.
Zur Zeit komme ich noch sehr gut mit Brille aus. (ausser beim nächtlichen Strassenverkehr): Links über 100%, rechts >70%
Aus diesem Grunde, bin ich mir noch nicht hundert prozent sicher, ob ich die Kontaktlinsen jeden Tag und regelmässig einsetzen soll.
Die sind nämlich nicht gerade angenehm zu tragen, wie eingehens schon erwähnt.
Ich setze die Linsen morgens ein, und muss sie zu meist schon gegen 14-15.00 Uhr wieder herausnehmen. Ich will hoffen, dass sich das in der Folgezeit noch wesentlich verbessert, da ich eigentlich min. 10h soll.
Ich hadere also noch, ob mein Arzt mir nur etwas vormacht, oder ob wirklich ein langfristiger Erfolg auszumachen ist?!
So wie ich hier teilweise in den Beitragsforen lese - und Sie ja auch bereits erwähnten, ist zumeist eher das Gegenteil der Fall, nämlich das sich die Sehkraft der Augen trotz Kontaktlinsenbenutzung verringert.
Hat für mich die Folge, dass ich jetzt bald den 5. Arzt konsultieren werde, oder mal die Augenabteilung der Uniklinik Aachen oder Bonn hierzu befrage.
Nur schade, dass es so wenig wissenschaftliche Erkenntnis zum Thema KC gibt !
Die Zeit wird den Weg schon wissen . . .
Danke für Ihre Antwort und schöne Grüße
Hans-Jürgen
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Edeltraud
Re: Sind Kontaktlinsen bei Keratokonus die beste Lösung?
Als Antwort auf: Re: Sind Kontaktlinsen bei Keratokonus die beste Lösung? geschrieben von Hans-Jürgen am 08. April 2003 14:38:34:
Hallo Hans-Jürgen,
Ich kann dir aus meiner ca. 23-jährigen KC Kariere folgendes berichten:
Nach der Diagnose KC konnte ich noch ca. 3 Jahre ohne Hilfsmittel auskommen, obwohl ich manchmal, dann immer öfter, irgend welche kleine Probleme merkte (die allen KC Betroffenen sehr wohl bekannt sind)
Danach versuchten wir mit einer Brille. Beim Versuch ist es auch geblieben.
Also bekam ich die KL und ich konnte auf einmal fantastisch sehen. Aber nicht allzu lange. Meine Augen veränderten sich andauernd. Ich bekam regelrecht Schübe und immer wieder neue Linsen. Hatte die üblichen Probleme. Später diagnostizierte meine AA Trübungen auf der HH, die mir z. Zt. große Probleme bereiten. In dem Zusammenhang sagte meine AA, dass jeder KC-Betroffene, auch der der mit einer Brille auskommt, irgendwann die Trübungen auf der HH bekommt. Das hat mich sehr überrascht, denn ich dachte es wäre die Folge des Tragens der KL. Da du ja in einer Uni Klinik vorsprechen willst, kannst du bitte auch das Thema ansprechen und hier im Forum antworten.
Gruß
Edeltraud
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Tim
Re: Sind Kontaktlinsen bei Keratokonus die beste Lösung?
Als Antwort auf: Re: Sind Kontaktlinsen bei Keratokonus die beste Lösung? geschrieben von Hans-Jürgen am 05. April 2003 18:07:25:
Nach längerem Tragen der Linsen wird die Hornhaut "etwas platt gedrückt", dadurch ist die Sicht nach dem Tragen der Linsen besser als, wenn sie länger nicht im Auge waren.
Also eine ganz normale Reaktion.
10 bis 12 Stunden täglich ist meiner Erfahrung nach ein guter Richtwert, aber das ist sicher individuell immer etwas anders.
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moni
Re: Sind Kontaktlinsen bei Keratokonus die beste Lösung?
Als Antwort auf: Re: Sind Kontaktlinsen bei Keratokonus die beste Lösung? geschrieben von Tim am 06. April 2003 10:48:13:
Ich wußte ,bis ich eine Lasik-OP machen lassen wollte nichts von meinem KC,entweder ist er noch nicht so weit fortgeschritten oder die KL haben doch geholfen. Ich sehe schon jahrelang gleich gut habe meine Linsen auch täglich bis zu 12 Std.an. Ich mußte 5 Wochen vor der zweiten Untersuchung für die Lasik-OP meine Brille tragen dabei merkte ich erst mal seid Jahren wie schlecht ich ohne Kontaktlinsen sehe, trage diese aber schon 22 Jahre, für mich ist dies wohl schon normal auch wenn es mal unangenehm wird. Wenn ich all die Berichte lese kann ich manchmal gar nicht glauben das ich auch den KC haben soll aber laut Prof. Knorz aus Mannheim soll es so sein.
Trotzdem alles Gute für Dich