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Scharfes Sehen bei geringem Abstand
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Angelica
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- KC-Experience: Diagnose ca 1990 gestellt. Sollte Kontaktlinse zur "Therapie" tragen, die ich allerdings nicht vertrug (rotes, tränendes Auge und starkes Fremdkörpergefühl). Weitere 3 Versuche mit Kontaktlinse mit gleichem Ergebnis (trotz anderer Anpasser und Linsen).
2003 Transplantation geplant, nachdem jetzt auch das andere Auge vom Keratokonus betroffen war. Konnte mich dann letztlich aber doch nicht zur TP entschließen.
2006 Vernetzung rechtes (schlechteres) Auge in Dresden.
Nachdem die Brille keine Verbesserung des Visus mehr brachte, 2007 erneuter Versuch mit Kontaktlinsen. Habe jetzt erstmals Linsen, die ich tragen und mit denen ich sensationell sehen kann.
Scharfes Sehen bei geringem Abstand
seit einiger Zeit beschäftigt mich folgendes Phänomen:
mit meinem rechten 20%-Auge kann ich überhaupt keine normale Schrift mehr erkennen bzw. lesen - mit einer Ausnahme:
wenn ich den Text, auch kleinste Schrift, ca. 8 cm direkt vors Auge halte (linkes Auge ist jeweils geschlossen) kann ich alles gestochen scharf lesen.
Natürlich ist das keine Methode, um länger zu lesen, mir wird dabei nämlich sehr schnell übel, aber um z.B. in einer Gebrauchsanweisung was zu lesen oder ein Preisschild, etc. funktioniert das super.
Wer von Euch kennt dieses Phänomen oder weiß, wie es zustande kommt?
Hat das jeder Keratokoniker?
Liebe Grüße,
Angelica
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Markus
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- KC-Experience: Ich hab alles mal ausprobiert... Man will ja mitreden können... Transplantation, Laserung, Vernetzung...
...als nächstes kommt dann logischerweise die Kunstlinsen-Implantation... ;) - Has thanked: 4 times
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Re: Scharfes Sehen bei geringem Abstand
Manche Leute haben dann Mikroskopieaugen!
Unmittelbar vor meiner transplantation hatte ich so krumme Augen, dass ich praktisch eine richtig gute Lupe eingebaut hatte. Vor allem konnte ich meine eigene Nase gestochen scharf sehen. Mit allen Poren und Hautfältchen und so. So wie man es sonst niemals sehen könnte.
In 2cm Entfernung hatte ich die besten Augen der Welt. Ich habe niocht nur die kleinste Schrift lesen können, sondern auch die Fasern des Papiers deutlich gesehen!
Das sah natürlich beknackt aus, wenn ich mir was in 2cm, also etwa Nasenlänge, vors Gesicht gehalten habe um es zu lesen, oder zu betrachten, aber es funktionierte! Und Ich bekam dabei keine Kopfschmerzen.
Nach der OP ist das nun leider wieder vorbei... Schade.
Das kommt wohl durch die starke Krümmung, die dann den Brennpunkt der Linse ganz nah an das Auge holt.
Viele Grüße,
MARKUS
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Tim_OS_78
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- KC-Experience: Ich denke ich hatte die typische KC-Karriere mit vielen Ärzten und Optikern, die keine Ahnung hatten. Es dauerte 6 Monate bis der KC diagnostiziert war. Danach brauchte es noch einige Zeit bis ich einen fähigen Optiker vor der Haustür in Osnabrück gefunden hatte.
Stand Oktober 2008 bin ich zufrieden auch die beiden Operationen gemacht zu haben, denn seitdem brauche ich nicht mehr alle 3 Monate neue Linsen. Die Augen sind seitdem einigermaßen stabil. Also auch wenn das primäre Ziel der OPs eine Sehverbesserung zu erreichen, nicht erreicht wurde, so war es doch ein Erfolg. - Keratoconus since: Ich habe den KC etwa mit 20 Jahren bekommen, das war 1998. Das ging sehr rapide bergab. Und innerhalb von kürzester Zeit war eine zufriedenstellende Sehstärke nur noch mit Kontaktlinsen zu erreichen.
- Experience with eyeglasses / lenses: Ich trage täglich mehr als 10 Stunden die Kontaktlinsen und das ist auch mein Mittel der Wahl, da das schlechte linke Auge mit Brille nicht zu korrigieren ist und bei einem Visus von 0% bleibt.
- Operationen: Februar 2005 ARK in Rom auf beiden Augen.
Juli 2005 Vernetzung auf dem linken Auge. - Has thanked: 14 times
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Re: Scharfes Sehen bei geringem Abstand
Bei mir ist es zwar so, das ich die Uhrzeit aus kürzester Entfernung erraten kann, aber gestochen scharf kann ich nicht sehen.
VG
Tim
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Rike
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Re: Scharfes Sehen bei geringem Abstand
meinst Du das Sehen ohne Korrekturgläser oder mit?
Ohne sehe ich im Nahbereich auch das "Kleingedruckte" deutlich und scharf, ohne Schatten und größer als mit KLs oder Brille.
Vielleicht wäre hierzu eine Umfrage interessant.
Viele Grüße
Rike
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Edith
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- KC-Experience: KC bekannt seit 7.2002
Seitdem Versuch von Tragen der KL, es war sehr schwer, bis 7.2004 war sehen mit Brille möglich,
OP in 12/2003 und 4/2004,(nicht am Auge) die einen neuen Schub auslösten, kein Stillstand sondern Ausbruch in den Wechseljahren. Der Satz von der Augen- Ärztin 7/2004: Sehen mit Brille nicht ausreichend, ich muß mit den KL zurecht kommen!! Nach einer Transplantation wird oft 1 KL zusätzlich gebraucht!!!
Das war bei mir der Durchbruch. Von den Tag trug ich keine Brille mehr, nur noch KL oder stand im „Dunkeln“
Rest folgt.........
Re: Scharfes Sehen bei geringem Abstand
ich habe seit 3 Jahren KC und habe dieses gute Nah-Sehen auch.
Es stellte sich nach regelmäßigen Tragen der KL ein.
Die Optometristen können KL für die Ferne fertigen und für die Nähe nimmt man die Brille zusätzlich. So ist es bei mir.
Es gibt aber wohl auch KL für beides, da ist die Fernsicht nicht so gut.
Ich kann jetzt im Bett noch 2-10 Seiten im Buch zum Einschlafen lesen, wenn ich es ganz nah halte. Es geht wunderbar.
Inzwischen nehme ich viele Dinge ganz nah an mein Gesicht und kann es gut erkennen.
Es ist eine große Hilfe, besonders am Morgen!!
Das Besondere daran ist:
Ich habe noch k e i n e OP mitmachen müssen, wie es beim Tim wohl war.
Meine Sehleistung ist ohne alles rechts 0,20% und links 0,025 %
Grüße an Alle
Edith
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Angelica
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- Joined: 2005-09-16, 21:54
- KC-Experience: Diagnose ca 1990 gestellt. Sollte Kontaktlinse zur "Therapie" tragen, die ich allerdings nicht vertrug (rotes, tränendes Auge und starkes Fremdkörpergefühl). Weitere 3 Versuche mit Kontaktlinse mit gleichem Ergebnis (trotz anderer Anpasser und Linsen).
2003 Transplantation geplant, nachdem jetzt auch das andere Auge vom Keratokonus betroffen war. Konnte mich dann letztlich aber doch nicht zur TP entschließen.
2006 Vernetzung rechtes (schlechteres) Auge in Dresden.
Nachdem die Brille keine Verbesserung des Visus mehr brachte, 2007 erneuter Versuch mit Kontaktlinsen. Habe jetzt erstmals Linsen, die ich tragen und mit denen ich sensationell sehen kann.
Re: Scharfes Sehen bei geringem Abstand
@Markus, genauso ist´s wie du es beschreibst. Und beknackt sieht es auch aus. Meine Familie hat sich ja inzwischen dran gewöhnt, aber im Supermarkt einen Joghurtbecher zwecks Lesens des Inhalts ein paar Zentimeter vor die Augen zu halten, versteht natürlich niemand. Kann mir sehr gut vorstellen, wie sehr Du bedauerst, dass das jetzt nach der OP nicht mehr funktioniert.
@Rike, ich meine das Sehen ohne Korrekturgläser. Wenn ich die Brille aufsetze funktioniert es zwar auch noch, aber längst nicht mehr so gut. Ohne Brille dagegen ist´s ultrascharf, kontrastreich und wie Du auch schreibst, viel größer.
@ Edith, einen Zusammenhang mit Kl habe ich noch nicht festgestellt, da ich ja nie wirklich welche getragen habe. Aber wie machst du das mit dem Lesen eines Buches??? erstens ist es für mich nicht angenehm, dauernd das linke Auge zukneifen zu müssen (ich übe dran..) und zweitens - das größere Problem - durch die Nähe kann ich ja nur 2-3 Wörter lesen, muß also entweder dauernd Kopf oder Buch hin- und herbewegen, was vom Gefühl her Karrusellfahren gleichkommt.
Nachdem, was Tim schreibt, hat das wohl nicht jeder Keratokoniker.
Liebe Grüße,
Angelica
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Petra
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- Joined: 2004-03-29, 15:29
- KC-Experience: Kurzsichtig seit 1984, seitdem habe ich weiche Kontaktlinsen getragen.
1991 wurde bei mir auf der rechten Auge eine Hornhautverkrümmung festgestellt, dadurch habe ich dann rechts eine weiche torische Linse bekommen.
Diagnose beidseitiger Keratokonus seit 2000, danach Anpassung harter Keratokonuslinsen.
Hornhautvernetzung vom rechten Auge am 19. September 2005 in Dresden. Stabil seit Juli 2006.
Hornhautvernetzung vom linken Auge am 14. Februar 2006 in Dresden. Stabil seit Juli 2006.
Laser-OP (keine Lasik) vom rechten Auge am 20. Oktober 2006 und 10. November 2006 durch meinen Augenarzt Dr. Opel . Er führt diese Laser-OP's seit 10 Jahren bei Keratokonuspatienten durch.
Brillenwerte vor Vernetzung: 1 Stunde Tragepause von harten Linsen!
