Aktuelle Zeit: 2012-02-04, 22:44


  • Informationen zu Keatokonus

  • Informationen über die Augenkrankheit Keratokonus - Behandlung

    Bis die genauen genetischen Mechanismen und umweltbedingten Einflussfaktoren nicht bekannt sind, kann es keine Vorbeugung oder Therapie mit Arzneimitteln geben. Methoden zur Stärkung der körperlichen Fitness, Unterstützung der Immunabwehr oder Techniken wie z.B. Akupunktur, Shiatzu, Reflexzonenmassage, Augengymnastik, homoeopathische Arzneimittel können individuell wirken, eine Garantie gibt es aber nicht.

      Zur Behandlung oder Linderung der Symptome kommen die folgenden Maßnahmen, die auch miteinander kombiniert werden können, in Frage:

    • - Brille
    • - Keratokonus-Kontaktlinsen
    • - Brille/Kontaktlinsen
    • - Kombination Kontaktlinsen: Weich/Formstabil
    • - Vernetzung (Cross linking)
    • - ARK / Mini-ARK (Radiale asymmetrische Keratotomie)
    • - Transplantation


    In frühen Stadien kann die Sehstörung durch Keratokonus mit speziellen Brillengläsern ausgeglichen werden, später werden fast immer sogenannte Keratokonus-Kontaktlinsen angewendet. Mit den Keratokonuslinsen kann in ca. 80 bis 90% aller Fälle für viele Jahre, manchmal sogar dauerhaft, "normale Sicht" erreicht werden. Kombinationen von Brille und Kontaktlinsen, sowie sogenannten "Huckepack-Systemen aus weichen und formstabilen Kontaktlinsen bringen teilweise gute Erfolge.

    Auch wenn sich der Keratokonus bereits manifestiert hat bzw. sich kontinuierlich weiterentwickelt, ist es sinnvoll so lange wie möglich zu versuchen eine ausreichende Sehleistung mit Brillengläsern zu erreichen. Kontaktlinsen sind, auch wenn sie optimal angepaßt wurden, immer eine Belastung für den Stoffwechsel der Hornhaut und jede Belastung (auch Rauch in Kneipen oder Chlorgas in Schwimmbädern) könnte die Weiterentwicklung von Keratokonus fördern.

    Um das weitere Fortschreiten des Keratokonus für einige Jahre aufzuhalten, wird seit ca. 2000 die sogenannte "Vernetzungsbehandlung" (Cross Linking) eingesetzt. Mit dieser Behandlung kann, nach den bisher vorliegenden Berichten, der Keratokonus für 3 bis 5 Jahre gestoppt werden. Da es noch keine über diesen Zeitraum hinausgehenden Langzeiterfahrungen gibt, kann nur spekuliert werden ob eine zweite oder dritte Vernetzung den Keratokonus dauerhaft aufhalten kann. Kombinationen von Vernetzung und ARK, Vernetzung und Transplantation werden von einigen Ärzten zur Zeit diskutiert.

    Bei fortgeschrittenem Keratokonus ist es möglich, die Verformung der Hornhaut durch einen chirurgischen Eingriff zu korrigieren eine ARK (asymetrische radiäre Kerototomie) oder eine lamelläre oder perforierende Transplantation (LRK, PRK). Je nach individueller Vorgeschichte und der Art Operation ist das Ergebniss für 3 - 15 Jahre stabil - es gibt aber keine Garantie für ein gutes Operationsergebnis.

    Für die Beurteilung der Entwicklung eines Keratokonus und auch zur Operationsplanung ist es von großem Vorteil, wenn Ergebnisse von Hornhaut-Scanns über mehrere Jahre vorliegen.



    Vergrößerung Augenhornhaut



    Orbscan Keratokonus Stufe 0/1; Stufe 1/2


Die hier dargestellten Informationen über Keratokonus und Kontaktlinsen sollen in keinem Fall die fachliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen.