Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: https://forum.keratokonus.de/viewtopic.php?t=6501

Welche Methode ist die beste für mich?

Basti
-
Posts: 26
Joined: 2007-03-01, 18:20
Keratoconus since: Meine esrte Brille bekam ich nach dem Sehtest für den Führerschein. Etwa ein Jahr später als ich beim Arzt war folgte die Diagnose Keratokonus.
Experience with eyeglasses / lenses: Bisher komme ich noch einigermaßen mit der Brille zurecht, möchte mir demnächst aber evtl. Linsen anpassen lassen. Mal sehn, was mein Arzt dazu meint...
Operationen: Ich hatte ein paar Monate nach der Diagnose einen Termin zur Vernetzung in Dresden, Dr. Raiskup Wolf wollte mich jedoch nicht vernetzen. Nach den Tests und Untersuchungen meinte er meine Hornhaut sei recht stabil und er geht nicht von einem Fortschreiten der Krankheit aus.
Mögliche Ursachen: Wenn ich das nur wüsste...

Welche Methode ist die beste für mich?

Post by Basti »

Hallo zusammen!

Für mich kommt diese OP (Edit: bezieht sich auf die laser OP von Petra bei Dr. Opel in Hamburg: http://www.forum.keratokonus.de/viewtopic.php?t=2067) prinzipiell auch in Betracht. Ich weiß zwar nicht, wieviel Prozent ich mit Brille erreiche, aber es sind wohl keine 100 mehr, auch wenn ich mit der jetztigen Situation gut leben kann. Aber natürlich wäre es besser, wenn das Sehvermögen verbessert werden könnte. Andrerseits ist es eben auch nicht so schlecht, dass ich mich auf irgendwelche Versuche bzw. (unnötigen) Risiken einlassen möchte. Mein Augenarzt hat zwar gemeint ich soll mich vernetzen lassen, er hat aber noch keine wirklich große Erfahrung mit KC, bin der erste Patient, den er zu ner Vernetzung geschickt hat.
Jedenfalls interessieren mich die Vor- und Nachteile dieser OP gegenüber einer Vernetzung.
Vorteile sind ja, dass das Sehvermögen verbessert wird und so wies ausshieht hat man auch keine solchen Schmerzen wie nach einer Vernetzung. Nachteil sind die höheren Kosten, aber das soll mal zweitrangig sein. Es geht ja um meine Augen. Könnt ihr mir, besonders du Petra, weitere Vor- und Nachteile nennen?
Und warum wird meistens eine Vernetzung durchgeführt, wenn diese Methode angeblich besser ist und vor einer Vernetzung durchgeführt werden sollte? Warum setzt sie sich nichtn so durch? Gibt es irgendwelche Studien? Ist die HH nach dieser OP wirklich stabil? Macht der KC weiter?
Ist es nicht so, dass die HH durc diese OP dünner wird und einen KC bzw. Keratoglobus begünstigt?

Und gibt es einen Arzt oder so, der einen unabhängig berät? Wenn ich in ne Uniklinik geh werden die mir sagen ich soll mich vernetzen lassen und der Dr. Opel wird mir zu seiner Laser OP raten. Bin halt leider kein Fachmann... :wink:

Sorry für die vielen Fragen, aber das ist halt ein echt wichtiges Thema (wie wohl für alle... :roll: )
andreas
Administrator/in
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Joined: 2003-05-17, 01:21
KC-Experience: Im Studium und im Beruf war es immer sehr anstrengend, mit den Kollegen mitzuhalten - trotz sehr großer Bildschirme und immer "vorne sitzen" bei Präsentationen. Feierabend war wirklich Feierabend; da war keine Kraft mehr für After-Work-Parties oder Work-Out im Fitnessstudio. Langes lesen oder schreiben von Texten war trotz aller Hilfsmittel anstrengend; oder lange Besprechungen mit Präsentationen.

Seitdem ich Rentner bin, kann ich mir meine Zeit / Pausen sehr viel großzügiger einteilen; trotz der regelmäßigen Struktur, die ich meinem Rentnerleben gegeben habe.
Keratoconus since: Die erste richtige Diagnose kam so 1978 - erst irregulärer Astigmatismus, dann Keratokonus. Bis zur richtigen Diagnose habe ich ca. 10 Augenärzte und 3-4 Jahre gebraucht. Seit ca. 2006 stabil in rechts Stufe II-III: links I-II; kaum Veränderungen bei Scanns in 4-6-Jahres-Abständen
Experience with eyeglasses / lenses: Ich komme gut mit verschiedenen Brillen zurecht (Hell&Fern; NormalesTageslicht/Nah; Dunkel/Fern; Dunkel/Nah; reichen fast immer. Früher habe ich gelegentlich Tageslinsen getragen, dass brauche ich nun nicht mehr.
Operationen: Keine OP´s
Begeiterscheinungen: trockene Augen; trockene Haut; Augen-jucken
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Post by andreas »

Hallo basti,

ich habe deine Frage von dem Beitrag "Laser-OP am 20.10. und 10.11.06 nach Vernetzung" getrennt.

Deine Frage zielt eher auf eine allgemeine Diskussion - welche Methode ist den die beste für mich (dich) - und bezieht sich nur indirekt auf den Beitrag von Petra.

Gruß, Andreas
Basti
-
Posts: 26
Joined: 2007-03-01, 18:20
Keratoconus since: Meine esrte Brille bekam ich nach dem Sehtest für den Führerschein. Etwa ein Jahr später als ich beim Arzt war folgte die Diagnose Keratokonus.
Experience with eyeglasses / lenses: Bisher komme ich noch einigermaßen mit der Brille zurecht, möchte mir demnächst aber evtl. Linsen anpassen lassen. Mal sehn, was mein Arzt dazu meint...
Operationen: Ich hatte ein paar Monate nach der Diagnose einen Termin zur Vernetzung in Dresden, Dr. Raiskup Wolf wollte mich jedoch nicht vernetzen. Nach den Tests und Untersuchungen meinte er meine Hornhaut sei recht stabil und er geht nicht von einem Fortschreiten der Krankheit aus.
Mögliche Ursachen: Wenn ich das nur wüsste...

Post by Basti »

Ja, da hast du wohl recht.
wmmw
-
Posts: 236
Joined: 2006-12-29, 09:30
KC-Experience: Diagnose 1988 - beide Augen - dann KK-Linsen - immer wieder mit Problemen - dann > erste Transplantation 01/1990 links, zweite Transplantation rechts 01/1991, Danach einige Versuche mit Kontaktlinsen - leider fehlgeschlagen - danach Brille - Visus immer so um die 60 - 80 % - links und rechts. (zwischendurch auch mal nur an die 40% - siehe Bericht)
Seit etwa 2002 erhebliche Verschlechterung des rechten Auges - Diagnose > transplantierte Hornhaut hat sich "bei 9 Uhr" gelöst > abgehoben > Ursache ??? > am wahrscheinlichsten lt. Augenarzt eine körperliche Überanstrengeng. Dies hatte zur Folge, dass im Jänner 2007 eine re.Transplantation rechts gemacht wurde.
Alle drei Transplantationen sind eigentlich "super verlaufen".
Visus jetzt 02/2008 mit Brille bei 80% bivokal (60% links, 80% rechts)
Update: 03.2012 mit Brille re. 100% li. 60%
0382021 Visus links 35%, rechts 100% mit Gleitsichtbrille
04/2021 Abstoßung Hornhaut links - Update 11.2024 - Abstoßung Hornhaut war eine Fehldiagnose - war eine Herpesinfektion - alles wider OK - Viseus RA 100%, LA 40%
Keratoconus since: KK seit dem 22. Lebensjahr (Diagnose). mit 20 beim Bundesheer war noch alles OK. Danach "schleichende Verschlechterung". KK wurde von meinem Doc aber sofort erkannt. Lag wohl auch daran, dass in diesen zwei Jahren der Schub extrem gewesen sein muss. Obscan etc. war damals "noch nicht bekannt" - war schon mit der Spaltlampe zu erkennen.
Experience with eyeglasses / lenses: KL unmöglich - immer Riesenprobleme. Mit Brille immer so um die 60 bis 80% - zwischenzeitlich natürlich auch weit weniger, immer wieder Änderung spez. von Astigmatismus und Achse. Brille im Durchschnitt alle 18 Monate neu.
Operationen: 1990 Keratoplastik links, 1991 Keratoplastik rechts, 2007 Rekeratoplastik rechts.NEU - 10.2015 - meine linke Hornhaut ist wieder in Bewegung geraten (Kegelbildung)
Mögliche Ursachen: Keine Ahnung warum. Das wahrscheinliste ist das "Augenreiben" im Kindesalter. War total lustig sich die Augen zu reiben und danach die visuellen Effekte zu genießen.
Ich über mich: verheiratet, 2 Kinder
Berufserfahrung Behandlung Keraokonus: immer wieder leichte probleme da ich ca. 6 Stunden/Tag vor dem Bildschirm verbringe - hab es aber immer noch mit Hilfe meines Optikers geschafft, dass ich "normal" arbeiten kann.
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Post by wmmw »