R: sph. -2,75 cyl. -2,5 Achse 101° 30 %
L: sph. - 3,75 cyl. -1,25 Achse 50° 70 %
Rechts nach Vernetzung:
sph +1,5 cly. -5,0 Achse 105° 50 %
Rechts nach 2. Laser-OP:
sph -2,75 cyl. -2,5 Achse 50° mindestens 60 %
Links nach Vernetzung (3 Wochen)
sph -2,75 -1,25 cyl. Achse 100° 80 %
sph -3,0 -1,5 cyl. Achse 79 (August 2006) ca. 100 %
Sehleistung mit harten Kontaktlinsen rechts 80/90 % und links 100 %. Anpasser: Müllter-Welt in Stuttgart, Herr Bischoff bzw. Herr Baur
Ab August 2005 bis Januar 2008 weiche torische 14 Tageslinsen von Johnson & Johnson, Acuvue Advance for Astigmatism
Anpasser: Fielmann, Bremen, Herr Biermann
Werte rechts: D -3,0 Cyl -2,25 Achse 70° ca. 60 %
Werte links: D -2,75 Cyl -1,75 Achse 70° ca 100 %
Ab Januar 2008: Neue Silikonhydrogel-Jahreslinse der zweiten Generation (Hersteller: Galifa - Schweiz); Linsenmaterial: SH74; Anpasser: Contactlinsenpraxis Ruge, Herrn Ruge (Hamburg). Diese Linsen sind erst seit Februar 2008 auf den Markt und kosten pro Paar ca. 570 Euro. Sehleistung mit diesem Linsentyp bei der letzten Kontrolle links 100 % und rechts 80 % bis 90 %. R: -3,5 - 3,00 48°; L: -3,75 -1,00 95°. Mit meinen neuen Linsen (April 2009) gleiche Sehleistung auf beiden Augen beim Sehtest (Anpasser) also 100 %.
Pflegemittel Quick Care (für harte Linsen), ReNu MultiPlus (für weiche Linsen)
Benetzungsflüssigkeit HycoSan oder HYLO-COMOD
Allergie gegen Pollen (Birke, Erle, Hasel) ---> Desensibilieserung seit Oktober 2004, da ich im April/Mai 2004 meine Kontaktlinsen nur stundenweise vertragen habe. Dieses Jahr hatte ich keine Probleme mehr. - Keratoconus since: Kurzsichtig seit 1984, seitdem habe ich weiche Kontaktlinsen getragen.
1991 wurde bei mir auf der rechten Auge eine Hornhautverkrümmung festgestellt, dadurch habe ich dann rechts eine weiche torische Linse bekommen.
Diagnose beidseitiger Keratokonus seit 2000, danach Anpassung harter Keratokonuslinsen. - Experience with eyeglasses / lenses: Sehleistung mit harten Kontaktlinsen rechts 80/90 % und links 100 %. Anpasser: Müllter-Welt in Stuttgart, Herr Bischoff bzw. Herr Baur
Ab August 2005 bis Januar 2008 weiche torische 14 Tageslinsen von Johnson & Johnson, Acuvue Advance for Astigmatism
Anpasser: Fielmann, Bremen, Herr Biermann
Werte rechts: D -3,0 Cyl -2,25 Achse 70° ca. 60 %
Werte links: D -2,75 Cyl -1,75 Achse 70° ca 100 %
Ab Januar 2008: Neue Silikonhydrogel-Jahreslinse der zweiten Generation (Hersteller: Galifa - Schweiz); Linsenmaterial: SH74; Anpasser: Contactlinsenpraxis Ruge, Herrn Ruge (Hamburg). Diese Linsen sind erst seit Februar 2008 auf den Markt und kosten pro Paar ca. 570 Euro. Sehleistung mit diesem Linsentyp bei der letzten Kontrolle links 100 % und rechts 80 % bis 90 %. R: -3,5 - 3,00 48°; L: -3,75 -1,00 95°. Mit meinen neuen Linsen (April 2009) gleiche Sehleistung auf beiden Augen beim Sehtest (Anpasser) also 100 %.
Pflegemittel Quick Care (für harte Linsen), ReNu MultiPlus (für weiche Linsen)
Benetzungsflüssigkeit HycoSan oder HYLO-COMOD
Seit meiner Diagnose wurden alle Linsen komplett von der Krankenkasse bezahlt. - Operationen: Hornhautvernetzung vom rechten Auge am 19. September 2005 in Dresden. Stabil seit Juli 2006.
Hornhautvernetzung vom linken Auge am 14. Februar 2006 in Dresden. Stabil seit Juli 2006.
Laser-OP (keine Lasik) vom rechten Auge am 20. Oktober 2006 und 10. November 2006 durch meinen Augenarzt Dr. Opel . Er führt diese Laser-OP's seit 10 Jahren bei Keratokonuspatienten durch. - Begeiterscheinungen: Allergie gegen Pollen (Birke, Erle, Hasel) ---> Desensibilieserung seit Oktober 2004, da ich im April/Mai 2004 meine Kontaktlinsen nur stundenweise vertragen habe. Dieses Jahr hatte ich keine Probleme mehr.
Haut: Endogenes Ekzem
Ich habe extrem trockene Augen. - Mögliche Ursachen: Bei mir hat auf jeden Fall Stress 3 Schübe ausgelöst. Der letzte war im Jahr 99 durch unseren Hausbau.
Re: Scharfes Sehen bei geringem Abstand
Mit meinem rechten Auge konnte ich vor der Vernetzung nicht mehr lesen. Jetzt geht dieses auch wieder, aber natürlich sehr verzerrt.
Viele Grüße
Petra
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Tim_OS_78
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- KC-Experience: Ich denke ich hatte die typische KC-Karriere mit vielen Ärzten und Optikern, die keine Ahnung hatten. Es dauerte 6 Monate bis der KC diagnostiziert war. Danach brauchte es noch einige Zeit bis ich einen fähigen Optiker vor der Haustür in Osnabrück gefunden hatte.
Stand Oktober 2008 bin ich zufrieden auch die beiden Operationen gemacht zu haben, denn seitdem brauche ich nicht mehr alle 3 Monate neue Linsen. Die Augen sind seitdem einigermaßen stabil. Also auch wenn das primäre Ziel der OPs eine Sehverbesserung zu erreichen, nicht erreicht wurde, so war es doch ein Erfolg. - Keratoconus since: Ich habe den KC etwa mit 20 Jahren bekommen, das war 1998. Das ging sehr rapide bergab. Und innerhalb von kürzester Zeit war eine zufriedenstellende Sehstärke nur noch mit Kontaktlinsen zu erreichen.
- Experience with eyeglasses / lenses: Ich trage täglich mehr als 10 Stunden die Kontaktlinsen und das ist auch mein Mittel der Wahl, da das schlechte linke Auge mit Brille nicht zu korrigieren ist und bei einem Visus von 0% bleibt.
- Operationen: Februar 2005 ARK in Rom auf beiden Augen.
Juli 2005 Vernetzung auf dem linken Auge. - Has thanked: 14 times
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Re: Scharfes Sehen bei geringem Abstand
jeder Keratokonus ist anders und daher kann man das sicher nicht als allgemeine These gelten lassen. Auf meinem linken Auge ist der halt einfach so stark das da auch in kürzester Entfernung nichts geht (naja fast nichts). Interessant ist vielleicht vor meinen OPs konnte ich manchmal aus 5 meter Entfernung sogar die Uhrzeit am Videorekorder lesen (total kleine Schrift). Das war dann so eine Art Röhrenblick durch den steilsten Punkt, aber auch das funktionierte nur für ein paar Sekunden.
VG
Tim
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Dom
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- Joined: 2005-01-19, 12:33
- KC-Experience: Der tägliche Kampf um das beste Sehen ist anstrengend, aber lohnt sich; vor allem wenn Augenarzt und Optiker Hand in Hand arbeiten und man selbst bereit ist, auch mal als Testperson herzuhalten. Ich habe meine Krankheit akzeptiert und gehe daher recht unkompliziert mit meiner "Sehbehinderung" um. Das hilft mir, den psychischen Druck abzubauen und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren: das schöne Leben!
- Keratoconus since: Irregulärer Astigmatismus und Keratokonus diagnostiziert beidseitig seit 07/1998, vorher als "einfache" Kurzsichtigkeit behandelt (Brille, seit 1985).
Eine kleine Historie meines Keratokonus (absteigend mit kurze Werte-Übersicht):
2013: CCL an der Augenklinik BelleVue, Kiel. Ergebnis noch offen.
2012: hingegen aller ärzlicher Meinung (UKE Augemnklinik, generelle Lehrmeinung):ab Ende 30 bewegt sich am KK nichts mehr, kräftiger Schub links mit Hornhautausdünnung auf die kritische Grenze von 400µ, subjektiver visus links (sc) 0,05
2008-2012: ruhige und tatsächlich progressionslose Zeit, visus stabil zwischen 0,8 bis 1,1 mit beiden Augen (cc)
2008: Visus mit Linsen linkes Auge zwischen 1,1 (morgens) und 0,8 (abends), rechtes Auge 1,3 (morgens) und 0,9 (abends) bei durchschnittlicher Tragezeit von 14 Std.
2007: Excimer-Laser-OP mit dem Femtosekunden-Laser linkes Auge
2006: starker Verlust der Sehkraft links auf -6,50
2005: Werte vom Doc und Optiker links: sphär. +1,25, Zyl. -2,50, Achse 98°, rechts: sphär. +0,00, Zyl. -2,50, Achse 72° visus r/l sc unter 0,25 cc annähernd 1,0 (morgens, abends 0,6 ++ 2004 Werte vom Doc und Optiker
links: sphär. +0,50, Zyl. -0,75, Achse 60°, rechts: sphär. +0,00, Zyl. -0,75, Achse 130° visus r/l sc unter 0,3 cc annähernd 1,2
2001: Werte Uniklinik Kiel (14/05/01) visus rechts sc = 0,8 cc = 0,63, visus links sc = 0,4 cc = 0,8, tensio 16mm HG, Befund: eindeutiger Keratokonus beidseitig. - Experience with eyeglasses / lenses: Korrektur beidseitig durch Kontaktlinsen, formstabil, gasdurchlässig, seit 1998.
Benutzte Benetzungsflüssigkeit: Oculotect fluid sine; Urteil: brauchbar, etwas "klebrig" und Hylo-Comod ohne Konservierungsmittel. Benutzte Reinigungs-/Aufbewahrungsflüssigkeit:
Lenscare Desinfektions- und Aufbewahrungslösung für harte, gasdurchlässige Kontaktlinsen, Lenscare Hartlinsenreiniger für harte, gasdurchlässige Kontaktlinsen, AMO Total Care Proteinentfernungstabletten (1x wöchentlich). - Operationen: 2007 Excimer-Laser-OP mit dem Femtosekunden-Laser linkes Auge, Dr Opel, Hamburg. Durch die OP-Methode ist die Hornhaut "geliftet"/gestrafft worden und wieder in eine Kuppelform überführt worden
2013 CCL linkes Auge, da die Hornhaut an der magischen 400µ-Grenze schrammt, Dr Holland, Augenklinik BelleVue, Kiel - Begeiterscheinungen: dauerhafte halos und ghosts selbst mit Kontaktlinsen (dann aber deutlich weniger), Mehrfachbilder und Verwischungen machen das tägliche Arbeiten am PC anstrengend. Ständig dunkle Ränder unter den Augen. Kalte und trockene Luft tut meinen Augen merkwürdigerweise am besten. Große Probleme bei klimatisierten Räumen und Fussbodenheizung. Helles Licht, starke Sonneneinstrahlung sind ebenfalls unangenehm.