Hallo Basti

Du schreibst, dass dein Augenarzt nicht viel Erfahrung mit KC und Vernetzung hat. Da gibts nur eins - such dir einen erfahrenen Augenarzt in deiner Nähe.
Wir hier im Forum können nur Erfahrungen und Ratschläge posten. Diagnosen und Entscheidungen was für dich da Beste ist kann nur ein ERFAHRENER AUGENARZT machen/treffen.

lg walter
börni
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Posts: 10
Joined: 2007-02-12, 23:07

Post by börni »

Hi Basti

nur kurz einige Grundlagen zur Vernetzung. Das crosslinking findet grundsätzlich im vorderen drittel bis vorderer hälfte der hh-dicke statt (Absorption der uv-strahlung). Bis ins endothel soll ja schliesslich möglichst kein uv-licht gelangen!

wird nun nach einer vernetzung mit dem laser gewebe abgetragen, so wird eben genau dort abgetragen, wo die vernetzung stattgefunden hat. sprich, die verfestigte hh wird teilweise wieder abgetragen - das ist nicht das, was wir wollen..! deshalb macht eine laserop vor der vernetzung mehr sinn. voraussetzung für eine vernetzung nach laser ist allerdings, dass Du dann noch über 400microns hh verfügst!

was immer wieder vergessen wird: eine vernetzung stoppt lediglich das fortschreiten des keratokonus - begleitet mit einem leichten rückgang der hh-krümmung. vernetzung ist bis heute das einzige mittel einen kk aufzuhalten und ist grundsätzlich immer die zu bevorzugende behandlung.

hoffe konnte dir mit meinen ausführungen weiterhelfen.

viele grüsse - börni
andreas
Administrator/in
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KC-Experience: Im Studium und im Beruf war es immer sehr anstrengend, mit den Kollegen mitzuhalten - trotz sehr großer Bildschirme und immer "vorne sitzen" bei Präsentationen. Feierabend war wirklich Feierabend; da war keine Kraft mehr für After-Work-Parties oder Work-Out im Fitnessstudio. Langes lesen oder schreiben von Texten war trotz aller Hilfsmittel anstrengend; oder lange Besprechungen mit Präsentationen.