- Mögliche Ursachen: ... wenn ich das wüßte, könnte ich an den Ursachen arbeiten und müßte nicht mit Ärzten und Optikern an den Symptomen herumlaborieren.
Re: Scharfes Sehen bei geringem Abstand
CU Dom
------ Der mit dem Knick in der Linse -----
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Angelica
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- KC-Experience: Diagnose ca 1990 gestellt. Sollte Kontaktlinse zur "Therapie" tragen, die ich allerdings nicht vertrug (rotes, tränendes Auge und starkes Fremdkörpergefühl). Weitere 3 Versuche mit Kontaktlinse mit gleichem Ergebnis (trotz anderer Anpasser und Linsen).
2003 Transplantation geplant, nachdem jetzt auch das andere Auge vom Keratokonus betroffen war. Konnte mich dann letztlich aber doch nicht zur TP entschließen.
2006 Vernetzung rechtes (schlechteres) Auge in Dresden.
Nachdem die Brille keine Verbesserung des Visus mehr brachte, 2007 erneuter Versuch mit Kontaktlinsen. Habe jetzt erstmals Linsen, die ich tragen und mit denen ich sensationell sehen kann.
Re: Scharfes Sehen bei geringem Abstand
sind ja doch einige, die das Phänomen des scharfen Sehens bei gernigem Abstand kennen, aber doch wohl eher die Minderheit ?
Tritt es bei Euch auf beiden Augen auf oder nur auf einem? Bei mir nur auf dem schlechteren.
Liebe Grüße,
Angelica
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Markus
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- Joined: 2003-06-24, 13:49
- KC-Experience: Ich hab alles mal ausprobiert... Man will ja mitreden können... Transplantation, Laserung, Vernetzung...
...als nächstes kommt dann logischerweise die Kunstlinsen-Implantation... ;) - Has thanked: 4 times
- Been thanked: 9 times
Re: Scharfes Sehen bei geringem Abstand
Je vorgewörbter das Auge, desto näher der Brennpunkt der Linse und damit auch der Leseabstand.
Man könnte sagen, es entwickelt sich nach und nach eine Art Mikroskop, die dir nur leider im täglichen Leben zunehmend weniger nützt, dabei jedoch auch echt witzig ist!
Den krassen Effekt, bei dem man nur in 1 oder 2 Zentimetern perfekt sehen kann kommt nur bei sehr fortgeschrittenen Stadien vor. Natürlich ist der Übergang fliessend, deshalb die unterschiedlichen Abstandsangaben der Leute hier, denke ich.
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Thomas F
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- Joined: 2006-02-08, 12:21
- KC-Experience: => Beiträge
- Keratoconus since: ca. 20 LJ
- Operationen: 12.2005 Hornhaut-Transplantation rechts
- Been thanked: 1 time
Re: Scharfes Sehen bei geringem Abstand
Das funktioniert mit meinem linken Auge (nicht operiert). Der optimale Abstand liegt dann so bei 10-15cm. Einige haben sich sicher sehr gewundert, als ich plötzlich anfing, vermehrt Dinge auf dem winzigen Display eines Pocket-PC zu lesen anstelle auf dem viel größeren Display meines Notebooks. Und der will schlecht sehen???? - War sicher ein Gedanke, der vielen durch den Kopf ging....
Nun habe ich die OP etwa 7 Wochen binter mir. Wenn ich nun ohne Kontaktlinsen lese kämpfe ich immer um den optimalen Abstand - und merke dann, wenn ich wieder auf Kurz-Distanz bin, daß das Signal vom linken Auge verwendet wird .... wenn es geht, gehe ich auf normalen Abstand zum Monitor - und kann dann mit dem transpantierten Auge lesen.
Heute Morgen habe ich auf der kurz-Distanz gelesen, da das Bild des operierten Auges morgens noch nicht so schrf ist. Nun geht es damit ganz gut. Kennt jemand dieses Tageszeit-Phänomen?
Vor einigen Jahren - als ich die Kontaktlinsen relativ neu hatte, war es eine Weile so, daß ich nach der Entnahme der Linsen noch für eine Weile gut gesehen habe.
Grüße,
.... und vielen Dank für die vielen interessanten Themen hier im Forum!
2.Mo 15:26 Gott spricht: ... ich bin der HERR, der dich heilt.
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scorpion8020
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- Joined: 2006-07-16, 11:41
- KC-Experience: Im Jahre 2000 wurde der Keratokonus beidseits festgestellt. Zudem das juvenile Glaukom beidseits. Ende 2000 dann die 1. Keratoplastik links da die Sehkraft stark abgesunken war und nicht mehr mit einer Sehhilfe korregiert werden konnte. Unzählige Monate krank geschrieben aber alles gut verlaufen. Die Sehkraft war mit starker Sehhilfe bis 60% wieder gegeben jedoch nicht Alltagstauglich. Im Jahre 2003 dann ein Unfall wobei ich mir die transplantierte Hornhaut zu 7/12 förmlich "rausriss" (Aufprall auf Schrankkante - Kante ging direkt ins Auge) und zugleich einen Contusio bulbi zuzog = Glaskörper kaputt, Linse kaputt und verschoben, Netzhautquetschung etc. In einer Not-OP wurde die Hornhaut gerettet. 6 Tage später dann eine Phako + HKL, Cerclage und Netzhautstabilisierung mittels Gas. Regenerierung verlief gut. Ein Jahr später stieg die Sehkraft mit starker Sehhilfe wieder bis auf 70%. Leider jedoch nur für ein paar Monate bis sie dann stetig weiter absank. Hauptsächlich war dafür mein Glaukom zuständig denn durch ständig erhöhten IOD und vielen OPs (von 2003 bis 2010 insgesamt 16) erkrankte die Hornhaut immer mehr. Sie trübte sich immer weiter ein. Erholte sich jedoch auch oftmals wieder bis zu einem gewissen Grade.
Mein Keratokonus auf dem rechten Auge wurde ebenfalls im Jahre 2000 festgestellt. Ich nahm und nehme noch heute um künstliche Lichtquellen komische Lichteffekte wahr wie sie wohl jeder KC-Patient kennt. Je nachdem wo die Hornhautverwölbung am stärksten ist - dort verzerrt sich alles. Glücklicherweise ist mein rechter KC seit Jahren als stabil einzuordnen aber das kann auch nur die Ruhe vor dem Sturm sein denn in den letzten 2 Jahren wurde ich auf dem Auge kurzsichtiger und auch die Lichteffekte verschoben sich ein wenig. Das deutet auf einen KC-Schub hin und wie viele davon noch folgen, weiß der Teufel... - Keratoconus since: Mitte 2000 festgestellt - 1 Jahr davor wahrgenommen durch extreme Sehverschlechterung und Lichteffekte um künstliche Lichtquellen.
- Experience with eyeglasses / lenses: Kontaktlinsen wurden mal (so um 2001/2002) im "Huckepack"-Verfahren ausprobiert - anhand der Hornhautwölbung auf dem linken Auge aber nicht tauglich bei mir. Seit Ende 2009 - aufgrund Kurzsichtigkeit - trage ich nun eine Brille die auf dem rechten Auge noch die 100% bewerkstelligt.
- Operationen: Perforierende Keratoplastik am linken Auge im Dezember 2000. Hornhautfadenentfernung im Jahre 2002. Alles perfekt verlaufen damals.
- Begeiterscheinungen: Sehverschlechterung sowie Lichteffekte um Lichtquellen sowie dezentes Doppeltsehen von weißen Schriften/Buchstaben auf schwarzem Grund beidseits.
- Mögliche Ursachen: Ganz klar - Nichterkennung des Keratokonus. Weiterentwicklung ist nicht beinflussbar. Mal dauert es und dann kommt es wieder in Schüben. Bei mir drehte sich seit 2005 der Keartokonus auf dem rechten Auge von unten nach rechts. Macht sich durch die Schlieren (bei künstlichem Licht) bemerkbar. Seither jedoch glücklicherweise stabil auch wenn seit Ende 2009 die Kurzsichtigkeit etwas weiter zugenommen hat.
Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass dieses "Lupen-Phänomen" bei mir ein Ende nahm (natürlich in einen längeren Zeitabschnitt - ca. 12 Monate - gesehen) als der Augeninnendruck wieder ansteig. Als nach der Trabekulektomie der Augendruck in solch gesunde Regionen lag (12 bis 14 mmHg) konnte ich in kürzester Distanz alles ohne Probleme lesen (übrigens ohne Sehhilfe). Je mehr die Trabekulektomie ihren Effekt verlor und der Augeninnendruck wieder über die 22 mmHg lag, desto schlecher wurde die "Lupenfunktion" des Auges. Kurz vor der zweiten Trabekulektomie (Sickerkissenrevision 09/2006) hatte ich das "Lupen-Phänomen" nicht mehr. Da war dann auch alles so unscharf wie bei der Ferne.
Jetzt nach der Sickerkissenrevision und den damit verbundenen gesunden Augeninnendruck (der jetzt wieder bei 17 mmHg liegt) kann ich wieder auf kürzester Entfernung (ca. 10 cm) gestochen scharf sehen. Also bei mir kann ich dieses "Lupen-Phänomen" daher zusätzlich auf den Augeninnendruck schieben. Denke damit hat das eine Menge zu tun. Jemand schon gleiche Erfahrungen gemacht?
- 20 Operationen (linkes Auge)
- 3x Zyklophotokoagulation (linkes Auge)
- 4x Zyklokryokotherapie (linkes Auge)
- 2x Selektive Lasertrabekuloplastik SLT (rechtes Auge)
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scorpion8020
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- Posts: 29
- Joined: 2006-07-16, 11:41
- KC-Experience: Im Jahre 2000 wurde der Keratokonus beidseits festgestellt. Zudem das juvenile Glaukom beidseits. Ende 2000 dann die 1. Keratoplastik links da die Sehkraft stark abgesunken war und nicht mehr mit einer Sehhilfe korregiert werden konnte. Unzählige Monate krank geschrieben aber alles gut verlaufen. Die Sehkraft war mit starker Sehhilfe bis 60% wieder gegeben jedoch nicht Alltagstauglich. Im Jahre 2003 dann ein Unfall wobei ich mir die transplantierte Hornhaut zu 7/12 förmlich "rausriss" (Aufprall auf Schrankkante - Kante ging direkt ins Auge) und zugleich einen Contusio bulbi zuzog = Glaskörper kaputt, Linse kaputt und verschoben, Netzhautquetschung etc. In einer Not-OP wurde die Hornhaut gerettet. 6 Tage später dann eine Phako + HKL, Cerclage und Netzhautstabilisierung mittels Gas. Regenerierung verlief gut. Ein Jahr später stieg die Sehkraft mit starker Sehhilfe wieder bis auf 70%. Leider jedoch nur für ein paar Monate bis sie dann stetig weiter absank. Hauptsächlich war dafür mein Glaukom zuständig denn durch ständig erhöhten IOD und vielen OPs (von 2003 bis 2010 insgesamt 16) erkrankte die Hornhaut immer mehr. Sie trübte sich immer weiter ein. Erholte sich jedoch auch oftmals wieder bis zu einem gewissen Grade.