Seitdem ich Rentner bin, kann ich mir meine Zeit / Pausen sehr viel großzügiger einteilen; trotz der regelmäßigen Struktur, die ich meinem Rentnerleben gegeben habe.
Keratoconus since: Die erste richtige Diagnose kam so 1978 - erst irregulärer Astigmatismus, dann Keratokonus. Bis zur richtigen Diagnose habe ich ca. 10 Augenärzte und 3-4 Jahre gebraucht. Seit ca. 2006 stabil in rechts Stufe II-III: links I-II; kaum Veränderungen bei Scanns in 4-6-Jahres-Abständen
Experience with eyeglasses / lenses: Ich komme gut mit verschiedenen Brillen zurecht (Hell&Fern; NormalesTageslicht/Nah; Dunkel/Fern; Dunkel/Nah; reichen fast immer. Früher habe ich gelegentlich Tageslinsen getragen, dass brauche ich nun nicht mehr.
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Post by andreas »

Hallo Basti,

unabhängige Ärzte zu finden ist nicht unmöglich, aber sie sind recht selten..... nun ja, alle Betroffenen stehen vor dem gleichen Problem das du beschrieben hast.

Ideal wäre ein Ärztezentrum an dem verschiedene Ärzte Betroffene mit unterschiedlichen Methoden behandeln könnten... aber das ist Zukunftsmusik.

Zur Zeit ist es so, dass sich jeder Betroffene seine eigene Meinung bilden und dann letztlich die Entscheidung für oder gegen eine Methode selbst treffen muss.

Dabei kann dir der Info-Austausch mit anderen Betroffenen helfen, zusätzliche Gespräche mit Augenärzten und Optikern geben weitere Informationen.....

Bei der Bewertung der Informationen ist zu bedenken, dass Betroffene immer nur eine (ihre eigene) Sicht zu Pro/Contra einer Methode haben können, während Ärzte zumindest aus der Erfahrung vieler Behandlungen entscheiden können, wie groß die Erfolgsaussichten bei einem Betroffenen mit einer bestimmten Methode sein können; Optiker habe da schon wieder eine andere Übersicht....

Es ist nicht einfach - aber es ist möglich!

Gruß, Andreas
Basti
-
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Joined: 2007-03-01, 18:20
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Experience with eyeglasses / lenses: Bisher komme ich noch einigermaßen mit der Brille zurecht, möchte mir demnächst aber evtl. Linsen anpassen lassen. Mal sehn, was mein Arzt dazu meint...
Operationen: Ich hatte ein paar Monate nach der Diagnose einen Termin zur Vernetzung in Dresden, Dr. Raiskup Wolf wollte mich jedoch nicht vernetzen. Nach den Tests und Untersuchungen meinte er meine Hornhaut sei recht stabil und er geht nicht von einem Fortschreiten der Krankheit aus.
Mögliche Ursachen: Wenn ich das nur wüsste...

Post by Basti »

Zu Börni: Wie ich es verstanden habe wird bei der Methode von Dr. Opel (der soweit ich weiß der einzige ist, der diese OP zumindest in Dtl durchführt) oberhalb vom Zentrum an 3 bis 4 Stellen gelasert. Das soll die Spannungsverhältnisse der HH so verändern, wodurch sich das Sehvermögen verbessert und der KC stabil bleibt. Wie Petra mir geschrieben hat wurden die ersten Patienten vor 10 Jahren so gelasert und die Hortnhaut soll sich bisher nicht negativ verändert haben. Es wird bei dieser OP keine HH im Zentrum abgetragen (was man bei KC ja generell nicht machen sollte).
Es wurde auf einem KC Kongress in Zürich Ende letztes Jahr (angeblich)
Petra wrote:Erkenntnis vom Kongress in Zürich: Die Laser-OP von Dr. Opel sollte grundsätzlich vor der Vernetzung durchgeführt werden. Evtl. ist danach keine Vernetzung mehr erforderlich.

Zu andreas: Ich habe heute von einer Augenklinik bei uns in der Nähe erfahren. Werde mir dort so schnell wie möglich einen Termin zur Untersuchung und Beratung geben lassen. Mal sehn, was dir mir empfehlen.


Werde mich jetzt also mal weiter informieren und dann evtl mal Kontakt zu Dr. Opel aufnehmen.

Gruß, Basti