Mein Keratokonus auf dem rechten Auge wurde ebenfalls im Jahre 2000 festgestellt. Ich nahm und nehme noch heute um künstliche Lichtquellen komische Lichteffekte wahr wie sie wohl jeder KC-Patient kennt. Je nachdem wo die Hornhautverwölbung am stärksten ist - dort verzerrt sich alles. Glücklicherweise ist mein rechter KC seit Jahren als stabil einzuordnen aber das kann auch nur die Ruhe vor dem Sturm sein denn in den letzten 2 Jahren wurde ich auf dem Auge kurzsichtiger und auch die Lichteffekte verschoben sich ein wenig. Das deutet auf einen KC-Schub hin und wie viele davon noch folgen, weiß der Teufel... - Keratoconus since: Mitte 2000 festgestellt - 1 Jahr davor wahrgenommen durch extreme Sehverschlechterung und Lichteffekte um künstliche Lichtquellen.
- Experience with eyeglasses / lenses: Kontaktlinsen wurden mal (so um 2001/2002) im "Huckepack"-Verfahren ausprobiert - anhand der Hornhautwölbung auf dem linken Auge aber nicht tauglich bei mir. Seit Ende 2009 - aufgrund Kurzsichtigkeit - trage ich nun eine Brille die auf dem rechten Auge noch die 100% bewerkstelligt.
- Operationen: Perforierende Keratoplastik am linken Auge im Dezember 2000. Hornhautfadenentfernung im Jahre 2002. Alles perfekt verlaufen damals.
- Begeiterscheinungen: Sehverschlechterung sowie Lichteffekte um Lichtquellen sowie dezentes Doppeltsehen von weißen Schriften/Buchstaben auf schwarzem Grund beidseits.
- Mögliche Ursachen: Ganz klar - Nichterkennung des Keratokonus. Weiterentwicklung ist nicht beinflussbar. Mal dauert es und dann kommt es wieder in Schüben. Bei mir drehte sich seit 2005 der Keartokonus auf dem rechten Auge von unten nach rechts. Macht sich durch die Schlieren (bei künstlichem Licht) bemerkbar. Seither jedoch glücklicherweise stabil auch wenn seit Ende 2009 die Kurzsichtigkeit etwas weiter zugenommen hat.
- 20 Operationen (linkes Auge)
- 3x Zyklophotokoagulation (linkes Auge)
- 4x Zyklokryokotherapie (linkes Auge)
- 2x Selektive Lasertrabekuloplastik SLT (rechtes Auge)
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sabine s.
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- Joined: 2005-05-30, 11:25
- KC-Experience: 4x transplantiert, 3x an einem auge, immunsuppression wegen ständiger transplantatabstoßungen, glaukom bereits mehrmals operiert, beginnender katarakt an beiden augen. visus mit brille um die 35%. Kontaklinsenunverträglichkeit .
augen-op´s insges. 13x. bin bei prof. th. neuhann in behandlung.
5. transpl. steht in den starlöchern.??? mehr oder weniger. das 5. transplantat war bereits am anfang märz 08 gefunden worden. 2 h später, anruf vom Prof. er könne es nicht nehmen. jetzt muß ich also weiter warten.
nävus auf der netzhaut inoperabel, tumor in der orbita nähe des sehnerves.
visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird. - Experience with eyeglasses / lenses: Sehr schnell wurden mir harte KC-Linsen angepaßt, die sich aber andauernd veränderten, so, daß der Anpasser gar nciht mehr nachgekommen ist.
- Operationen: 1999 wurde die erste Keratoplastik gemacht. s.o. bei und von Prof. Thomas Neuhann. Alle anderen Keratoplastiken (mit wachsendem Vergnügen, ebenfalls vom Prof. Neuhann der sich absolut rührend um mich kümmert. Div. Trabekulektomien, Div. Cortisonspülungen....................alles zwar Operationen, aber immer irgendwie im Vorbeigehen.
- Been thanked: 2 times
ich habe auch beidseits glaukom und trabekulemtomien. allerdings konnte ich diesen lupen.effekt leider, leider nie beobachten, im gegenteil nach den trabekulektomien hab ich jeweils schlechter gesehen, was allerdings schon ein hinweis darauf sein könnte, daß der augeninnedruck abgesehen von der sehnervschädigung den visus, beeinträchtigt, ist ja irgendwo physikalisch auch logisch zu erkklären (nur nicht von mir grins grins).
und genau, wie du spüre ich die geringste druckerhöhung bei 20 mmHG oder darüber, was meine ärzte ebenfalls immer ein "lächeln aufs gesicht zaubert" weil sie mich nämlcih für ein bißchen crazy und überspannt halten, aber meine druckpro-bzw.diagnosen waren bislang i m m e r richtig!!!!!!!! für uns ist das wirklich ein vorteil, weil wir schon vor der messung wissen, wie und wann wir unsere tröpfchendosis erhöhen müssen.
grüßle
sabine
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scorpion8020
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- Joined: 2006-07-16, 11:41
- KC-Experience: Im Jahre 2000 wurde der Keratokonus beidseits festgestellt. Zudem das juvenile Glaukom beidseits. Ende 2000 dann die 1. Keratoplastik links da die Sehkraft stark abgesunken war und nicht mehr mit einer Sehhilfe korregiert werden konnte. Unzählige Monate krank geschrieben aber alles gut verlaufen. Die Sehkraft war mit starker Sehhilfe bis 60% wieder gegeben jedoch nicht Alltagstauglich. Im Jahre 2003 dann ein Unfall wobei ich mir die transplantierte Hornhaut zu 7/12 förmlich "rausriss" (Aufprall auf Schrankkante - Kante ging direkt ins Auge) und zugleich einen Contusio bulbi zuzog = Glaskörper kaputt, Linse kaputt und verschoben, Netzhautquetschung etc. In einer Not-OP wurde die Hornhaut gerettet. 6 Tage später dann eine Phako + HKL, Cerclage und Netzhautstabilisierung mittels Gas. Regenerierung verlief gut. Ein Jahr später stieg die Sehkraft mit starker Sehhilfe wieder bis auf 70%. Leider jedoch nur für ein paar Monate bis sie dann stetig weiter absank. Hauptsächlich war dafür mein Glaukom zuständig denn durch ständig erhöhten IOD und vielen OPs (von 2003 bis 2010 insgesamt 16) erkrankte die Hornhaut immer mehr. Sie trübte sich immer weiter ein. Erholte sich jedoch auch oftmals wieder bis zu einem gewissen Grade.
Mein Keratokonus auf dem rechten Auge wurde ebenfalls im Jahre 2000 festgestellt. Ich nahm und nehme noch heute um künstliche Lichtquellen komische Lichteffekte wahr wie sie wohl jeder KC-Patient kennt. Je nachdem wo die Hornhautverwölbung am stärksten ist - dort verzerrt sich alles. Glücklicherweise ist mein rechter KC seit Jahren als stabil einzuordnen aber das kann auch nur die Ruhe vor dem Sturm sein denn in den letzten 2 Jahren wurde ich auf dem Auge kurzsichtiger und auch die Lichteffekte verschoben sich ein wenig. Das deutet auf einen KC-Schub hin und wie viele davon noch folgen, weiß der Teufel... - Keratoconus since: Mitte 2000 festgestellt - 1 Jahr davor wahrgenommen durch extreme Sehverschlechterung und Lichteffekte um künstliche Lichtquellen.
- Experience with eyeglasses / lenses: Kontaktlinsen wurden mal (so um 2001/2002) im "Huckepack"-Verfahren ausprobiert - anhand der Hornhautwölbung auf dem linken Auge aber nicht tauglich bei mir. Seit Ende 2009 - aufgrund Kurzsichtigkeit - trage ich nun eine Brille die auf dem rechten Auge noch die 100% bewerkstelligt.
- Operationen: Perforierende Keratoplastik am linken Auge im Dezember 2000. Hornhautfadenentfernung im Jahre 2002. Alles perfekt verlaufen damals.
- Begeiterscheinungen: Sehverschlechterung sowie Lichteffekte um Lichtquellen sowie dezentes Doppeltsehen von weißen Schriften/Buchstaben auf schwarzem Grund beidseits.
- Mögliche Ursachen: Ganz klar - Nichterkennung des Keratokonus. Weiterentwicklung ist nicht beinflussbar. Mal dauert es und dann kommt es wieder in Schüben. Bei mir drehte sich seit 2005 der Keartokonus auf dem rechten Auge von unten nach rechts. Macht sich durch die Schlieren (bei künstlichem Licht) bemerkbar. Seither jedoch glücklicherweise stabil auch wenn seit Ende 2009 die Kurzsichtigkeit etwas weiter zugenommen hat.
na da geb ich dir in allen Punkten recht. Vorteil für uns ist es wirklich wenn ich auch im gegensatz zu dir nicht all zu viel damit anfangen kann. Du meintest, das wir bei entsprechenden Gefühl die Tropfendosis erhöhren könnten aber wie? Kannst du das? Ich leider nicht denn mit 2xCosopt, 2xAlphagan und 1xXalatan hab ich schon die drucksenkenden Mittel ausgeschöpft. Laut meiner Augenärztin gibt es nichts mehr wirkungsvolleres. Die Dosis ist eh schon sehr hoch. Was für Tropfen hast du denn und welche kannst du bei Bedarf noch zusätzlich nehmen? Zudem soll man ja nach einer Trabekuelktomie keine drucksenkenden Mittel nehmen - wenn möglich.
Was die Sehkraft nach einer Trabekulektomie betrifft so sei hier gesagt, das danach die Sehkraft auch bei mir deutlich runter ging. Auch nach der weniger schlimmen Sickerkissenrevision konnte ich nur schlechter sehen als vorher. Erst jetzt (nach ca. 8 Wochen) tritt so langsam eine Besserung ein. Der Lupeneffekt war und ist bei mir zwar eingetreten jedoch würde ich es nie als "Sehkraftverbesserung" deklarieren. Dafür müsste der Effekt noch bei mehr als 5 - 10 cm Entfernung eintreten und das tut er ja nicht. Also alles in Ordnung Sabine - das nach der TE ist schon normal. Jedenfalls nach meinen Erkenntnissen
- 20 Operationen (linkes Auge)
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